Die heutige Gemeinde Blankenfelde-Mahlow blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück, die tief im Mittelalter wurzelt. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung des Ortsteils Blankenfelde datiert auf das Jahr 1375 im berühmten Landbuch Karls IV. Der Name selbst soll slawischen Ursprungs sein und auf eine „Ansiedlung im Tal“ oder auf „freiem, lichtem Gelände“ hinweisen, was die frühe Besiedlung in dieser Region Brandenburgs unterstreicht. Von den bescheidenen Anfängen als Angerdorf bis zur modernen Doppelgemeinde hat Blankenfelde-Mahlow zahlreiche Transformationen erfahren, die von wechselnden Besitzverhältnissen, wirtschaftlichem Wandel und den Auswirkungen großer historischer Ereignisse geprägt waren.

Frühe Besiedlung und mittelalterliche Strukturen
Im Jahr 1375 war Blankenfelde ein Angerdorf von beträchtlicher Größe, umfasste es doch insgesamt 50 Hufen. Diese Hufen waren auf verschiedene Eigentümer verteilt. Der Pfarrer des Dorfes besaß drei Hufen, was auf eine bereits etablierte kirchliche Struktur hinweist. Tatsächlich deutet das Dehio-Handbuch darauf hin, dass die Dorfkirche bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde, also noch vor der ersten schriftlichen Erwähnung des Dorfes selbst. Die Herren von der Liepe spielten eine bedeutende Rolle im Dorfleben, da sie über 14 freie Hufen verfügten. Die übrigen Einwohner, darunter 15 Kötterhöfe, waren zu Abgaben verpflichtet. Bereits zu dieser frühen Zeit gab es im Dorf einen Krug, der als soziale Anlaufstelle und Ort der Bewirtung diente, sowie eine Mühle, die für die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte unerlässlich war. Die Familie von der Liepe hatte nicht nur Grundbesitz, sondern auch wichtige Rechte inne: Sie hielten das Ober- und das Untergericht sowie das Kirchenpatronat und waren zu Wagendiensten verpflichtet. Pacht, Zins und Bede wurden 1375 von allen Hufen erhoben, später nur noch von Teilen Blankenfeldes, was auf eine komplexer werdende Besitzstruktur hindeutet.
Wandel der Besitzverhältnisse und wirtschaftliche Entwicklung
Im 15. Jahrhundert entwickelten sich die Besitzverhältnisse weiter. 1416 war der Anteil derer von Liepe auf 10 Hufen angewachsen. Mitte des Jahrhunderts traten neue Familien als Landbesitzer auf den Plan. Im Jahr 1450 erschien die Familie Röbel mit 13,5 Hufen, und vor 1450 besaß die Familie von Milow weitere 6,5 freie Hufen. Die Komplexität nahm zu, als 1451 die Familie derer von Hake weitere 13,5 Hufen hielt und vor 1451 die Familie von Flans zu Altglienicke und Großmachnow beachtliche 28 Hufen ihr Eigen nannte. Die von Flans erhielten zudem zwei Anteile an der Ober- und Untergerichtsbarkeit sowie am Patronat der Kirche. Tragischerweise waren zur gleichen Zeit bereits zwei Kötterhöfe wüst, was auf wirtschaftliche Schwierigkeiten oder andere Probleme hinweisen könnte. Bis 1480 war die Gemarkung auf insgesamt 53 Hufen angewachsen, was eine leichte Vergrößerung seit 1375 bedeutete. Die Verteilung änderte sich erneut: Der Pfarrer hielt nun vier Hufen, die von Liepe 8,5, die Familie Röbel 13,5 und die Familie Milow 6,5. Vier Hufen lagen weiterhin wüst, während die übrigen 31 Hufen Zinsen abwarfen. Krug und Mühle bestanden fort. 1484 übergaben die von Milow ihren Anteil an die von Schlabrendorff zu Beuthen, die 6,5 freie Hufe und ein Viertel des Patronats erhielten. 1488 belehnte Kurfürst Johann Schlabrendorf-Beuthen mit den Lehnsbesitzungen des verstorbenen Curt (von) Milow.
Handwerk, Schäfereien und die Auswirkungen des Krieges
Im 16. und 17. Jahrhundert setzten sich die Veränderungen fort. Die Familie von Flans behielt ihren umfangreichen Besitz von 28 Hufen und die damit verbundenen Rechte an Gerichtsbarkeit und Patronat. Neben dem Müller, der schon lange zum Dorf gehörte, wurde erstmals ein Schmied erwähnt, was auf eine Diversifizierung des Handwerks im Ort hindeutet. 1553 tauchten erstmals zwei Schäfereien in den Dokumenten auf. Eine gehörte 1570 neben einem Vorwerk der Familie Schlabbrendorff, die andere der Familie von Flans. Der Hof derer von Liepe umfasste weiterhin 8,5 Hufen und verfügte über eine Windmühle (1565 und 1620). Der verbleibende Anteil der von Milow wurde 1570 an einen Bürger Eggert aus Berlin übertragen, der ihn jedoch nur kurzzeitig bis 1577 hielt. Anschließend übernahmen die von Hake bis 1652 auch diese Anteile. 1621 kam mit der Familie von Borgsdorff eine weitere Besitzerfamilie in den Ort, die als Erben über einen Anteil von Blankenfelde verfügten, der als „Zubehör“ von Großmachnow galt. Im Jahr 1624, kurz vor den verheerenden Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges, lebten im Ort 11 Hufner, acht Kötter (darunter der Müller), ein Pachtschäfer, ein Hirte und ein Laufschmied. Drei Hufen eines Hofes wurden von einem A. Hacke freigewilligt. Der Dreißigjährige Krieg brachte auch über Blankenfelde Zerstörung und Leid. Die Bevölkerungszahl sank dramatisch. 1652 lebten nur noch drei Bauern mit einem Knecht und einem Jungen im Ort. Die Dokumente verzeichneten zudem drei Kötter und einen Stiefsohn. Nach dem Krieg gingen die Borgsdorffschen Anteile an die von Schlabrendorff über, die bis 1692 insgesamt 28 Hufen mit zwei Teilen an Gerichtsbarkeit und die Schäferei hielten.
Das 18. und 19. Jahrhundert: Aufstieg des Ritterguts und Wachstum
Das 18. Jahrhundert brachte eine gewisse Stabilisierung und das Aufkommen eines neuen zentralen Elements: des Ritterguts. 1711 gab es sechs bewohnte Hufner und sechs bewohnte Kötter. Handwerker und Bedienstete wie Laufschmied, Müller, Hirte, Schäfer sowie verschiedene Knechte und Hausleute lebten und arbeiteten im Dorf. Das Rittergut wurde erstmals erwähnt. 1745 zählte man sechs Bauern und sechs Kötter, einen Krug und eine Windmühle. 1771 gab es bereits 16 Giebel, also Wohnhäuser. Die Bewohner, darunter Müller, Schmied, Hirte, Schäfer und verschiedene Knechte, zahlten für insgesamt 29 Hufen je acht Groschen Zins. Im Jahr 1800 übernahm ein Baron von Eckardstein den vormals Liepschen Anteil und hielt ihn bis 1824. Die Bevölkerung und die Siedlung vergrößerten sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 1801 war der Ort auf vier Ganzbauern, zehn Ganzkötter, elf Einlieger sowie eine Schmiede, einen Krug und eine Windmühle angewachsen. Erstmals erschien ein Förster, der für die Bewirtschaftung von 200 Morgen Holz zuständig war. Das Gut umfasste zu dieser Zeit 28 Hufen, hinzu kamen 30 Ritterhufen mit insgesamt 30 Feuerstellen, was Haushalten entspricht. Blankenfelde wurde 1817 dem Kreis Teltow in der preußischen Provinz Brandenburg zugeordnet. Von 1824 bis nach 1864 war ein Graf von Haeseler Besitzer von Dorf und Rittersitz. Eduard Graf von Haeseler war Hauptritterschaftsdirektor und preußischer Kammerherr. 1840 existierten in Dorf und Rittergut zusammen 31 Wohnhäuser. 1849 wechselte die Gerichtsbarkeit vom Patrimonialgericht unter Mittenwalde an das Kreisgericht Berlin. 1858 lebten 15 Hofeigentümer und ein Pächter mit 50 Knechten und Mägden sowie 54 Tagelöhnern im Ort. Hinzu kamen 12 nebengewerbliche Landwirte mit sechs Knechten und Mägden, 29 Arbeiter und neun Bediente. Insgesamt gab es 27 Besitzungen in Blankenfelde. Das Rittergut war mit 2894 Morgen die größte Besitzung. 13 weitere Besitzungen waren 30 bis 300 Morgen groß (zusammen 1225 Morgen), neun zwischen 5 und 30 Morgen (insgesamt 212 Morgen) und vier unter 5 Morgen (zusammen 14 Morgen). Zu dieser Zeit zählte Blankenfelde vier Arme, was auf eine gewisse soziale Ungleichheit hinweist. 1860 bestand das Dorf aus 33 Wohngebäuden und 49 Wirtschaftsgebäuden, darunter eine Getreidemühle, sowie drei öffentlichen Gebäuden. Insgesamt wurden 4365 Morgen bewirtschaftet, aufgeteilt in Ackerflächen, Wald, Wiese, Weide, Gartenland und Gehöfte. Das Rittergut verfügte über 13 Wohn- und 7 Wirtschaftsgebäude, einschließlich einer Brennerei. 1873 wechselte der Besitzer des prägenden Rittergutes. Der Verlagsbuchhändler Ludwig Schaefer, der kurz zuvor als Ludwig von Schaeffer-Voit nobilitiert wurde, erwarb das Gut. Er soll sein Vermögen im Verlagswesen und Grundstücksgeschäft gemacht haben und war zuletzt Geheimer Kommerzienrat. 1896 wurden für das Rittergut 766 Hektar ausgewiesen, im Besitz der Erben von Ludwig von Schaeffer-Voit. Von 1879 bis 1906 war das Amtsgericht Berlin II für den Ort zuständig.
Das 20. Jahrhundert: Kriege, Teilung und Wandel
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, im Jahr 1900, gab es im Dorf 51 Häuser, die 475 Hektar Land bewirtschafteten, sowie acht weitere Häuser im Rittergut, die 766 Hektar bewirtschafteten. 1906 wechselte die Gerichtsbarkeit erneut und lag bis 1945 beim Amtsgericht Berlin-Tempelhof. Der Erste Weltkrieg hinterließ Spuren, indem im Gutshaus ein Lazarett eingerichtet wurde. Eine Volkszählung Mitte der 1920er Jahre ergab eine Einwohnerzahl von 625 Personen im Dorf und 144 Personen im Gutsbezirk. Gutsbesitzerin war zu dieser Zeit Clara Gräfin Wartensleben, geborene von Schaeffler-Voit, die einzige überlebende Nachfahrin des Kommerzienrates. 1928 wurde das Rittergut mit der Gemeinde vereinigt. Im Oktober desselben Jahres wurde es durch die Süd-Berlin Bodenaktiengesellschaft ersteigert, parzelliert und vornehmlich an Berliner Siedler verkauft. Das Brandenburgische Güteradressbuch nannte ein Jahr später noch 667 Hektar als Gesamtgröße. Ein weiterer Käufer war die Gagfah, die in den 1930er Jahren eine größere Siedlung errichtete. Blankenfelde behielt trotz der Siedlungsentwicklung seinen landwirtschaftlichen Charakter. 1931 wurden noch 1257 Hektar bewirtschaftet. 1939 gab es einen sehr großen Betrieb mit mehr als 100 Hektar, zwölf Betriebe mit 20 bis 100 Hektar, acht Betriebe mit 10 bis 20 Hektar, sechs Betriebe mit fünf bis 10 Hektar sowie 34 kleinere Betriebe mit 0,5 bis fünf Hektar. Blankenfelde profitierte von der Nähe zu Berlin, was zu einem starken Anstieg der Einwohnerzahl führte: von 288 Personen im Jahr 1840 auf 742 im Jahr 1925. Im Jahr 1932 gab es in der Gemeinde bereits mehrere Wohnplätze, darunter Mahlower Ausbau, Siedlung Block Blankenfelde, Siedlung Block C, Siedlung Eigenes Heim und Siedlung Glasower Block.
Nachkriegszeit, DDR und die Gründung der Gemeinde
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gutshaus auf Grundlage des SMAD-Befehls Nr. 209 abgerissen, ein deutliches Zeichen der politischen Umwälzungen. 147 Hektar Land wurden enteignet, davon 116 Hektar aufgeteilt. Es entstanden 326 landwirtschaftliche Betriebe, die zusammen jedoch nur 47 Hektar bewirtschafteten, was die starke Zersplitterung verdeutlicht. Weitere Betriebe erhielten ebenfalls kleine Flächen. Diese Zersplitterung war ein Treiber für die Kollektivierung in der DDR. 1953 gründete sich eine LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) vom Typ I mit zunächst nur sechs Mitgliedern und 37 Hektar Nutzfläche. Sie wurde bereits 1954 in eine leistungsfähigere LPG Typ III umgewandelt. 1950 gab es in der Gemeinde den Wohnplatz Kolonie Wildwest und der Ort erhielt einen eigenen Bahnhof, was die Anbindung verbesserte. 1952 kam Blankenfelde zum Kreis Zossen im DDR-Bezirk Potsdam. Die DDR-Zeit brachte auch industrielle Entwicklungen. 1956 gründete sich der VEB Pharma Blankenfelde mit 99 Beschäftigten. Die LPGs wuchsen und fusionierten. 1961 hatte die LPG Typ III bereits 117 Mitglieder und bewirtschaftete 992 Hektar, ergänzt durch eine LPG Typ I. Die LPG Typ III fusionierte 1960 mit der LPG Typ III in Mahlow, und 1966 folgten weitere Fusionen mit LPGs aus Blankenfelde und Diedersdorf zur LPG Typ III Blankenfelde-Mahlow. Weitere wirtschaftliche Bedeutung erlangten in den 1970er Jahren gegründete VEB wie Elektrogeräte, Fliesenleger und Plattenbau, Wärmetechnik sowie die PGH Fernseh-Radio Berlin und Gartenbaubetriebe. Ein tragisches Ereignis war der Brand der Dorfkirche in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai 1978, verursacht durch einen technischen Defekt. Das historische Bauwerk wurde jedoch wieder aufgebaut und 1981 der Kirchengemeinde übergeben.
Nach der Wende: Die heutige Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
Nach der politischen Wende in der DDR gab es weitere administrative Veränderungen. Im Januar 1992 verlegte die Amtsverwaltung ihren Sitz nach Blankenfelde. Mit der Kreisgebietsreform 1993 kam Blankenfelde zum Landkreis Teltow-Fläming. Der bedeutendste Schritt zur heutigen Struktur war die Gründung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow am 26. Oktober 2003 durch den Zusammenschluss der fünf bis dahin selbstständigen Gemeinden Blankenfelde, Dahlewitz, Groß Kienitz, Jühnsdorf und Mahlow.
Bevölkerung und Landkreiszugehörigkeit
Basierend auf den historischen Daten im Text können wir einige Einblicke in die Bevölkerungsentwicklung gewinnen, auch wenn keine aktuelle Zahl für die gesamte heutige Gemeinde Blankenfelde-Mahlow genannt wird. Die Einwohnerzahl von Blankenfelde (ohne Mahlow und die anderen Ortsteile) stieg von 288 Personen im Jahr 1840 auf 742 im Jahr 1925. Mitte der 1920er Jahre lebten 625 Personen im Dorf Blankenfelde und 144 Personen im Gutsbezirk Blankenfelde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, 1652, war die Bevölkerung auf wenige Familien geschrumpft. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahlen nur den historischen Ortsteil Blankenfelde betreffen und nicht die heutige Großgemeinde. Die heutige Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gehört seit der Kreisgebietsreform 1993 und der Gemeindegründung 2003 zum Landkreis Teltow-Fläming.
Historische Entwicklung im Überblick
| Jahr | Ereignis / Zustand | Details (z.B. Hufen, Häuser, Einwohner) |
|---|---|---|
| 1375 | Ersterwähnung im Landbuch Karls IV. | 50 Hufen gesamt, div. Besitzer, 15 Kötterhöfe, Krug, Mühle |
| Mitte 13. Jh. | Bau der Dorfkirche | Vermutung basierend auf Pfarrhufen (1375) und Dehio-Handbuch |
| 1450 / vor 1450 | Neue Besitzer treten auf | Familien Röbel (13,5 Hufen) und von Milow (6,5 freie Hufen) |
| 1451 / vor 1451 | Weitere Besitzer und wüste Höfe | Familien von Hake (13,5 Hufen), von Flans (28 Hufen); 2 Kötterhöfe wüst |
| 1480 | Gemarkungsumfang | 53 Hufen gesamt |
| 1484 | Besitzerwechsel | von Milow übergaben Anteil an von Schlabrendorff |
| 1553 | Erste Erwähnung von Schäfereien | Zwei Schäfereien |
| 1624 | Beschreibung vor dem Dreißigjährigen Krieg | 11 Hufner, 8 Kötter, Pachtschäfer, Hirte, Laufschmied |
| 1652 | Zustand nach dem Dreißigjährigen Krieg | 3 Bauern, 1 Knecht, 1 Junge, 3 Kötter, 1 Stiefsohn |
| 1711 | Einwohner und Gewerbe | 6 bewohnte Hufner, 6 bewohnte Kötter, Laufschmied, Müller, Hirte, Schäfer, Knechte, Hausleute; Erstmalige Erwähnung Rittergut |
| 1801 | Wachstum zu Beginn 19. Jh. | 4 Ganzbauern, 10 Ganzkötter, 11 Einlieger, Schmiede, Krug, Windmühle, Förster; Gut: 28 Hufen, 30 Ritterhufen, 30 Feuerstellen |
| 1817 | Zugehörigkeit | Zum Kreis Teltow in der preußischen Provinz Brandenburg |
| 1840 | Anzahl Wohnhäuser | 31 (Dorf und Rittergut) |
| 1849 | Gerichtsbarkeit | Wechsel vom Patrimonialgericht zum Kreisgericht Berlin |
| 1858 | Einwohnerstruktur und Besitzungen | 15 Hofeigentümer, 1 Pächter, viele Knechte/Mägde/Tagelöhner; 27 Besitzungen; Rittergut 2894 Morgen |
| 1860 | Gebäude und Landnutzung | Dorf: 33 Wohn-, 49 Wirtschafts-, 3 öffentliche Gebäude; Rittergut: 13 Wohn-, 7 Wirtschaftsgebäude; 4365 Morgen bewirtschaftet |
| 1873 | Besitzerwechsel Rittergut | Ludwig von Schaeffer-Voit erwirbt das Gut |
| 1900 | Häuser und Landnutzung | Dorf: 51 Häuser, 475 Hektar; Rittergut: 8 Häuser, 766 Hektar |
| Mitte 1920er | Volkszählung | 625 Personen im Dorf, 144 Personen im Gutsbezirk |
| 1928 | Vereinigung und Verkauf des Ritterguts | Rittergut mit Gemeinde vereinigt, an Süd-Berlin Bodenaktiengesellschaft verkauft und parzelliert |
| 1932 | Neue Wohnplätze | Mahlower Ausbau, Siedlung Block Blankenfelde, Siedlung Block C, Siedlung Eigenes Heim, Siedlung Glasower Block |
| 1952 | Zugehörigkeit DDR | Zum Kreis Zossen im DDR-Bezirk Potsdam |
| 1953/1954 | Gründung und Umwandlung LPG | Gründung LPG Typ I, Umwandlung in LPG Typ III |
| 1978 | Brand der Dorfkirche | Technische Defekt führt zu Brand |
| 1981 | Wiedereröffnung Kirche | Neu aufgebaut und übergeben |
| 1992 | Sitz der Amtsverwaltung | Verlegung nach Blankenfelde |
| 1993 | Zugehörigkeit nach der Wende | Zum Landkreis Teltow-Fläming |
| 2003 | Gründung der heutigen Gemeinde | Zusammenschluss von Blankenfelde, Dahlewitz, Groß Kienitz, Jühnsdorf, Mahlow zu Blankenfelde-Mahlow |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet der Name Blankenfelde?
Laut der Webseite der Gemeinde leitet sich der Name aus dem Slawischen ab und bedeutet „Ansiedlung im Tal“ oder „Ansiedlung auf freiem, lichtem Gelände“.

Wann wurde Blankenfelde erstmals urkundlich erwähnt?
Blankenfelde wurde erstmals im Jahr 1375 im Landbuch Karls IV. urkundlich erwähnt.
Welche wichtigen Familien besaßen Land in Blankenfelde im Mittelalter?
Zu den frühen und wichtigen Besitzerfamilien gehörten die Herren von der Liepe, später traten die Familien Röbel, von Milow, von Hake und von Flans hinzu. Im späten 15. Jahrhundert kamen die von Schlabrendorff hinzu.
Welchen Einfluss hatte der Dreißigjährige Krieg auf Blankenfelde?
Der Dreißigjährige Krieg führte zu erheblichen Verwüstungen. Die Bevölkerungszahl sank drastisch; im Jahr 1652 lebten nur noch wenige Bauern und Kötter im Ort.
Wann wurde das Rittergut Blankenfelde verkauft und parzelliert?
Das Rittergut wurde 1928 mit der Gemeinde vereinigt und im Oktober desselben Jahres durch die Süd-Berlin Bodenaktiengesellschaft ersteigert, parzelliert und verkauft.
Wann wurde die heutige Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gegründet und welche Orte gehören dazu?
Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow entstand am 26. Oktober 2003 durch den Zusammenschluss der fünf vorher selbstständigen Gemeinden Blankenfelde, Dahlewitz, Groß Kienitz, Jühnsdorf und Mahlow.
Zu welchem Landkreis gehört Blankenfelde-Mahlow?
Seit der Kreisgebietsreform 1993 gehört Blankenfelde, und somit die 2003 gegründete Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, zum Landkreis Teltow-Fläming.
Wie hoch war die Einwohnerzahl von Blankenfelde zu verschiedenen Zeiten?
Historische Einwohnerzahlen für den Ortsteil Blankenfelde sind im Text genannt: 288 Personen im Jahr 1840, 742 im Jahr 1925. Mitte der 1920er Jahre lebten 625 Personen im Dorf und 144 Personen im Gutsbezirk. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, im Jahr 1652, war die Zahl auf wenige Familien gesunken. Für die gesamte heutige Gemeinde Blankenfelde-Mahlow liegen im vorliegenden Text keine aktuellen Bevölkerungszahlen vor.
Die Geschichte von Blankenfelde-Mahlow ist ein Spiegelbild der regionalen und überregionalen Entwicklungen in Brandenburg und Deutschland, geprägt von landwirtschaftlichem Leben, wechselnden politischen Systemen und dem Einfluss der nahegelegenen Metropole Berlin.
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