Kann man im First Date Restaurant essen gehen?

Das Geheimnis vom First Dates Restaurant

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Seit seinem Start im Jahr 2017 hat sich die Vox-Sendung „First Dates“ zu einem echten Publikumsliebling entwickelt. Woche für Woche verfolgen Tausende Zuschauer gespannt, wie sich Singles zum ersten Mal treffen, sich unterhalten und vielleicht sogar verlieben. Ein zentraler Schauplatz dieser emotionalen Begegnungen ist das stilvolle Restaurant, in dem die Dates stattfinden. Doch immer wieder taucht eine Frage unter den Fans auf: Kann man dieses Restaurant, das so gemütlich und einladend wirkt, eigentlich ganz normal besuchen und dort zu Abend essen?

Die Vorstellung, selbst einmal an einem der Tische Platz zu nehmen, an denen schon so viele erste Eindrücke gesammelt wurden, ist verlockend. Die Atmosphäre, die durch die Kameras eingefangen wird, scheint einzigartig. Doch die Realität hinter der Kulisse unterscheidet sich fundamental von einem herkömmlichen Restaurantbetrieb. Es handelt sich nicht um ein öffentlich zugängliches Lokal im klassischen Sinne, bei dem man einfach anruft und einen Tisch reserviert.

Was war früher in den Deichtorhallen?
Trotz der großen Fläche erwiesen sich die Markthallen für die schnell wachsende Stadt Hamburg bald als nicht ausreichend. Nach dem Umzug des Großmarktes wurden die Deichtorhallen von 1963 bis 1984 noch als Bluemgroßmarkt genutzt.

Das Geheimnis hinter den Kulissen: Kein öffentliches Lokal

Die einfache und klare Antwort auf die häufig gestellte Frage lautet: Nein, das „First Dates“-Restaurant ist kein Restaurant, das für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist. Man kann dort keinen Tisch für ein romantisches Abendessen oder ein Treffen mit Freunden buchen. Dies mag für viele Fans der Sendung enttäuschend sein, doch es gibt eine ganz logische Erklärung dafür.

Das gesamte Ambiente, das wir im Fernsehen sehen, ist speziell für die Bedürfnisse der Produktion geschaffen worden. Laut Auskunft der zuständigen Sendergruppe wurde das Restaurant extra für die Dreharbeiten in einer Halle in Köln-Ehrenfeld aufgebaut. Es ist im Grunde ein hochprofessionelles TV-Set, das die Illusion eines echten Restaurants perfekt nachbildet, aber eben primär als Drehort dient.

Ein Detail, das aufmerksamen Zuschauern schon lange Rätsel aufgibt und die Frage nach der Echtheit befeuerte, ist das Fehlen von Fenstern. In einem „echten“ Restaurant, besonders einem, das Romantik versprühen soll, wären Fenster mit Blick nach draußen oder zumindest auf eine schön gestaltete Umgebung üblich. Das Fehlen von Fenstern im „First Dates“-Restaurant ist jedoch aus produktionstechnischer Sicht absolut sinnvoll: Es ermöglicht eine vollständige Kontrolle über Lichtverhältnisse und Akustik, ungestört von äußeren Einflüssen oder neugierigen Blicken.

Diese kontrollierte Umgebung ist essenziell, um die intimen Gespräche der Singles ungestört aufzuzeichnen und die gewünschte visuelle Ästhetik der Sendung zu erzielen. Es ist ein Studiobau, der die Funktionalität für das Fernsehen über die Merkmale eines traditionellen Restaurants stellt.

Roland Trettls besondere Rolle als Gastgeber

Auch wenn das Restaurant kein öffentlicher Betrieb ist, wird die Rolle des Gastgebers und die Qualität des Erlebnisses sehr ernst genommen. Ein Schlüsselfigur dabei ist natürlich Roland Trettl. Der bekannte Koch und Moderator ist nicht nur das Gesicht der Sendung, sondern identifiziert sich stark mit dem Konzept und dem Ort des Geschehens. Er sieht das „First Dates“-Restaurant tatsächlich als „sein“ Restaurant.

Trettl war aktiv an der Gestaltung beteiligt. Von der Auswahl des Geschirrs und Bestecks bis hin zur Entscheidung über die Menükarte – er bringt seine Expertise als erfahrener Gastronom ein, um sicherzustellen, dass die Rahmenbedingungen für die Singles stimmen. Er kennt die Köchin oder den Koch, die vor Ort die Speisen zubereiten, und hat ein Mitspracherecht bei der Zusammenstellung der Gerichte, die den datenden Paaren serviert werden.

Diese persönliche Beteiligung geht über die reine Moderation hinaus. Trettl versteht sich als Gastgeber im wahrsten Sinne des Wortes, der seinen Gästen, den Singles, eine angenehme und unterstützende Atmosphäre bieten möchte. Er betont immer wieder, dass für ihn die Gäste und das Team im Vordergrund stehen und die eigentlichen Stars der Sendung sind. Seine Präsenz und sein Engagement tragen maßgeblich dazu bei, dass sich die Singles trotz der Kameras und des ungewöhnlichen Settings wohlfühlen und sich auf ihr Date konzentrieren können. Seine Philosophie prägt das gesamte Erlebnis im Studio-Restaurant.

Wie man doch im „First Dates“-Restaurant speisen kann

Die gute Nachricht für alle, die das „First Dates“-Restaurant einmal aus der Nähe erleben möchten, ist: Es gibt tatsächlich Wege, dort hineinzukommen, auch wenn man keinen Tisch buchen kann. Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten, in diesem besonderen Studio-Restaurant Platz zu nehmen und die dort servierten Speisen und Getränke zu genießen.

Die erste und offensichtlichste Möglichkeit ist, selbst ein Single zu sein und sich als Teilnehmer für die Sendung zu bewerben. Die Produktion ist ständig auf der Suche nach flirtwilligen Singles, die bereit sind, ihr Glück im Fernsehen zu versuchen. Wer Single ist, über 18 Jahre alt und Lust auf ein Blind Date vor laufender Kamera hat, kann sich über die offizielle Website der Sendung bewerben. Wenn die Bewerbung erfolgreich ist und man ausgewählt wird, erhält man die Chance, im „First Dates“-Restaurant an einem Tisch Platz zu nehmen und von Roland Trettl und seinem Team umsorgt zu werden. Dies ist der direkte Weg, das Kernerlebnis der Show selbst zu durchleben.

Die zweite Möglichkeit, die vielen Zuschauern vielleicht weniger bewusst ist, ist die Teilnahme als Komparse. Für die Hintergrundszene des Restaurants, um eine belebte und glaubwürdige Atmosphäre zu schaffen, werden Komparsen benötigt, die andere Gäste darstellen. Diese Komparsen sitzen an anderen Tischen, unterhalten sich (ohne Ton aufgenommen zu werden) und simulieren einen normalen Restaurantbetrieb. Sie sind ein wichtiger Teil des Gesamtbildes, das im Fernsehen gezeigt wird. Wer Interesse daran hat, einmal Teil der „First Dates“-Welt zu sein, ohne selbst ein Date zu haben, kann sich als Komparse bewerben. Dies geschieht in der Regel über spezielle Agenturen oder direkt bei der Produktionsfirma, oft werden entsprechende Aufrufe auf Casting-Plattformen veröffentlicht.

Beide Wege ermöglichen es, das Studio-Restaurant von innen zu sehen, die Atmosphäre zu spüren und die dort zubereiteten Speisen und Getränke zu konsumieren. Es ist ein Erlebnis der besonderen Art, das untrennbar mit der Fernsehproduktion verbunden ist.

Kosten und Vergütung für Teilnehmer und Komparsen

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die finanzielle Seite der Teilnahme im „First Dates“-Restaurant. Hier gibt es Unterschiede zwischen den datenden Singles und den Komparsen.

Für die Singles, die das eigentliche Date haben, ist die Situation ähnlich wie in einem echten Restaurant, zumindest was das Essen betrifft: Sie müssen für ihre konsumierten Speisen und Getränke bezahlen. Das wird auch so in der Sendung gezeigt, wenn am Ende des Dates die Rechnung präsentiert wird und entschieden werden muss, wer bezahlt oder ob geteilt wird. Allerdings erhalten die Singles für ihre Teilnahme an der Sendung eine Aufwandsentschädigung. Diese Entschädigung dient dazu, die Zeit und den Aufwand zu kompensieren, den die Teilnahme an der Produktion mit sich bringt (Anreise, Wartezeit, Drehzeit). Die genaue Höhe wird nicht öffentlich kommuniziert, aber es ist üblich, dass Teilnehmer von TV-Formaten eine Pauschale oder einen Stundenlohn erhalten.

Für die Komparsen gestaltet sich die Situation anders. Sie sind im Grunde als Statisten angestellt, um das Setting zu beleben. Daher erhalten sie für ihre Mitwirkung nicht nur eine Aufwandsentschädigung, sondern auch kostenfreie Speisen und Getränke während ihres Einsatzes. Sie müssen also nichts für das Essen und Trinken im Restaurant bezahlen. Die Aufwandsentschädigung für Komparsen wird oft pro Stunde oder als Pauschale für den Drehtag gezahlt. Jobangebote für Komparsen bei „First Dates“ im Internet deuten darauf hin, dass die Vergütung im Bereich von etwa zehn Euro pro Stunde liegt, bei einem Einsatz von meist drei bis fünf Stunden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Singles zahlen ihr Essen, bekommen aber eine Entschädigung für ihre Zeit; die Komparsen bekommen Essen und Trinken umsonst und zusätzlich eine Entschädigung für ihre Zeit.

Die Atmosphäre eines Studio-Restaurants

Das „First Dates“-Restaurant mag ein Studiobau sein, aber die Produzenten und Roland Trettl legen großen Wert darauf, eine Atmosphäre zu schaffen, die Dates begünstigt. Trotz der künstlichen Umgebung wird versucht, eine Umgebung zu schaffen, die Intimität und Wohlbefinden fördert. Die gedämpfte Beleuchtung, die gemütliche Einrichtung und die diskrete Anwesenheit von Roland Trettl und dem Servicepersonal tragen dazu bei, dass die datenden Paare die Kameras und die Crew schnell vergessen können.

Im Gegensatz zu einem echten Restaurant, in dem man von anderen Gästen und dem allgemeinen Trubel umgeben ist, ist das Studio eine kontrollierte Blase. Dies hat Vor- und Nachteile. Einerseits fehlt die spontane Energie und das lebhafte Treiben eines vollen Restaurants. Andererseits ermöglicht die Ruhe und Abgeschiedenheit, dass sich die Singles voll aufeinander konzentrieren können, ohne von äußeren Faktoren abgelenkt zu werden. Jedes Detail, vom Arrangement der Tische bis zur Hintergrundmusik, ist darauf ausgelegt, eine romantische oder zumindest angenehme Dating-Umgebung zu schaffen.

Für Komparsen bietet dies einen interessanten Einblick in die Welt der Fernsehproduktion. Sie erleben hautnah, wie ein Set funktioniert und wie durch Inszenierung und Technik die Illusion eines Ortes geschaffen wird. Sie sind Teil des lebenden Dekors, das die Bühne für die Hauptdarsteller – die datenden Singles – bildet.

Ist das Essen im TV-Restaurant wirklich gut?

Obwohl die Qualität des Essens selten im Mittelpunkt der Sendung steht, ist es ein wichtiger Bestandteil des Date-Erlebnisses. Da Roland Trettl, ein erfahrener Profikoch, maßgeblich an der Auswahl der Speisen beteiligt ist und die verantwortliche Köchin oder den Koch persönlich kennt, kann man davon ausgehen, dass auf eine solide Qualität geachtet wird. Es ist unwahrscheinlich, dass im „First Dates“-Restaurant Sterneküche serviert wird, aber es ist ebenso unwahrscheinlich, dass es sich um lieblos zubereitete Gerichte handelt.

Das Essen muss vor allem zwei Kriterien erfüllen: Es muss für das Auge ansprechend sein, da es gefilmt wird, und es muss praktikabel während eines Gesprächs konsumierbar sein. Gerichte, die viel Schneideaufwand erfordern oder sehr laut beim Essen sind, wären für ein intimes Date vor der Kamera ungeeignet. Daher kann man von einer Auswahl an gutbürgerlichen oder modern interpretierten Gerichten ausgehen, die optisch etwas hermachen und sich gut essen lassen.

Für die Singles ist das gemeinsame Essen ein wichtiger Moment, um sich besser kennenzulernen. Die Art, wie jemand isst, die Auswahl der Speisen oder Gespräche über das Essen können viel über eine Person verraten. Die Qualität des Essens trägt zum Gesamterlebnis bei und kann, wenn es gut ist, die Stimmung positiv beeinflussen. Wenn es schlecht wäre, wäre das wohl auch ein Thema, das im Date zur Sprache käme – was selten der Fall ist.

Die Erfolgsquote der Liebe im Studio

Auch wenn das Restaurant eine künstliche Umgebung ist, die Emotionen, die dort entstehen, sind echt. Die Sendung hat nach eigenen Angaben schon Tausende von Singles zusammengebracht. Eine interessante Statistik, die Roland Trettl selbst verraten hat, zeigt, dass etwa 35 Prozent der Singles, die nach ihrem ersten Date im Restaurant den Wunsch äußern, sich wiedersehen zu wollen, dies auch tatsächlich tun. Diese Quote mag auf den ersten Blick nicht riesig erscheinen, aber für Blind Dates, die unter so ungewöhnlichen Umständen stattfinden, ist sie durchaus beachtlich und spricht für das Konzept der Sendung und die Atmosphäre, die im Studio geschaffen wird.

Es zeigt, dass trotz der Kameras und des Studio-Settings echte Verbindungen entstehen können. Das „First Dates“-Restaurant ist somit mehr als nur ein Drehort; es ist ein Ort, der speziell dafür geschaffen wurde, die Möglichkeit für Romantik und neue Beziehungen zu bieten, auch wenn er nicht für jedermann zugänglich ist.

Häufig gestellte Fragen zum „First Dates“ Restaurant

Kann ich einfach so im „First Dates“ Restaurant einen Tisch reservieren?

Nein, das „First Dates“ Restaurant ist kein öffentlich zugängliches Lokal. Es handelt sich um ein Studio, das speziell für die Dreharbeiten der TV-Sendung in einer Halle in Köln-Ehrenfeld aufgebaut wurde. Eine normale Tischreservierung ist daher nicht möglich.

Wo genau befindet sich das „First Dates“ Restaurant?

Das Restaurant ist ein Teil eines Studiokomplexes in Köln-Ehrenfeld. Es ist kein eigenständiges Gebäude, das man frei besuchen kann, sondern eine Kulisse innerhalb einer Produktionshalle.

Muss ich als Gast in der Sendung für das Essen bezahlen?

Ja, als datierender Single in der Sendung bezahlen Sie für die Speisen und Getränke, die Sie konsumieren. Dies wird auch am Ende des Dates in der Sendung gezeigt. Sie erhalten jedoch eine Aufwandsentschädigung für Ihre Teilnahme.

Bekommen Komparsen Geld für ihre Teilnahme im „First Dates“ Restaurant?

Ja, Komparsen erhalten für ihre Mitwirkung eine Aufwandsentschädigung und zusätzlich kostenfreie Speisen und Getränke während ihres Einsatzes. Die Vergütung liegt Schätzungen zufolge bei etwa 10 Euro pro Stunde.

Wer ist der Gastgeber im „First Dates“ Restaurant?

Der Gastgeber und das Gesicht der Sendung ist der bekannte Koch Roland Trettl. Er ist nicht nur Moderator, sondern auch maßgeblich an der Gestaltung und dem Ablauf im Restaurant beteiligt.

Fazit: Ein einzigartiges TV-Restaurant

Das „First Dates“-Restaurant ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie für das Fernsehen eine perfekte Illusion geschaffen wird. Es ist kein Restaurant im traditionellen Sinne, sondern ein sorgfältig gestaltetes Studio, das als Bühne für menschliche Begegnungen dient. Man kann dort keinen Tisch für ein privates Abendessen buchen, aber es gibt die spannende Möglichkeit, als Single auf der Suche nach der Liebe oder als Komparse, der die Szenerie belebt, selbst Teil dieser besonderen Welt zu werden. Roland Trettls Engagement sorgt dafür, dass trotz des Studio-Charakters eine authentische und angenehme Dating-Atmosphäre herrscht. Für Fans der Sendung bleibt es ein magischer Ort, der die Hoffnung auf die große Liebe birgt, auch wenn er nur durch den Bildschirm oder eine Bewerbung zugänglich ist.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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