Ali Güngörmüs ist weit mehr als nur ein bekannter Fernsehkoch. Geboren in einem kleinen Dorf in Ostanatolien und aufgewachsen auf einem Bauernhof, fand er seinen Weg in die deutsche Sternegastronomie gegen anfängliche Widerstände seiner Familie. Sein beeindruckender Werdegang führte ihn durch renommierte Küchen, darunter das 1-Sterne-Restaurant Glockenbach und das 2-Sterne-Haus Tantris in München sowie die Schweizer Stuben in Wertheim. Heute prägt er die Gastronomieszene mit seinen eigenen, einzigartigen Restaurantprojekten, die seine Geschichte und kulinarische Philosophie widerspiegeln.

Die Anfänge in Hamburg: Das Le Canard Nouveau
Im Jahr 2005 wagte Ali Güngörmüs einen entscheidenden Schritt und eröffnete in Hamburg-Othmarschen sein erstes eigenes Restaurant: das Le Canard Nouveau. Dies war ein mutiger Schritt für den damals erst 27-Jährigen, der sich schnell auszahlen sollte. Das Restaurant etablierte sich rasch in der Hamburger Spitzengastronomie.
Nur ein Jahr nach der Eröffnung, im November 2006, wurde das Le Canard Nouveau mit einem prestigeträchtigen Michelin-Stern ausgezeichnet. Diese Ehrung war nicht nur ein persönlicher Triumph für Ali Güngörmüs, sondern schrieb auch Geschichte: Er war der erste und, laut den vorliegenden Informationen, bis dato einzige Koch türkischer Herkunft in Deutschland, dem diese hohe Auszeichnung verliehen wurde. Der Michelin-Stern bestätigte eindrucksvoll die Qualität und Kreativität seiner Küche im Le Canard Nouveau.
Ali Güngörmüs war bis Ende 2016 Küchenchef des Le Canard Nouveau, blieb aber auch danach Mitinhaber des Restaurants. Das Le Canard Nouveau in Hamburg ist somit untrennbar mit seinem Namen und seinem ersten Michelin-Stern verbunden.
Die Rückkehr nach München: Das Pageou
Nach seiner erfolgreichen Zeit in Hamburg zog es Ali Güngörmüs zurück in seine Wahlheimat München, wo er bereits seine Kochausbildung absolvierte und in ersten Sterne-Restaurants arbeitete. Im Jahr 2014 eröffnete er hier sein zweites Restaurant: das Pageou.
Der Name des Restaurants hat eine tiefere persönliche Bedeutung. Pageou war das kleine Dorf in Ostanatolien, in dem Ali Güngörmüs die ersten zehn Jahre seines Lebens verbrachte. Mit der Benennung seines Münchner Restaurants nach diesem Ort schuf er eine direkte Verbindung zu seinen Wurzeln und seiner Herkunft.

Das Pageou befindet sich an einem geschichtsträchtigen Ort in München: in den ehemaligen Räumen des Restaurants von Karl Ederer, der einst Ali Güngörmüs' Förderer war. Diese Wahl des Standorts unterstreicht die Verbundenheit zur Münchner Gastronomieszene und zu den Menschen, die seinen Weg prägten.
Kulinarisch beschreitet das Pageou einen Weg, der ebenfalls Ali Güngörmüs' Herkunft aufgreift. Die Küche wird als mediterran-orientalisch beschrieben. Dieser Stil erlaubt es ihm, Aromen und Techniken aus seiner Kindheit und Jugend mit den Einflüssen der mediterranen Küche zu verbinden, die er im Laufe seiner Karriere kennen- und schätzen gelernt hat. Es ist eine Küche, die auf Gewürzen, frischen Zutaten und einer Balance zwischen verschiedenen kulinarischen Welten basiert.
Neues Konzept in München: Das Pera Meze
Sein drittes Restaurantprojekt führte Ali Güngörmüs erneut nach München und eröffnete 2022 im lebhaften Gärtnerplatzviertel das Pera Meze. Mit diesem Restaurant verfolgt er ein anderes Konzept als im Fine-Dining-Bereich des Le Canard Nouveau oder der mediterran-orientalischen Küche des Pageou.
Das Pera Meze ist ein türkisches Bistro. Der Name „Pera“ erinnert an das historische Stadtviertel Beyoğlu in Istanbul, das früher unter diesem Namen bekannt war. Dies unterstreicht erneut die Inspiration durch die türkische Kultur und Gastronomie.
Ein besonderes Merkmal des Pera Meze ist der Fokus auf Meze, kleine Speisen, die typischerweise in der Türkei und anderen Mittelmeerländern geteilt werden. Das Konzept lädt zum Probieren und Genießen in geselliger Runde ein. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf vegetarischen Gerichten, was das Pera Meze auch für Gäste attraktiv macht, die fleischlose Optionen bevorzugen oder eine Vielfalt an pflanzlichen Aromen entdecken möchten.

Der Michelin-Stern Status
Die Frage, ob Ali Güngörmüs aktuell einen Michelin-Stern hat, bezieht sich auf seine Restaurants. Laut den vorliegenden Informationen wurde das Le Canard Nouveau in Hamburg im November 2006 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und trug diesen Stern seitdem. Es ist nicht explizit erwähnt, ob das Pageou oder das Pera Meze ebenfalls mit Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Der Stern ist also eng mit dem Le Canard Nouveau verbunden, wo Ali Güngörmüs als Küchenchef tätig war und Mitinhaber ist.
Ali Güngörmüs' Restaurants im Überblick
| Restaurant | Standort | Eröffnung | Konzept / Küche | Michelin-Stern |
|---|---|---|---|---|
| Le Canard Nouveau | Hamburg-Othmarschen | 2005 | Fine Dining (ursprünglich), Spitzengastronomie | Ja (seit 2006) |
| Pageou | München | 2014 | Mediterran-Orientalisch | Nicht erwähnt in der Quelle |
| Pera Meze | München | 2022 | Türkisches Bistro, Meze, Fokus auf vegetarisch | Nicht erwähnt in der Quelle |
Mehr als nur Restaurants: Kochschule, TV und Bücher
Neben seinen Restaurants ist Ali Güngörmüs auch in anderen Bereichen aktiv, die seine Leidenschaft fürs Kochen und seine Expertise zeigen. Er betreibt eine Kochschule in München, die sowohl Online-Kurse als auch Live-Kurse anbietet und Neugierigen die Möglichkeit gibt, von seinem Wissen zu lernen. Seine Präsenz im Fernsehen, in Formaten wie „Die Küchenschlacht“ oder „Grill den Henssler“, hat ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht und seinen Status als Spitzenkoch gefestigt. Zudem ist er Autor mehrerer Kochbücher, in denen er seine Rezepte und kulinarischen Philosophien teilt, darunter Titel wie „Meine türkische Küche“ und „Mediterran“.
Häufig gestellte Fragen zu Ali Güngörmüs' Restaurants
Wie viele Restaurants betreibt Ali Güngörmüs?
Basierend auf den vorliegenden Informationen betreibt Ali Güngörmüs drei Restaurants: das Le Canard Nouveau in Hamburg sowie das Pageou und das Pera Meze in München.
Welches war das erste Restaurant von Ali Güngörmüs?
Sein erstes eigenes Restaurant war das Le Canard Nouveau in Hamburg, das er 2005 eröffnete.
Hat Ali Güngörmüs einen Michelin-Stern?
Ja, das von ihm eröffnete und mitgeführte Restaurant Le Canard Nouveau in Hamburg wurde im November 2006 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und trägt diesen seitdem.

Welche Art von Küche bietet das Pageou in München?
Das Pageou bietet eine mediterran-orientalische Küche, die Einflüsse aus dem Mittelmeerraum und dem Orient vereint.
Was ist das Besondere am Pera Meze?
Das Pera Meze in München ist ein türkisches Bistro, das sich auf Meze (kleine, teilbare Gerichte) konzentriert und einen starken Fokus auf vegetarische Speisen legt.
Wo wohnt Ali Güngörmüs?
Ali Güngörmüs lebt mit seiner Frau Stefanie Schöner und ihrem gemeinsamen Sohn in München.
Fazit
Ali Güngörmüs hat sich von seinen bescheidenen Anfängen zu einem der profiliertesten Köche Deutschlands entwickelt. Seine Restaurants, das Sterne-gekrönte Le Canard Nouveau in Hamburg sowie das Pageou und das Pera Meze in München, spiegeln verschiedene Facetten seiner kulinarischen Identität und seines Werdegangs wider. Sie zeigen seine Fähigkeit, sowohl auf höchstem Fine-Dining-Niveau zu kochen als auch authentische, von seinen Wurzeln inspirierte Konzepte umzusetzen. Mit seiner Kochschule, Fernsehauftritten und Büchern teilt er seine Passion und Expertise mit einem breiten Publikum und bleibt eine wichtige Figur in der deutschen Gastronomielandschaft.
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