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Hamburgs Rathaus: Geschichte & Pracht

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Das Hamburger Rathaus ist mehr als nur ein Verwaltungsgebäude; es ist ein strahlendes Symbol für die Freiheit, den Stolz und die Widerstandsfähigkeit der Freien und Hansestadt Hamburg. Am Rathausmarkt gelegen, dient dieser prachtvolle Bau als Sitz der Bürgerschaft und des Senats. Seine imposante Erscheinung im Stil der Neorenaissance zieht Besucher aus aller Welt in ihren Bann und erzählt eine lange und bewegte Geschichte der Stadt.

Wie teuer ist das Hamburger Rathaus?
Planung und Bau des heutigen Rathauses Die Baukosten betrugen 11 Millionen Goldmark umgerechnet etwa 80 Millionen Euro.

Die Wurzeln: Hamburgs frühe Rathäuser

Die Geschichte des Hamburger Rathauses ist eine Abfolge von Neubauten, Zerstörungen und Provisorien. Vermutlich ist das heutige Gebäude bereits das sechste Rathaus in der Historie der Stadt. Die ersten beiden standen wohl in der Neustadt am Hopfenmarkt und in der Altstadt am Alten Fischmarkt. Nach der Vereinigung beider Stadtteile im Jahr 1216 entstand an der Kleinen Johannisstraße, Ecke Dornbusch, ein gemeinsames Rathaus.

Dieses frühe Rathaus fiel jedoch dem verheerenden Stadtbrand von 1284 zum Opfer. Lediglich das Kellergewölbe überstand die Flammen und wurde fortan als Ratsweinkeller genutzt. Später entstand an dieser Stelle das Eimbecksche Haus, bekannt für seine Ausschank-Konzession für Einbecker Bier. Tragischerweise stürzte auch dieser Ratsweinkeller beim Großen Brand von 1842 teilweise ein. Eine gerettete Bacchus-Figur aus dieser Zeit ist heute noch im neuen Rathaus zu sehen.

Um 1290 errichtete man ein größeres Rathaus auf dem Neß nahe der Trostbrücke. Dieser Backsteinbau mit einer zweigeschossigen Halle wurde über die Jahrhunderte erweitert und beherbergte wichtige Institutionen wie das Niedergericht und ab 1619 sogar die Hamburger Bank. Dieses Ensemble an der Trostbrücke bildete über mehrere Jahrhunderte das politische und wirtschaftliche Zentrum Hamburgs.

Der Große Brand und die Provisorien

Der Große Brand von 1842 markierte einen tiefen Einschnitt in der Geschichte Hamburgs und auch des Rathauses. Das alte Rathaus an der Trostbrücke wurde gesprengt, um eine Brandschneise zu schaffen – ein verzweifelter Versuch, das Feuer einzudämmen. Doch die Sprengung war unvollständig, und die Flammen fanden in den Trümmern neue Nahrung und breiteten sich weiter aus.

Einige Standbilder deutscher Kaiser, die seit 1640 die Fassade des alten Rathauses schmückten, überstanden den Brand und sind heute am Museum für Hamburgische Geschichte zu sehen. Auch zusammengeschmolzene Silberbarren des städtischen Silberschatzes, Zeugen der Hitze des Brandes, sind im Phönix-Saal des heutigen Rathauses ausgestellt.

Nach der Zerstörung diente das ehemalige Waisenhaus in der Admiralitätstraße als provisorisches Rathaus und Sitz des Senats. Die Bürgerschaft tagte währenddessen im großen Saal der Patriotischen Gesellschaft, der 1847 an der Stelle des alten Rathauses erbaut wurde. Dieses Provisorium dauerte über fünf Jahrzehnte, während die Stadt ihren Wiederaufbau vorantrieb und die Planung für ein neues, repräsentatives Rathaus begann.

Planung und Bau des heutigen Rathauses: Ein Jahrhundertprojekt

Die Entscheidung für einen neuen Standort fiel auf einen Platz an der Kleinen Alster, hinter der neuen Börse, die als einziges Gebäude in der Umgebung dem Brand entkommen war. Die Realisierung dieses ehrgeizigen Projekts zog sich über 43 Jahre hin, von den ersten Wettbewerbsentwürfen im Jahr 1854 bis zur Fertigstellung im Jahr 1897. Zahlreiche Entwürfe wurden eingereicht und diskutiert, die Entscheidungsprozesse waren langwierig und komplex.

Mehrere Faktoren führten zu den Verzögerungen: der vorrangige Wiederaufbau der zerstörten Stadt, politische Umbrüche, Wirtschaftskrisen, Auseinandersetzungen auf nationaler Ebene, ein Bauarbeiterstreik im Jahr 1889 und die Choleraepidemie von 1892. Vor allem aber die Schwierigkeit, sich auf eine gemeinsame Gestaltung und den endgültigen Plan zu einigen, bremste das Vorhaben immer wieder aus. Viele Stimmen brachten sich ein, ohne dass schnelle Entscheidungen getroffen werden konnten.

Bekannte Architekten wie Gottfried Semper und Otto Wagner reichten Entwürfe ein. Die konkrete Planung wurde schließlich dem 1880 gegründeten Rathausbaumeisterbund übertragen, einer Gruppe von neun Architekten unter der Leitung von Martin Haller. Ihr zweiter Entwurf wurde genehmigt und ab 1886 umgesetzt.

Der Bau selbst war eine technische Herausforderung. Hamburgs Boden ist feucht und sandig, weshalb das Fundament des Rathauses auf über 4000 Eichenpfählen gegründet werden musste – eine beeindruckende Ingenieursleistung für die damalige Zeit. Die Bauarbeiten dauerten elf Jahre.

Die Frage, die oft gestellt wird, ist: Wie teuer war der Bau des Hamburger Rathauses? Die Kosten für den Bau des heutigen Rathauses beliefen sich auf beeindruckende 11 Millionen Goldmark. Dies entsprach zum damaligen Wechselkurs etwa 80 Millionen Euro, eine immense Summe, die den Ehrgeiz und den Wohlstand der Hansestadt im späten 19. Jahrhundert widerspiegelte. Es war eine Investition in ein Denkmal der bürgerlichen Selbstverwaltung.

Architektonische Pracht und symbolische Details

Das 1897 fertiggestellte Rathaus ist ein Meisterwerk der Neorenaissance. Der zweiflügelige Bau aus Granit und Sandstein besticht durch seine 111 Meter breite Fassade, überragt vom 112 Meter hohen Mittelturm. Die Höhe des Turms entspricht exakt der Breite des Gebäudes – ein harmonisches Detail, das Martin Haller in seinen Plan integrierte, um eine Einheit zwischen dem aufstrebenden Turm und der horizontalen Fassade zu schaffen. Die Bedachung besteht aus Kupfer, während für die Sandsteinanteile vor allem Wünschelburger Sandstein verwendet wurde. Die Kombination aus italienischen und norddeutschen Renaissance-Elementen verleiht der Fassade ihre unverwechselbare Wirkung.

Das schwarze Eingangsportal ist ein herausragendes Beispiel Hamburger Kunstschmiedehandwerks, verziert mit üppigem Rankenwerk, Rosetten und Figuren. Über der kupfernen Turmspitze thront ein vergoldeter Reichsadler, während vier kupfergetriebene Ritter mit Wappenfähnchen die Steingiebel des Turms schmücken. Über den Erdgeschoss-Außenfenstern sind die Wappen verschiedener hanseatischer Familien angebracht, als Ehrung der Bürger, die zum Wohlstand der Stadt beigetragen haben.

Der Phönix: Symbol der Wiederauferstehung

Ein besonders bedeutendes Symbol am Turmschaft ist die Phönix-Laube. Sie erinnert an den Großen Brand von 1842. Genau 50 Jahre nach der Katastrophe, am 6. Mai 1892, feierte man das Richtfest des neuen Rathauses. Eine große Phönix-Figur des Bildhauers Aloys Denoth wurde zum Rathaus gezogen. Dieser vollplastisch modellierte Phönix breitet seine Flügel aus, bereit, neu aus der Asche aufzusteigen. Ein Medaillon darunter zeigt das 1842 abgebrannte alte Rathaus und die Parole „RESURGAM“, lateinisch für „Ich werde wieder auferstehen“. Dieses Symbol verkörpert die Kraft und den Willen Hamburgs, sich nach Zerstörungen immer wieder neu aufzubauen.

Kaiser und Bürger: Eine symbolträchtige Fassade

Auf der Rathausmarktseite stehen zwischen den Fensternischen zwanzig 600 kg schwere Bronze-Statuen von Königen und Kaisern des alten deutschen Reiches, von Karl dem Großen bis Franz II. Über diesen Monarchen thronen am Mittelturm Darstellungen der bürgerlichen Tugenden: Tapferkeit, Frömmigkeit, Eintracht und Klugheit. Die Anordnung der bürgerlichen Tugenden über den Kaisern versinnbildlicht die historische Freiheit Hamburgs gegenüber der Krone – Hamburg war eine Hansestadt, keine Kaiserstadt. Über dem Haupteingang befindet sich zudem ein Mosaik der hamburgischen Landesallegorie Hammonia.

Über 28 Fenstern der Repräsentationsetage finden sich Charakterbüsten, die Vertreter bürgerlicher Berufe darstellen – Porträts bekannter Persönlichkeiten der Bauzeit, geschaffen von Aloys Denoth. Diese Figurenreihe wurde von den Zeitgenossen als Darstellung des bürgerlichen Fleißes und als Belebung der Fassade geschätzt.

Auf dem Dach ergänzen Figuren der Schutzpatrone der Hamburger Kirchspiele und aufgelösten Klöster die Symbolik. Kleinere Giebel zeigen Schildknappen mit den Wappen der Hanse-Außenkontore: Brügge, Nowgorod, London und Bergen – eine Erinnerung an die weitreichenden Handelsbeziehungen der Stadt.

Der Innenhof: Eine Oase der Ruhe und Symbolik

Zusammen mit der benachbarten Börse umschließt das Rathaus einen prächtigen Innenhof, der öffentlich zugänglich ist. Mit seinen reich dekorierten Fassaden im Stil der italienischen und norddeutschen Renaissance und dem zentralen Hygieia-Brunnen ist er architektonisch einer der anspruchsvollsten Plätze der Stadt.

Der Hygieia-Brunnen, 1895/1896 von Joseph von Kramer gestaltet, ist ein wichtiges Denkmal. Die bronzene Figur der Hygieia, Göttin der Gesundheit, tritt auf einen Drachen, der die Choleraepidemie von 1892 symbolisiert. Ursprünglich war ein Merkur-Brunnen geplant, doch nach der Epidemie entschied man sich aus Pietät für die Göttin der Reinheit. Der Brunnen hatte auch eine praktische Funktion: In seinem Sockel befanden sich Einlässe für das Belüftungssystem des Rathauses.

Im Innenhof säumen in etwa zwölf Metern Höhe sechs Nischenfiguren den Hof, die Bischöfe und Grafen darstellen, die für die Geschichte Hamburgs von Bedeutung waren.

Das Innere: Repräsentation und Verwaltung

Das Rathaus beherbergt insgesamt 647 Räume, von Büros für Bürgerschaftsfraktionen und Senat über Archive und Bibliothek bis hin zur Haustechnik. Besonders sehenswert sind die repräsentativen Säle im ersten Obergeschoss.

Vom Rathausmarkt betritt man durch das kunstvolle schmiedeeiserne Eingangstor die achteckige Turmhalle aus geschliffenem Sandstein. Dieses Tor, ebenso wie das Tor zum Senatsgehege, wurde in der Werkstatt von Eduard Schmidt gefertigt und besticht durch sein üppig ausgeschmiedetes Rankenwerk. Die acht Rippen des Gewölbes der Turmhalle zeigen Brustbilder junger Handwerker aus den Bauberufen mit ihren Zunftwappen – eine Ehrung der am Bau beteiligten Handwerker.

Die Turmhalle führt zur Rathausdiele, einer großen Säulenhalle. Hier beginnen auch die regelmäßig stattfindenden Führungen. Die Diele ist öffentlich zugänglich und spiegelt das bürgerliche Regiment wider – die Bürger müssen nicht zu den Machthabern „aufsteigen“. An den Säulen der Diele finden sich Reliefs bürgerlicher Persönlichkeiten: Juristen, Theologen, Kaufleute, Künstler und Wohltäter, darunter auch Bürgerinnen auf der sogenannten Frauensäule – ein Kontrast zu den Kaisern an der Außenfassade.

Zwei große Treppenhäuser führen von der Diele zum Senats- (rechts) und Bürgerschaftsflügel (links). Am Aufgang zur Bürgerschaft erinnert eine Gedenktafel an die während der NS-Zeit ermordeten Bürgerschaftsabgeordneten.

Das Senatstreppenhaus beeindruckt mit dem goldenen „Sandsteingewände“ am Eingang des Senatsgeheges, in dem der Bildhauer Karl Börner kleine Tiere wie Eichhörnchen, Specht und Uhu versteckte. Das Bürgerschaftstreppenhaus ist mit elf Gemälden von Hermann de Bruycker geschmückt, die den Lebenslauf eines Hamburger Bürgers zur Zeit des Rathausbaus darstellen: von der Kindheit über den Bürgereid und das Familienleben bis hin zum Alter und Tod.

Im ersten Obergeschoss befinden sich die wichtigsten Repräsentationsräume:

  • Der Große Festsaal: Hier findet alljährlich die Matthiae-Mahlzeit statt. Wandbilder von Hugo Vogel zeigen Szenen aus Hamburgs Geschichte und Entwicklung.
  • Die Lobby der Bürgerschaft: Ein Vorraum zum Plenarsaal.
  • Der Plenarsaal: Tagungsort der Bürgerschaft.
  • Der Bürgersaal: Tagungsort des Ältestenrates der Bürgerschaft.
  • Der Kaisersaal: Dem Handel und der Seefahrt gewidmet, hier dinierte Kaiser Wilhelm II. bei der Einweihung des Nord-Ostsee-Kanals.
  • Der Saal der Republiken/Turmsaal: Hier findet der öffentliche Neujahrsempfang statt. Allegorische Darstellungen von Stadtrepubliken wie Athen und Venedig schmücken den Raum.
  • Der Bürgermeistersaal: Präsentiert Büsten früherer Bürgermeister und das Bild des Einzugs des Senats ins neue Rathaus.
  • Das Waisenzimmer: Ein denkwürdiges Zimmer mit Kerbholzschnitzereien, gefertigt von Knaben des Hamburger Waisenhauses.
  • Der Phönix-Saal: Erinnert an den Großen Brand und den Wiederaufbau. Hier finden auch standesamtliche Trauungen statt. Zusammengeschmolzene Silberbarren sind ausgestellt.
  • Das kleine Konferenzzimmer und das Bürgermeisteramtszimmer: Räume für Besprechungen und den Empfang von Ehrengästen, wo das Goldene Buch liegt.
  • Die Ratsstube: Hier finden die Senatssitzungen statt. Ein hufeisenförmiger Tisch dominiert den Raum, der durch ein Oberlicht erhellt wird.
  • Die Ratslaube: Genutzt für Besprechungen im kleinen Kreis, geschmückt mit Glasmalereien und Delfter Kacheln.
  • Die Silberkammer: Beherbergt den Hamburger Silberschatz (nur bei Sonderführungen zugänglich).

Im zweiten Obergeschoss befinden sich die Logen für die Bürgerschaft und den Senat sowie die Pressetribüne des Plenarsaals. Auch das Rathaus-Studio des NDR ist hier untergebracht.

Restaurierung vor dem Jubiläum 1997

Rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 1997 wurde das Rathaus aufwendig restauriert. Unter Bürgermeister Henning Voscherau gelang es, Medien, Bürger und Unternehmen für die Finanzierung und Durchführung dieser Aufgabe zu gewinnen. Die Fassade, die über die Jahre schwarz geworden war, wurde gereinigt, wodurch die liebevollen Details wieder sichtbar wurden. Als Dank wurden die Namen der Spender in der Turmhalle genannt.

Besondere Restaurierungsprojekte umfassten die 20 Kaiserstatuen, für deren Instandsetzung Paten gefunden wurden (Kosten: 75.000 DM pro Statue), die Ledertapeten von Georg Hulbe im Kaisersaal und Bürgermeistersaal sowie die Rekonstruktion der im Krieg zerstörten Bürgermeisterfenster im Bürgermeisteramtszimmer.

Häufig gestellte Fragen zum Hamburger Rathaus

Wie viel hat der Bau des heutigen Rathauses gekostet?
Der Bau des 1897 fertiggestellten Rathauses kostete 11 Millionen Goldmark, was etwa 80 Millionen Euro entsprach.

Wie alt ist das Hamburger Rathaus?
Das heutige Rathaus wurde von 1886 bis 1897 erbaut und ist somit über 125 Jahre alt. Es ist das sechste Rathaus in der Stadtgeschichte.

Was passierte mit dem alten Rathaus?
Das alte Rathaus an der Trostbrücke wurde beim Großen Brand von 1842 gesprengt, um eine Brandschneise zu schaffen. Die Sprengung war jedoch nicht erfolgreich, und das Gebäude wurde durch den Brand zerstört.

Welche Bedeutung hat der Phönix am Rathaus?
Der Phönix am Turmschaft symbolisiert die Wiederauferstehung Hamburgs nach dem Großen Brand von 1842. Die Parole „RESURGAM“ (Ich werde wieder auferstehen) unter dem Bild des alten Rathauses unterstreicht diese Bedeutung.

Kann man das Rathaus besichtigen?
Ja, das Rathaus kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Die Diele und der Innenhof sind öffentlich zugänglich. Es ist auch möglich, nach Anmeldung als Zuschauer an Bürgerschaftssitzungen teilzunehmen.

Was symbolisieren die Figuren an der Fassade?
Die Fassade zeigt Statuen deutscher Kaiser, bürgerliche Tugenden (über den Kaisern) und Büsten bürgerlicher Berufe. Dies symbolisiert die Freiheit Hamburgs und den Stolz der Bürger auf ihre Selbstverwaltung und ihren Fleiß.

Warum gibt es einen Hygieia-Brunnen im Innenhof?
Der Hygieia-Brunnen erinnert an die Choleraepidemie von 1892. Hygieia ist die Göttin der Gesundheit und Reinheit. Ursprünglich war ein Brunnen für den Handelsgott Merkur geplant, doch nach der Epidemie entschied man sich für dieses Symbol der Gesundheit und Hygiene.

Welche wichtigen Räume gibt es im Inneren?
Zu den wichtigsten Räumen gehören die Turmhalle, die Diele, der Große Festsaal, der Kaisersaal, der Saal der Republiken (Turmsaal), der Phönix-Saal (auch für Trauungen genutzt) und die Ratsstube, in der der Senat tagt.

Gab es größere Restaurierungen?
Ja, eine umfangreiche Restaurierung fand in den Jahren vor dem 100-jährigen Jubiläum 1997 statt. Dabei wurden unter anderem die Fassade gereinigt, die Kaiserstatuen restauriert, Ledertapeten instand gesetzt und Fenster rekonstruiert.

Fazit

Das Hamburger Rathaus ist ein beeindruckendes Zeugnis der Geschichte, der Architektur und des bürgerlichen Selbstverständnisses Hamburgs. Seine Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau, seine reiche Symbolik und seine prunkvollen Innenräume machen es zu einem zentralen Ort der Stadt, der nicht nur die Politik beherbergt, sondern auch ein lebendiges Museum für die Hamburger Identität ist.

GebäudeZeitraumSchicksal
Frühe Rathäuser (Hopfenmarkt/Fischmarkt)Vor 1216Vermutlich im Brand von 1284 zerstört
Gemeinsames Rathaus (Kleine Johannisstraße)Ab 1216Im Stadtbrand von 1284 zerstört (Keller erhalten)
Rathaus am Neß (Trostbrücke)Ca. 1290 - 1842Im Großen Brand von 1842 gesprengt
Provisorisches Rathaus (Waisenhaus)1842 - 1897Im Zweiten Weltkrieg zerstört
Neues Rathaus (Rathausmarkt)Seit 1897Bestehend

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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