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Düsseldorf Lierenfeld: Die Erkrather Straße

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Willkommen in Lierenfeld, einem Stadtteil von Düsseldorf, der weit mehr zu bieten hat als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Eingebettet im Südosten der Stadt, präsentiert sich Lierenfeld als ein Viertel voller Kontraste – geprägt von einer reichen Industriegeschichte, transformierten Gewerbeflächen und überraschend idyllischen Wohnlagen. Eine der zentralen Achsen, die das Leben und den Verkehr hier maßgeblich bestimmen, ist die bekannte Erkrather Straße.

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Dieser Stadtteil, der im Jahr 1384 relativ früh nach Düsseldorf eingemeindet wurde, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Einst von ausgedehnten Wäldern und einzelnen Bauernhöfen dominiert, wandelte sich Lierenfeld im Zuge der Industrialisierung rapide. Heute ist die Industrie immer noch stark präsent, doch die Wohnbebauung gewinnt an Bedeutung und macht mittlerweile die Hälfte der Gewerbefläche aus. Initiativen arbeiten daran, das Viertel noch attraktiver zu gestalten, und haben bereits sichtbare Erfolge erzielt.

Lage und Grenzen

Lierenfeld liegt strategisch günstig im Stadtbezirk 8 von Düsseldorf. Seine Grenzen teilt sich der Stadtteil mit Eller, Flingern und Oberbilk. Geografisch befindet sich Lierenfeld in einem Übergangsbereich zwischen der dichteren Innenstadtbebauung und einer aufgelockerten Vorort-Bauweise. Obwohl industriell geprägt, sind Naherholungsgebiete wie der Eller Forst und der Unterbacher See nur etwa so weit entfernt wie die Altstadt selbst. Die Königsberger Straße ist ein weiteres wichtiges Element der städtischen Struktur, stark von Industrie geprägt. Die Erkrather Straße verläuft im Osten des Stadtteils und grenzt direkt an Eller. Eine Grenzveränderung im Jahr 2006 vergrößerte Lierenfeld sogar um 29 Hektar zulasten von Eller, was die enge Verbindung dieser beiden Stadtteile unterstreicht.

Ein Blick in die Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Lierenfelds datiert auf das Jahr 1395. Ursprünglich ein Gebiet mit viel Wald und Sumpf, weit von der damaligen Stadt entfernt und nur von einzelnen Höfen besiedelt, zählte die Gegend 1855 gerade einmal 219 Einwohner. Mit der Industrialisierung änderte sich dies dramatisch. Die Bevölkerungszahl stieg rasant an, und Lierenfeld entwickelte sich zu einem wichtigen Industriestandort. Bereits 1860 siedelten sich Belgier an, die Ziegeleien errichteten. Ein entscheidender Impuls kam 1919 von Albert Schöndorff, einem Düsseldorfer Unternehmer, der seinen Waggonbaubetrieb von Derendorf nach Lierenfeld verlegte. Dieses Unternehmen, aus dem später die DUEWAG AG hervorging und das bis ins Jahr 2000 in der Königsberger Straße produzierte, gilt als Grundstein für die industrielle Entwicklung des Stadtteils. Parallel zur Königsberger Straße verläuft die Erkrather Straße, an der ebenfalls mehrere Industrieunternehmen ansässig waren.

In den Jahren 1911 bis 1912 wurde die katholische Pfarrkirche St. Michael errichtet. In der Folgezeit entstand nordöstlich davon die Heimgarten-Siedlung. Diese Siedlung, gebaut im Stil der GeSoLei und angelehnt an holländische Wohnhöfe, wurde in den 1920er Jahren konzipiert und besteht aus zweigeschossigen Reihenhäusern rund um zwei Plätze. Der Baustil war recht einheitlich, doch anfangs litt die Siedlung unter mangelnder Infrastruktur und war isoliert, da sie direkt an Industriefirmen grenzte. Um die Wohnqualität zu verbessern und eine gewisse Selbstversorgung zu ermöglichen, wurden Nutzgärten angelegt. Später wurden entlang der Erkrather Straße Wohnhäuser mit mehreren Geschossen gebaut. Ein besonderes Merkmal ist ein Torbogen, der den Zugang zu dieser kleinen Gartenstadt bildet und in den 1930er Jahren entstand. Nach dem Krieg errichtete die Wohnungsbaugenossenschaft Düsseldorf-Ost, deren Gründer Albert Schöndorff war, weitere Wohnbauten in Lierenfeld.

Die Geschichte Lierenfelds ist auch von dunklen Kapiteln geprägt. Am Höherweg befand sich in der NS-Zeit ein Lager, in dem von 1937 bis 1945 mehr als 200 Sinti interniert waren. Eine Gedenktafel an der Ecke Höherweg/Posener Straße erinnert heute an dieses Geschehen. Ein weiteres Denkmal des Bildhauers Otto Pankok in Carlstadt erinnert an die Verfolgung von Roma und Sinti; es zeigt ein Mädchen namens Ehra, eine Überlebende des Lagers Höherweg, mit einem Ball. Albert Schöndorff, der maßgeblich die Gestaltung Lierenfelds beeinflusste, wurde als Jude im Lager Auschwitz ermordet.

Die Erkrather Straße: Hauptschlagader des Viertels

Wie bereits erwähnt, ist die Erkrather Straße die geschäftigste und wichtigste Verkehrsader in Lierenfeld. Sie durchzieht den Stadtteil und geht weiter in die Reisholzer Straße über. Ihre Bedeutung als Hauptverkehrsader ist unbestritten, auch wenn sie starkem Verkehr ausgesetzt ist. Ihre Lage zwischen der Düsseldorfer City und dem benachbarten Stadtteil Eller macht sie zu einer zentralen Verbindung. Einst säumten auch hier, ähnlich wie in der parallel verlaufenden Königsberger Straße, mehrere Industrieunternehmen die Straße. Heute zeigt sich die Erkrather Straße als eine Straße, die sowohl von Wohnbebauung als auch von Gewerbe und dem ständigen Fluss des Verkehrs geprägt ist und somit das pulsierende Herz Lierenfelds darstellt.

Industrie und Wandel

Der industrielle Charakter Lierenfelds ist immer noch prägend. Zahlreiche Produktionsstätten und Unternehmen haben hier ihren Sitz. Doch die Zeiten ändern sich. Viele Hallen ehemaliger Fabriken stehen leer und haben Raum für Neues geschaffen. In den 1990er Jahren entwickelte sich hier eine lebendige städtische Partyszene, die die leerstehenden Industrieflächen nutzte. Diskotheken und Partytreffs wurden ins Leben gerufen. Das ehemalige Fabrikgebäude Stahlwerk ist heute ein bekannter Veranstaltungsort für Partys. Auch Tor 3 war stadtteilübergreifend bekannt, wurde aber inzwischen geschlossen. Mit dem "Ambis Club", der 2008 eröffnete, gibt es jedoch weiterhin Möglichkeiten für das Nachtleben. Die Rheinbahn AG betreibt in Lierenfeld eine wichtige Werkstatt und ein Depot. Ein Beispiel für den Wandel ist auch der Factory Campus in den Räumlichkeiten des einstigen Unternehmens Metso Lindemann. Dieser Hub bietet einen Coworking Space, beherbergt Startups und ist ein Zentrum für IT-Veranstaltungen wie Barcamps und Hackathons.

Wohnen in Lierenfeld: Von Siedlungen bis zur Erkrather Straße

Obwohl Lierenfeld stark industriell geprägt ist, gibt es auch attraktive Wohngebiete. Das idyllische Wohngebiet nordöstlich des Stadtteils, insbesondere die Heimgarten-Siedlung, bietet eine hohe Wohnqualität. Diese Siedlung aus den 1920er Jahren, deren Renovierung als sehr gelungen gilt, präsentiert sich im charmanten GeSoLei-Stil mit Elementen holländischer Wohnhöfe. Die zweigeschossigen Reihenhäuser und die zwei angelegten Plätze strahlen eine besondere Atmosphäre aus. Auch entlang der Erkrather Straße wurden Wohnhäuser mit mehreren Geschossen gebaut, und der erwähnte Torbogen bildet einen einzigartigen Zugangsbereich. Während einige Bereiche mit sozialen Herausforderungen konfrontiert sind, gibt es in den idyllischeren Ecken auch Familien aus dem Mittelstand, die hier ihr Zuhause gefunden haben.

Leben und Freizeit

Lierenfeld bietet seinen Bewohnern verschiedene Freizeitmöglichkeiten. Die Ronsdorfer Straße ist bekannt für ihre Partytreffs in ehemaligen Fabrikhallen. Orte wie das Stahlwerk sind beliebte Ziele für Rockfeste und Partys, die vor allem junge Leute anziehen. Für Sportbegeisterte gibt es den Sportverein 04 Lierenfeld e.V. am Wilhelm-Heinrich-Weg, der Fußball, Leichtathletik, Gymnastik und Tennis anbietet. Der St. Seb. Schützenverein Düsseldorf-Lierenfeld 1924 e.V. organisiert das Schützenwesen im Stadtteil. Ein kulturelles Angebot für Musiker bietet der Musikbunker am Gatherweg, wo Bands und Nachwuchskünstler Proberäume finden.

Soziales Gefüge

Lierenfeld weist im Vergleich zum Düsseldorfer Durchschnitt einige Besonderheiten auf. Der Ausländeranteil ist mit 23,5 % überdurchschnittlich hoch (Stand 2013). Der Stadtteil ist zudem kinderreich, mit durchschnittlich 1,7 Kindern pro Haushalt. Der Anteil der Alleinerziehenden ist mit 37 % ebenfalls hoch. Die Arbeitslosenquote liegt bei 20 %. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Lierenfeld mit einigen sozialen Problemen konfrontiert ist. Dennoch existieren, wie erwähnt, auch Wohnbereiche, die von Familien aus dem Mittelstand bewohnt werden, was die soziale Vielfalt des Stadtteils unterstreicht.

Verkehrsanbindung

Neben der Königsberger Straße ist die Erkrather Straße die wichtigste Verkehrsader für Lierenfeld. Sie ermöglicht Verbindungen in die City und nach Eller. Eine zentrale Anlaufstelle für den öffentlichen Nahverkehr ist die Haltestelle "Schlesische Straße". Von hier aus bestehen wichtige Umsteigemöglichkeiten zwischen Bus, Straßenbahn und Stadtbahn. Direkte Verbindungen in die Düsseldorfer City sind ebenso möglich wie Anbindungen an den Flughafen, die Messe und den Hauptbahnhof Neuss. Auch im Nachtverkehr an Wochenenden und Feiertagen ist die Haltestelle ein wichtiger Knotenpunkt.

Weitere interessante Aspekte

In Lierenfeld befindet sich auch ein Hochbunker des Typs Winkel, der am Höherweg errichtet wurde. Dieser Bunker wurde umgebaut und dient heute gewerblichen Zwecken. Die Freiwillige Feuerwehr hat ebenfalls eine Wache an der Posener Straße, die für Umweltschutz und technische Dienste zuständig ist und als Konzentrationspunkt für die Berufsfeuerwache Düsseldorf dient.

Häufig gestellte Fragen zu Lierenfeld

Wo genau liegt die Erkrather Straße in Düsseldorf?
Die Erkrather Straße liegt im Stadtteil Lierenfeld in Düsseldorf und verläuft im Osten des Stadtteils.

Ist Lierenfeld ein reiner Industriestandort?
Nein, obwohl die Industrie stark präsent ist, gibt es auch Wohngebiete, darunter die historische Heimgarten-Siedlung, und idyllische Bereiche.

Wann wurde Lierenfeld nach Düsseldorf eingemeindet?
Lierenfeld wurde bereits im Jahr 1384 nach Düsseldorf eingemeindet.

Welche Straßen sind die Hauptverkehrsadern in Lierenfeld?
Zu den Hauptverkehrsadern zählen die Erkrather Straße und die Königsberger Straße.

Was ist die Heimgarten-Siedlung?
Die Heimgarten-Siedlung ist ein historisches Wohngebiet in Lierenfeld, das in den 1920er Jahren im GeSoLei-Stil errichtet wurde.

Gibt es in Lierenfeld Freizeitmöglichkeiten?
Ja, Lierenfeld bietet Sportvereine, einen Musikbunker für Proben und ist bekannt für die Partymeile an der Ronsdorfer Straße mit Veranstaltungsorten wie dem Stahlwerk.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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