Erhaben thront die Burg Altena auf dem Berg und wacht über die gleichnamige Stadt. Jahrhundertelang stellte der Weg hinauf eine echte Herausforderung dar – sei es für Pferdekarren oder mühsam aufsteigende Besucher. Doch heute verbindet ein ganz besonderes Highlight die Altstadt bequem mit der historischen Festung: der Erlebnisaufzug Burg Altena. Dieser ist weit mehr als nur ein barrierefreier Transportweg; er ist der Beginn einer Reise, die bereits vor dem Erreichen der Burg beginnt und tief in die Sagenwelt Altenas entführt.

Der Erlebnisaufzug: Eine magische Reise durch den Berg
Bevor die Besucher die 80 Meter hohe Fahrt durch den Fels im eigentlichen Aufzug antreten, passieren sie einen faszinierenden Erlebnisstollen. Hier werden sie von der freundlichen Fledermaus Burghard und ihren virtuellen Gefährten empfangen. Diese charmanten Charaktere begleiten die Gäste auf einer zauberhaften Zeitreise durch die Mythen und Sagen, die sich um Burg Altena ranken. Interaktive Stationen und visuelle Effekte machen den Gang durch den Stollen zu einem kurzweiligen und lehrreichen Erlebnis für Groß und Klein. Es ist diese einzigartige Kombination aus modernster Technik und der lebendigen Darstellung lokaler Legenden, die den Erlebnisaufzug so besonders macht und ihn von einem einfachen Transportmittel abhebt.
Die Fahrt im eigentlichen Aufzug ist dann schnell und komfortabel. In wenigen Sekunden überwindet man den Höhenunterschied und erreicht direkt den Burghof. Dies spart nicht nur den anstrengenden Aufstieg, sondern ermöglicht auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität einen bequemen Zugang zur Burg und ihren Museen. Der Aufzug ist somit ein entscheidender Faktor für die Zugänglichkeit dieses historischen Ortes und trägt maßgeblich dazu bei, dass jeder die Möglichkeit hat, die Burg Altena zu erleben.
Fast 1000 Jahre Geschichte: Die wechselvolle Vergangenheit der Burg
Die Geschichte der Burg Altena ist lang und reichhaltig. Sie reicht fast ein Jahrtausend zurück und erzählt von Grafen, Herzögen, Soldaten und Zivilisten, die das Leben auf und um die Burg prägten. Erste Erwähnungen finden sich bereits im Jahr 1122. Ursprünglich wohl zum Schutz des wichtigen Eisenabbaus in der Region errichtet, wechselte die Burg im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer und damit auch ihre Funktion.
Von den Grafen zur Garnison und zum Gefängnis
Die Grafen von der Mark, die ihren Hauptsitz später nach Hamm verlegten, spielten eine entscheidende Rolle in der frühen Geschichte der Burg. Über Jahrhunderte erweiterten sie ihren Einflussbereich. Nach Erbfolgestreitigkeiten fiel die Burg Anfang des 17. Jahrhunderts an das Herzogtum Brandenburg. In den folgenden Jahrhunderten verlor die Burg zunehmend ihre militärische Bedeutung. Sie diente als Heim für invalide Soldaten, wurde während des Dreißigjährigen Krieges belagert und beherbergte später ein Gericht sowie ein Gefängnis. Teile der Burg wurden sogar an die Stadt verkauft und als Armen- und Waisenhaus genutzt.
Wiederaufbau und ein Meilenstein der Zivilisation
Nach Phasen des Verfalls und gescheiterten Wiederaufbauversuchen im 19. Jahrhundert gelang es Anfang des 20. Jahrhunderts, unter der Leitung des Landrats Fritz Thomee, die Burg umfassend zu restaurieren und einer neuen Bestimmung zuzuführen. In dieser Zeit wurde ein Meilenstein der globalen Geschichte gesetzt: 1912 errichtete Richard Schirrmann auf der Burg Altena die erste ständige Jugendherberge der Welt. Dieser Akt markierte den Beginn der internationalen Jugendherbergsbewegung und verleiht der Burg bis heute eine ganz besondere Bedeutung. Die Jugendherberge wurde später mehrfach erweitert und ist weiterhin ein lebendiger Teil der Burg.

Seit 1943 gehört die Burg dem Kreis Altena, heute dem Märkischen Kreis. Im Jahr 2000 wurden die Museen der Burg umfassend neu konzipiert und modernisiert, was die Attraktivität des Standortes weiter steigerte. Die Eröffnung des Erlebnisaufzug im Jahr 2014 war ein weiterer wichtiger Schritt, um die Burg noch besser zugänglich zu machen.
Was macht Burg Altena so besonders?
Abgesehen von ihrer langen Geschichte und dem Erlebnisaufzug gibt es weitere Gründe, warum Burg Altena ein herausragendes Ausflugsziel ist. Sie gilt als eine der beeindruckendsten Höhenburgen im Sauerland und beherbergt heute mehrere interessante Museen, die nach der Umgestaltung im Jahr 2000 eingerichtet wurden.
Innerhalb der Burgmauern finden Besucher das Museum der Grafschaft Mark. Dieses Museum widmet sich der Historie und dem Leben der Menschen in der Region über verschiedene Epochen hinweg – von den Adligen bis zu den einfachen Bauern. Ein besonderer Fokus liegt hier auf der Museumspädagogik, die vor allem jungen Besuchern spannende Einblicke gewährt. Sie können sich auf Schatzsuche begeben oder spielerisch den Weg vom Knappen zum Ritter nachempfinden.
Zudem beherbergt die Burg das Deutsche Wandermuseum und das Märkische Schmiedemuseum, die weitere Facetten der regionalen Geschichte und Kultur beleuchten. Das ursprünglich ebenfalls auf der Burg untergebrachte Deutsche Drahtmuseum, das die Bedeutung des Drahtes im Alltag aufzeigt, ist bereits 1994 in ein eigenes Gebäude unterhalb der Burg umgezogen und dort weiterhin zugänglich.
Eintrittspreise: Was kostet der Besuch von Burg und Aufzug?
Die Frage nach den Kosten ist für viele Besucher entscheidend. Hier gibt es eine wichtige Unterscheidung zwischen den Museen auf der Burg und der Nutzung des Erlebnisaufzugs.

Eine sehr gute Nachricht für alle Kulturinteressierten: Seit dem 25. April 2024 ist der Eintritt in die Museen auf der Burg Altena, das Deutsche Drahtmuseum und die Luisenhütte Wocklum kostenlos. Dies ermöglicht es jedermann, die reichen Sammlungen und Ausstellungen ohne Eintrittsgebühr zu erkunden. Wer die Museen unterstützen möchte, kann dies gerne über eine Spende nach dem Prinzip „Pay what you want“ tun.
Für die Nutzung des Erlebnisaufzugs zur Burg Altena muss jedoch weiterhin ein Eintritt bezahlt werden. Die genauen Preise für den Aufzug sind in den vorliegenden Informationen nicht spezifiziert, aber es ist klar, dass für diese bequeme und erlebnisreiche Fahrt eine Gebühr anfällt. Es ist ratsam, sich vorab über die aktuellen Tarife des Erlebnisaufzugs zu informieren.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Regelung bei Sonderveranstaltungen auf der Burg, wie zum Beispiel „Anno Tuck“ oder dem „Winter-Spektakulum“, nicht gilt. Bei solchen Events ist der jeweilige Veranstaltungseintritt zu entrichten, und ein alleiniger kostenloser Besuch der Museen ist währenddessen nicht möglich.
Kostenübersicht
| Bereich | Eintritt (ab 25.04.2024) | Hinweis |
|---|---|---|
| Museen Burg Altena | kostenlos | Spenden willkommen; Ausnahmen bei Sonderveranstaltungen |
| Deutsches Drahtmuseum | kostenlos | Spenden willkommen; Ausnahmen bei Sonderveranstaltungen |
| Luisenhütte Wocklum | kostenlos | Spenden willkommen; Ausnahmen bei Sonderveranstaltungen |
| Erlebnisaufzug Burg Altena | Kostenpflichtig | Genauer Preis variiert, muss bezahlt werden |
Häufig gestellte Fragen
Ist der Eintritt in die Burg Altena kostenlos?
Ja, der Eintritt in die Museen auf der Burg Altena (sowie das Deutsche Drahtmuseum und die Luisenhütte Wocklum) ist seit dem 25. April 2024 kostenlos. Für die Nutzung des Erlebnisaufzugs muss jedoch weiterhin bezahlt werden. Bei Sonderveranstaltungen gelten abweichende Regeln.
Wie viel kostet die Fahrt mit dem Erlebnisaufzug?
Für die Fahrt mit dem Erlebnisaufzug Burg Altena muss Eintritt bezahlt werden. Die genauen Tarife sind in den bereitgestellten Informationen nicht enthalten, aber es ist kein kostenloser Service.

Was ist das Besondere an der Burg Altena?
Burg Altena ist besonders wegen ihrer fast 1000-jährigen Geschichte, ihrer Rolle als Standort der ersten Jugendherberge der Welt, ihrer beeindruckenden Lage und der vielfältigen Museen. Der Erlebnisaufzug selbst ist ebenfalls ein einzigartiges Highlight.
Wem gehört Burg Altena heute?
Die Burg Altena gehört heute dem Märkischen Kreis.
Welche Museen gibt es auf der Burg Altena?
Auf der Burg Altena befinden sich nach der Neugestaltung im Jahr 2000 das Museum der Grafschaft Mark, das Deutsche Wandermuseum und das Märkische Schmiedemuseum. Das Deutsche Drahtmuseum ist in ein eigenes Gebäude unterhalb der Burg umgezogen.
Fazit
Burg Altena bietet eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Kultur und einem modernen, erlebnisreichen Zugang. Der Erlebnisaufzug macht den Besuch bequem und beginnt das Abenteuer bereits im Berg mit Mythen und Sagen. Die Burg selbst beeindruckt mit ihrer langen Geschichte, ihrer Bedeutung als Wiege der Jugendherbergsbewegung und ihren informativen Museen, deren Besuch seit April 2024 sogar kostenlos ist. Planen Sie Ihren Besuch und entdecken Sie dieses Juwel im Sauerland – ein unvergessliches Erlebnis ist garantiert, auch wenn für die bequeme Auffahrt mit dem Aufzug weiterhin ein Ticket erforderlich ist.
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