Warum heißt das Schweizerhaus so?

Schweizerhaus Wien: Preise, Stelze & Saison

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Wenn in Wien der Frühling erwacht, gibt es für viele Gastronomie-Liebhaber nur ein Ziel: das Wiener Schweizerhaus im Herzen des Praters. Dieser legendäre Traditionsbetrieb, bekannt als der größte Biergarten des Landes, öffnet pünktlich zum Start der warmen Jahreszeit seine Pforten und lockt mit seinen unbestrittenen Klassikern: dem herrlich kühlen Krügerl Budweiser und der weltberühmten, knusprigen Stelze.

Wie viel kostet eine Stelze im Schweizerhaus?
Das Wiener Schnitzel vom Schwein bekommen Gäste für 17,50 Euro, das Grillhendl kostet nur 10,20 Euro. Am bekanntesten ist das Schweizer Haus aber wohl für die knusprigen Stelzen direkt vom Grill. Ein Kilo Stelze kostet heuer 24,60 Euro. Dazu wird Senf, Kren und Krautsalat serviert.

Seit Generationen ist das Schweizerhaus ein Fixpunkt in jedem kulinarischen Reiseführer der Stadt und zieht Tausende Besucher in seinen weitläufigen Gastgarten. Von Mitte März bis Ende Oktober herrscht hier reges Treiben, wenn Bier und deftige Speisen serviert werden. Auch in dieser Saison setzt man auf Altbewährtes – sowohl bei der Karte als auch größtenteils bei den Preisen, wie eine aktuelle Preisliste zeigt.

Die Saisoneröffnung und das besondere Flair

Der 15. März ist für das Schweizerhaus ein traditioneller Fixtermin, der den Beginn der neuen Saison markiert. Nach der winterlichen Pause erwacht der riesige Gastgarten wieder zum Leben. Die Familie Karl Kolarik heißt die ersten Gäste des Jahres willkommen und oft wird die Eröffnung von Live-Musik begleitet, die die Vorfreude auf die warme Jahreszeit und unbeschwerte Stunden im Prater steigert. Es ist die einzigartige Atmosphäre unter den alten Bäumen, die das Schweizerhaus so besonders macht und Stammgäste sowie Touristen gleichermaßen anzieht.

Die Saison dauert durchgehend bis Ende Oktober, und während dieser Zeit ist täglich geöffnet. Das Schweizerhaus ist nicht nur ein Ort zum Essen und Trinken, sondern ein Stück Wiener Lebensgefühl, das Geselligkeit und Genuss verbindet. Die schiere Größe des Biergartens ist beeindruckend und bietet auch an stark frequentierten Tagen oft noch ein Plätzchen.

Die berühmte Stelze und weitere Köstlichkeiten

Das Aushängeschild des Schweizerhauses ist zweifellos die knusprige Stelze. Direkt vom Grill kommend, mit einer perfekt gebräunten und krachenden Schwarte sowie zartem, saftigem Fleisch im Inneren, ist sie für viele der Hauptgrund für einen Besuch. Ein Kilogramm dieser Spezialität steht in dieser Saison mit 24,60 Euro auf der Karte. Traditionell wird die Stelze mit scharfem Senf, frisch geriebenem Kren (Meerrettich) und einem erfrischenden Krautsalat serviert – eine Kombination, die einfach unschlagbar ist.

Doch die Speisekarte hat mehr zu bieten als nur die Stelze. Freunde der Wiener Küche finden hier weitere Klassiker. Ein Wiener Schnitzel vom Schwein wird für 17,50 Euro angeboten. Wer Geflügel bevorzugt, kann ein saftiges Grillhendl für 10,20 Euro genießen. Als beliebte Beilagen sind die bekannten Erdäpfelpuffer zu erwähnen, die pur 5,10 Euro kosten. Mit einer Extraportion Knoblauch, für die das Schweizerhaus ebenfalls bekannt ist, steigen die Kosten um 0,30 Cent auf 5,40 Euro. Auch Ofenerdäpfel stehen zur Auswahl und kosten 6,90 Euro. Die Auswahl ist deftig und perfekt auf das Bierangebot abgestimmt.

Wann ist der letzte Tag im Schweizerhaus?
Das Schweizerhaus hat traditionell vom 15. März bis 31. Oktober geöffnet.

Das kühle Krügerl: Preise für Bier und Getränke

Was wäre ein Biergarten ohne das passende Bier? Im Schweizerhaus spielt das Budweiser Budvar aus Tschechien die Hauptrolle. Das perfekt gezapfte, eiskalte Bier ist die ideale Erfrischung, besonders an warmen Tagen. Ein klassisches Krügerl, also ein halber Liter, kostet in der aktuellen Saison 5,90 Euro. Auch verschiedene Flaschenbiere sind erhältlich, deren Preise sich größtenteils ebenfalls bei 5,90 Euro bewegen. Die Qualität des Bieres und die Art, wie es gezapft und serviert wird, tragen maßgeblich zum Erlebnis bei.

Neben Bier gibt es natürlich auch eine Auswahl an anderen Getränken, um jeden Geschmack zu treffen, auch wenn das Bier im Fokus steht. Die Kombination aus deftiger österreichisch-böhmischer Küche und kühlem Bier ist das Herzstück des kulinarischen Angebots im Schweizerhaus.

Die spannende Geschichte des Namens

Die Herkunft des Namens "Schweizerhaus" gibt Anlass zu verschiedenen Theorien und reicht weit in die Geschichte des Wiener Prater zurück. Eine der plausibelsten Erklärungen leitet den Namen von einer Schweizer Meierei ab, die 1868 am heutigen Standort im Prater eröffnet wurde. Doch es gibt Hinweise, dass bereits viel früher, im Jahr 1766, eine sogenannte "Schweizer Hütte" in diesem Gebiet existierte, als der Prater noch ein kaiserliches Jagdgebiet und nicht öffentlich zugänglich war. Diese Hütte soll später, um 1814, sogar in "Zum russischen Kaiser" umbenannt worden sein.

Eine andere Theorie besagt, dass der Name auf den Baustil zurückzuführen ist. Der Wortteil "Schweizer" könnte sich auf eine typische Holzbauweise oder den Schweizerstil beziehen, der für die exponierte Lage und die ursprüngliche Funktion als Schutzhütte im Jagdgebiet passend gewesen wäre. Wieder eine andere Erklärung verweist auf schweizerische Jagdhelfer, die im Dienste des Kaisers im Prater tätig waren und dort eine Schutzhütte nutzten. Unabhängig vom genauen Ursprung ist klar, dass der Name eine lange Tradition hat und tief mit der Geschichte des Praters verbunden ist.

Seit 1920 wird das Schweizerhaus von der Familie Kolarik als Familienbetrieb geführt und hat sich unter ihrer Leitung zu der bekannten Institution entwickelt. Ein dunkler Moment in der jüngeren Geschichte war ein Brand im Jahr 2005, der auf Brandstiftung zurückgeführt wurde, dessen Motiv aber nie geklärt werden konnte. Trotz solcher Ereignisse hat das Schweizerhaus seine Pforten immer wieder geöffnet und seine Gäste empfangen.

Neuerungen und Blick in die Zukunft

Auch wenn das Schweizerhaus für seine Beständigkeit und Tradition geschätzt wird, investiert der Betrieb kontinuierlich in Verbesserungen. Während der Wintermonate, wenn der Gastgarten geschlossen ist, finden oft Renovierungen und Erneuerungen statt. Zuletzt wurde beispielsweise in innovative Küchengeräte investiert, die nicht nur die Arbeitsabläufe verbessern, sondern auch bis zu 30 Prozent weniger Energie verbrauchen – ein Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit.

Wie viel kostet eine Stelze im Schweizerhaus?
Das Wiener Schnitzel vom Schwein bekommen Gäste für 17,50 Euro, das Grillhendl kostet nur 10,20 Euro. Am bekanntesten ist das Schweizer Haus aber wohl für die knusprigen Stelzen direkt vom Grill. Ein Kilo Stelze kostet heuer 24,60 Euro. Dazu wird Senf, Kren und Krautsalat serviert.

Für Abwechslung auf der Speisekarte sorgen saisonal abgestimmte Tagesgerichte, die das bewährte Angebot ergänzen und auch Stammgästen immer wieder neue Geschmackserlebnisse bieten. Als Reaktion auf die moderne Zeit bietet das Schweizerhaus nun auch die Möglichkeit, Gutscheine bequem über einen eigenen Online-Shop zu kaufen – eine ideale Geschenkidee für Freunde und Familie.

Auch im Außenbereich gab es Neuerungen: Der bereits wunderschöne Garten mit seinen alten Bäumen wurde um zwei zusätzliche große Solitärbäume bereichert, die künftig noch mehr Schatten und eine noch dichtere, grüne Atmosphäre schaffen werden. Diese Investitionen zeigen, dass das Schweizerhaus Tradition lebt, aber auch bereit ist, sich weiterzuentwickeln und den Gästen ein noch besseres Erlebnis zu bieten.

Öffnungszeiten während der Saison

Während der gesamten Saison, die traditionell Mitte März beginnt und Ende Oktober endet, ist das Schweizerhaus täglich für seine Gäste geöffnet. Die festen Öffnungszeiten sind von 11:00 Uhr morgens bis 23:00 Uhr abends. Es ist ratsam, bei späten Besuchen die Küchenzeiten zu berücksichtigen.

Preise im Überblick (Saison 2024, Stand laut Information)

Speise/GetränkPreis (Euro)
Stelze (1 kg)24,60
Krügerl Bier (0,5l)5,90
Flaschenbiere (meist)5,90
Erdäpfelpuffer5,10
Erdäpfelpuffer mit Knoblauch5,40
Ofenerdäpfel6,90
Wiener Schnitzel (Schwein)17,50
Grillhendl10,20

Häufig gestellte Fragen zum Schweizerhaus

Wie viel kostet eine Stelze im Schweizerhaus?
Ein Kilogramm der berühmten Stelze kostet aktuell 24,60 Euro. Dazu werden Senf, Kren und Krautsalat serviert.

Wann öffnet das Schweizerhaus in der Saison?
Das Schweizerhaus öffnet traditionell Mitte März (oft am 15. März) und startet dann in die neue Saison.

Wann öffnet das Schweizerhaus 2025?
So stimmt man sich im Schweizerhaus am Eröffnungswochenende taktvoll auf die neue Saison ein. Geöffnet ist das Schweizerhaus ab dem 15. März 2025 bis Ende Oktober und zwar täglich von 11.00 bis 23.00 Uhr.

Wann schließt das Schweizerhaus für die Winterpause?
Die Saison im Schweizerhaus dauert bis Ende Oktober. Danach schließt das Restaurant für die Winterpause.

Was kostet ein Krügerl Bier im Schweizerhaus?
Ein halber Liter (Krügerl) Budweiser Budvar kostet aktuell 5,90 Euro.

Warum heißt das Schweizerhaus so?
Es gibt mehrere Theorien, darunter eine Schweizer Meierei von 1868, eine frühere "Schweizer Hütte" von 1766, der Schweizer Baustil oder die Anwesenheit schweizerischer Jagdhelfer im kaiserlichen Jagdgebiet.

Welche anderen Gerichte gibt es neben Stelze?
Die Karte bietet unter anderem Wiener Schnitzel vom Schwein, Grillhendl, Erdäpfelpuffer (mit/ohne Knoblauch) und Ofenerdäpfel.

Gibt es Neuerungen im Schweizerhaus?
Ja, es gab Investitionen in energieeffiziente Küchengeräte, saisonale Tageskarten, einen Online-Shop für Gutscheine und neue Bäume im Gastgarten.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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