Hat Füssen eine schöne Altstadt? Die Antwort lautet eindeutig ja. Die Altstadt von Füssen im Allgäu ist ein wahres Kleinod und zieht Besucher mit ihrem einzigartigen Charme in den Bann. Sie begeistert mit ihren bunten, barocken Häusern, historischen Kirchen und dem imposanten Stadtschloss. Eingebettet in eine traumhafte Landschaft aus majestätischen Bergen und glitzernden Seen, bietet Füssen weit mehr als nur die Nähe zu den weltberühmten Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau. Die Stadt des Märchenkönigs Ludwig II. ist tief mit der Geschichte dieser Schlösser verbunden, doch ihre eigenen historischen Wurzeln reichen viel weiter zurück, bis in die Römerzeit. Dadurch präsentiert Füssen eine Fülle an Sehenswürdigkeiten und ist ein überaus reizvoller Ort zum Entdecken und Verweilen.

Wenn man an Füssen denkt, kommt einem wohl zuerst die enge Verbundenheit mit König Ludwig II. und seinen Märchenschlössern in den Sinn. Doch diese Stadt im Allgäu hat weit mehr zu bieten als nur die Nähe zu Neuschwanstein und Hohenschwangau. Die Altstadt von Füssen selbst ist ein echtes Idyll in Bayern. Hier finden sich verwinkelte, enge Gassen, gesäumt von bunt bemalten Häusern, sowie prachtvolle barocke Kirchen und Klöster. Das Stadtschloss, ein spektakulärer Wasserfall am Stadtrand und viele weitere Attraktionen liegen dicht beieinander und laden zu einem ausgiebigen Erkundungsspaziergang ein. Umgeben von einer Vielzahl an Seen wie dem Hopfensee, Forggensee, Weissensee oder Alatsee und den beeindruckenden Allgäuer Alpen, bietet die Region eine Bilderbuchlandschaft, die schon den Märchenkönig inspirierte, sein Traumschloss genau hier zu errichten.
Die Altstadt von Füssen ist nicht riesig, aber dennoch so reich an Sehenswürdigkeiten, dass ein einziger Tag kaum ausreicht, um wirklich alles in Ruhe zu besichtigen. Wer einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Kultur gewinnen möchte, sollte definitiv mehrere Tage einplanen. Für einen gemütlichen Stadtbummel und einen ersten Eindruck reicht jedoch auch ein halber Tag aus. Im Folgenden nehmen wir Sie mit auf eine Reise durch die schönsten Ecken und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in und um die Altstadt von Füssen.
Die reiche Geschichte der Altstadt Füssen
Füssen blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, deren Anfänge wahrscheinlich schon in der Bronzezeit liegen. Gesichert ist die Existenz der Stadt spätestens seit der Römerzeit. Diese lange Vergangenheit hat tiefe Spuren im Stadtbild hinterlassen, die man heute überall entdecken kann. Füssen verdankt seine Entstehung der Via Claudia Augusta, einer wichtigen römischen Handelsstraße, die von Norditalien nach Augsburg führte. Auf dem Füssener Schlossberg wurden Überreste eines spätrömischen Kastells aus dem 4./5. Jahrhundert gefunden, was darauf hindeutet, dass dieser strategisch wichtige Ort bereits vor dem Jahr 260 n. Chr. ein römisches Militärlager beherbergte.
Der Name der Stadt, ursprünglich Foetibus oder Foetes (lateinisch für „Füße“), entwickelte sich im Laufe der Zeit zum heutigen „Füssen“. Eine gängige Theorie besagt, dass der Name von der Lage der Siedlung am Fuß des Berges herrührt. Eine alternative Deutung leitet den Namen vom lateinischen Wort „fauces“ (Schlund/Schlucht) ab, was sich auf die nahegelegene Lechschlucht beziehen könnte. Wie so oft bei historischen Namensgebungen, bleibt heute nur Raum für Spekulationen.
Im 8. Jahrhundert wurde mit der Gründung des Benediktinerklosters St. Mang ein weiterer wichtiger Grundstein für die Entwicklung der Stadt gelegt. Das Kloster wurde nach dem Missionar Magnus benannt, der hier eine Zelle einrichtete und als Stadtheiliger von Füssen verehrt wird. Seine Präsenz ist bis heute im Stadtbild sichtbar, beispielsweise am Stadtbrunnen oder natürlich im Kloster selbst. Füssen avancierte dank seiner Lage am schiffbar werdenden Lech und als Umladestation für Waren entlang der Via Claudia Augusta zu einem bedeutenden Handelszentrum zwischen Süd- und Nordeuropa.
Die Herrschaft über Füssen wechselte in der Geschichte mehrmals zwischen den Welfen und den Staufern. Nach dem Tod des letzten Staufers, Konradin, fiel das Herzogtum Schwaben an das Reich zurück. Die Vogtei über das Augsburger Hochstift, zu dem Füssen gehörte, war fortan zwischen den Bischöfen von Augsburg und den Herzögen von Bayern umstritten. Herzog Ludwig II. von Bayern ließ das Hohe Schloss über dem Kloster errichten, um seine Ansprüche auf das Füssener Gebiet zu untermauern.
Im 13. Jahrhundert entwickelte sich am Lech eine Siedlung, die im 16. Jahrhundert zur größten Stadt im Allgäu aufstieg. Es wird angenommen, dass Füssen bereits im späten 13. Jahrhundert Stadtrechte erhielt. Von 1486 bis 1505 bauten die Augsburger Fürstbischöfe die bestehende gotische Burg zum Hohen Schloss aus, das fortan als Sommerresidenz der Kirchenfürsten diente und majestätisch über der mittelalterlichen Stadt thront. Obwohl Füssen eine Blütezeit als Handelsplatz erlebte, litt die Stadt später stark unter den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges. Im Frieden von Füssen von 1745 verzichtete Bayerns Kurfürst Maximilian III. Joseph auf österreichische Erbansprüche, wodurch Füssen endgültig Teil des Kurfürstentums Bayern wurde. Eine besondere Blütezeit erlebte die Stadt im 16. Jahrhundert, nicht zuletzt durch die häufigen Aufenthalte von Kaiser Maximilian I.
Die Wiege des Lautenbaus in Europa
Eine ganz besondere Bedeutung erlangte Füssen zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert durch die Ansiedlung zahlreicher Lautenmacher und Geigenbauer. Füssen gilt als die Wiege des gewerbsmäßig betriebenen Lautenbaus in Europa. Im Jahr 1562 wurde hier die erste Lautenmacherzunft Europas gegründet. Viele berühmte Geigenbauer, die später in Italien wirkten, hatten ihren Ursprung in Füssen. Die Spuren dieses bedeutenden Handwerks sind in der Stadt bis heute deutlich sichtbar. Dazu zählen der Lautenmacherbrunnen, eine beeindruckende Geigen- und Lautenausstellung im Stadtmuseum im Kloster St. Mang sowie fünf Handwerksbetriebe, die immer noch Geigen und Zupfinstrumente herstellen.
König Ludwig II. und die Königsschlösser
König Ludwig II., geboren am 25. August 1845 in München, verbrachte einen Großteil seiner Kindheit auf Schloss Hohenschwangau, das sich in der Nähe von Füssen befindet. Diese Zeit in der idyllischen Voralpenlandschaft prägte seine tiefe Liebe zur Natur und seine Affinität zur Kultur. Er wurde ein glühender Verehrer Richard Wagners. Mit nur 18 Jahren bestieg Ludwig II. den bayerischen Thron. Obwohl bei seinen Ministern unbeliebt, wurde er vom Volk geliebt. Er zog sich zunehmend in seine Traumschlösser zurück, darunter das weltberühmte Schloss Neuschwanstein, dessen Bau 1869 begann. Im Jahr 1886 wurde König Ludwig II. für geisteskrank erklärt und abgesetzt. Er starb kurz darauf unter mysteriösen Umständen im Starnberger See, ohne sein Traumschloss Neuschwanstein vollenden zu können. Auch wenn die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau streng genommen im Nachbarort Schwangau liegen, sind sie untrennbar mit Füssen und der Wahrnehmung dieser Region als Land des Märchenkönigs verbunden. Glücklicherweise blieb Füssen im Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschädigt, abgesehen von der Sprengung der Lechbrücke in den letzten Kriegstagen. Daher sind die schönen Gebäude der Altstadt von Füssen fast alle sehr gut erhalten geblieben und können heute in ihrer ganzen Pracht bewundert werden.
Sehenswürdigkeiten in der Altstadt Füssen
Ein Spaziergang durch die Altstadt von Füssen ist der beste Weg, um die meisten ihrer Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Da die Altstadt überschaubar ist, können die wichtigsten Höhepunkte bequem zu Fuß erreicht werden. Für einige der Attraktionen, wie das Kloster St. Mang oder das Hohe Schloss, sollte man jedoch mehr Zeit einplanen, um sie von innen zu besichtigen. In unmittelbarer Nähe zur Altstadt befinden sich zudem der sehenswerte Lechfall und die Lechschlucht. Von dort aus lässt sich auch eine Wanderung auf den Kalvarienberg unternehmen, der nicht nur einen fantastischen Blick auf die Altstadt von Füssen, sondern auch einen herrlichen Panoramablick auf die beiden Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau bietet. Die bereits erwähnten Seen in der Umgebung, wie der Hopfensee, Forggensee, Weissensee oder Alatsee, sind ebenfalls auf ihre Weise besonders und einen Ausflug wert.
Ein vorgeschlagener Stadtspaziergang durch die Altstadt Füssen
Hier ist eine empfohlene Route für einen Stadtspaziergang, um die Altstadt von Füssen und ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erleben:
Starten Sie Ihre Tour an der Touristeninformation am Kaiser Maximilianplatz. Hier erhalten Sie nützliche Informationen und einen Stadtplan. Gehen Sie über die Sebastianstraße in die Fußgängerzone von Füssen, die Reichenstraße. Nach etwa 50 Metern sehen Sie auf der rechten Seite die Krippenkirche St. Nikolaus. Von außen eher unscheinbar, beherbergt sie einen barocken Innenraum und ein bemerkenswertes Krippenaltarbild. Folgen Sie der Reichenstraße weiter bis zum Stadtbrunnen, der 1968 aufgestellt wurde und den Heiligen Magnus, den Missionar des Allgäus, darstellt.
Vom Stadtbrunnen aus erreichen Sie in wenigen Minuten das Hohe Schloss, das mit seinen weißen Mauern und hohen Türmen das Stadtbild prägt. Der Zugang zum Schloss befindet sich gegenüber der Basilika St. Mang. Im Schloss können Sie eine städtische Gemäldegalerie und eine Staatsgalerie besichtigen und die beeindruckende Architektur bewundern.
Direkt daneben befindet sich die Basilika St. Mang, die eng mit dem Heiligen Magnus und dem Kloster St. Mang verbunden ist. Die barocke Kirche ist außerhalb der Gottesdienstzeiten zugänglich und lädt zur Besichtigung ein. Im ehemaligen Kloster St. Mang ist heute das Museum der Stadt Füssen untergebracht. Hier können Sie barocke Prunkräume besichtigen und das Geigen- und Lautenmuseum besuchen, das die Geschichte des Handwerks in Füssen dokumentiert. Ein besonderes Highlight im Museum ist der Füssener Totentanz in der Annakapelle, dargestellt auf Holztafeln.
Folgen Sie der Straße Lechhalde zur Heilig-Geist-Spitalkirche, einer kleinen Rokoko-Kirche, die durch ihre farbenfrohe Fassade aus dem 15. Jahrhundert besticht. Gehen Sie weiter entlang der Spitalgasse und biegen Sie dann in die Floßergasse ein. Eine Infotafel informiert hier über die historische Bedeutung des Lech-Transports im Mittelalter.
Besuchen Sie anschließend das Franziskanerkloster und die zugehörige Kirche St. Stephan, in der noch täglich Messen stattfinden. Vom Franziskanerplatz aus bietet sich ein wunderschöner Blick über die Altstadt von Füssen.
Hinter dem Franziskanerkloster liegt der Alte Friedhof mit seiner Kirche St. Sebastian. Hier können Sie historische Grabdenkmäler aus dem 18. und 19. Jahrhundert entdecken.
Kehren Sie zum Brotmarkt zurück, wo der Lautenmacherbrunnen steht, der dem bedeutenden Handwerk des Geigen- und Lautenbaus in Füssen gewidmet ist. Schlendern Sie weiter über die Brunnengasse zur Markthalle im historischen Kornhaus am Schrannenplatz. Am Schrannenplatz finden Sie auch den Brotbrunnen, geschmückt mit Figuren, die einen Bauern, Müller und Bäcker darstellen. Vom Schrannenplatz sind Sie in wenigen Minuten wieder an Ihrem Ausgangspunkt am Kaiser Maximilianplatz angelangt.
Der beeindruckende Lechfall
Bei einem erweiterten Rundgang durch Füssen sollte der Lechfall am Ortsrand keinesfalls fehlen. Er gehört zu den meistbesuchten Wasserfällen Bayerns und ist eine beeindruckende Naturschauspiel. Der Lechfall stürzt über fünf Stufen insgesamt 7,7 Meter in die Tiefe und bietet besonders vom Maxsteg aus, der über die Schlucht führt, atemberaubende Ausblicke auf die tosenden Wassermassen und die malerische Lechschlucht.
Parken in der Nähe der Altstadt
Die Altstadt selbst ist eine Fußgängerzone und für den Autoverkehr gesperrt. Es gibt jedoch mehrere gut gelegene Parkmöglichkeiten rund um die Altstadt. Von diesen Parkplätzen aus erreichen Sie die Altstadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schnell und bequem zu Fuß, um Ihren Rundgang zu beginnen. Es empfiehlt sich, sich vorab über die genauen Standorte und Gegebenheiten zu informieren.
Füssen mit Kindern entdecken
Füssen und seine Umgebung sind auch für Familien mit Kindern ein tolles Reiseziel. Viele der Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten sind für Kinder geeignet oder bieten spezielle Angebote. Die Altstadt kann beispielsweise bei einer Stadtrallye auf spielerische Weise erkundet werden. Das Walderlebniszentrum in der Nähe bietet die Möglichkeit, die Natur spielerisch zu entdecken, und das Museum der Könige ermöglicht eine spannende Zeitreise. Auch Wanderungen entlang der Seen mit integrierten Spielplätzen sind sehr beliebt. Tolle Aussichtspunkte, geheimnisvolle Felsentore oder lustige Rätselsuchen sorgen für Abwechslung und machen den Besuch in Füssen zu einem echten Erlebnis für die ganze Familie.
Der Füssener Weihnachtsmarkt
Ein besonderes Highlight in der Vorweihnachtszeit ist der Weihnachtsmarkt in Füssen. Er findet traditionell an zwei Adventswochenenden statt und besticht durch seine einzigartige Atmosphäre. Der Markt ist im malerischen Innenhof des Kloster St. Mang gelegen. Die historische Kulisse und die stimmungsvolle Beleuchtung schaffen eine besonders gemütliche und festliche Stimmung, die Besucher aus Nah und Fern anzieht. Es gibt Stände mit Kunsthandwerk, regionalen Produkten und natürlich Glühwein und weihnachtliche Leckereien. Ein Besuch des Füssener Weihnachtsmarkts ist eine wunderbare Ergänzung zum Erkunden der Altstadt im Winter.
Fazit: Ein Juwel im Allgäu
Die Altstadt von Füssen ist zweifellos ein hervorragender Tipp für einen Ausflug oder Urlaub im Allgäu. Schon beim Schlendern durch die engen Gassen spürt man den tief verwurzelten historischen Charme der Stadt. Die beeindruckende Basilika St. Mang und das imposante Hohe Schloss sind absolute Höhepunkte, die man gesehen haben muss. Die Nähe zu den weltberühmten Königsschlössern und den wunderschönen Seen der Umgebung wie dem Forggensee oder Alatsee macht Füssen zu einem idealen Ausgangspunkt für vielfältige Unternehmungen. Die Altstadt ist kompakt und gut zu Fuß zu erkunden, was sie besonders angenehm macht. Nehmen Sie sich Zeit, um die bunten Fassaden zu bewundern, am Stadtbrunnen zu verweilen und die herrliche Aussicht von den umliegenden Hügeln zu genießen. Auch für Familien gibt es zahlreiche tolle Aktivitäten, die den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte unbedingt auch den berühmten Lechfall in der Nähe der Altstadt besuchen.
Häufig gestellte Fragen zur Altstadt Füssen
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Altstadt von Füssen:
Hat Füssen eine Altstadt?
Ja, Füssen hat eine wunderschöne und historisch bedeutsame Altstadt. Sie zeichnet sich durch ihre malerischen Gassen, bunten Häuserzeilen und zahlreichen historischen Gebäude wie das Hohe Schloss und das Kloster St. Mang aus.
Lohnt sich die Altstadt Füssen?
Ja, ein Besuch der Altstadt von Füssen lohnt sich definitiv. Trotz ihrer kompakten Größe bietet sie eine beeindruckende Fülle an Sehenswürdigkeiten, historischen Zeugnissen und eine sehr charmante Atmosphäre. Sie ist ein sehr beliebtes Ziel für Besucher, die Geschichte und Kultur erleben möchten.
Was gibt es in der Altstadt Füssen zu sehen?
Die Altstadt von Füssen bietet eine Vielzahl an Attraktionen. Zu den Höhepunkten zählen das spätgotische Hohe Schloss mit seinen Gemäldesammlungen, das ehemalige Benediktinerkloster Kloster St. Mang, das heute das Stadtmuseum beherbergt und die Stadtgeschichte sowie Kunst präsentiert (inklusive des Füssener Totentanzes). Weitere sehenswerte Orte sind die Heilig-Geist-Spitalkirche mit ihrer bunten Fassade, das Franziskanerkloster mit Kirche und dem Alten Friedhof sowie der nahegelegene Lechfall als beeindruckendes Naturschauspiel. Ein Spaziergang durch die malerischen Gassen und über die historischen Plätze rundet das Erlebnis ab.
Was sind die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt Füssen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in und nahe der Altstadt sind das Hohe Schloss, die Basilika und das Kloster St. Mang (mit Stadtmuseum, Geigen- und Lautenmuseum), die Krippenkirche St. Nikolaus, die Heilig-Geist-Spitalkirche, das Franziskanerkloster und Kirche St. Stephan, der Alte Friedhof mit Kirche St. Sebastian, der Lautenmacherbrunnen, das Kornhaus, der Stadtbrunnen, der Brotbrunnen, die Reichenstraße (Fußgängerzone), der Marktplatz und Schrannenplatz sowie der Lechfall und die Lechschlucht. Die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau liegen zwar in Schwangau, sind aber von Füssen aus leicht erreichbar und die Hauptattraktion der Region.
Welche Bedeutung hatte König Ludwig II. für Füssen und die Altstadt?
König Ludwig II. hatte eine bedeutende Verbindung zur Region Füssen. Er verbrachte seine Kindheit auf Schloss Hohenschwangau in der Nähe, was seine Liebe zur Natur und seine romantische Vision prägte. Obwohl Schloss Neuschwanstein in Schwangau liegt, ist es eng mit der Vorstellung von Füssen als romantischer Märchenregion verbunden. Die Königsschlösser sind die Hauptattraktion, die Touristen nach Füssen zieht, was einen erheblichen positiven Einfluss auf den Tourismus und die Wirtschaft der Altstadt hat. Die malerische Kulisse, die König Ludwig II. so schätzte, trägt bis heute zum idyllischen Bild der Region bei.
Was sind die historischen Hintergründe der Altstadt Füssen?
Die Geschichte der Altstadt Füssen reicht bis in die Römerzeit zurück, als sie als Stützpunkt an der Via Claudia Augusta entstand. Überreste eines römischen Kastells auf dem Schlossberg belegen dies. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen „Füße“ oder „Schlucht“ ab. Im 8. Jahrhundert wurde das Benediktinerkloster St. Mang gegründet, benannt nach dem Stadtheiligen Magnus, was die Entwicklung zur Stadt vorantrieb. Füssen wurde zu einem wichtigen Handelsplatz zwischen Nord- und Südeuropa. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich die Siedlung zur größten Stadt im Allgäu und erhielt Stadtrechte. Das Hohe Schloss wurde zur Sommerresidenz der Augsburger Fürstbischöfe ausgebaut. Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert erlangte Füssen besondere Bedeutung als Zentrum des Lautenmacher und Geigenbauer-Handwerks, der Wiege des gewerbsmäßigen Lautenbaus in Europa. Nach wechselnden Herrschaften wurde Füssen 1745 Teil Bayerns. Die Nähe zu den Königsschlössern von König Ludwig II. prägt bis heute den Tourismus der Stadt.
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