Wem gehört Gut Keferloh?

Gut Keferloh: Geschichte, Bier und Comeback

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Es gibt nur wenige Gasthäuser im Münchner Umland, die in einem Atemzug mit den sogenannten Biertempeln in der Stadt genannt werden. Wenn dieses noch dazu aus dem Munde von zwei so prominenten Münchnern wie dem Journalisten und Schriftsteller Hannes Burger sowie dem früheren Oberbürgermeister Christian Ude geschieht, dann kommt das schon fast einem Ritterschlag gleich. Der Keferloher Gastwirtschaft, die heute unter dem Namen Gut Keferloh firmiert, aber nach wie vor als der "Kreitmair" bekannt ist, wurde dieser vor einem Vierteljahrhundert zuteil. Dieser Ort, östlich von München gelegen, ist tief verwurzelt in der bayerischen Geschichte und Kultur, weit über die reine Gastronomie hinaus. Seine Mauern und sein Biergarten erzählen Geschichten aus über tausend Jahren, von rauen Märkten bis hin zu glamourösen Promi-Treffs.

Wem gehört Gut Keferloh?
Mit dem neuen Namen "Gut Keferloh" wurde auch demonstrativ mit der alten Zeit unter der Paulaner-Brauerei gebrochen. Die letzte Neueröffnung war vor knapp einem Jahr. Seither versucht Jens "Theo" Heupgen als neuer Wirt, den Ruf Keferlohs als Bewahrer der Münchner Wirtshaustradition wiederherzustellen.

In dem 1994 erschienen Büchlein "Beim Kreitmair in Keferloh" zählt Burger das Wirtshaus zu den Kultstätten familiärer Gastlichkeit und Münchner Gemütlichkeit und Ude, der sonst auf fast alles außerhalb seiner schönen Stadt herabblickte, spricht dem Gasthaus ebendort gar einen "festen, angestammten Platz in der Geschichte der Münchner Gastronomie" zu. Solche Worte von solch prominenten Stimmen unterstreichen die einzigartige Bedeutung, die Keferloh für die bayerische Wirtshauskultur hat und hatte. Es war und ist mehr als nur ein Ort zum Essen und Trinken; es ist ein Treffpunkt, ein Stück Heimat und ein lebendiges Museum bayerischer Traditionen.

Die Wiege der bayerischen Biertradition

Durchaus zu Recht genießt Keferloh diesen besonderen Ruf. Keferloh ist nämlich nicht nur der geografische Mittelpunkt des Bierlandes Oberbayern, wie dem Flecken östlich von München vor vier Jahren hoch offiziell von der staatlichen Vermessungsverwaltung bescheinigt wurde; Keferloh ist auch die Wiege der bayerischen Biertradition schlechthin. Diese offizielle Anerkennung als Bierland-Zentrum mag neu sein, doch die historische Verbindung zum Bier ist jahrhundertealt und tiefgreifend.

Aus dem kleinen Ortsteil der heutigen Gemeinde Grasbrunn stammt zum einen der Ur-Bierkrug, der tönerne Keferloher. Dieser robuste Krug ist mehr als nur ein Trinkgefäß; er ist ein Symbol für die derbe Gemütlichkeit und die reiche Biergeschichte der Region. Seine Form und Beschaffenheit sind eng mit den historischen Ereignissen und dem Charakter der Menschen verbunden, die ihn über die Jahrhunderte nutzten.

Zum anderen wurde auf den Feldern rund um das Gut Keferloh über Jahrhunderte hinweg das Vorläuferfest der Münchner Wiesn gefeiert. So wurde in Keferloh dem Gerstensaft schon hektoliterweise zugesprochen, als die Theresienwiese noch Weideland war. Die Anfänge des Keferloher Marktes reichen gar bis ins Jahr 955 zurück. Damals verkauften die siegreichen Bayern angeblich nach der Schlacht auf dem Lechfeld die Pferde der geschlagenen Ungarn in Keferloh, in der Folge etablierte sich ein jährlicher Viehmarkt. Dieser Markt war über viele Jahrhunderte ein zentraler Treffpunkt und Handelsplatz, weit über die Region hinaus bekannt.

Erst mit der Hochzeit des späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen 1810, zu deren Ehren ein Pferderennen auf der nach der Braut benannten Theresienwiese veranstaltet wurde, etablierte sich das Feld, das damals noch außerhalb der Stadt lag, zum Festplatz, womit der Niedergang des Keferloher Markts begann. Was als einmaliges Ereignis begann, entwickelte sich zum weltberühmten Oktoberfest und zog die Aufmerksamkeit und die Massen von Keferloh ab. Trotzdem findet noch heute einmal im Jahr in Keferloh ein großes Bier- und Landwirtschaftsfest statt: der Keferloher Montag. Termin wäre eigentlich an diesem Montag gewesen; doch Corona macht heuer nicht nur dem Münchner Oktoberfest einen Strich durch die Rechnung, sondern auch diesem traditionsreichen Fest, was die tiefe Bedeutung des Keferloher Montags für die Region verdeutlicht, auch wenn er im Schatten der großen Wiesn steht.

Vom derben Ruf zur Bussi-Gesellschaft

Dabei hatte Keferloh in der Vergangenheit alles andere als einen guten Ruf. Bei Ärzten und der Gendarmerie soll der erste Montag im September vor 150 Jahren im Kalender rot angestrichen gewesen sein - so sehr ging es rund um den Viehmarkt zur Sache. Brutale Zustände hätten nicht nur rund um das Fest geherrscht, heißt es in Überlieferungen von Augenzeugen, die Betrunkenen hätten auf dem Heimweg nach München, der gut und gerne zwei Wochen dauern konnte, auch in den Wirtshäusern entlang der Strecke schlimmste Zechgelage gefeiert. Die Zustände auf dem Keferloher Markt waren offensichtlich so wild und ungestüm, dass sie sogar Eingang in die Umgangssprache fanden.

Redensartlich ist denn auch der Begriff "Keferloherisch" für einen recht derben Umgang überliefert. So notierte 1851 Felix Schiller in seinem Reiseführer über München: "Besucht man diesen Markt, so muß man sehr auf der Hut sein, um nicht keferloherisch behandelt zu werden." Diese Warnung allein spricht Bände über die Atmosphäre, die dort herrschte. Wegen des groben Miteinanders, heißt es, sei auch der Bierkrug, der Keferloher, so konstruiert worden, dass er zu Bruch geht, ohne größere Schäden anzurichten, wenn ihn sich die Trunkenbolde gegenseitig auf den Kopf schlugen. Eine Legende, die vielleicht übertrieben ist, aber den Ruf der Derbheit eindrücklich unterstreicht.

In der jüngeren Vergangenheit verbinden sich mit Keferloh und dem dortigen Wirtshaus dagegen buntere, ja schillerndere Geschichten. So war das Wirtshaus mit seinem großen Biergarten von den Siebzigerjahren an bis in die Neunziger besonders bei der Münchner Bussi-Gesellschaft beliebt. Der Wandel vom rauen Markt zum Treffpunkt der High Society mag überraschen, zeigt aber die Wandlungsfähigkeit und Anziehungskraft des Ortes. Ob Sportler wie Gerd Müller, Udo Lattek und Rosi Mittermeier, Showstars wie Udo Jürgens, Katja Ebstein oder Freddy Quinn und Schauspieler wie Gustl Bayrhammer, Walter Sedlmayr und Karlheinz Böhm - sie alle trugen sich ins Gästebuch ein. Einmal wurde der Biergarten gar zum beliebtesten Münchens gewählt. Diese Ära prägte das Bild des "Kreitmair" als Ort des Sehens und Gesehenwerdens, als Inbegriff bayerischer Lebensfreude im Kreise der Prominenz.

Die Ära Kreitmair: Eine Legende

Der "Kreitmair", wie das Wirtshaus auch über diese legendäre Zeit seines damaligen Wirts Willi Kreitmair hinaus genannt wurde und bis heute zum Teil wird, war mal eine Institution im Münchner Osten. Der vor sieben Jahren verstorbene Wiesnwirt Willi Kreitmair, dem das Winzerer Fähndl auf dem Oktoberfest und der Spöckmeier unweit des Marienplatzes gehörten, hatte das Wirtshaus 1969 gekauft, das seit 1863 von der Bauers- und Wirtsfamilie Stadler geführt worden war. Kreitmair übernahm das Ruder in einer Zeit, in der viele traditionelle bayerische Wirtshäuser ums Überleben kämpften.

Kreitmair hatte damit durchaus mutig ein bewusstes Zeichen gegen den damals allgemein beklagten Niedergang der bayerischen Wirtshaustradition gesetzt - mit Erfolg. Unter seiner Führung blühte das Gasthaus auf. Sein Name wurde synonym mit dem Ort. In dem großen Biergarten mit der angrenzenden Tenne für Hochzeiten und andere Feste verabredeten sich über Jahrzehnte Freunde und Familien, Junge und Junggebliebene. Es war ein Ort für alle, ein Schmelztiegel der Gesellschaft, wo sich Normalbürger und Prominente gleichermaßen wohlfühlten. Die Atmosphäre war einzigartig, geprägt von Gemütlichkeit und bayerischer Gastfreundschaft, die Willi Kreitmair meisterhaft verkörperte.

Die Münchner Wirtelegende hat übrigens stets gentleman-like diskret über seine Gäste, die berühmten wie die weniger bekannten, geschwiegen. Weder seine persönlichen Freunde noch seine lieben Stammgäste müssten "irgendwelche pikanten Enthüllungen" befürchten, versicherte er zu seinem 60. Geburtstag am 24. Oktober 1994. Diese Diskretion trug sicherlich ebenfalls zum besonderen Flair und zur Beliebtheit des Wirtshauses bei. Gäste wussten, dass sie hier in Ruhe und ungestört ihre Zeit verbringen konnten, fernab der neugierigen Blicke der Öffentlichkeit. Sein Tod markierte das Ende einer Ära.

Turbulente Zeiten und ein Neuanfang

Mit dem Rückzug der Familie Kreitmair begann dann freilich ein Auf und Ab. Nach dem Verkauf des Anwesens zur Jahrtausendwende meldeten mehrere Wirte Insolvenz an und waren Gasthaus und Biergarten immer wieder für längere Zeit geschlossen. Diese Phase der Unsicherheit und des Stillstands tat dem Ruf des traditionsreichen Ortes nicht gut. Es schien, als ob der Glanz der Kreitmair-Ära verblassen würde und der Ort seine Identität verloren hätte. Die wiederholten Schließungen waren nicht nur für die Gäste enttäuschend, sondern bedrohten auch die Fortführung von Veranstaltungen wie dem Keferloher Montag.

Deshalb wäre sogar schon mehr als einmal fast der Keferloher Montag ausgefallen, wenn sich nicht andere Wirte fürs Bierzelt gefunden hätten. Das Überleben dieses historischen Festes hing am seidenen Faden und nur das Engagement anderer Akteure konnte es sichern. In dieser schwierigen Zeit, geprägt von wechselnden Pächtern und mangelnder Stabilität, schien die Zukunft des traditionsreichen Wirtshauses ungewiss. Doch es gab Hoffnung am Horizont.

Dabei hat die Münchner Augustiner-Brauerei, der das Gasthaus heute gehört, viel Geld in eine behutsame Renovierung und Modernisierung gesteckt. Der Kauf durch eine der renommiertesten Münchner Brauereien war ein starkes Signal und versprach eine Rückkehr zu alter Stärke und Tradition. Die Renovierung zielte darauf ab, den historischen Charakter des Ortes zu bewahren und gleichzeitig eine frische, einladende Atmosphäre zu schaffen. So wurde die Gaststätte erst einmal von allen alten dunklen Möbeln und Erinnerungsstücken entrümpelt, um den Raum zu öffnen und heller zu gestalten. Die historischen Holzdielen wurden wieder frei gelegt und die Decken bayrisch blau gefärbt – eine klare Hommage an Bayern und die Brauerei selbst. Mit dem neuen Namen Gut Keferloh wurde auch demonstrativ mit der alten Zeit unter der Paulaner-Brauerei gebrochen, was den Beginn einer neuen Ära unter der Ägide von Augustiner unterstreicht.

Wer steht hinter Gut Keferloh heute?

Die Frage "Wem gehört Gut Keferloh?" lässt sich heute klar beantworten: Eigentümer des Anwesens ist die traditionsreiche Münchner Augustiner-Brauerei. Diese Übernahme durch eine der ältesten und angesehensten Brauereien Münchens wurde von vielen als Rettung für das historische Gasthaus gesehen. Augustiner ist bekannt für seine Bewahrung bayerischer Braukunst und Wirtshaustradition und bringt damit die nötige Stabilität und das Know-how mit, um Gut Keferloh wieder zu altem Glanz zu verhelfen.

Die letzte Neueröffnung war vor knapp einem Jahr (Stand des ursprünglichen Textes, ca. 2019/2020). Seither versucht Jens "Theo" Heupgen als neuer Wirt, den Ruf Keferlohs als Bewahrer der Münchner Wirtshaustradition wiederherzustellen. Die Rolle des Wirts ist entscheidend für das Gelingen dieses Neuanfangs. Er ist das Gesicht des Gasthauses, derjenige, der die Gäste empfängt und die Atmosphäre prägt. Mit Jens Heupgen ist ein neuer Kapitän an Bord, dessen Ziel es ist, an die erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen und Gut Keferloh wieder zu einem festen Bestandteil der bayerischen Gastronomieszene zu machen. Er steht vor der Herausforderung, die reiche Geschichte zu ehren und gleichzeitig einen modernen, einladenden Ort für jedermann zu schaffen.

Was macht Gut Keferloh so besonders?

Die Besonderheit von Gut Keferloh liegt in seiner einzigartigen Verbindung von Geschichte, Tradition und bayerischer Kultur. Es ist nicht nur ein Gasthaus; es ist ein historischer Ort mit einer tiefen Bedeutung für Bayern und insbesondere für die Region rund um München. Mehrere Faktoren tragen zu seinem besonderen Status bei:

  • Historische Tiefe: Die Geschichte reicht über tausend Jahre zurück, von den Anfängen als Viehmarkt bis zum Vorläufer des Oktoberfests.
  • Wiege der Biertradition: Der Ursprung des Keferloher Krugs und die jahrhundertelange Bierkultur machen den Ort zu einem zentralen Punkt für Bierliebhaber.
  • Keferloher Montag: Die Fortführung dieses traditionellen Festes hält die Verbindung zur Vergangenheit lebendig, auch wenn das Oktoberfest die Hauptbühne übernommen hat.
  • Prominente Vergangenheit: Die Ära unter Willi Kreitmair als Treffpunkt der Prominenz verleiht dem Ort einen Hauch von Glamour und erzählt Geschichten aus einer besonderen Zeit.
  • Eigentum von Augustiner: Die Zugehörigkeit zu einer so angesehenen Brauerei sichert nicht nur die Bierqualität, sondern auch das Engagement für die Bewahrung bayerischer Wirtshaustradition.
  • Die Kontraste: Der Wandel vom derben Markt zum Promi-Treff und die turbulenten Phasen bis zum Neuanfang zeigen die Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit des Ortes, sich immer wieder neu zu erfinden.

Diese Elemente zusammen schaffen einen Ort, der mehr ist als die Summe seiner Teile. Gut Keferloh ist ein Stück lebendige Geschichte, ein Ort der Begegnung und ein Symbol für die Beständigkeit bayerischer Kultur.

Zeitleiste: Eigentümer und Ären des Keferloher Wirtshauses

Die Geschichte des Keferloher Wirtshauses ist geprägt von verschiedenen Eigentümern und Phasen, die seinen Charakter und seinen Ruf formten. Hier ein Überblick über die bekannten Übergänge:

ZeitraumEigentümer/WirtAnmerkungen
Seit ca. 1863Familie StadlerLangjährige Führung als Bauern- und Wirtsfamilie.
1969Willi KreitmairKauf des Wirtshauses, Beginn der "goldenen Ära" als Promi-Treffpunkt.
Um die JahrtausendwendeVerkauf durch Familie KreitmairBeginn einer turbulenten Phase mit wechselnden Pächtern.
Ca. 2000 - ca. 2019/2020Wechselnde PächterMehrere Insolvenzen und Schließungen prägen diese Phase.
Seit ca. 2019/2020Augustiner-BrauereiKauf des Anwesens, umfassende Renovierung und Neuausrichtung unter neuem Namen Gut Keferloh.
Seit ca. 2019/2020Jens "Theo" HeupgenAktueller Wirt, bemüht sich um Wiederherstellung des guten Rufs.

Diese Tabelle verdeutlicht die Phasen des Wandels, die das Wirtshaus durchlaufen hat, von der stabilen Familienführung über die glamouröse Ära Kreitmair bis hin zu den Herausforderungen der jüngeren Vergangenheit und dem aktuellen Neuanfang unter der Ägide von Augustiner.

Häufig gestellte Fragen zu Gut Keferloh

Die reiche Geschichte und die jüngsten Entwicklungen rund um Gut Keferloh werfen oft Fragen auf. Hier beantworten wir einige der häufigsten:

Wem gehört Gut Keferloh heute?

Aktueller Eigentümer des Anwesens Gut Keferloh ist die Münchner Augustiner-Brauerei. Sie hat das Gasthaus um das Jahr 2019/2020 gekauft und seitdem umfassend renoviert und modernisiert.

Was war Gut Keferloh früher?

Früher war das Gasthaus unter dem Namen "Kreitmair" bekannt, benannt nach seinem langjährigen und legendären Wirt Willi Kreitmair. Davor wurde es seit 1863 von der Familie Stadler geführt. Es war über Jahrhunderte hinweg eng mit dem historischen Keferloher Markt verbunden und entwickelte sich unter Kreitmair zu einem beliebten Treffpunkt für Prominente und die Münchner Gesellschaft.

Was ist der Keferloher Montag?

Der Keferloher Montag ist ein traditionelles Bier- und Landwirtschaftsfest, das einmal im Jahr in Keferloh stattfindet. Es ist ein Nachfolger des historischen Keferloher Marktes und hält die Tradition des Festplatzes lebendig, auch wenn er heute kleiner ist als der berühmte Vorgänger. Das Fest hat eine lange Geschichte und wurde nur selten, wie aktuell durch Corona, abgesagt.

Warum ist Keferloh historisch bedeutsam?

Keferloh ist aus mehreren Gründen historisch bedeutsam: Es war der Ort des Keferloher Marktes, des Vorläufers des Oktoberfests, dessen Anfänge bis ins Jahr 955 zurückreichen. Es ist die Heimat des tönernen Keferloher Bierkrugs. Seit 2016 ist es offiziell der geografische Mittelpunkt des Bierlandes Oberbayern. Zudem war das Wirtshaus selbst unter dem Namen "Kreitmair" eine Institution der Münchner Gastronomie.

War Gut Keferloh ein Promi-Treffpunkt?

Ja, insbesondere während der Ära von Willi Kreitmair in den 1970er bis 1990er Jahren war das Wirtshaus und sein Biergarten ein sehr beliebter Treffpunkt für Sportler, Showstars und Schauspieler aus München und Umgebung. Es galt zeitweise als einer der beliebtesten Biergärten Münchens und zog zahlreiche bekannte Persönlichkeiten an.

Mit der Übernahme durch die Augustiner-Brauerei und dem Engagement des neuen Wirts blickt Gut Keferloh nun wieder nach vorne. Die Herausforderungen der Vergangenheit sind bekannt, doch die Chancen, diesen historischen Ort wieder zu einer blühenden Institution der bayerischen Gastlichkeit zu machen, sind groß. Die Verbindung von reicher Geschichte, bayerischer Tradition und dem Rückhalt einer starken Brauerei bildet eine solide Grundlage für eine vielversprechende Zukunft.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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