Wer ist der Inhaber von "Meine Kupferschmiede"?

Einblick in die Restaurant-Historie

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Die Welt der Gastronomie ist reich an Geschichten – von altehrwürdigen Gasthäusern, die Generationen überdauern, bis hin zu modernen Restaurantketten, die eng mit dem Namen bekannter Persönlichkeiten verbunden sind. Manchmal werfen diese Geschichten Fragen auf: Wer führt heute ein historisches Haus? Oder wann endete die Ära einer prominenten Restaurantmarke? Werfen wir einen Blick auf zwei sehr unterschiedliche Beispiele, die uns die bereitgestellten Informationen näherbringen: die "Kupferschmiede" in Hildesheim und die Restaurants der vielseitigen B. Smith.

Wer ist der Inhaber von
Der Gastronom Hans-Georg Hakemeyer übernahm die Kupferschmiede 2005. Inzwischen ist dessen Sohn Jean-Marc Hakemeyer Inhaber.

Die Geschichte der Hildesheimer Kupferschmiede

Unsere Reise beginnt in Hildesheim, einer Stadt mit einer reichen Geschichte. Im Jahr 1899 traf der Hildesheimer Magistrat eine bedeutende Entscheidung: Mit nur einer Gegenstimme wurde am 20. März der Bau einer neuen Gastwirtschaft im Steinberg beschlossen. Dieses Vorhaben nahm schnell Gestalt an. Bereits ein Jahr später, im Jahr 1900, stand das Gebäude. Entworfen wurde es von Stadtbaumeister Gustav Schwartz und seinem Baumeister Zietzling.

Besonders bemerkenswert war der architektonische Stil, der für den Bau gewählt wurde: der Elsässische Landhaus-Stil. Diese Wahl war für Norddeutschland eher ungewöhnlich und verlieh dem Gebäude von Anfang an eine besondere Note. Das Haus wurde funktional gestaltet, um den Bedürfnissen einer Gastwirtschaft gerecht zu werden. Im Erdgeschoss befand sich das Restaurant, das so konzipiert war, dass es teilbar war – praktisch für unterschiedliche Gesellschaftsgrößen oder Veranstaltungen. Im Obergeschoss gab es einen großen Saal, der mit Säulen und Fresken verziert war und zudem über einen Balkon verfügte. Diese Elemente zeugen von einem Anspruch an Ästhetik und Repräsentation.

Der ungewöhnliche Name und anfängliche Schwierigkeiten

Obwohl die Gastwirtschaft offiziell im "Steinberg" gelegen war, setzte sich dieser Name in der Bevölkerung nicht durch. Der erste Pächter, Hermann Söhlemann, war in Hildesheim zuvor als Kupferschmiedemeister bekannt gewesen. Und so geschah es, dass sich bald der Name "Kupferschmiede" für das Gasthaus einbürgerte. Dieser Name, der an Söhlemanns früheres Handwerk erinnerte, blieb haften und ist bis heute mit dem Ort verbunden.

Trotz der vielversprechenden Architektur und Lage blieben die Gäste nach einem anfänglichen Ansturm bald aus. Das Gasthaus hatte mit infrastrukturellen Problemen zu kämpfen. Die Wege zum Steinberg waren unbefestigt, was den Zugang erschwerte und bei schlechtem Wetter unattraktiv machte. Hinzu kamen eine mangelhafte Beleuchtung in der Umgebung und die Qualität des Brunnenwassers, das als minderwertig galt. Diese Mängel schreckten potenzielle Besucher ab und führten zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten für den ersten Pächter.

Wechselnde Pächter und die Nutzung im Krieg

Fünf Jahre nach der Eröffnung, angesichts der anhaltenden Probleme, übernahm die Familie Karl Bock das Gasthaus. Sie versuchten, die Attraktivität des Ortes hervorzuheben und warben gezielt mit der schönen Aussicht vom Steinberg, Logierzimmern mit Balkon und dem Versprechen bester Speisen und Getränke. Ob diese Bemühungen den erhofften langfristigen Erfolg brachten, geht aus den Informationen nicht klar hervor, aber der Betrieb wurde fortgesetzt.

Ein weiterer wichtiger Pächter in der Geschichte der "Kupferschmiede" war Fritz Ahrend. Er führte das Haus für beachtliche 12 Jahre, was auf eine Phase größerer Stabilität hindeuten könnte. Seine Zeit als Pächter endete, als das Gasthaus während des Zweiten Weltkriegs eine völlig andere Funktion erhielt: Es wurde zur Quarantänestation umfunktioniert, was den normalen Gastronomiebetrieb beendete und die einschneidenden Zeiten des Krieges widerspiegelt.

Nach dem Krieg übernahm Hugo Kuschender die Kupferschmiede. Kuschender hatte zuvor das katholische Vereinshaus "Rosenstock" am Hildesheimer Pfaffenstieg bewirtschaftet, welches im Krieg zerbombt worden war. Er suchte eine neue Existenzgrundlage, doch die Nachkriegsjahre stellten eine neue Herausforderung dar. Die meisten Bürger konnten sich Restaurantbesuche in dieser wirtschaftlich angespannten Zeit schlichtweg nicht leisten. Es wird überliefert, dass der Wirt Hugo Kuschender oft mit einigen Freunden Skat spielte, um die Zeit zu überbrücken. Manchmal brachte ein Fleischermeister aus dieser Runde ein Würstchen mit – ein kleines Zeichen der Not, aber auch der Gemeinschaft in dieser schwierigen Phase.

Wer ist heute der Inhaber?

Die bereitgestellten historischen Informationen zeichnen ein detailliertes Bild der frühen Jahre und der turbulenten Zeiten der "Kupferschmiede" bis in die Nachkriegszeit. Sie nennen verschiedene Pächter und ihre jeweiligen Herausforderungen. Die Frage, die sich jedoch aus heutiger Sicht stellt und die im ursprünglichen Text nicht beantwortet wird, ist: Wer ist der aktuelle Inhaber oder Pächter der "Kupferschmiede" im Steinberg in Hildesheim? Die vorliegenden Informationen konzentrieren sich auf die Entstehungsgeschichte und die Pächterwechsel bis nach dem Zweiten Weltkrieg, geben aber keinen Aufschluss über die heutige Situation des Gasthauses.

B. Smith und das Ende einer Restaurant-Ära

Parallel zu den historischen Gasthäusern gibt es die Welt der Gastronomie, die von bekannten Persönlichkeiten geprägt wird. Eine solche Persönlichkeit war B. Smith. Sie war nicht nur Gastronomin, sondern eine vielseitig talentierte Frau, die als Model, Fernsehmoderatorin, Autorin und Designerin tätig war.

Vom Laufsteg in die Küche

B. Smith begann ihre Karriere Mitte der 1960er Jahre im Modelgeschäft. Sie nahm an der Ebony Fashion Fair teil und unterschrieb später bei der renommierten Wilhelmina Models Agentur. Ein Meilenstein in ihrer Modelkarriere war, dass sie 1976 als erstes afroamerikanisches Model auf dem Cover des "Mademoiselle" Magazins erschien – ein bedeutender Schritt für die Repräsentation.

Ihre Interessen gingen jedoch weit über das Modeln hinaus. Sie trat in Fernsehsendungen auf, darunter zweimal bei "Mister Rogers' Neighborhood". Dort zeigte sie nicht nur ein Hochzeitskleid, sondern gab auch eine Tour durch eines ihrer Restaurants, B. Smith, und kochte Himbeerpudding mit Fred Rogers. In dieser Episode betonte sie die Wichtigkeit des Händewaschens und teilte die Freude am Kochen mit großen Schüsseln und Mixern. Sie sagte, ihr Traum sei es, Menschen zu bekochen – ein Wunsch, der bereits in ihrer Kindheit begann, als sie ihre Puppen fütterte.

Ihre eigene wöchentliche Fernsehsendung "B. Smith with Style" startete 1997 und zeigte Segmente zu Wohnkultur und Kochen. Dies unterstreicht ihre umfassenden Interessen an Stil, Design und Gastfreundschaft.

Die Restaurants von B. Smith

B. Smith besaß mehrere Restaurants, die alle ihren Namen trugen: B. Smith. Das erste eröffnete 1986 in New York City. Es befand sich zunächst in der Eighth Avenue und zog später um die Ecke zur Restaurant Row in der 46th Street – eine bekannte Adresse in der New Yorker Gastronomieszene. Später folgten weitere Standorte, darunter eines in Sag Harbor auf Long Island, einem beliebten Sommerziel.

Wann hat das Restaurant B Smith geschlossen?
Im Jahr 2014 wurde das Restaurant in Sag Harbor geschlossen, im Januar 2015 folgte der Standort in Manhattan.

Ein weiterer prominenter Standort war das Restaurant in der historischen Union Station in Washington D.C., einem beeindruckenden Beaux-Arts-Gebäude. Diese Wahl des Standorts zeigte B. Smiths Gespür für stilvolle und bedeutende Orte.

Das Ende der Restaurantkette

Die Ära der B. Smith Restaurants fand jedoch im Laufe der Zeit ihr Ende. Die bereitgestellten Informationen geben genaue Daten für die Schließungen an:

  • Im September 2013 wurde berichtet, dass das Restaurant in Washington D.C. schließen würde.
  • Im Jahr 2014 wurde der Standort in Sag Harbor geschlossen.
  • Das letzte Restaurant, der Standort in Manhattan, schloss im Januar 2015.

Somit hat das Restaurant B. Smith, in seiner Gesamtheit als Kette, mit der Schließung des letzten Standorts in New York City im Januar 2015 aufgehört zu existieren. Die Frage "Wann hat das Restaurant B Smith geschlossen?" lässt sich also präzise mit der Schließung des letzten Betriebs im Januar 2015 beantworten.

Weitere Unternehmungen von B. Smith

B. Smiths Einfluss beschränkte sich nicht nur auf die Gastronomie. Ihr Interesse an Dekor und Restaurantdesign führte zur Entwicklung ihrer ersten Home-Kollektion, die 2001 bei Bed, Bath & Beyond debütierte. 2004 brachte sie eine eigene Geschirrlinie auf den Markt und 2010 sogar eine Möbelkollektion mit Clayton Marcus.

Sie war auch eine erfolgreiche Autorin und veröffentlichte drei Bücher über Rezepte und Präsentation. Später, im Jahr 2016, veröffentlichten B. Smith und ihr Ehemann Dan Gasby das Buch "Before I Forget", in dem sie ihren Weg nach ihrer Diagnose mit früh einsetzender Alzheimer-Krankheit dokumentierten. Dies zeigte eine weitere Facette ihres Lebens und ihres Einflusses.

Vergleich: Zwei Restaurant-Geschichten

Obwohl die "Kupferschmiede" in Hildesheim und die Restaurants von B. Smith sehr unterschiedliche Geschichten haben, zeigen sie beide, wie dynamisch und wandelbar die Welt der Gastronomie sein kann. Die eine blickt auf eine über hundertjährige Geschichte als lokales Gasthaus zurück, geprägt von Architektur, Lage und wechselnden Pächtern in verschiedenen Epochen. Die andere ist eng mit dem Leben und der Karriere einer prominenten Persönlichkeit verbunden, expandierte in mehrere Metropolen und stellte schließlich ihren Betrieb ein.

MerkmalKupferschmiede (Hildesheim)B. Smith Restaurants
ArtHistorisches Gasthaus / RestaurantKette von Restaurants einer Persönlichkeit
Standort(e)Hildesheim, DeutschlandNew York City, Sag Harbor, Washington D.C. (USA)
BeginnBau 1900, Eröffnung kurz danachErstes Restaurant 1986
Aktueller StatusGeschichte bis Nachkriegszeit bekannt, aktueller Inhaber aus Text nicht ersichtlichAlle Standorte geschlossen
Bekanntheit primär durchHistorische Bedeutung, Architektur, lokale GeschichteDie Gründerin B. Smith (Modell, TV, Autorin)

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wann wurde die "Kupferschmiede" in Hildesheim gebaut?

Die Gastwirtschaft im Steinberg, die später "Kupferschmiede" genannt wurde, entstand nach einem Beschluss vom März 1899 und wurde bereits ein Jahr später, also im Jahr 1900, fertiggestellt.

Warum heißt die "Kupferschmiede" so?

Der Name bürgerte sich ein, weil der erste Pächter, Hermann Söhlemann, zuvor in Hildesheim als Kupferschmiedemeister bekannt war. Obwohl der offizielle Name ursprünglich "Steinberg" war, setzte sich der Name "Kupferschmiede" schnell durch.

Wer waren die Pächter der "Kupferschmiede" in der Vergangenheit?

Die bekannten Pächter, die im bereitgestellten Text erwähnt werden, waren Hermann Söhlemann, gefolgt von Familie Karl Bock, Fritz Ahrend (für 12 Jahre) und nach dem Zweiten Weltkrieg Hugo Kuschender.

Wer ist aktuell der Inhaber der "Kupferschmiede"?

Die bereitgestellten Informationen beschreiben detailliert die Geschichte der "Kupferschmiede" und ihre Pächter bis in die Nachkriegszeit. Sie enthalten jedoch keine Angaben darüber, wer derzeit der Inhaber oder Pächter des Gasthauses ist.

Wann hat das letzte Restaurant von B. Smithgeschlossen?

Das letzte Restaurant von B. Smith, der Standort in Manhattan, schloss im Januar 2015. Zuvor waren bereits die Standorte in Washington D.C. (September 2013) und Sag Harbor (2014) geschlossen worden.

War B. Smith nur eine Gastronomin?

Nein, B. Smith war eine vielseitige Persönlichkeit. Sie begann ihre Karriere als erfolgreiches Modell, war die erste Afroamerikanerin auf dem Cover des Mademoiselle Magazins, hatte eine eigene Fernsehsendung ("B. Smith with Style"), entwarf Home-Kollektionen und veröffentlichte mehrere Bücher über Kochen und Unterhaltung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Geschichte von Restaurants oft mehr ist als nur die Zubereitung und das Servieren von Speisen. Sie ist verwoben mit Architektur, lokalen Gegebenheiten, wirtschaftlichen Entwicklungen, den Biografien der Menschen, die sie führen, und manchmal auch mit dem Ruhm von Persönlichkeiten. Während die Frage nach dem aktuellen Inhaber der historischen "Kupferschmiede" in Hildesheim anhand der vorliegenden Informationen offenbleibt, wissen wir nun präzise, dass die Ära der B. SmithRestaurants mit der Schließung des letzten Standorts im Januar 2015 endete.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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