Welche Haubenlokale gibt es in Graz?

Schlemmen in Graz: Tradition & Spitzengastronomie

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Graz, die Hauptstadt der Steiermark, ist nicht nur eine Stadt voller Geschichte und Kultur, sondern auch ein wahres Paradies für Feinschmecker. Die kulinarische Szene der Stadt hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und bietet eine faszinierende Mischung aus tief verwurzelter Tradition und innovativer Spitzengastronomie. Hier trifft steirische Herzhaftigkeit auf moderne Leichtigkeit, regionale Produkte auf kreative Zubereitungskunst. Egal, ob Sie auf der Suche nach authentischen lokalen Gerichten sind, einen entspannten Sonntagsbrunch genießen möchten oder die Haute Cuisine erleben wollen – Graz hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Tauchen wir ein in die Genusswelt dieser charmanten Stadt.

Wo kann man in Graz am Sonntag essen gehen?
SONNTAGS GEÖFFNET: DIE BESTEN RESTAURANTS IN GRAZRestaurant Caylend. Ethno/International. ...Restaurant Schlossberg. Klassisch/Traditionell. ...El Gaucho im Landhaus. Ethno/International. ...Mohrenwirt. Klassisch/Traditionell. ...Der Steirer. ...Casino Restaurant Graz. ...Wirtshaus Thorbauer. ...Restaurant Florian im Parkhotel Graz.

Die steirische und österreichische Küche in Graz beweist eindrucksvoll, dass deftig nicht immer schwer bedeuten muss. Viele Restaurants setzen auf eine frische, leichte Interpretation klassischer Gerichte. Der Schlüssel dazu liegt in der Verwendung hochwertiger, regionaler Produkte, die strikt saisonal ausgewählt werden. Dies garantiert nicht nur höchste Qualität und intensiven Geschmack, sondern unterstützt auch die lokalen Produzenten und Bauern. Der kulinarische Kalender von Graz ist das ganze Jahr über prall gefüllt mit frischen Zutaten, die oft direkt „von vor der Haustür“ stammen. Diese Philosophie des Regionalen und Saisonale prägt das Esserlebnis in Graz maßgeblich und macht jeden Besuch zu einer Entdeckungsreise.

Die Essenz der Steiermark: Typische Grazer Gerichte

Wenn man fragt: „Was muss man in Graz gegessen haben?“, dann fallen sofort einige Namen, die untrennbar mit der steirischen Identität verbunden sind. Diese Gerichte sind mehr als nur Speisen; sie sind Ausdruck einer reichen Kultur und Tradition, die über Generationen weitergegeben wurde.

Eines der prominentesten Symbole der steirischen Kulinarik ist zweifellos das Steirische Kürbiskernöl. Oft liebevoll als das „Grüne Gold“ der Steiermark bezeichnet, besticht es durch seine tiefgrüne Farbe, seinen nussigen Geschmack und seine vielseitige Verwendbarkeit. Es ist weit mehr als nur ein Speiseöl; es ist eine Zutat, die vielen Gerichten ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. Man findet es nicht nur in Salaten – insbesondere dem klassischen Käferbohnensalat –, sondern auch in Suppen, über Vanilleeis geträufelt oder einfach mit Brot und Salz genossen. Die Qualität des Steirischen Kürbiskernöls ist gesetzlich geschützt und ein Stolz der Region.

Ein weiteres Gericht, das tief in der steirischen Geschichte verwurzelt ist, ist der Sterz. Ursprünglich ein einfaches, nahrhaftes Gericht für Bauern und Arbeiter, hat der Sterz in verschiedenen Varianten überlebt. Ob als Heidensterz (aus Buchweizenmehl) oder Maissterz, oft serviert mit Grammeln oder in Milch getunkt, ist er ein Stück steirischer Authentizität. Seine Zubereitung mag einfach erscheinen, doch ein gut gemachter Sterz ist eine Kunst für sich.

Die Käferbohne, eine große, violett gesprenkelte Bohne, ist ein weiteres steirisches Grundnahrungsmittel und ein Muss für jeden Besucher. Am bekanntesten ist der Käferbohnensalat, der mit viel Kürbiskernöl und einem Schuss Essig angemacht wird. Er ist erfrischend, sättigend und verkörpert die Einfachheit und den Reichtum der regionalen Produkte. Oft wird er als Beilage oder leichte Hauptspeise genossen.

Für viele ist der Backhendlsalat der Inbegriff der steirischen Wirtshauskultur. Zarte, knusprig panierte Hühnerteile (das Backhendl) werden auf einem gemischten Blattsalat serviert, der ebenfalls großzügig mit Kürbiskernöl mariniert ist. Die Kombination aus der Saftigkeit des Hühnchens, der Knusprigkeit der Panade und der Frische des Salats mit dem nussigen Öl ist ein Geschmackserlebnis, das man sich in Graz nicht entgehen lassen sollte.

Nicht zu vergessen ist die Kürbiscremesuppe. Besonders im Herbst, wenn die Kürbisse reif sind, findet man diese samtige, wärmende Suppe auf fast jeder Speisekarte. Verfeinert mit einem Löffel Kürbiskernöl und gerösteten Kernen ist sie ein comforting food par excellence und ein Spiegelbild der saisonalen Verfügbarkeit.

Die kulinarische Szene in Graz ruht sich jedoch nicht auf ihren Klassikern aus. Es gibt immer wieder spannende Entdeckungen. Eine neuere „Entdeckung“, die die Verbundenheit mit der Natur zeigt, sind Burgundertrüffel, die tatsächlich im Grazer Leechwald gefunden wurden. Dies unterstreicht das Potenzial der Region für hochwertige, exquisite Zutaten, die von kreativen Köchen in modernen Gerichten verarbeitet werden.

Sonntags kulinarisch genießen in Graz

Die Frage, wo man in Graz am Sonntag essen gehen kann, beschäftigt viele, besonders wenn man als Besucher die Stadt erkundet und die meisten Geschäfte geschlossen sind. Glücklicherweise bietet die Grazer Gastronomieszene auch am Sonntag attraktive Optionen, die oft einen entspannten und genussvollen Abschluss der Woche ermöglichen.

Was muss man in Graz gegessen haben?
Steirisches Kürbiskernöl - auch das „Grüne Gold“ der Steiermark genannt - Sterz, Käferbohnen, Backhendlsalat und Kürbiscremesuppe sind nur einige der unumstrittenen steirischen Klassiker. Der kulinarische Grazer Kalender bietet das ganze Jahr über frische Zutaten, die von „vor der Haustür“ stammen.

Während die bereitgestellte Information nur einen Hinweis auf eine Art von Lokal gibt – eine gehobene Wirtshausküche mit saisonalen und regionalen Produkten, die sich auf Spezialitäten wie Saibling oder Hirsch konzentriert und idealerweise über einen schönen Garten verfügt – so beschreibt sie doch treffend das Ambiente, das viele Grazer und Besucher am Sonntag suchen. Es geht darum, Qualität und Gemütlichkeit zu verbinden.

Solche Lokale, die eine gehobene Wirtshausküche pflegen, bieten oft eine Brücke zwischen traditionellen Gerichten und einer feineren Zubereitung. Man findet dort klassische Speisen, die mit hochwertigeren Zutaten und mehr Raffinesse interpretiert werden. Die Konzentration auf saisonale Produkte wie Saibling im Frühling/Sommer oder Hirsch im Herbst/Winter zeigt, dass diese Restaurants mit dem Rhythmus der Natur kochen und ihren Gästen stets das Beste der jeweiligen Jahreszeit präsentieren möchten.

Ein „schöner Garten“ ist besonders am Sonntag ein großer Pluspunkt. Er lädt zum Verweilen ein, bietet Platz für Familien und Freunde und ermöglicht es, das Essen im Freien zu genießen, wenn das Wetter mitspielt. Dieses Ambiente trägt wesentlich zum entspannten Sonntagsgefühl bei.

Um am Sonntag das passende Restaurant in Graz zu finden, empfiehlt es sich, nach Lokalen Ausschau zu halten, die für ihre gute regionale Küche bekannt sind und explizit Sonntags geöffnet haben. Viele traditionelle Wirtshäuser, aber auch einige modernere Restaurants, die Wert auf regionale Produkte legen, sind am Sonntag für Mittag- und Abendessen geöffnet und bieten oft spezielle Sonntagsmenüs an. Es lohnt sich, im Voraus zu recherchieren oder zu reservieren, da Sonntage in beliebten Lokalen schnell ausgebucht sein können.

Die Krone der Grazer Gastronomie: Haubenlokale im Überblick

Graz ist nicht nur eine Stadt der traditionellen Genüsse, sondern auch ein Zentrum der österreichischen Spitzengastronomie. Dies wird jedes Jahr durch die Vergabe der Gault&Millau Hauben bestätigt. Diese Auszeichnungen gelten als eine der wichtigsten Anerkennungen für herausragende Kochkunst und Servicequalität in Österreich.

Im Jahr 2024 konnte sich die Grazer Gastronomieszene besonders freuen, denn die Spitzenköche der Stadt erkochten zusammen beeindruckende 44 Hauben. Dies zeugt von der hohen Dichte an exzellenten Restaurants und dem Talent der Küchenchefs in Graz.

Ein absolutes Highlight und der höchste Neueinstieg in der Geschichte von Gault&Millau Österreich war die Auszeichnung der Goldenen Birn im Parkhotel. Mit vier Hauben und 17 Punkten katapultierte sich dieses Restaurant an die Spitze der Grazer Gourmetführer. Küchenchef Alexander Posch wurde zurecht als bester Koch der Stadt gefeiert. Seine Kreationen stehen für höchste Präzision, Kreativität und die perfekte Harmonie der Aromen.

Neben Alexander Posch wurde auch ein anderer Grazer Küchenvirtuose geehrt: Jan Eggers wurde zum „Patissier des Jahres 2024“ gekürt. Dies unterstreicht, dass die Grazer Gastronomie nicht nur bei den Hauptgängen, sondern auch bei den süßen Verführungen auf höchstem Niveau agiert.

Doch die Spitzengastronomie in Graz ist breit gefächert. Neben der Goldenen Birn gab es zahlreiche weitere Restaurants, die mit mehreren Hauben ausgezeichnet wurden und für unvergessliche kulinarische Erlebnisse stehen. Namen wie Didi Dorner im Magnolia, Schmidhofer im Palais oder Artis sind Kennern der feinen Küche wohlbekannt.

Was muss man in Graz gegessen haben?
Steirisches Kürbiskernöl - auch das „Grüne Gold“ der Steiermark genannt - Sterz, Käferbohnen, Backhendlsalat und Kürbiscremesuppe sind nur einige der unumstrittenen steirischen Klassiker. Der kulinarische Grazer Kalender bietet das ganze Jahr über frische Zutaten, die von „vor der Haustür“ stammen.

Hier ist ein Überblick über die Haubenlokale in Graz, sortiert nach der Anzahl der erreichten Gault&Millau Hauben für das Jahr 2024, basierend auf den uns vorliegenden Informationen:

Übersicht der Gault&Millau Haubenlokale in Graz (2024)

Anzahl HaubenRestaurantPunkte
Vier HaubenGoldene Birn17
Drei HaubenDidi Dorner im Magnolia16,5
Drei HaubenSchmidhofer im Palais15
Drei HaubenArtis15
Zwei HaubenStarcke Haus14,5
Zwei HaubenGerüchteküche14,5
Zwei HaubenStammtisch am Paulustor14
Zwei HaubenCaylend14
Zwei HaubenRestaurant Schlossberg14
Zwei HaubenKehlberghof14
Zwei HaubenMohrenwirt13,5
Zwei HaubenSudhaus13
Zwei Haubennullneun13
Zwei HaubenEl Gaucho13
Eine HaubeWeitere Lokale (Details lagen uns nicht vor)Variierend

Diese Liste zeigt die beeindruckende Vielfalt und Qualität der Spitzengastronomie in Graz. Von etablierten Adressen bis hin zu aufstrebenden Talenten bieten diese Restaurants einzigartige Geschmackserlebnisse, die oft moderne Techniken mit regionalen Produkten verbinden und in stilvollem Ambiente serviert werden. Ein Besuch in einem dieser Haubenlokale ist ein Höhepunkt für jeden Feinschmecker.

Häufig gestellte Fragen zur Grazer Gastronomie

Um Ihnen die Planung Ihres kulinarischen Aufenthalts in Graz zu erleichtern, beantworten wir hier einige häufig gestellte Fragen:

Was sind die bekanntesten typischen Gerichte der Steiermark, die man in Graz probieren sollte?
Unbedingt probieren sollten Sie Gerichte mit Steirischem Kürbiskernöl (wie Käferbohnensalat), Backhendlsalat, Kürbiscremesuppe und Sterz. Diese repräsentieren die traditionelle steirische Küche.

Wo finde ich Restaurants in Graz, die traditionelle steirische Küche anbieten?
Viele Gasthäuser und Wirtshäuser in Graz und Umgebung haben traditionelle Gerichte auf der Karte. Achten Sie auf Lokale, die regionale und saisonale Produkte bewerben. Die bereitgestellte Information spricht von Restaurants mit „traditioneller Küche in Graz“, die frische Leichtigkeit mit regionalen Produkten verbinden.

Kann man in Graz am Sonntag essen gehen? Sind die Restaurants geöffnet?
Ja, viele Restaurants in Graz haben auch am Sonntag geöffnet, sowohl mittags als auch abends. Dazu gehören traditionelle Wirtshäuser sowie einige gehobene Lokale. Es gibt auch Optionen für gehobene Wirtshausküche, oft mit saisonalen Spezialitäten und teils mit Gärten.

Welche Restaurants in Graz wurden mit Gault&Millau Hauben ausgezeichnet?
Für 2024 wurden viele Grazer Restaurants ausgezeichnet. Zu den Top-Adressen gehören die Goldene Birn (4 Hauben), Didi Dorner im Magnolia, Schmidhofer im Palais, Artis (alle 3 Hauben), sowie zahlreiche Lokale mit zwei oder einer Haube, wie in der Tabelle oben aufgeführt.

Wer ist der beste Koch in Graz laut Gault&Millau 2024?
Alexander Posch von der Goldenen Birn wurde als bester Koch der Stadt Graz 2024 gefeiert.

Wer ist der Patissier des Jahres 2024 in Österreich laut Gault&Millau?
Jan Eggers aus Graz wurde zum Patissier des Jahres 2024 gekürt.

Was bedeutet „Haube“ in der Gastronomie?
Die Haube ist eine Auszeichnung des Gourmetführers Gault&Millau. Sie bewertet die Qualität der Küche eines Restaurants anhand eines Punktesystems. Eine höhere Anzahl an Hauben und Punkten bedeutet eine höhere Bewertung der Kochkunst und des gesamten kulinarischen Erlebnisses.

Gibt es in Graz auch neue oder ungewöhnliche regionale Produkte?
Ja, die Region ist immer für Überraschungen gut. Eine neuere „Entdeckung“ sind beispielsweise Burgundertrüffel aus dem Grazer Leechwald, die das Potenzial für exquisite lokale Zutaten zeigen.

Fazit: Graz – Ein Fest für die Sinne

Graz hat sich zu Recht den Ruf als Genuss-Hauptstadt erworben. Die Stadt bietet eine beeindruckende kulinarische Vielfalt, die von bodenständiger, aber raffinierter regionaler Küche bis hin zur absoluten Spitze der österreichischen Gastronomie reicht. Die starke Betonung auf saisonale und lokale Produkte garantiert Frische und Authentizität in jedem Gericht. Ob Sie die Klassiker der steirischen Küche probieren, am Sonntag in gemütlicher Atmosphäre speisen oder sich von der Kreativität der Haubenköche begeistern lassen möchten – Graz hält unzählige Geschmackserlebnisse für Sie bereit. Planen Sie Ihre kulinarische Entdeckungsreise und lassen Sie sich von der Vielfalt und Qualität der Grazer Gastronomie verzaubern. Mahlzeit!

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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