Es traf die Frankfurter mitten ins Herz, als der Goetheturm in einer Oktobernacht im Jahr 2017 einer Brandstiftung zum Opfer fiel. Denn mit dem völlig niedergebrannten, hölzernen Aussichtsturm im Waldspielpark Goetheturm war ein Wahrzeichen und damit auch ein Stück Frankfurter Identität zerstört worden. Dieser Verlust war tiefgreifend, da der Turm über Generationen hinweg ein beliebter Treffpunkt und ein Symbol für die Verbundenheit der Frankfurter mit ihrem Stadtwald war.

Die Zerstörung und die starke Reaktion der Stadt
Die Nachricht vom Brand des Goetheturms verbreitete sich schnell und löste Bestürzung aus. Es war die Nacht zum 12. Oktober 2017, als das Feuer ausbrach und das geliebte Bauwerk vollständig zerstörte. Die Ursache, wie sich herausstellte, war Brandstiftung. Dieser mutwillige Akt traf die Bürgerinnen und Bürger Frankfurts schwer, denn der Turm war mehr als nur eine Holzkonstruktion; er war Teil des kollektiven Gedächtnisses der Stadt.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Schnell stand sowohl für die Bevölkerung als auch für die Stadtpolitik fest: Der Goetheturm muss wiederaufgebaut werden! Dieses starke Signal zeigte, wie wichtig der Turm für die Identität Frankfurts war. Viele engagierte Frankfurterinnen und Frankfurter zeigten ihre Verbundenheit nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten, indem sie großzügig Geld spendeten, um das Projekt des Wiederaufbaus schnellstmöglich realisieren zu können.
Die Zerstörung des Turms hinterließ eine Lücke im Stadtbild und im Herzen vieler Menschen, die Kindheitserinnerungen oder einfach schöne Momente mit dem Turm verbanden. Die Entscheidung zum Wiederaufbau war daher nicht nur eine bauliche Notwendigkeit, sondern auch ein symbolisches Bekenntnis zur Geschichte und Kultur Frankfurts.
Der Weg zum neuen Goetheturm: Planung und Bau
Nachdem die Entscheidung zum Wiederaufbau getroffen und die Finanzierung durch Spenden und städtische Mittel gesichert war, begann die Planungsphase für den neuen Turm. In einer Online-Befragung direkt nach dem Brand wurde die Meinung der Bürgerinnen und Bürger eingeholt. Eine deutliche Mehrheit von 78 Prozent sprach sich dafür aus, den neuen, 43,3 Meter hohen Turm möglichst originalgetreu wiederaufzubauen. Dieser Wunsch der Bevölkerung war maßgeblich für die Gestaltung des neuen Bauwerks.
Der eigentliche Wiederaufbau des neuen Goetheturms begann im November 2019. Es war ein komplexes Unterfangen, das darauf abzielte, die vertraute Optik des alten Turms zu bewahren und gleichzeitig moderne Sicherheitsstandards und Bauvorschriften zu erfüllen. Der Turm wurde primär aus Holz erbaut, wie schon sein Vorgänger, was seine charakteristische Erscheinung ausmacht.
Die Bauarbeiten schritten voran, und die Fertigstellung des neuen Turms erfolgte im August 2020. Dies war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Rückkehr des beliebten Wahrzeichens. Die offizielle Einweihung des neuen Goetheturms fand am 12. Oktober 2020 statt – auf den Tag genau drei Jahre nach der schicksalhaften Nacht des Brandes. Dies war ein symbolträchtiges Datum, das das Ende einer schwierigen Phase und den Beginn eines neuen Kapitels für den Turm markierte.
Der neue Turm steht nun wieder am nördlichen Rand des Frankfurter Stadtwaldes und ist bereit, Besucher zu empfangen, sobald die Bedingungen es zulassen.
Ein Blick auf das neue Bauwerk und seine Besonderheiten
Optisch ist der neue Goetheturm kaum von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Dies war ein erklärtes Ziel, um dem Wunsch der Bevölkerung nachzukommen und das vertraute Bild zu erhalten. Doch es gibt wichtige Unterschiede, die das neue Bauwerk sicherer und zukunftsfähiger machen. Das leicht modifizierte Bauwerk entspricht nun den aktuellen Bauvorschriften, was bei einem Holzbauwerk von dieser Höhe besonders wichtig ist.
Ein weiterer Vorteil der neuen Konstruktion ist, dass sie sich künftig besser instandhalten und sanieren lassen wird als das vernichtete Original. Dies verspricht eine längere Lebensdauer und weniger Aufwand für den Erhalt des Turms in gutem Zustand.
Historisch interessant ist auch die Tatsache, dass der Goetheturm bis 1999 der höchste öffentlich zugängliche Holzbau Deutschlands war, bevor er vom Jahrtausendturm in Magdeburg abgelöst wurde. Diese Geschichte unterstreicht die Bedeutung des Turms nicht nur für Frankfurt, sondern auch im nationalen Kontext der Holzbaukunst.

Der Aufstieg und die beeindruckende Aussicht vom Goetheturm
Der Aufstieg auf den Goetheturm erfolgt über einen Treppenaufgang. Die Struktur des Aufstiegs ist so gestaltet, dass es regelmäßige Zwischenebenen gibt. Konkret führt der Weg nach oben über zwölf Zwischenpodeste. Diese Podeste dienen nicht nur als Ruhebereiche, sondern strukturieren den Aufstieg und machen ihn angenehmer.
Ganz oben im Turmknopf befindet sich die Aussichtsplattform. Diese Plattform ist überdacht und bietet eine großzügige Fläche von 6 mal 6 Metern. Von hier aus haben Besucher aus einer Höhe von rund 39 Metern einen spektakulären Rundumblick. Die Aussicht ist vielfältig und umfasst verschiedene Bereiche Frankfurts und Umgebung.
Man kann von der Plattform aus über Sachsenhausen blicken, das bekannte Stadtviertel südlich des Mains. Ein besonderes Highlight ist der Blick auf die Skyline vom Bankenviertel, die das moderne Gesicht Frankfurts zeigt. Auch die Skyline von Offenbach ist von hier oben zu sehen, ebenso wie die weiten Flächen des Stadtwaldes selbst, in dem der Turm steht.
Die Höhe von 39 Metern auf der Plattform, kombiniert mit der freien Rundumsicht, macht den Goetheturm zu einem idealen Ort, um sich einen Überblick über die Stadt und ihre Umgebung zu verschaffen und die Weite des Waldes zu genießen.
Planen Sie Ihren Besuch: Wichtige Hinweise
Besucher können den Goetheturm in der Regel kostenfrei besuchen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Turm aus Sicherheitsgründen – wie schon sein Vorgänger – im Herbst und Winter geschlossen bleibt. Die genauen Öffnungszeiten variieren und sollten vor einem geplanten Besuch geprüft werden, insbesondere die Wiedereröffnung im Frühjahr.
Laut der uns vorliegenden Information war nach der Einweihung ein Besuch ab Mitte Oktober wieder kostenfrei möglich, allerdings war wegen der Corona-Pandemie eine Voranmeldung erforderlich. Es ist ratsam, sich über die aktuell geltenden Zugangsregeln und eventuelle Anmeldepflichten vor einem Besuch zu informieren, da sich solche Bestimmungen ändern können.
Der Goetheturm ist nach Johann Wolfgang von Goethe benannt, dem berühmtesten Sohn der Stadt, was seine kulturelle Bedeutung als Wahrzeichen Frankfurts zusätzlich unterstreicht. Ein Besuch des Turms ist eine wunderbare Möglichkeit, Geschichte, Natur und den beeindruckenden Ausblick auf die Mainmetropole zu verbinden.
Häufig gestellte Fragen zum Goetheturm
Wie viele Stufen hat der Goetheturm?
Der uns vorliegende Text gibt nicht die genaue Anzahl der Stufen an. Er erwähnt jedoch, dass der Aufstieg über zwölf Zwischenpodeste erfolgt. Daraus kann man schließen, dass es mehrere Treppenabschnitte zwischen diesen Podesten gibt, die zur Spitze führen, aber die Gesamtzahl der Stufen wird nicht genannt.
Wann wurde der neue Goetheturm gebaut?
Der Wiederaufbau des neuen Goetheturms begann im November 2019. Die Fertigstellung der Bauarbeiten war im August 2020. Die offizielle Einweihung und Eröffnung für die Öffentlichkeit fand am 12. Oktober 2020 statt.
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