Was sind die Geheimtipps für Paris?

Geheimtipps in Paris: Entdecke Unbekanntes

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Paris – die Stadt der Liebe, der Mode, der Kunst. Jeder kennt den Eiffelturm, den Louvre, Notre-Dame. Doch Paris hat so viel mehr zu bieten als die weltberühmten Sehenswürdigkeiten, die jährlich Millionen von Besuchern anziehen. Für diejenigen, die das authentische, das überraschende Paris suchen, gibt es eine Fülle von Orten, die oft übersehen werden. Es sind die echten Geheimtipps, die der Stadt einen ganz besonderen Charme verleihen und ein einzigartiges Erlebnis versprechen.

Was sind die Geheimtipps für Paris?
UNSERE 11 GEHEIMTIPPS FÜR PARISDen Eiffelturm von der Pont de Bir-Hakeim aus bestaunen. Brücke in Paris. ...Die Strände von Paris. Strand in Paris. ...Je t'aime-Mauer. Monumente in Quartier du Faubourg Montmartre. ...Coulée verte René-Dumont. ...Rue Crémieux. ...Parc des Buttes Chaumont. ...Marché aux puces de Paris Saint-Ouen. ...Port de l'Arsenal.

Vergessen Sie für einen Moment die langen Warteschlangen und die überfüllten Plätze. Begeben Sie sich mit uns auf eine Entdeckungsreise zu Orten, die Geschichten erzählen, Kuriositäten beherbergen und Ihnen Paris von einer ganz anderen Seite zeigen. Ob Sie zum ersten Mal in der Stadt sind oder ein erfahrener Paris-Kenner – diese Tipps werden Sie überraschen und begeistern.

Die Freiheitsstatue in Paris: Ein Hauch New York an der Seine

Ja, Sie haben richtig gelesen. Paris hat seine eigene Freiheitsstatue! Es handelt sich um eine kleinere Replik des berühmten New Yorker Wahrzeichens, die von Frédéric-Auguste Bartholdi, dem Schöpfer des Originals, der Stadt Paris geschenkt wurde. Sie steht auf der Île aux Cygnes, einer schmalen künstlichen Insel in der Seine, unweit des Eiffelturms. Viele Touristen fahren mit einem Bateau Mouche daran vorbei, ohne ihre Bedeutung zu kennen oder sie aus der Nähe zu betrachten.

Ein Spaziergang entlang der Île aux Cygnes bis zur Statue ist ein wunderbarer Weg, dem Trubel der Stadt zu entfliehen. Von hier aus haben Sie auch einen fantastischen Blick auf den Eiffelturm – eine Perspektive, die nicht jeder kennt. Die Statue ist zwar nur etwa ein Viertel so groß wie ihr großes Vorbild, aber dennoch beeindruckend und ein schönes Fotomotiv, das eine interessante Verbindung zwischen Paris und New York symbolisiert.

Dodo Manège: Ein Karussell der ausgestorbenen Tiere

Im Jardin des Plantes, dem Botanischen Garten von Paris im 5. Arrondissement, verbirgt sich ein ganz besonderes Karussell: das Dodo Manège. Statt der üblichen Pferde reiten Kinder (und jung gebliebene Erwachsene) hier auf ausgestorbenen oder bedrohten Tieren. Vom Dodo über den Riesenalk bis zum Sibirischen Tiger – es ist eine spielerische und charmante Art, sich mit der Geschichte der Tierwelt auseinanderzusetzen.

Dieses nostalgische Karussell ist ein herrlicher Anblick und bietet eine kleine Pause vom Sightseeing. Es ist weniger bekannt als die Karussells an den großen Plätzen und strahlt eine wunderbar altmodische Atmosphäre aus. Ein perfekter kleiner Abstecher, besonders wenn Sie mit Kindern unterwegs sind oder einfach nur ein Faible für das Skurrile und Einzigartige haben.

Le Louxor Palais du Cinema: Ägyptische Pracht für Filmfans

Im 10. Arrondissement, in der Nähe des multikulturellen Viertels Barbès, steht ein architektonisches Juwel: Le Louxor Palais du Cinema. Dieses Kino wurde 1921 im beeindruckenden ägyptischen Stil erbaut und diente jahrzehntelang als Lichtspielhaus, bevor es verfiel und geschlossen wurde. Nach einer aufwendigen Restaurierung erstrahlt es seit 2013 wieder in altem Glanz und ist erneut ein Ort für Filmkunst.

Allein die Fassade mit ihren Hieroglyphen und Pharaonenköpfen ist einen Besuch wert. Doch auch das Innere mit seinen prächtigen Sälen und der Dachterrasse mit Bar, die einen tollen Blick über das Viertel bietet, ist beeindruckend. Le Louxor ist nicht nur ein Kino, sondern ein historisches Monument und ein lebendiger Kulturort, der die Geschichte des Kinos und die architektonische Vielfalt von Paris vereint.

Der besondere Besuch bei Victor Noir auf dem Père Lachaise

Der Friedhof Père Lachaise im 20. Arrondissement ist weltberühmt und letzte Ruhestätte vieler Persönlichkeiten wie Jim Morrison, Oscar Wilde oder Edith Piaf. Doch inmitten der Gräber gibt es eine Stätte, die aus einem ganz anderen Grund Besucher anzieht: Das Grabmal von Victor Noir.

Victor Noir war ein Journalist, der 1870 bei einem politischen Streit erschossen wurde. Sein Grabmal zeigt eine realistische Skulptur von ihm liegend, so wie er nach dem Schuss gefunden wurde, mit seinem Hut neben sich. Die Skulptur ist bekannt für eine besondere Anekdote: Es heißt, das Berühren bestimmter Stellen (insbesondere der Ausbuchtung in seiner Hose) bringe Glück in Liebesdingen oder fördere die Fruchtbarkeit. Entsprechend sind diese Stellen der Statue durch das ständige Berühren blank poliert. Es ist eine skurrile, aber faszinierende Tradition, die das Grabmal zu einem der meistbesuchten (und oft fotografierten) auf Père Lachaise macht und einen ungewöhnlichen Einblick in Pariser Volksglauben gibt.

Le Recyclerie: Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Genuss

In der Nähe der Porte de Clignancourt im 18. Arrondissement befindet sich Le Recyclerie, ein einzigartiger Ort, der Restaurant, Café, Bar, Urban Farm und Reparaturwerkstatt in einem ist. Das Konzept basiert auf Nachhaltigkeit, Upcycling und Gemeinschaft.

Le Recyclerie nutzt einen ehemaligen Bahnhof der Petite Ceinture, der alten Ringbahn von Paris. Hier können Sie nicht nur in entspannter Atmosphäre essen und trinken (oft mit Zutaten aus der eigenen kleinen Farm), sondern auch an Workshops teilnehmen, Flohmärkte besuchen oder einfach die ungewöhnliche Location genießen. Es ist ein lebendiger, kreativer Ort, der zeigt, wie urbane Räume neu gedacht werden können, und bietet eine willkommene Abwechslung zu den traditionellen Pariser Cafés. Ein nachhaltiger Ort, der zum Verweilen einlädt.

Rue Crémieux: Die bunteste Straße von Paris

Zwischen der Gare de Lyon und der Seine im 12. Arrondissement versteckt sich die Rue Crémieux. Diese kleine Kopfsteinpflasterstraße ist bekannt für ihre pastellfarbenen Häuserfassaden, bemalten Fensterläden und zahlreichen Topfpflanzen, die die Straße säumen. Sie wirkt wie ein kleines Dorf mitten in der Großstadt und ist unglaublich fotogen.

Die Rue Crémieux ist zu einem beliebten Spot für Instagram-Fotos geworden, aber sie ist immer noch ein Wohngebiet. Es ist wichtig, die Privatsphäre der Anwohner zu respektieren, leise zu sein und nicht direkt in die Fenster zu fotografieren. Ein Spaziergang durch diese charmante Straße ist wie eine Reise in eine andere Welt innerhalb von Paris und zeigt, dass selbst in belebten Vierteln noch ruhige, malerische Ecken existieren.

Piscine Josephine Baker: Schwimmen auf der Seine

Suchen Sie nach einer erfrischenden Abkühlung mit einer einzigartigen Aussicht? Die Piscine Josephine Baker ist ein schwimmendes Schwimmbad, das auf einem Lastkahn in der Seine im 13. Arrondissement, in der Nähe der Bibliothèque François Mitterrand, verankert ist. Es bietet einen 25-Meter-Pool, ein Kinderbecken und eine Sonnenterrasse, die im Sommer sehr beliebt ist.

Schwimmen mit Blick auf das Wasser der Seine (auch wenn Sie nicht *in* der Seine schwimmen) ist ein besonderes Erlebnis. Es ist ein modernes Freizeitziel, das bei den Parisern beliebt ist, aber von vielen Touristen übersehen wird. Eine tolle Möglichkeit, sich zu entspannen und gleichzeitig eine ungewöhnliche Perspektive auf die Stadt zu erhalten.

Clos Montmartre: Ein Weinberg im Herzen von Paris

Es mag unglaublich klingen, aber in Montmartre, dem berühmten Künstlerviertel im 18. Arrondissement, gibt es tatsächlich einen funktionierenden Weinberg: den Clos Montmartre. Er liegt versteckt an einem Hang in der Nähe der Basilika Sacré-Cœur und erinnert daran, dass Montmartre einst ein ländliches Dorf außerhalb der Stadtmauern von Paris war.

Der Weinberg ist nicht öffentlich zugänglich, aber Sie können ihn von den umliegenden Straßen (wie der Rue des Saules oder der Rue de l'Abreuvoir) aus sehen. Jedes Jahr im Oktober findet die Fête des Vendanges statt, das Weinlesefest, bei dem der Wein geerntet und später versteigert wird. Es ist ein faszinierendes Stück Geschichte und Natur mitten in der Stadt und ein Beweis dafür, wie viele Schichten und Überraschungen Paris bereithält.

Zusammenfassung der Geheimtipps

Um Ihnen einen schnellen Überblick zu geben, hier eine kleine Tabelle der vorgestellten Orte:

GeheimtippArtViertel/LageBesonderheit
FreiheitsstatueSkulptur/MonumentÎle aux Cygnes (15. Arr.)Kleinere Replik des New Yorker Originals, Blick auf Eiffelturm
Dodo ManègeKarussellJardin des Plantes (5. Arr.)Fahrzeuge in Form ausgestorbener Tiere
Le Louxor Palais du CinemaKinoBarbès (10. Arr.)Ägyptische Architektur, historische Stätte
Victor Noir GrabmalGrabmalPère Lachaise (20. Arr.)Skulptur mit Glückslegende
Le RecyclerieCafé/Restaurant/KulturortPorte de Clignancourt (18. Arr.)Nachhaltigkeitskonzept, Urban Farm
Rue CrémieuxStraßeNähe Gare de Lyon (12. Arr.)Bunte Häuser, malerische Atmosphäre
Piscine Josephine BakerSchwimmbadNähe Bibliothèque Mitterrand (13. Arr.)Schwimmend auf der Seine
Clos MontmartreWeinbergMontmartre (18. Arr.)Echter Weinberg mitten in der Stadt

Häufig gestellte Fragen zu Pariser Geheimtipps

Nachdem Sie nun einige dieser besonderen Orte kennengelernt haben, stellen sich vielleicht einige Fragen:

Sind diese Orte wirklich "geheim"?

Der Begriff "Geheimtipp" ist relativ. Viele dieser Orte sind Einheimischen oder aufmerksamen Reisenden bekannt. Sie sind jedoch weit weniger überlaufen als die Top-Attraktionen und bieten oft ein lokales oder ungewöhnliches Erlebnis, das man im typischen Reiseführer nicht auf der ersten Seite findet. Sie sind "geheim" im Sinne von "weniger offensichtlich" oder "abseits des Mainstreams".

Wie erreiche ich diese Orte?

Paris verfügt über ein exzellentes öffentliches Nahverkehrssystem (Metro, Bus, RER). Alle genannten Orte sind gut mit der Metro oder dem Bus erreichbar. Prüfen Sie am besten vorab die genaue Adresse und die nächstgelegene Metrostation oder Bushaltestelle.

Sind diese Geheimtipps kostenlos?

Einige der Orte, wie die Freiheitsstatue (von außen), die Rue Crémieux oder das Grabmal von Victor Noir (der Eintritt zum Père Lachaise ist frei), können Sie kostenlos besuchen. Für andere, wie Le Louxor (Kinoticket), Le Recyclerie (Konsumation), Piscine Josephine Baker (Eintritt) oder das Dodo Manège (Fahrt), fallen Kosten an.

Kann ich mehrere Geheimtipps an einem Tag besuchen?

Ja, das ist möglich, erfordert aber gute Planung, da die Orte über verschiedene Arrondissements verteilt sind. Es empfiehlt sich, Orte zu kombinieren, die räumlich nahe beieinander liegen oder auf einer Metrolinie liegen. Zum Beispiel könnten Sie den Père Lachaise und die Rue Crémieux kombinieren, oder das Dodo Manège und die Freiheitsstatue (mit einem längeren Spaziergang). Le Recyclerie und Clos Montmartre liegen beide im Norden, aber in unterschiedlichen Vierteln des 18. Arrondissements.

Sind diese Orte für Familien geeignet?

Die meisten der genannten Orte sind für Familien geeignet. Das Dodo Manège ist offensichtlich ein Highlight für Kinder. Auch der Jardin des Plantes (mit dem Dodo Manège) und die Piscine Josephine Baker sind tolle Familienziele. Die Rue Crémieux ist ein schöner kurzer Stopp. Père Lachaise kann für ältere Kinder interessant sein, das Grabmal von Victor Noir ist eher eine Kuriosität. Le Recyclerie ist oft lebhaft und hat Platz. Le Louxor hängt vom Filmprogramm ab. Die Freiheitsstatue ist Teil eines Spaziergangs.

Gibt es noch weitere Geheimtipps in Paris?

Absolut! Paris ist voller versteckter Gassen, unbekannter Museen, charmanter Passagen und ungewöhnlicher Orte. Die hier genannten sind nur eine kleine Auswahl, um Ihnen einen Vorgeschmack auf das Paris jenseits der Postkartenmotive zu geben. Die beste Art, weitere Geheimtipps zu finden, ist, neugierig zu sein, abseits der Hauptstraßen zu spazieren und sich einfach treiben zu lassen.

Fazit: Paris neu entdecken

Paris ist eine Stadt, die niemals aufhört zu überraschen. Selbst wenn Sie glauben, alles gesehen zu haben, gibt es immer wieder neue Ecken und Geschichten zu entdecken. Die hier vorgestellten Geheimtipps sind nur ein Anfang. Sie laden dazu ein, die Stadt mit offenen Augen zu erkunden, neugierig zu sein und sich auf das Unbekannte einzulassen.

Verlassen Sie die ausgetretenen Pfade und erleben Sie ein Paris, das authentischer, skurriler und oft auch entspannter ist. Ob Sie auf einem Karussell ausgestorbene Tiere reiten, in einem schwimmenden Pool baden oder einen Weinberg mitten in der Stadt bestaunen – diese Erlebnisse werden Ihre Reise nach Paris bereichern und unvergesslich machen. Viel Spaß beim Entdecken!

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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