Welche Insider-Tipps gibt es für Düsseldorf?

Düsseldorf: Insider-Tipps jenseits der Kö

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Düsseldorf ist mehr als nur die Königsallee, der Rheinturm oder die berühmte „längste Theke der Welt“ in der Altstadt. Klar, diese Wahrzeichen haben ihren Reiz und gehören bei einem ersten Besuch dazu. Doch die wahre Seele der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt offenbart sich oft erst abseits der ausgetretenen Pfade. In diesem Artikel nehmen wir Sie mit auf eine Entdeckungsreise zu den coolen, alternativen und manchmal skurrilen Ecken Düsseldorfs, die nicht in jedem Reiseführer stehen. Bereiten Sie sich darauf vor, Insider-Tipps zu erhalten, die Ihren Trip unvergesslich machen!

Unterkünfte für jeden Geschmack

Bevor Sie die Stadt erkunden, brauchen Sie natürlich einen Ort zum Ausruhen. Düsseldorf bietet eine breite Palette an Übernachtungsmöglichkeiten, von luxuriös bis charmant und ruhig. Hier sind ein paar Tipps für besondere Unterkünfte:

Breidenbacher Hof: Luxus im Herzen der Stadt

Wer das Besondere sucht und bereit ist, dafür zu zahlen, findet im Fünf-Sterne-Hotel Breidenbacher Hof eine Top-Adresse. Gelegen zwischen Altstadt und Königsallee, ist es der perfekte Ausgangspunkt für Erkundungen und bietet gleichzeitig höchsten Komfort. Hier steigen regelmäßig Prominente ab – vielleicht treffen Sie ja den einen oder anderen Star in der Lobby.

Welche Insider-Tipps gibt es für Düsseldorf?
DIESE DÜSSELDORF TIPPS SIND BEI TOURISTEN EHER UNBEKANNT UND ZÄHLEN ZU MEINEN ABSOLUTEN LIEBLINGS-ORTEN:Der Paradies-Strand.Die Kiefernstraße.Der Stadtteil Kaiserswerth.Das Zeitfeld im Volksgarten.Der japanische Garten im Nordpark.Die Anlage am Schloss Eller.Das Kabüffke in der Altstadt.Die Jazzbar Em Pöötzke.

Haus am Zoo: Grüne Oase der Ruhe

Dieses gemütliche Hotel im Stadtteil Düsseltal beweist, dass zentral und ruhig kein Widerspruch sein muss. In einer beschaulichen Gegend gelegen, erreichen Sie die Altstadt und Sehenswürdigkeiten in etwa 10 Minuten mit der Straßenbahn. Das Highlight ist der fantastische Garten mit Pool – eine echte grüne Oase mitten in der Stadt. Buchen Sie ein Zimmer mit Gartenblick, um diese Idylle vom Balkon aus zu genießen.

Hotel Friends: Zeitreise in die 70er

Unweit des Hauptbahnhofs erwartet Sie das Hotel Friends mit einem einzigartigen Designkonzept im Stil der 70er Jahre. Schon die Lobby mit ihrer hippen Bar ist ein Erlebnis. Jedes der 40 Zimmer ist individuell gestaltet, sodass Sie zum Beispiel im Musikzimmer oder im Sherlock Holmes Zimmer übernachten können. Ein stilvoller und unkonventioneller Ort.

Hyatt Regency: Moderner Flair im Medienhafen

Direkt am Rhein im trendigen Medienhafen gelegen, bietet das Hyatt Regency eine besondere Atmosphäre. Die Lage ist ideal, um die moderne Architektur des Medienhafens mit dem Rheinturm und den beeindruckenden Gehry-Bauten zu erkunden. Das Hotel verfügt über einen Spa-Bereich und eine coole Cocktailbar, perfekt zum Entspannen nach einem Erkundungstag.

Düsseldorf aktiv erkunden

Düsseldorf ist mit rund 700.000 Einwohnern keine riesige Metropole und flächenmäßig überschaubar. Das öffentliche Verkehrsnetz mit U-Bahn, Tram und Bussen ist sehr gut ausgebaut und ermöglicht schnelles Vorankommen. Doch besonders an schönen Tagen lohnt es sich, die Stadt auf zwei Rädern zu entdecken. Es gibt viele Radwege, gerade entlang des Rheins, und die Distanzen sind gering.

Auch als Besucher können Sie problemlos ein Fahrrad mieten. Es gibt verschiedene Anbieter mit Stationen in der ganzen Stadt oder flexible E-Bike-Optionen per App. Hier ein Überblick über die Mietkosten pro Tag:

AnbieterPreis pro TagBesonderheiten
Nextbikeca. 9 €Verleihstationen im Stadtgebiet
Radstationca. 13 €Verleih am Hauptbahnhof
call a bikeca. 9 €Verleih am Hauptbahnhof
Eddy (E-Bike)ca. 12 €Per App, flexible Abholung, auch Minutenpreise (0,22 €/Min + 0,50 € Aktivierung)

Der Service Eddy ist besonders flexibel, da die grünen E-Bikes überall in der Stadt stehen und einfach per App reserviert und genutzt werden können. Die Anmeldung ist unkompliziert und erfordert lediglich die Eingabe einiger Daten sowie das Abfilmen des Führerscheins.

Versteckte Schätze entdecken: Coole Orte und Plätze

Abseits der bekannten Pfade gibt es in Düsseldorf viel zu sehen. Hier sind einige der interessantesten und weniger touristischen Orte:

VIP-Spotting in Oberkassel

Oberkassel auf der linken Rheinseite gilt als das Viertel der Besserverdienenden. Bei einem Spaziergang durch die Gassen mit ihren Jugendstil-Villen kann man tatsächlich auf bekannte Gesichter treffen. Es heißt, viele Fußballer leben hier. Ein entspannter Bummel durch diese elegante Gegend birgt also durchaus VIP-Potenzial.

Straßenkünstler an den Rheintreppen

Die Rheintreppen neben den Kasematten sind bei schönem Wetter ein beliebter Treffpunkt, um den Sonnenuntergang zu genießen. Oft versammeln sich hier Menschen mit einem Getränk vom nahegelegenen Büdchen. Besonders am Wochenende sorgen Straßenkünstler für Unterhaltung. Beobachten Sie Breakdance-Gruppen oder lassen Sie sich von einem Clown zum Lachen bringen.

Chillen am Paradies Strand

Ja, Düsseldorf hat einen eigenen Sandstrand! Westlich des Medienhafens gelegen, ist der Paradies Strand im Sommer ein beliebter Ort zum Sonnenbaden, Beachvolleyball spielen oder Schwimmen in den kleinen Buchten. Der Blick auf die Düsseldorfer Skyline von hier aus ist fantastisch. Manchmal finden hier spontane Beach-Partys statt, und Grillen ist erlaubt. Vorsicht ist geboten, da der Strand leider nicht immer sauber ist und Scherben liegen können, besonders wenn Sie mit Kindern unterwegs sind.

Eintauchen in Little Tokio

Düsseldorf beherbergt die größte japanische Gemeinde in Deutschland. Besonders entlang der Immermannstraße wird dieser Einfluss spürbar. Hier finden Sie das Deutsch-Japanische Center sowie eine Fülle von japanischen Restaurants (Sushi, BBQ), Supermärkten, Bäckern und Fachgeschäften. Es fühlt sich an wie eine kleine Reise nach Japan mitten in Düsseldorf. Einmal im Jahr feiert die Stadt zudem den großen Japan-Tag mit kulturellen Veranstaltungen und einem beeindruckenden Feuerwerk.

Trödeln am Aachener Platz

Jeden Samstag verwandelt sich der Aachener Platz in einen riesigen Trödelmarkt mit bis zu 20.000 Besuchern und 600 Händlern. Seit über 36 Jahren ist er eine Institution. Hier finden Sie wirklich alles – von Antiquitäten und Vintage-Kleidung bis zu gebrauchten Fahrrädern. Selbst wenn Sie nichts kaufen, ist das Stöbern ein Erlebnis. Im angrenzenden Café Sperrmüll gibt es zudem oft Live-Musik (Jazz, etc.).

Bunte Kunst in der Kiefernstraße

Die Kiefernstraße in Flingern-Süd ist wohl eine der einzigartigsten Straßen Düsseldorfs. Bekannt für ihre Geschichte als Zentrum der Hausbesetzerszene in den 80ern, sind die Häuser heute mit farbenfrohen Graffiti-Kunstwerken bemalt, die ganze Fassaden bedecken. Ein Spaziergang durch diese Straße ist wie der Besuch einer Open-Air-Galerie. Direkt um die Ecke liegt das zakk, ein Zentrum für alternative Kultur mit Konzerten, Partys und politischen Events, das das unkonventionelle Flair des Viertels unterstreicht.

Feierabend in Kaiserswerth

Nur etwa 15 Minuten mit dem Fahrrad von der Innenstadt entfernt liegt Kaiserswerth, ein malerischer Stadtteil, der sich anfühlt wie ein eigenes mittelalterliches Städtchen. Schlendern Sie durch die engen Gassen, bestaunen Sie die Innenhöfe von Kloster und Kirche oder entspannen Sie am Rheinufer. Das Highlight ist ein Besuch im Biergarten „Galerie Burghof“ direkt neben der Burgruine, wo Sie bei einem kühlen Bier den Panoramablick über den Fluss genießen können.

Einheimische Treffpunkte: Nordstraße & Lorettostraße

Die Nordstraße ist eine der belebtesten Einkaufsstraßen Düsseldorfs, aber kaum von Touristen besucht. Hier treffen sich die Einheimischen zum Shoppen in Fachgeschäften, zum Essen in Restaurants und Bistros oder auf ein Alt in den traditionellen Kneipen. Wer das touristische Treiben der Altstadt meiden möchte, findet hier das authentische Düsseldorfer Leben.

Ganz anders, aber ebenso lokal ist die Lorettostraße in Unterbilk. Sie hat sich zu einem Zentrum für Hipster und Influencer entwickelt. Hier reihen sich stylische Cafés und Restaurants an kleine, individuelle Läden für Mode, Interieur oder Kunst. Das sevensundays, wo es den ganzen Tag Frühstück gibt, oder die Tapas-Bar Frida sind beliebte Anlaufstellen.

Romantischer Sonnenuntergang am Medienhafen

Der Medienhafen mit seiner modernen Architektur ist zu jeder Tageszeit beeindruckend, aber besonders magisch wird es bei Sonnenuntergang. Wenn sich die markanten Gebäude und der Rheinturm im Wasser spiegeln und das letzte Licht des Tages verschwindet, bietet sich ein wunderschönes Schauspiel. Ein perfekter Ort für romantische Momente.

Schafe zählen am Rheinufer

Es mag überraschen, aber in Düsseldorf kann man mitten in der Stadt auf Schafsherden treffen. Entlang der weitläufigen Grünflächen beider Rheinseiten finden die Tiere genug zu fressen. Es ist ein skurriles und entspannendes Erlebnis, beim Picknick auf der Weide den Schafen zuzuhören – ein starker Kontrast zum Trubel der nahegelegenen Altstadt.

Eishockey-Fieber bei der DEG

Düsseldorf hat eine lange und erfolgreiche Eishockey-Tradition. Auch wenn die goldenen Zeiten der 90er Jahre vorbei sind, lohnt sich der Besuch eines Spiels der Düsseldorfer EG (DEG) im ISS-Dome. Die Atmosphäre ist elektrisierend und die Tickets sind erschwinglich. Ein echtes Düsseldorfer Erlebnis für Sportfans.

Das Selfie vor der Hornet Wand

Düsseldorf ist reich an öffentlicher Kunst. Eine besonders fotogene Installation ist „Hornet“ von Sarah Morris am Paul-Klee-Platz hinter dem K20. Die 180 m² große Wand aus farbig glasierten Fliesen sieht aus wie die Waben eines Insekts und ist ein beliebtes Motiv für Fotos, das häufig auf Social Media zu finden ist.

Zeitfeld im Volkspark

Im Volkspark erwartet Sie eine skurrile Kunstinstallation namens „Zeitfeld“ von Klaus Rinke. Eine Ansammlung antiker Bahnhofsuhren, die nebeneinander aufgestellt sind, erzeugt ein Gefühl wie in „Alice im Wunderland“. Ein interessanter und etwas versteckter Ort, der zum Nachdenken über die Zeit anregt.

Faszination Oldtimer in der Classic Remise

In einem restaurierten Ringlokschuppen befindet sich die Classic Remise, ein Paradies für Autoliebhaber. Hier werden in einem denkmalgeschützten Gebäude verschiedenste klassische Fahrzeuge ausgestellt und zum Verkauf angeboten – von Ferrari bis Porsche. Es gibt auch Gastronomie und regelmäßige Events. Auch wenn Sie kein Auto kaufen möchten, ist das Bewundern der glänzenden Karossen auf mehreren Etagen ein Erlebnis.

Kitsch und Selfies im Calidreams Museum

Wer Kitsch, Pink und Popkultur liebt, ist im Calidreams Museum richtig. Dieses interaktive Museum feiert den überzogenen kalifornischen Lebensstil und bietet zahlreiche verrückte Fotospots für Selfies. Sitzen Sie in einem US Cadillac, baden Sie in einem Becken voller gelber Enten oder tauchen Sie in ein pinkes Bälle-Bassin ein. Ein Spaß für Instagram-Fans.

Pferderennen in Grafenberg

Erleben Sie die Tradition des Pferderennsports in Grafenberg. Die Rennbahn neben dem Golfplatz verfügt sogar noch über ein denkmalgeschütztes Waagegebäude von 1913. Offizielle Rennen finden mehrmals im Jahr statt. Auch an rennfreien Tagen lohnt sich ein Spaziergang über das Gelände oder ein Besuch des Biergartens. Der nahe Aaper Wald lädt ebenfalls zu Ausflügen ein.

Grüne Oasen und Erholung

Trotz Großstadtdschungel bietet Düsseldorf viele Möglichkeiten zur Erholung im Grünen.

Wildpark Grafenberg: Tierisches Vergnügen

Der kostenlose Wildpark im Grafenberger Wald ist ein tolles Ausflugsziel für Familien. Hier können Sie über 100 Wildtiere wie Damwild und Wildschweine in ihrem Gehege beobachten und sogar mit Rohkost füttern.

Badespaß am Unterbacher See

Im Osten der Stadt liegt der Unterbacher See, ein beliebter Badeort im Sommer. Mit zwei Strandbädern (Nord- und Südstrand) und weiteren Uferstellen bietet er viele Möglichkeiten zum Schwimmen. Auch Segelkurse und Surfangebote gibt es hier. Oder genießen Sie einfach einen entspannten Spaziergang rund um den See.

Der historische Hofgarten

Der zentral gelegene Hofgarten ist Düsseldorfs grüne Lunge. Vom berühmten Gartenarchitekten Maximilian Weyhe entworfen, beherbergt er bis zu 200 Jahre alte Bäume. Lauschen Sie dem Plätschern der Düssel oder entspannen Sie auf einer Bank, die abends oft illuminiert sind.

Japanischer Garten im Nordpark

Im Nordpark finden Sie eine besondere Ruheoase: den Japanischen Garten. Dieser liebevoll gestaltete Bereich ist perfekt, um die Seele baumeln zu lassen und fernöstliche Gartenkunst zu genießen.

Südpark mit Streichelzoo

Mit 70 Hektar ist der Südpark der größte Park Düsseldorfs und bietet vielfältige Bereiche, darunter einen historischen Volksgarten und Themengärten. Ein Highlight für Familien ist der idyllische Streichelzoo mit Ziegen, Schafen, Eseln und anderen Tieren. Der Eintritt ist frei, Futter kann gekauft werden. Es gibt auch gut gepflegte Wasserspielplätze.

Schloss Benrath: Barocke Pracht und riesiger Garten

Das barocke Schloss Benrath im Süden der Stadt ist eine beeindruckende Anlage mit Schloss, Park und Kanalsystem. Der 61 Hektar große Schlossgarten lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein und bietet meditative Ruhe. Das Schloss kann besichtigt werden (Tageskarte ca. 14 €), der Park ist kostenlos zugänglich.

Das idyllische Schloss Eller

Kleiner und weniger bekannt als Benrath, aber ebenso reizvoll ist Schloss Eller. Der Park, ebenfalls von Maximilian Weyhe gestaltet, bietet eine Park-Insel und einen Innenhof mit einer riesigen Linde. Das Schloss selbst kann für Veranstaltungen gemietet werden, der Park ist öffentlich zugänglich. Direkt daneben liegt übrigens Deutschlands größter Skatepark.

Skatepark Eller: Paradies für Boarder

Mit 3.800 m² Fläche ist der Skatepark Eller der größte in Deutschland. Direkt neben Schloss Eller gelegen, bietet er Elemente für jedes Erfahrungslevel. Der Eintritt ist frei – ob Sie selbst fahren oder nur zuschauen möchten.

Botanischer Garten: Pflanzen aus aller Welt

Der Botanische Garten der Uniklinik ist kostenlos zugänglich und zeigt eine Vielzahl botanischer Pflanzen im Freiland und in Schaugewächshäusern. Besonders sehenswert ist das Kuppelgewächshaus am Eingang, das auch im Winter Pflanzen aus wärmeren Regionen beherbergt.

Shopping jenseits der Massen

Neben den bekannten Einkaufsmeilen wie der Königsallee, Flinger Straße und Shadowstraße, die unzählige Geschäfte für jedes Budget bieten, gibt es auch Läden mit ganz besonderem Flair.

Alternative Shopping-Erlebnisse: Vaseline und MicMac

Wer genug von den großen Ketten hat, sollte Vaseline und MicMac besuchen. Vaseline gleicht einem Kuriositätenkabinett, in dem Sie verrückte Unikate finden können – von Totenkopflampen bis zu skurrilen Deko-Objekten. Allein das Stöbern ist ein Erlebnis. MicMac in Wersten ist ein Atelier, das coole Fotokunst und ausgefallene Werke verkauft.

Bartpflege bei den Barber Bros

Auch für Männer gibt es besondere Adressen. Barber Bros ist einer der hippsten Barber-Läden der Stadt, bekannt für seine freundlichen Experten und fairen Preise. Samstags gibt es hier sogar freie Getränke.

Aromen im Gewürzhaus

Im Gewürzhaus in der Altstadt finden Sie eine riesige Auswahl an Gewürzen, aber auch Düsseldorfer Spezialitäten wie ABB Mostert. Ein Paradies für Hobbyköche und alle, die neue Geschmacksrichtungen suchen.

Nostalgie bei Hitsville Records

Für Musikliebhaber ist Hitsville Records in der Altstadt ein Muss. Tauchen Sie ein in die Welt des Vinyls und stöbern Sie durch Schallplatten verschiedenster Genres. Ein Hauch von Nostalgie in Zeiten des Streamings.

Feine Tropfen aus der Edel-Brennerei Schmittmann

Seit 1818 wird in Oberkassel in der Brennerei Schmittmann Korn hergestellt. Die Tradition wurde um weitere Kreationen wie Liköre und einen Dry Gin erweitert. Vor Ort können Sie die Produkte probieren und sogar Führungen buchen (ca. 90 Min., 12 € pro Person). Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art.

Antike Schätze bei Wandel Antik

Bekannt aus der TV-Show „Bares für Rares“ ist der Laden Wandel Antik von Markus Wildhagen. Auf über 1.300 m² Ausstellungsfläche im Düsseldorfer Süden finden Sie antike Möbel, Jugendstilobjekte, Industriedesign und Vintage-Möbel. Ein Eldorado für Liebhaber alter Dinge.

Nachtleben & Düsseldorfer Spezialitäten

Düsseldorf hat ein lebhaftes Nachtleben, das weit über die Altstadt hinausgeht. Entdecken Sie Bars, Clubs und traditionelle Brauereien.

Killepitsch im Et Kabüffke

Ein Muss in Düsseldorf ist der Kräuterlikör Killepitsch. Die kleine Kult-Bar Et Kabüffke in der Altstadt ist der Ort, wo man ihn stilecht probiert. Die Entstehungsgeschichte des Schnapses im Zweiten Weltkrieg ist legendär. Wenn es drinnen zu voll ist, können Sie sogar durchs Fenster bestellen.

Altbier-Kultur mit Köbes

Düsseldorf ist die Stadt des Altbiers. Allein in der Altstadt gibt es mehrere traditionelle Hausbrauereien, darunter Füchschen, Schumacher, Uerige, Schlüssel und Kürzer. Eine Altbier-Tour, bei der man alle Brauereien abklappert, ist ein beliebtes Erlebnis. Das Besondere sind die Köbes – die rheinischen Kellner. Mit ihrem trockenen Humor und der Art, unaufgefordert immer wieder ein neues Alt zu bringen, sind sie ein echtes Düsseldorfer Original. Erst wenn Sie den Deckel auf das Glas legen, wird kein weiteres Bier gebracht.

Irisches Flair in Little Dublin

Neben Altbier gibt es in der Altstadt auch eine lebendige Irish Pub-Szene, besonders auf der Hunsrückenstraße, die scherzhaft „Little Dublin“ genannt wird. Hier finden Sie Pubs wie O’Reilley’s, Fatty’s, Mojo und Sutton’s. Im McLaughlin’s auf der Kurze Straße gibt es guten Irish Coffee. Ideal, um Sportereignisse zu schauen oder einfach bei einem Guinness zu entspannen.

Cocktail-Genuss in stilvollen Bars

Düsseldorf bietet eine Fülle fantastischer Cocktailbars. In der Altstadt sind die Melody Bar (in einem der dünnsten Häuser), Beuys (kreative und klassische Drinks), Oh Baby Anna (tagsüber Bar, nachts Club) und Elephant Bar (Stil und Musik) empfehlenswert. Etwas außerhalb in Derendorf liegt die Square Bar, bekannt für ihre hochwertigen und kreativen Cocktails in gemütlicher Atmosphäre.

Das „kleine Wochenende“ in der Ratinger Straße

Der Mittwochabend wird in Düsseldorf gerne als „kleines Wochenende“ gefeiert, und die Ratinger Straße ist der perfekte Ort dafür. Im Sommer füllt sich die Straße mit Menschen, die vor den zahlreichen Bars und Kneipen ihr Alt genießen. Ein Highlight ist das Kreuzherren-Eck, einer der ältesten Schnaps-Ausschänke, wo Sie selbstgemachte Peperoni-Schnäpse probieren können.

After-Work im Sir Walter

Donnerstags ist das Sir Walter eine der angesagtesten Adressen für den After-Work-Treff. Obwohl es sich als Bar bezeichnet, legen hier DJs auf. Der Eintritt ist frei, aber oft muss man Schlange stehen. Mit einem Dresscode (keine Sneakers) und gut gekleideten Gästen spricht es ein schickeres Publikum an.

Alternativ feiern im Schickimicki

Der Name „Schickimicki“ ist hier pure Ironie. Diese kleine Bar in der Altstadt zieht eher ein alternatives Publikum an, das entspannt zu einem wilden Musikmix von Hip Hop über Rock bis Pop feiern möchte. Der Eintritt ist frei, es gibt keinen Dresscode. Da es sehr klein ist, kann es samstags schnell überfüllt sein. (Hinweis: Die Bar war 2023 geschlossen, hat aber 2024 unter neuer Leitung wieder geöffnet.)

Live-Jazz im Em Pöötzke

Das Em Pöötzke in der Altstadt ist eine Institution und Düsseldorfs älteste Jazzkneipe. Seit 1966 treten hier regelmäßig Live-Bands auf. Genießen Sie Altbier bei entspannter Jazzmusik an mehreren Abenden pro Woche. Es kann recht voll werden. (Hinweis: Die Kneipe war 2022 geschlossen und hat mittlerweile unter neuer Leitung wieder geöffnet; aktuelle Termine finden sich online.)

Elektronische Klänge in Düsseldorf

Auch wenn Düsseldorf nicht Berlin ist, gibt es eine Szene für elektronische Musik. Clubs und Veranstalter wie Salon des Amateur (vielseitig), Oh Baby Anna (auch Club), Kiesgrube (Beachbar bei Neuss), Strandpiraten (Open Air) und The Paradise now (Restaurant, Bar, Club) bieten elektronische Beats.

Kulinarische Entdeckungen

Von traditionell bis exotisch – Düsseldorf hat kulinarisch viel zu bieten.

Das Vente: Favorit in der Altstadt

Laut vielen ist das Vente das beste Restaurant in der Altstadt. Die gemütliche Einrichtung mit Kronleuchtern und alten Möbeln schafft eine besondere Atmosphäre. Die Küche bietet eine Mischung aus deutschen und mediterranen Speisen. Besonders ist die offene Küche, bei der man den Köchen zusehen kann.

Burger-Vielfalt

Der Burger-Trend ist auch in Düsseldorf angekommen. Neben bekannten Ketten gibt es viele lokale Läden. Besonders hervorzuheben sind Yede Gör („Döner super, Soße Spitze“), ein sehr kleiner, aber bekannter Laden am Dönerdreieck, und das Izmir Kebap Haus, das nicht nur Döner, sondern auch sehr authentische türkische Gerichte bietet.

Lateinamerika im Palito Latino

Das Palito Latino nimmt Sie mit auf eine kulinarische Reise durch Lateinamerika. Essen und Einrichtung entführen in verschiedene Regionen Süd- und Mittelamerikas. Dazu gibt es Cocktails und Livemusik. Fragen Sie nach dem original kubanischen Rum!

Das Dönerdreieck am Worringer Platz

Dieses Verkehrsdreieck ist liebevoll das „Dönerdreieck“ getauft, weil sich hier Dönerladen an Dönerladen reiht. Es ist der Hotspot für Fans dieser türkischen Spezialität. Yede Gör und Izmir Kebap Haus sind besonders beliebt.

Bestes Eis bei Unbehaun

Im Unbehaun Eiscafé in Bilk gibt es für viele das beste Eis der Stadt. Es wird ohne chemische Zusatzstoffe aus frischer Milch und abgekochten Zutaten hergestellt. Ein Genuss für Eisliebhaber.

Dinner auf dem Wasser: Canoo

Erleben Sie ein Candlelight-Dinner auf einem Boot im Schiffsrestaurant Canoo, das im Hafenbecken am Robert-Lehr-Ufer ankert. Auf drei Decks werden mediterran-maritime Speisen serviert, während Sie den Blick auf die Skyline und vorbeifahrende Schiffe genießen. Sonntags gibt es Brunch.

Sennhütte mit Gleisblick

Ein ungewöhnlicher Ort ist das Restaurant „Zur Sennhütte“ in einem ehemaligen Bahnhofshäuschen in der Rethelstraße. Im Biergarten können Sie Ihr Bier mit Blick auf die Schienen und vorbeifahrende Züge trinken – eine einzigartige Atmosphäre.

Aroma bei Kaffeerösterei Schvarz

Die Kaffeerösterei Schvarz in Flingern ist eine bekannte Mikro-Rösterei, die Kaffee aus fairem Handel bezieht. Die leidenschaftlichen Besitzer legen Wert auf höchste Qualität. Genießen Sie das Aroma frisch gerösteten Kaffees und probieren Sie den Espresso – gebrüht auf einer Maschine für Profis.

Französischer Wein bei La Passion de Vin

Für Weinliebhaber ist La Passion de Vin die Adresse in Düsseldorf. Der Weinhändler bietet französische Weine an. Besonders empfehlenswert sind die Weinseminare, bei denen Sie viel über französische Weinregionen lernen und 8 Weine mit französischen Käsesorten probieren können.

Authentisch Italienisch essen

Düsseldorf hat eine ausgezeichnete Auswahl an italienischen Restaurants, die von Einheimischen empfohlen werden. Dazu gehören 485 Grad (hipper, am Carlsplatz), Principale Pizzabar (oft als beste Pizza der Stadt gelobt), Ristorante L’arte in Cucina (hochwertige Kochkunst, teurer, Reservierung nötig) und Nu poc‘ e‘ Napule (beste italienische Konditorei).

Kunst, Kultur und Kurioses

Auch kulturell hat Düsseldorf abseits der großen Museen viel zu bieten.

Filmkunstkinos: Kino abseits des Mainstreams

Für Cineasten gibt es in Düsseldorf fünf Filmkunstkinos (Bambi, Cinema, Metropol, Atelier, Souterrain) sowie ein Open-Air-Kino. Hier werden Filme abseits der Hollywood-Blockbuster gezeigt. Die Black Box im Filmmuseum zeigt zudem oft Klassiker.

Urban Art in Flingern und Bilk

Entdecken Sie die Düsseldorfer Streetart-Szene, besonders in den Stadtteilen Flingern und Bilk. Ganze Hauswände sind mit komplexen Graffiti-Kunstwerken verziert. Von Schablonen bis zu großflächigen Gemälden gibt es viel zu entdecken.

Die Säulenheiligen: Skulpturen im Stadtbild

Halten Sie Ausschau nach den „Säulenheiligen“ – zehn Skulpturen von Christoph Pöggeler, die auf Litfaßsäulen im Stadtgebiet platziert sind. Sie stellen verschiedene Charaktere des Alltags dar, wie den Geschäftsmann oder die Lesende. Es macht Spaß, sie in der Stadt zu suchen.

Heinrich Heines Geburtshaus

Mitten in der lebhaften Bolkerstraße liegt das Geburtshaus des berühmten Dichters Heinrich Heine. Heute beherbergt es einen Buchladen und veranstaltet Lesungen. Ein kultureller Ankerpunkt in einer Straße, die heute eher für ihr Partygeschehen bekannt ist.

Zeitgenössische Kunst im KIT

Unter der Rheinpromenade, in einem Raum zwischen den Tunnelröhren, befindet sich das KIT (Kunst im Tunnel). Hier wird zeitgenössische Kunst (Skulptur, Malerei, Fotografie, Video) in wechselnden Ausstellungen gezeigt. Der Eintritt kostet 4 €. Zum KIT gehört auch ein Café mit Livemusik.

Schifffahrtsmuseum im Schlossturm

Im Schlossturm am Burgplatz befindet sich ein kleines, interaktives Schifffahrtsmuseum (Eintritt 3 €). Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Rheinschifffahrt. Auf der obersten Etage bietet das Café „Laterne“ Kuchen und Kaffee mit einem herrlichen Panoramablick auf die Skyline.

Kunstpalast: Vielfalt der Epochen

Der Kunstpalast ist eines der bekanntesten Kunstmuseen Düsseldorfs. Er beherbergt Werke aus verschiedenen Epochen und zeigt regelmäßig Sonderausstellungen. Ein Muss für Kunstinteressierte.

Varieté im Apollo Theater

Erleben Sie Artistik und Akrobatik im Roncalli’s Apollo Theater unter der Rheinkniebrücke. Es ist eines der größten Varietés Europas und bietet außergewöhnliche Shows. Besonders attraktiv sind die Show & Dine Tickets, bei denen Sie ein Drei-Gänge-Menü genießen können.

Die bekannten Wahrzeichen Düsseldorfs

Auch wenn sich dieser Artikel auf die Insider-Tipps konzentriert, sollten die klassischen Sehenswürdigkeiten bei einem Besuch nicht fehlen, besonders wenn es Ihr erster ist. Sie sind nicht geheim oder alternativ, aber aus gutem Grund beliebt. Dazu gehören der Rheinturm mit seinem Panoramablick, die beeindruckenden Gehry-Bauten im Medienhafen, die luxuriöse Königsallee, die lebhafte Bolker Straße, das historische Rathaus und die Kasematten am Rhein.

Düsseldorf bietet eine faszinierende Mischung aus Bekanntem und Verstecktem. Es lohnt sich, über den Tellerrand der populären Attraktionen hinauszuschauen und die vielen Facetten dieser vielseitigen Stadt zu entdecken. Und um einen regionalen Vergleich nicht zu scheuen: Düsseldorf hat definitiv das bessere Bier als Köln!

Häufig gestellte Fragen zu Düsseldorf

Was ist der Killepitsch?

Killepitsch ist ein bekannter Kräuterlikör aus Düsseldorf. Er wird seit 1858 von der Familie Busch produziert. Man trinkt ihn traditionell im kleinen Kabüffke in der Altstadt.

Was ist ein Köbes?

Ein Köbes ist der traditionelle Kellner in den Düsseldorfer Altbier-Brauereien. Sie sind bekannt für ihre direkte Art und ihren trockenen rheinischen Humor. Sie bringen unaufgefordert neue Altbier-Gläser, solange das alte Glas nicht mit einem Deckel bedeckt ist.

Gibt es in Düsseldorf einen Strand?

Ja, es gibt den Paradies Strand westlich des Medienhafens am Rhein. Es ist ein Sandstrand, der im Sommer zum Sonnenbaden und Entspannen einlädt, allerdings ist er nicht immer sauber.

Wo kann man in Düsseldorf gut japanisch essen?

Die Immermannstraße und die umliegenden Straßen bilden Düsseldorfs Little Tokio. Hier finden Sie zahlreiche authentische japanische Restaurants, Supermärkte und Geschäfte.

Ist Düsseldorf eine gute Stadt für Fahrradfahrer?

Ja, Düsseldorf ist relativ überschaubar und verfügt über viele Radwege, besonders entlang des Rheins. Es gibt verschiedene Anbieter für Mietfahrräder, darunter auch flexible E-Bike-Systeme per App.

Was sind die Säulenheiligen?

Die Säulenheiligen sind zehn Skulpturen des Künstlers Christoph Pöggeler, die auf Litfaßsäulen im gesamten Stadtgebiet Düsseldorfs installiert sind und verschiedene Alltagspersonen darstellen.

Kann man im Wildpark Grafenberg Tiere füttern?

Ja, im Wildpark Grafenberg ist das Füttern der Tiere (Damwild, Wildschweine) mit geeigneter Rohkost erlaubt. Der Eintritt in den Park ist kostenlos.

Wir hoffen, diese Insider-Tipps helfen Ihnen dabei, Düsseldorf auf eine ganz neue Art zu erleben!

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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