Cuxhaven und sein reizvoller Stadtteil Duhnen an der Nordseeküste sind beliebte Ziele für Urlauber, die Erholung am Meer suchen und gleichzeitig kulturelle sowie historische Einblicke gewinnen möchten. Während die Frage nach der möglichen Ansiedlung bekannter Gastronomieketten wie Gosch immer wieder aufkommt, konzentrieren sich die Attraktionen dieser Region auf ihre tief verwurzelte maritime Geschichte und vielfältigen kulturellen Angebote. Basierend auf den vorliegenden Informationen können wir zwar keine Auskunft über zukünftige Restaurantprojekte geben, aber wir können Ihnen einen umfassenden Einblick in die spannenden Erlebnisse bieten, die Cuxhaven und Duhnen für Besucher bereithalten.

Die Region ist reich an Geschichte und bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, die von der Ära der großen Auswandererschiffe bis hin zur harten Arbeit der Fischer und den militärischen Anlagen vergangener Zeiten reichen. Ob Sie sich für maritime Geschichte, Kunst oder einfach nur für die Erkundung einzigartiger Orte interessieren, Cuxhaven und Duhnen haben viel mehr zu bieten als nur Strand und Meer. Lassen Sie uns einige der Highlights erkunden, die Ihren Aufenthalt unvergesslich machen werden.
Abschied nach Amerika: Steubenhöft & Hapag-Hallen
Ein Ort von immenser historischer Bedeutung ist das Steubenhöft mit den dazugehörigen Hapag-Hallen. Dieser Passagierterminal war einst das Tor zur Neuen Welt für Millionen von Menschen, die von hier aus ihre Reise nach Amerika antraten. Die Hapag-Hallen erinnern eindrucksvoll an diese Ära der Auswanderung. Beim Betreten dieser historischen Gebäude spürt man förmlich die Hoffnungen, Ängste und den Mut der Menschen, die hier Abschied von ihrer Heimat nahmen. Eine Ausstellung innerhalb der Hallen ermöglicht es Besuchern, tief in diese Vergangenheit einzutauchen. Besonders bewegend ist die Möglichkeit, in der Datenbank „CUXAUS“ nach Auswanderern aus dem heutigen Landkreis Cuxhaven zu recherchieren und so persönliche Verbindungen zur Geschichte herzustellen. Um die Atmosphäre und die Geschichten dieses Ortes wirklich zu erfassen, empfiehlt sich die Teilnahme an einer der spannenden Führungen durch die Hapag-Hallen, die lebendige Einblicke in die Ära der großen Passagierschiffe und die Schicksale der Auswanderer bieten.
Museumsschiff „Elbe 1“: Ein Feuerschiff zum Anfassen
Direkt an der Innenseite des historischen Bollwerks „Alte Liebe“ im alten Hafen Cuxhavens liegt das imposante Feuerschiff „Elbe 1“, auch bekannt als „Bürgermeister O’swald“. Dieses Schiff, benannt nach seiner einstigen Position in der Elbmündung, ist heute ein begehbares Museum und bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben und die Arbeit an Bord eines Leuchtfeuerschiffes. Besucher können die Unterkünfte der Besatzung erkunden, darunter die Kammern, die Kombüse und die Offiziersmesse. Besonders beeindruckend sind der Maschinenraum, der die Technik des Schiffes zeigt, und natürlich die Kommando-Brücke, von der aus das Schiff navigiert wurde. Alle nautischen und technischen Instrumente auf der „Elbe 1“ sind bis heute voll funktionsfähig, was den Besuch zu einem authentischen Erlebnis macht. Es ist ein einzigartiger Ort, um die Herausforderungen und die Bedeutung der Leuchtfeuerschiffe für die sichere Schifffahrt auf der Elbe zu verstehen.
Fort Kugelbake: Eine Festung mit Geschichte
Das Fort Kugelbake, erbaut zwischen 1869 und 1879 auf Betreiben Preußens, ist eine beeindruckende militärische Anlage in exponierter Lage in Cuxhaven. Ursprünglich mit schweren Geschützen bestückt, diente es der Verteidigung der Elbmündung. Die Architektur des Forts präsentiert sich als pentagonaler Baukörper mit Wall und Kehlgraben, eine Form, die typisch für die Großforts jener Zeit war, die nach 1871 in Deutschland entstanden. Heute bietet das Fort Kugelbake Einblicke in 130 Jahre Festungsgeschichte. Aufgrund von Haftungsgründen ist ein Besuch des Forts nur im Rahmen geschlossener Führungen nach vorheriger Anmeldung möglich. Teilnehmer müssen einen Haftungsausschluss unterzeichnen. Diese geführten Touren sind jedoch die beste Möglichkeit, die Anlage sicher zu erkunden und mehr über ihre militärische Bedeutung und ihre Geschichte zu erfahren.
Schloss Ritzebüttel: 600 Jahre Zeitgeschichte
Das Schloss Ritzebüttel ist ein über 600 Jahre altes Bauwerk, das nach einer langen und aufwendigen Sanierungsphase, die zahlreiche denkmalpflegerische Fragen aufwarf, seit Herbst 1996 in neuem Glanz erstrahlt. Die Besonderheit der Sanierung liegt in der facettenreichen Rekonstruktion unterschiedlicher historischer Bauzustände. So wurden die jeweils schönsten und erhaltenswertesten Innenraumgestaltungen aus verschiedenen Epochen in mühevoller Kleinarbeit wiederhergestellt. Das Schloss vereint somit 600 Jahre Zeitgeschichte in seinen unterschiedlichen Gebäudeteilen und Räumen. Im Hochparterre befindet sich neben einem Trauzimmer und einem Garderobenraum ein großer Festsaal, der als mittelalterlicher Baukern das Zentrum des Gebäudes bildet und für Veranstaltungen wie Konzerte oder Vorträge genutzt wird. Ein weiterer prunkvoller Festsaal liegt im barocken Vorbau im Stockwerk darüber. Dieser Saal wurde anlässlich der 500-Jahrfeier der Verbindung des Amtes Ritzebüttel mit Hamburg im Jahr 1894 mit einer wunderbaren Stuckdecke und holzvertäfelten Wänden repräsentativ ausgestattet und zeigt sich heute wieder in seiner damaligen Pracht. Auch die angrenzenden ehemaligen Wohnräume der Hamburger Amtsverwalter wurden in der Fassung von 1894 rekonstruiert und beeindrucken mit farbenfrohen Wandmustern und Friesen. Im zweiten Geschoss des mittelalterlichen Bauteils gibt es zudem einen Ausstellungsraum für wechselnde Ausstellungen. Die Festsäle können für Veranstaltungen gebucht werden, Anmeldungen sind direkt im Schloss möglich.
Museumsleuchtturm „Dicke Berta“: Ein Kleinod in Altenbruch
In Cuxhaven-Altenbruch steht der Leuchtturm „Dicke Berta“, dessen Erhalt dem Engagement eines Fördervereins zu verdanken ist. Obwohl er keine Superlative für sich beansprucht, hatte dieser kleine Leuchtturm eine wichtige Funktion im Bereich der Elbmündung, bis er 1983 außer Betrieb genommen und eigentlich abgerissen werden sollte. Dank des Fördervereins steht die „Dicke Berta“ noch heute und kann besichtigt werden. Ein Besuch versetzt die Gäste zurück in die aufregenden Zeiten der Leuchtfeuer und Leuchttürme. Eine besondere Attraktion ist, dass die „Dicke Berta“ seit 2002 auch als Standesamt genutzt wird und Paare sich hier in luftiger Höhe das Ja-Wort geben können – ein wahrhaft unvergesslicher Ort für eine Hochzeit.
Windstärke 10: Wrack- & Fischereimuseum Cuxhaven
Das maritime Museum „Windstärke 10“ erzählt packende Geschichten von den Gefahren auf See, von Schiffbrüchen, dem Kampf ums Überleben und der harten Arbeit an Bord der Fischtrawler. Es befindet sich an einem authentischen Standort mitten im Hafengebiet, in zwei historischen Fischpackhallen, die mit einem modernen Ausstellungsgebäude verbunden sind. Die ständige Ausstellung erstreckt sich über fast 2.000 m² und wird durch einen großen Raum für Sonderausstellungen ergänzt. Das Museum ist darauf ausgelegt, alle Altersgruppen anzusprechen und bietet auch einen eigens gestalteten Spielbereich für kleinere Kinder. Ein attraktiver Museumsladen und die üblichen Serviceeinrichtungen runden das Angebot ab. Das Museum „Windstärke 10“ beherbergt seit 2013 auch einige Stücke der einmaligen Sammlung des ehemaligen Schiffsmuseums Duhnen, das seit 2011 geschlossen ist.
Schiffsmuseum Duhnen (Historische Sammlung)
Das Schiffsmuseum Duhnen beherbergte einst eine beeindruckende Sammlung von über 1.000 Exponaten aus allen Bereichen der Seefahrt, zusammengetragen in über 20 Jahren Sammelleidenschaft. Dazu gehörten Marinemalerei, Schiffsmodelle, nautische Instrumente, Walfangexponate, Seemannsarbeiten, alte Ansichtskarten und sogar das im Guinnessbuch der Rekorde verzeichnete größte Buddelschiff der Welt. Es ist wichtig zu wissen, dass das Schiffsmuseum Duhnen seit Oktober 2011 geschlossen ist. Ein Teil dieser einzigartigen Sammlung ist jedoch seit 2013 im Museum „Windstärke 10 – Wrack- & Fischereimuseum Cuxhaven“ wieder zu sehen und zugänglich gemacht worden, sodass Interessierte diese wertvollen Stücke weiterhin bewundern können.
Deutsches U-Boot-Museum: Ein Zentrum maritimer Forschung
Im Stadtteil Altenbruch befindet sich das Deutsche U-Boot-Museum, das 1950 als persönliche Sammlung des ehemaligen U-Boot-Wachoffiziers Horst Bredow gegründet wurde. Es hat sich seitdem zu einer zentralen Informationsstelle von Weltruf in allen U-Boot-Fragen entwickelt. Während das Museum wertvolle Ausstellungsstücke präsentiert, existiert auch ein umfangreiches Archiv, das jedoch nur für Fachbesucher zugänglich ist. Dieses Archiv enthält rund 50.000 Fotos, detaillierte Angaben über alle U-Boote des In- und Auslands sowie deren Entwicklung bis heute und eine umfangreiche Bibliothek der einschlägigen Literatur. Fachwissenschaftler aus aller Welt arbeiten mit dem Museum und Archiv zusammen, was seine Bedeutung als Forschungszentrum unterstreicht. Der Museumsbesuch bietet dem interessierten Laien dennoch faszinierende Einblicke in die Geschichte und Technologie der U-Boote.
Ringelnatz-Museum Cuxhaven: Einblicke in Leben und Werk
Das Ringelnatz-Museum in Cuxhaven widmet sich dem vielschichtigen Leben und Schaffen des Dichters und Malers Joachim Ringelnatz. Die Ausstellung präsentiert zeitgenössische Fotos, Handschriften und Dokumente, die ein lebendiges Bild des Künstlers zeichnen. Ringelnatz lebte und wirkte in einer der schwierigsten Epochen der deutschen Geschichte, geprägt vom Ersten Weltkrieg, wirtschaftlichen Krisen, Hyperinflation, politischen Wirren der 1920er Jahre und dem Aufstieg des Nationalsozialismus. All diese Ereignisse spiegeln sich in seinem Werk wider. Ringelnatz war ein kritischer und sehr genauer Beobachter seiner Zeit, der seine Gegenwart mit anarchischem Witz kommentierte. Sein Werk ist oft unterhaltsam, kann aber auch melancholische und bedrückende Facetten aufweisen. Das Museum bietet eine Ausstellung, die sowohl der Zeitgeschichte als auch dem künstlerischen Wirken von Ringelnatz Rechnung trägt und Besuchern hilft, sein Werk im historischen Kontext zu verstehen.

Cuxliner: Stadtrundfahrt auf Rädern
Wer Cuxhaven bequem erkunden möchte, kann dies mit dem CUXLINER tun. Dieser Doppeldeckelbus bietet Stadtrundfahrten, bei denen fachkundige Stadtführer interessante Informationen zur Geschichte der Stadt, dem Hafen und weiteren Sehenswürdigkeiten geben. Es ist eine entspannte Möglichkeit, sich einen Überblick über Cuxhaven zu verschaffen und dabei Wissenswertes über die Region zu erfahren. Auskünfte über die Fahrten und die Möglichkeit zur Bordkartenbeschaffung sind bei den Geschäftsstellen der CUX-Tourismus GmbH erhältlich. Die Kontaktdaten für weitere Informationen sind telefonisch, per Fax oder E-Mail verfügbar.
| Attraktion | Schwerpunkt | Besonderheit / Hinweis |
|---|---|---|
| Hapag-Hallen / Steubenhöft | Auswanderungsgeschichte | Historischer Terminal, Ausstellung, Führungen |
| Museumsschiff „Elbe 1“ | Feuerschifffahrt | Begehbares Schiff, voll funktionsfähige Instrumente |
| Fort Kugelbake | Militärgeschichte | Pentagonale Festung, nur mit Führung zugänglich |
| Schloss Ritzebüttel | Regionale Geschichte & Architektur | 600 Jahre, verschiedene Epochen, Veranstaltungen, Trauzimmer |
| Leuchtturm „Dicke Berta“ | Leuchtfeuergeschichte | Historischer Leuchtturm, Museum, Trauzimmer |
| Windstärke 10 | Wrack- & Fischereiwesen | Maritimes Museum, in alten Fischpackhallen, Teile des Schiffsmuseums Duhnen |
| Schiffsmuseum Duhnen | Maritime Sammlung | Seit 2011 geschlossen, Teile in Windstärke 10 |
| Deutsches U-Boot-Museum | U-Boot-Geschichte & Forschung | Museum & Archiv (Archiv für Fachbesucher), Weltruf |
| Ringelnatz-Museum | Leben & Werk Ringelnatz | Dichter & Maler, Zeitgeschichte, Ausstellung |
| Cuxliner | Stadtrundfahrt | Doppeldeckelbus, fachkundige Führung |
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