Wie lange hat NordWestZentrum geöffnet?

NordWestZentrum Frankfurt: Einkaufen & Erleben

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Das NordWestZentrum, liebevoll auch „Nordi“ genannt, ist weit mehr als nur ein Einkaufszentrum. Es ist ein lebendiges Stadtteilzentrum, das sich seit seiner Eröffnung im Jahr 1968 zu einem der größten und attraktivsten Shopping- und Erlebnisziele im Rhein-Main-Gebiet entwickelt hat. Gelegen in der Nordweststadt Frankfurts, bietet es eine einzigartige Mischung aus Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen, die Besucher von nah und fern anzieht.

Wie lange gibt es das NordWestZentrum?
NordWestZentrumEröffnung:4. Oktober 1968, nach Umgestaltung 1987, nach Erweiterung 2004Verkaufsfläche:94.500 m²Geschäfte:etwa 150Umsatz:etwa 400 Mio. Euro (2006)

Die faszinierende Geschichte des NordWestZentrums

Die Geschichte des NordWestZentrums beginnt Mitte der 1960er Jahre. Als Teil der damals neu entstehenden Wohnsiedlung Nordweststadt in Frankfurt-Heddernheim wurde es nach den Plänen der Architekten Otto Apel, Hannsgeorg Beckert und Gilbert Becker konzipiert. Das Ziel war die Schaffung eines multifunktionalen Stadtteilzentrums nach dem städtebaulichen Prinzip einer Insellösung, das als kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt dienen sollte.

Die Bauarbeiten fanden zwischen 1965 und 1968 statt. Am 4. Oktober 1968 öffnete das NordWestZentrum schließlich seine Pforten – gleichzeitig mit der Frankfurter U-Bahn, was von Anfang an für eine hervorragende Anbindung sorgte und Zehntausende Besucher anzog. Es war das erste Einkaufszentrum Frankfurts.

Anfangs war das Zentrum architektonisch vom Stil der 1970er Jahre geprägt, unter anderem durch die Verwendung von Waschbeton. Neben Geschäften und Kaufhäusern beherbergte es von Beginn an auch wichtige soziale und kommunale Einrichtungen wie das Bürgerhaus (heute Titus-Forum), eine Stadtteilbücherei, ein Hallenbad, eine Kindertagesstätte sowie Arztpraxen. Sogar das 14. Polizeirevier und die Feuer- und Rettungswache 21 waren hier untergebracht, bis sie im Frühjahr 2017 umzogen.

Die anfänglich kurze Bauzeit führte jedoch bald zu Qualitätsproblemen. Eindringendes Regenwasser beschädigte die Bausubstanz, insbesondere im Parkhaus, wo Pfeiler provisorisch abgestützt werden mussten. Das NordWestZentrum wurde architektonisch kritisiert, und die Besucherzahlen sanken. Zeitweise wurde sogar über einen Abriss diskutiert, da Investoren für die notwendige Sanierung fehlten.

Die Wende kam in den späten 1980er Jahren. 1986 wurde das Zentrum an den Unternehmensberater Georg Faktor verkauft, der eine umfassende Sanierung und Umgestaltung nach dem Vorbild amerikanischer Shopping Malls vornahm. Charakteristisch für diesen Umbau war das Aufsetzen riesiger geschwungener Glasdächer über den offenen Ladenpassagen, was das Zentrum wetterunabhängig machte. Für diese Sanierung erhielt das NWZ vom International Council of Shopping Centers (ICSC) einen Architekturpreis für die „weltweit beste Umgestaltung eines Einkaufszentrums“. Dies war ein entscheidender Schritt zur Wiederbelebung.

Ist das NordWestZentrum überdacht?
Die in die Jahre gekommene Einkaufspassage erhielt eine neue, moderne Überdachung. Zwischen den Gebäudekörpern wurde ein neuer Stadtplatz geschaffen, der zum Verweilen einlädt.

Anfang der 1990er Jahre kaufte Josef Buchmann das NordWestZentrum und sanierte es erneut vollständig. Es befindet sich bis heute in seinem Besitz. Die Besucherzahlen stiegen wieder kontinuierlich an. 1992 erfolgte eine bedeutende Erweiterung. An der Stelle des alten Hallenbads entstand ein neuer Gebäudekomplex mit einem Hotel, einem Restaurant, einem großen Fitness-Center und dem beliebten Erlebnisbad Titus-Thermen. Auch das Bürgerhaus wurde revitalisiert und heißt seitdem Titus-Forum.

Ende der 1990er Jahre schloss das Hertie-Kaufhaus, damals der größte Mieter. Die Fläche wurde umgebaut und in mehrere kleinere Geschäfte aufgeteilt. Bis 2004 gab es kein klassisches Kaufhaus mehr im NWZ.

Eine weitere große Erweiterung fand zwischen 2001 und 2004 statt. Das Architekturbüro JSK wurde beauftragt, das Center um rund die Hälfte der vermietbaren Handelsfläche zu vergrößern. Es wurde eine zusätzliche, 3000 Quadratmeter große Ladenstraße, der sogenannte Modeboulevard, geschaffen. Insgesamt entstanden rund 37.000 Quadratmeter zusätzliche Handels- und Gastronomiefläche. Ziel war es, die Attraktivität durch hochwertige Materialien, verbesserte Zugänge und Bepflanzung weiter zu steigern. Mit Gesamtkosten von 180 Millionen Euro war dies eine der größten Baustellen in Hessen. Trotz der Bauarbeiten wurde der tägliche Kundenverkehr aufrechterhalten.

Im Herbst 2004 wurde der Modeboulevard eröffnet. Das NordWestZentrum galt seitdem als eines der größten Einkaufszentren Deutschlands. Größter Ankermieter war zunächst Galeria Kaufhof auf drei Etagen, der jedoch 2019 schloss. Durch die Erweiterung wuchs die Zahl der Anbieter auf über 150, und es wurden rund 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Parallel zur Erweiterung der Handelsflächen wurde an der Stelle eines ehemaligen Studentenwohnheims ein 13-geschossiges Hochhaus errichtet. Die oberen Etagen beherbergen Wohnungen, der Großteil der Mietfläche dient Bürozwecken. Auch das Parkplatzangebot wurde auf rund 3500 Stellplätze erweitert, unter anderem durch neue Parkdecks über den Geschäften, die über eine Spindel an die bestehende Tiefgarage angebunden sind. Ein Parkleitsystem erleichtert das Finden eines freien Platzes.

Die jüngsten umfangreichen Umbaumaßnahmen fanden von 2017 bis 2019 statt. Durch den Auszug von Feuerwehr und Polizei sowie die Verkleinerung von Lagerflächen wurde Platz für rund 45 neue Geschäfte geschaffen. Die Gewerbefläche des Centers wurde um weitere 4000 Quadratmeter vergrößert. Seit Herbst 2017 befindet sich beispielsweise das VHS-Zentrum Nord der Volkshochschule Frankfurt in der ehemaligen Feuerwache. Nach Abschluss dieser Arbeiten, die 60 bis 80 Millionen Euro kosteten, ist das NordWestZentrum gemessen an der Verkaufsfläche wieder das größte Einkaufszentrum im Rhein-Main-Gebiet.

Wie viele Läden hat NordWestZentrum?
170 Geschäfte, Dienstleistungen und aufsehenerregende Veranstaltungen laden Wetter unabhängig zum Einkaufen, Bummeln, Feiern und Erleben ein.

Architektur und Konzept: Alles unter einem Dach

Die Architektur des NordWestZentrums ist bis heute prägend und wurde mehrfach international ausgezeichnet. Das Konzept der Insellösung, umflossen von einer Ringstraße und verbunden durch Fußgängerstege, war revolutionär. Herzstück ist die weitläufige Glasdachkonstruktion, die die drei Shopping-Malls überspannt. Sie ermöglicht ein wetterunabhängiges Einkaufserlebnis in heller, tageslichtdurchfluteter Atmosphäre. Zwischen den Geschäften finden sich immer wieder grüne Ruheoasen, die zum Verweilen einladen.

Das NWZ versteht sich nicht nur als Einkaufsort, sondern als multifunktionales Zentrum. Die Integration von Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, öffentlichen Einrichtungen (wie Bücherei, VHS, Bürgerhaus), Freizeiteinrichtungen (Titus-Thermen, Fitness) und sogar Wohnungen und Büros macht es zu einem echten Stadtteilzentrum, in dem man nicht nur einkaufen, sondern viele Dinge des täglichen Lebens erledigen und seine Freizeit verbringen kann.

Einkaufen, Bummeln und Genießen: Die Vielfalt des NWZ

Mit rund 170 Geschäften, Dienstleistungsbetrieben und gastronomischen Angeboten bietet das NordWestZentrum eine beeindruckende Vielfalt. Von großen Filialisten internationaler Marken über Fachgeschäfte bis hin zu kleineren Boutiquen ist für jeden Geschmack und Bedarf etwas dabei. Besonders der Modeboulevard hat sich als zentrale Achse für Bekleidungsgeschäfte etabliert.

Die Gastronomie spielt im NWZ ebenfalls eine große Rolle. Rund 1200 Quadratmeter Fläche sind allein diesem Bereich gewidmet und bieten eine breite Palette – vom schnellen Imbiss über Cafés für eine Pause zwischendurch bis hin zu Restaurants für eine ausgiebige Mahlzeit. Diese Vielfalt macht das Zentrum zu einem beliebten Treffpunkt auch außerhalb reiner Shopping-Absichten.

Die Geschäfte im NordWestZentrum haben in der Regel montags bis samstags von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet. Dies ermöglicht flexibles Einkaufen auch nach Feierabend oder am Wochenende. Einige Dienstleister oder Gastronomiebetriebe können abweichende Öffnungszeiten haben.

Wie viele Rick Stein-Restaurants gibt es?
Essen Sie bei uns. Wir haben vier Restaurants in Padstow : das Seafood Restaurant, St. Petroc's Bistro, Rick Stein's Café und Stein's Fish & Chips. Außerdem haben wir ein Pub, das Cornish Arms, in St. Merryn und Rick Stein Fistral. Wir haben auch Restaurants in Winchester, Sandbanks, Marlborough und Barnes.

Perfekte Erreichbarkeit und umfassende Services

Ein großer Vorteil des NordWestZentrums ist seine hervorragende Erreichbarkeit. Es verfügt über einen eigenen U-Bahn-Anschluss (Linien U1 und U9) und einen internen Busbahnhof, der von sechs Buslinien angefahren wird. Direkt vor Ort gibt es zudem einen Taxistand. Dies macht die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln denkbar einfach.

Auch für Autofahrer ist das NWZ attraktiv. Mit rund 3500 Parkplätzen, die über die verschiedenen Parkdecks und die Tiefgarage verteilt sind, entfällt die oft stressige Parkplatzsuche in der Innenstadt. Die Parkgebühren gelten zudem als die günstigsten in Frankfurt, was einen Besuch auch mit dem Auto sehr attraktiv macht.

Über das reine Shopping hinaus bietet das NordWestZentrum zahlreiche Dienstleistungen und Einrichtungen. Neben den bereits erwähnten Titus-Thermen, dem Titus-Forum (für Veranstaltungen), der Stadtteilbücherei und der VHS finden sich hier Arztpraxen, Banken, Apotheken und sogar die Möglichkeit, bestimmte Behördengänge zu erledigen. Diese Bündelung von Angeboten spart Zeit und macht das NWZ zu einem echten Allround-Ziel.

Das NordWestZentrum als Erlebnisort

Das Management des NordWestZentrums legt großen Wert darauf, seinen Besuchern mehr als nur Einkaufsmöglichkeiten zu bieten. Regelmäßig finden aufsehenerregende Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktionen statt, die das Zentrum in einen lebendigen Erlebnisort verwandeln. Ob saisonale Dekorationen, Themenwochen, Konzerte oder spezielle Events für Kinder – das NWZ überrascht seine Besucher immer wieder aufs Neue. Dies trägt maßgeblich zur positiven Atmosphäre und zur hohen Verweilqualität bei.

Zusammenfassung wichtiger Fakten

MerkmalInformation
Eröffnung4. Oktober 1968
LageFrankfurt-Heddernheim (Nordweststadt)
Anzahl Geschäfte & Dienstleisterca. 170
Gesamt-Gewerbeflächeca. 94.500 m² (nach Umbau 2019)
Parkplätzeca. 3500
Öffnungszeiten (Geschäfte)Mo-Sa 10:00 - 20:00 Uhr
Öffentliche VerkehrsmittelU1, U9, 6 Buslinien, Taxistand
Besondere EinrichtungenTitus-Thermen, Titus-Forum, Stadtteilbücherei, VHS, Arztpraxen, Gastronomie
Architektur-HighlightsGlasdachkonstruktion, Insellösung, mehrfach ausgezeichnet

Häufig gestellte Fragen zum NordWestZentrum

  • Wie lange hat das NordWestZentrum geöffnet?
    Die meisten Geschäfte im NordWestZentrum haben montags bis samstags von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet. Individuelle Öffnungszeiten einzelner Geschäfte, Dienstleister oder Gastronomiebetriebe können abweichen.
  • Seit wann gibt es das NordWestZentrum?
    Das NordWestZentrum wurde am 4. Oktober 1968 eröffnet. Es existiert somit seit über 50 Jahren.
  • Ist das NordWestZentrum überdacht?
    Ja, die Hauptpassagen des NordWestZentrums sind von einer großen Glasdachkonstruktion überdacht. Dies ermöglicht ein wetterunabhängiges Einkaufen und Bummeln.
  • Wie viele Läden hat das NordWestZentrum?
    Aktuell beherbergt das NordWestZentrum rund 170 Geschäfte, Fachkaufhäuser und Dienstleistungsbetriebe.
  • Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum NWZ?
    Das NordWestZentrum verfügt über einen eigenen U-Bahn-Anschluss (Linien U1 und U9) und einen Busbahnhof, der von mehreren Buslinien angefahren wird.
  • Wie teuer ist das Parken im NordWestZentrum?
    Das Parken im NordWestZentrum gilt als das günstigste in Frankfurt. Die Kosten betragen 50 Cent pro 30 Minuten.
  • Was bietet das NWZ neben Geschäften?
    Das NordWestZentrum bietet eine Vielzahl weiterer Einrichtungen wie die Titus-Thermen (Erlebnisbad), das Titus-Forum (Veranstaltungssaal), eine Stadtteilbücherei, das VHS-Zentrum Nord, Arztpraxen, eine große Auswahl an Gastronomie und regelmäßige Events und Ausstellungen.

Das NordWestZentrum in Frankfurt ist mehr als nur ein Ort zum Einkaufen. Es ist ein lebendiges Zentrum, das Shopping, Dienstleistungen, Freizeit und Gemeinschaft miteinander verbindet. Seine reiche Geschichte, die stetige Weiterentwicklung und die umfassende Angebotsvielfalt machen es zu einem unverzichtbaren Bestandteil Frankfurts und einem beliebten Ziel für Menschen aller Altersgruppen im gesamten Rhein-Main-Gebiet.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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