Was kostet der Eintritt im Gärten der Welt?

Gärten der Welt: Ein Reisebericht aus Berlin

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Schon mal etwas von den Gärten der Welt in Berlin gehört? Diese beeindruckende Parkanlage im Erholungspark Marzahn ist ein wahres Paradies für all jene, die sich nach einer Auszeit im Grünen sehnen und gleichzeitig eine Reise um den Globus antreten möchten – ganz ohne das Flugzeug zu besteigen. Doch wie lange sollte man für einen Besuch einplanen und was gibt es dort alles zu entdecken? In diesem Artikel teilen wir unsere Erfahrungen und geben nützliche Tipps, damit Ihr Besuch in den Gartenanlagen unvergesslich wird.

Kann man in den Gärten der Welt essen?
Im Warung Bali der Gärten der Welt ist diese Idee um original balinesisches Mobiliar erweitert worden, so dass du, unabhängig vom Wetter, auf 40 Innen- und 60 Terrassenplätzen einkehren kannst, um die tropisch inspirierten Speisen zu genießen.

Die Frage, die sich viele Besucher stellen, ist: Wie lange braucht man eigentlich, um die Vielfalt der Gärten der Welt zu erleben? Unsere Erfahrung zeigt, dass man gut und gerne zwischen zwei und fünf Stunden in der weitläufigen Anlage verbringen kann. Die genaue Dauer hängt natürlich davon ab, wie intensiv Sie die einzelnen Bereiche erkunden, wie viele Pausen Sie einlegen und wie lange Sie die Atmosphäre auf sich wirken lassen möchten. Die Gärten der Welt bieten so viel zu sehen und zu erleben, dass die Zeit wie im Flug vergeht.

Anreise zu den Gärten der Welt

Die Anfahrt zu den Gärten der Welt ist unkompliziert, auch wenn sie etwas außerhalb des direkten Stadtzentrums von Berlin liegen. Wir empfehlen die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Nehmen Sie die S-Bahn-Linie S7 in Richtung Ahrensfelde bis zur Station Marzahn. Von dort aus steigen Sie in den Bus der Linie 195 um. Die Bushaltestelle Blumberger Damm/Gärten der Welt befindet sich nur wenige Gehminuten vom Haupteingang entfernt, was die Anreise sehr bequem macht. Vom Stadtzentrum aus sollten Sie für die gesamte Fahrt etwa 30 bis 40 Minuten einplanen. Das ist eine angenehme Dauer, um dem Großstadtdschungel zu entfliehen und in eine Welt der Ruhe und Schönheit einzutauchen.

Einzigartiges Konzept: Die Gärten der Welt

Das Konzept der Gärten der Welt ist faszinierend: Verschiedene Bereiche der Parkanlage sind so gestaltet, dass sie die typischen Gartenstile unterschiedlicher Länder und Kulturen der Welt nachahmen. Dieses Konzept begeistert nicht nur passionierte Gartenliebhaber, sondern jeden, der Freude an Natur, Ästhetik und kultureller Vielfalt hat. Wir hatten das Vergnügen, die Gärten im Mai zu besuchen und wurden mit einer Fülle von Farben und Eindrücken überrascht. Der Mai ist oft eine wunderbare Zeit, um die Blütenpracht in ihrer vollen Pracht zu erleben.

Highlights der Gartenanlagen

Innerhalb der Gärten der Welt gibt es eine beeindruckende Vielfalt an thematischen Gärten zu entdecken. Jeder Bereich hat seinen ganz eigenen Charakter und Charme.

Der Koreanische Garten

Der Koreanische Garten ist eine wahre Oase der Ruhe und Schönheit. Er besticht durch seine traditionelle Gestaltung, die von Harmonie und Schlichtheit geprägt ist. Besonders hervorzuheben ist der authentisch gestaltete Tempel, der nicht nur ein Ort der Besinnung ist, sondern auch eine fantastische Kulisse für wunderschöne Fotos bietet. Die Architektur und die umgebende Natur verschmelzen hier auf eine Weise, die typisch für koreanische Gartenkunst ist.

Der Christliche Garten

Ein ganz besonderer Bereich ist der Christliche Garten. Seine Gestaltung ist einzigartig und regt zum Nachdenken an. Er wird dominiert von großen Buchstaben, die zu einem begehbaren Raum zusammengefügt sind. In diesem Raum sind Textausschnitte aus dem Alten und Neuen Testament, aber auch aus Philosophie und Kultur zu finden. Diese Texte laden die Besucher dazu ein, innezuhalten und über spirituelle und moralische Botschaften zu reflektieren. Im Zentrum des Gartens sprudelt ein Wasserspiel, das symbolisch für die Quelle des Lebens steht. Das Wasser fließt in verschiedene Richtungen und verkörpert dabei das Leben und den Glauben in seiner steten Bewegung und Verbreitung.

Der Chinesische Garten

Der Chinesische Garten ist einer der größten und weitläufigsten Bereiche der Gartenanlagen. Er bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung und zum Verweilen. Anders als in manch anderen, stärker formalen Bereichen, findet man hier viele gemütliche Plätze, um sich hinzusetzen, die Seele baumeln zu lassen oder eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen. Ein zentrales Element ist der große Teich, der zahlreichen Fischen und Enten ein Zuhause bietet und eine friedliche Atmosphäre schafft. Die Gestaltung des Gartens ist geprägt von einer unglaublichen Detailverliebtheit, die die Eleganz und die reiche Kultur Chinas widerspiegelt. Ein besonderes Highlight im Chinesischen Garten ist der See, der den poetischen Namen „Spiegel des Himmels“ trägt. Seine ruhige Oberfläche spiegelt die Umgebung wider und unterstreicht die tiefe Bedeutung, die Wasser in der chinesischen Kultur und Gartenkunst hat.

Der Englische Garten

Der Englische Garten versprüht eine ganz eigene, idyllische Atmosphäre. Ein besonderes Detail, das zur friedlichen Stimmung beiträgt, sind die Schafe, die auf einer Weide gegenüber dem Garten grasen. Besonders für Stadtkinder ist der Anblick der Schafe oft eine willkommene und schöne Erfahrung. Die Landschaftsgestaltung des Englischen Gartens ist geprägt von sanften Hügeln, weitläufigen Rasenflächen und verschlungenen, versteckten Wegen, die dazu einladen, erkundet zu werden. Entlang dieser Wege finden sich immer wieder einladende Sitzbereiche, die perfekt sind, um eine Pause einzulegen und die malerische Umgebung zu genießen.

Die Blumen Arena

Ein absoluter Blickfang, besonders im Frühling, ist die Blumen Arena. Hier erwartet die Besucher ein schier endloses Blütenmeer, vor allem aus Tulpen, die in den verschiedensten Farben und Formen um die Wette strahlen. Die Arena ist ein sehr beliebtes Ziel und zieht viele Besucher in ihren Bann, die von der schieren Schönheit und Pracht der Natur fasziniert sind. Jedes Jahr werden für diese beeindruckende Blütenpracht mehr als 60.000 Tulpenzwiebeln benötigt. Um dieses farbenfrohe Spektakel Jahr für Jahr aufs Neue zu ermöglichen, bitten die Gärten der Welt um Unterstützung. Besucher haben die Möglichkeit, Tulpen-Pate zu werden. Schon mit kleineren Beträgen kann man helfen, und ab einem Betrag von 60€ wird sogar der Name des Paten auf einem Schild im Tulpenfeld angezeigt – eine schöne Art, sich zu verewigen und gleichzeitig die Gärten zu unterstützen.

Der Märchenwald

Ein besonders magischer und verspielter Bereich ist der Märchenwald. Umringt von riesigen, alten Bäumen, die eine ganz besondere, fast mystische Atmosphäre schaffen, kann man sich hier tatsächlich für einen Moment kurz verloren fühlen. Überall im Wald gibt es zahlreiche Märchenfiguren zu entdecken, die die Besucher, ob jung oder alt, auf eine Reise in die Welt der Fantasie entführen. Doch nicht nur die liebevoll gestalteten Figuren machen den Märchenwald zu einem unvergesslichen Erlebnis. Untermalt wird die Szenerie von subtilen Soundeffekten wie Vogelgezwitscher, leisem Gesang oder Summen, die dem Wald eine wahrhaft magische Atmosphäre verleihen und manchmal für eine angenehme Verwirrung sorgen. Man fragt sich, was hier real ist und was Teil der inszenierten Märchenwelt. Der Märchenwald ist nicht nur für Kinder ein Highlight, sondern auch für Erwachsene eine amüsante und charmante Attraktion. Hier kann man in die Welt der Märchen eintauchen, die eigene Fantasie anregen und einfach Spaß haben. Egal, ob man sich von den Geschichten der Figuren verzaubern lässt oder einfach nur die einzigartige Atmosphäre genießt – der Märchenwald ist definitiv ein Bereich, den man in den Gärten der Welt nicht verpassen sollte.

Der Wolkenhain: Aussicht über Berlin

Neben der beeindruckenden Vielfalt an internationalen Gartenstilen bieten die Gärten der Welt auch die Möglichkeit, eine spektakuläre Aussicht über Berlin zu genießen. Auf dem Kienberg befindet sich der Wolkenhain, eine architektonisch interessante Aussichtsplattform. Von hier oben bietet sich ein einzigartiger Blick auf die Skyline von Berlin und die weitläufige Umgebung. Allerdings gibt es hierbei eine wichtige Besonderheit zu beachten, die mit dem Zugang zum Wolkenhain verbunden ist.

Um zum Wolkenhain zu gelangen, muss man ein Drehkreuz passieren. Dieses Drehkreuz markiert offiziell das Verlassen des Geländes der Gärten der Welt. Dies ist ein entscheidender Punkt, denn nachdem Sie das Drehkreuz passiert haben, können Sie nicht einfach wieder zurück in die Gärten gehen. Sobald Sie das Gelände auf diese Weise verlassen haben, ist es auch keinem Mitarbeiter der Gärten der Welt möglich, Ihnen den Wiedereintritt ohne ein neues Ticket zu ermöglichen. Das Drehkreuz lässt sich nur durch das Scannen eines gültigen Tickets öffnen. Das bedeutet konkret: Ihre Eintrittskarte berechtigt Sie zum einmaligen Eintritt in die Gärten der Welt. Wenn Sie das Gelände über das Drehkreuz in Richtung Wolkenhain verlassen, gilt Ihr Ticket als entwertet für den Park selbst. Möchten Sie nach dem Besuch des Wolkenhain wieder in die Gärten zurückkehren, müssten Sie theoretisch ein neues Ticket kaufen. Planen Sie Ihren Besuch also so, dass der Gang zum Wolkenhain idealerweise am Ende Ihres Rundgangs durch die Gärten stattfindet oder Sie diesen Bereich separat besuchen möchten, falls möglich und gewünscht. Trotz dieser logistischen Besonderheit wird man nach dem Erreichen des Wolkenhain mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Die Plattform schwebt etwa 120 Meter über dem Kienberg und bietet einen unvergleichlichen Panoramablick auf die Hauptstadt. Von hier oben lässt sich die Stadt in ihrer ganzen Pracht bewundern und die Schönheit Berlins aus einer neuen Perspektive erleben.

Lohnt sich die Investition?

Der Eintrittspreis für die Gärten der Welt ist, wie im Reisebericht erwähnt, nicht ganz unerheblich, besonders wenn man mit der ganzen Familie kommt. Die Ausgaben für einen Spaziergang in dieser Parkanlage sind spürbar. Doch lohnt sich die Investition? Angesichts der einzigartigen Vielfalt an liebevoll gestalteten Gartenwelten, der Möglichkeit, verschiedene Kulturen auf engstem Raum zu erleben, und zusätzlicher Attraktionen wie dem Märchenwald, der Blumen Arena und dem Wolkenhain mit seiner Aussicht, bieten die Gärten der Welt ein Erlebnis, das über einen gewöhnlichen Parkbesuch hinausgeht. Die Pflege und Gestaltung dieser umfangreichen Gartenanlagen erfordert einen erheblichen Aufwand, der sich im Eintrittspreis widerspiegelt. Wenn Sie ein Interesse an Gärten, Natur, Kultur oder einfach nur einen Ort der Ruhe und Inspiration suchen, fernab des städtischen Trubels, dann ist der Besuch der Gärten der Welt eine lohnende Erfahrung. Die Fülle an Eindrücken und die Möglichkeit, mehrere Stunden in einer wunderschönen Umgebung zu verbringen, rechtfertigen für viele Besucher die Kosten.

Wie lange braucht man für einen Besuch?

Um die eingangs gestellte Frage noch einmal aufzugreifen und präziser zu beantworten: Wie viel Zeit sollten Sie für einen Besuch in den Gärten der Welt einplanen? Basierend auf unseren Erfahrungen und der Größe sowie Vielfalt der Anlage, empfehlen wir, mindestens 2 bis 3 Stunden einzuplanen, um einen guten Überblick über die verschiedenen Gartenbereiche zu bekommen und einige Highlights zu sehen. Wenn Sie jedoch wirklich tief in die verschiedenen Gartenwelten eintauchen möchten, längere Pausen einlegen, den Märchenwald erkunden, die Blumen Arena ausgiebig bestaunen und vielleicht auch den Wolkenhain besuchen möchten, dann sind 4 bis 5 Stunden oder sogar länger durchaus realistisch und empfehlenswert. Eile wäre hier fehl am Platz, da die Schönheit der Gartenanlagen in den Details liegt und zum Verweilen einlädt. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um die Atmosphäre wirklich aufzunehmen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf einige häufig gestellte Fragen rund um den Besuch der Gärten der Welt in Berlin:

  • Wie lange sollte man in den Gärten der Welt verbringen?
    Planen Sie idealerweise zwischen 2 und 5 Stunden für Ihren Besuch ein, abhängig davon, wie intensiv Sie die Gärten erkunden möchten.
  • Wie komme ich am besten zu den Gärten der Welt?
    Die empfohlene Anreise erfolgt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Nehmen Sie die S7 bis Marzahn und anschließend den Bus 195 bis zur Haltestelle Blumberger Damm/Gärten der Welt. Vom Stadtzentrum dauert die Anfahrt ca. 30-40 Minuten.
  • Welche Gärten kann ich dort sehen?
    Die Gärten der Welt beherbergen viele thematische Bereiche, darunter den Koreanischen Garten, den Christlichen Garten, den Chinesischen Garten, den Englischen Garten, die Blumen Arena und den Märchenwald.
  • Kann ich das Gelände verlassen und später wieder reinkommen?
    Nein, Vorsicht ist beim Besuch des Wolkenhain geboten. Das Passieren des Drehkreuzes zum Wolkenhain gilt als Verlassen des Geländes, und eine Rückkehr in die Gärten ist nur mit einem neuen Ticket möglich.
  • Gibt es besondere Highlights?
    Ja, zu den besonderen Highlights zählen die beeindruckende Blumen Arena, der zauberhafte Märchenwald mit seinen Figuren und Geräuschen sowie der Wolkenhain mit seiner Aussicht über Berlin.

Die Gärten der Welt in Berlin bieten ein einzigartiges Erlebnis, das Natur, Kultur und Erholung auf wundervolle Weise verbindet. Unabhängig davon, ob Sie ein Gartenenthusiast sind oder einfach nur einen schönen Tag im Grünen verbringen möchten, ein Besuch lohnt sich und bietet unzählige Eindrücke und Fotomotive. Planen Sie Ihren Besuch und tauchen Sie ein in diese faszinierenden Gartenwelten!

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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