Welche Arten von Restaurants gibt es?

Restaurantplanung: Plätze pro m² verstehen

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Die Planung eines Restaurants ist eine komplexe Aufgabe, bei der zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden müssen, um sowohl den Komfort der Gäste als auch die betriebliche Effizienz und Rentabilität zu gewährleisten. Eine der zentralen Fragen, die sich jeder Gastronom stellt, ist: Wie viele Sitzplätze kann ich pro Quadratmeter Fläche realisieren? Diese Frage ist entscheidend für das Geschäftskonzept, die erwarteten Einnahmen und das Ambiente des Lokals. Es gibt keine pauschale Antwort, da die ideale Sitzplatzdichte stark vom Restauranttyp, dem Konzept und nicht zuletzt von gesetzlichen Vorschriften abhängt. Dennoch gibt es bewährte Richtlinien und Faustregeln, die eine fundierte Planung ermöglichen.

Wie viele Sitzplätze pro Quadratmeter Restaurant?
Sitzplatzkapazität und Komfort Um den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bieten, sollte pro Gast etwa 1,2 m² Sitzplatzfläche eingeplant werden. In einem 100 m² großen Restaurant könnte man also etwa 60–80 Sitzplätze unterbringen, abhängig von der Tischanordnung und der Raumaufteilung.

Die Größe eines Restaurants in Deutschland liegt typischerweise zwischen 75 und 125 Quadratmetern, wobei dies nur ein grober Durchschnitt ist. Kleine Cafés oder Bistros können deutlich kleiner sein, während große Restaurants oder Eventlocations weit über 200 Quadratmeter verfügen. Die Gesamtfläche muss dabei nicht nur den Gastraum umfassen, sondern auch essenzielle Bereiche wie Küche, Lager, Sanitäranlagen und Personalräume. Die effiziente Aufteilung dieser Flächen ist ebenso wichtig wie die Maximierung der Sitzplätze im Gastbereich.

Typische Restaurantgrößen und ihre Bestimmung

Die benötigte Fläche eines Restaurants ist eng mit seinem Konzept und seiner Zielgruppe verknüpft. Ein Fast-Food-Restaurant, das auf schnellen Durchlauf ausgelegt ist, benötigt weniger Platz pro Gast im Sitzbereich als ein gehobenes Restaurant, bei dem die Gäste länger verweilen und ein großzügiges Ambiente erwarten. Hier sind einige typische Beispiele für Flächenbedarfe, die jedoch stark variieren können:

  • Fast-Food-Restaurants: Oft 50–80 m². Der Fokus liegt auf schnellem Service und Mitnahme. Die Sitzbereiche sind oft kompakter.
  • Gehobene Restaurants: 100–150 m² oder mehr. Hier wird Wert auf ein entspanntes, großzügiges Raumgefühl, größere Tische und mehr Privatsphäre zwischen den Tischen gelegt.
  • Cafés und Bistros: 40–70 m², oft ergänzt durch Außenbereiche. Gemütlichkeit und eine angenehme Atmosphäre stehen im Vordergrund.

Neben dem Konzept spielen auch der Standort und die Menüvielfalt eine große Rolle. In teuren Innenstadtlagen ist die Fläche oft begrenzt und teuer, was zu kompakteren Designs führt. Auf dem Land ist mehr Fläche verfügbar. Die Komplexität des Menüs beeinflusst direkt die Größe der Küche. Ein umfangreiches Menü mit vielen frischen Zutaten und unterschiedlichen Zubereitungsarten benötigt mehr Platz für Lagerung, Vorbereitung und Kochstationen als ein einfaches Speisenangebot.

Der entscheidende Faktor: Platzbedarf pro Gast

Die wichtigste Kennzahl bei der Planung des Gastraums ist der benötigte Platz pro Sitzplatz. Als Faustregel gilt, dass pro Gast etwa 1,2 m² Sitzplatzfläche eingeplant werden sollten. Diese Zahl beinhaltet nicht nur die reine Sitzfläche und den Tischplatz, sondern auch den notwendigen Bewegungsraum für Gäste und Servicepersonal sowie den Abstand zwischen den Tischen. Dieser Wert ist eine wichtige Grundlage, um Komfort und einen reibungslosen Service zu ermöglichen. Unterschreitet man diesen Wert deutlich, kann es schnell eng und ungemütlich werden, was die Verweildauer und die Zufriedenheit der Gäste negativ beeinflusst. Überschreitet man ihn großzügig, reduziert dies zwar die mögliche Sitzplatzkapazität, kann aber in gehobenen Konzepten ein luxuriöseres Gefühl vermitteln.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die 1,2 m² sich auf die reine Sitzplatzfläche beziehen, also den Teil des Restaurants, in dem Tische und Stühle stehen. Die Gesamtfläche des Restaurants ist immer größer, da weitere Bereiche hinzukommen.

Sitzplatzkapazität berechnen: Ein Rechenbeispiel

Nehmen wir an, Sie planen ein Restaurant mit einer Gesamtfläche von 100 m². Wie viele Sitzplätze könnten hier untergebracht werden? Zuerst müssen wir die Flächen für die nicht-öffentlichen oder nicht-Sitzbereiche abziehen. Eine grobe Schätzung basierend auf der Faustregel, dass etwa ein Drittel der Gesamtfläche für Küche und Service reserviert sein sollte, wäre 33 m² für diese Bereiche. Hinzu kommen Flächen für Eingangsbereich, Lager und Sanitäranlagen.

Beispielhafte Flächenaufteilung für 100 m² Gesamtfläche:

  • Küche & Service: ca. 35 m² (entspricht etwas mehr als 1/3, realistischer)
  • Eingangsbereich/Empfang: ca. 8 m²
  • Lager/Vorratsräume: ca. 7 m²
  • Sanitäre Anlagen: ca. 10 m²
  • Verbleibende Fläche für Gastraum (Sitzbereich): 100 m² - 35 m² - 8 m² - 7 m² - 10 m² = 40 m²

Mit der Faustregel von 1,2 m² pro Sitzplatz könnten auf den verbleibenden 40 m² Gastraumfläche theoretisch:

40 m² / 1,2 m²/Sitzplatz ≈ 33 Sitzplätze

untergebracht werden. Dieses Ergebnis weicht von der im Ausgangstext genannten Spanne (60-80 Sitze für 100 m²) ab, was die Komplexität und die Abhängigkeit von der genauen Raumaufteilung und der Interpretation der 1,2 m²-Regel (gilt sie für den *gesamten* 100 m² Raum oder nur den Sitzbereich?) zeigt. Realistisch ist, dass die 1,2 m² für den *effektiven Sitzbereich* gelten und die Gesamtkapazität eines 100 m² Restaurants je nach Layout und Konzept stark variieren kann. Ein sehr effizientes Layout, das weniger Platz für Gänge benötigt und vielleicht auch den Küchenbereich kompakter gestaltet, könnte mehr Sitze ermöglichen. Die im Ausgangstext genannte Spanne von 60-80 Sitzen für 100 m² erscheint eher auf eine sehr dichte Bestuhlung oder eine andere Berechnungsgrundlage hinzudeuten, ist aber als oberes Ende für bestimmte Konzepte denkbar.

Wie heißt der Außenbereich des Restaurants?
„Patio“ („patty owe“; obere RP „pey·shio“), „courtyard“ und „verandah“ sind die drei häufigsten Wörter für den Außenbereich eines Restaurants (im Freien oder überdacht) – Französisch: le patio („pas·sio“), la cour und la véranda. „Terrace“ (la terrasse) bedeutet sowieso Innenhof, aber manche Restaurants bevorzugen dieses Wort.

Die Tischanordnung spielt ebenfalls eine riesige Rolle. Kleine Tische für 2 Personen benötigen pro Gast weniger Fläche als große Tafeln, da die gemeinsame Tischfläche effizienter genutzt wird. Eine Mischung aus Tischen unterschiedlicher Größe und eventuell auch Sitzbänken kann die Kapazität optimieren und gleichzeitig Flexibilität bieten.

Mehr als nur Sitzplätze: Die optimale Raumaufteilung

Wie das Beispiel gezeigt hat, ist der Gastraum nur ein Teil der Gesamtfläche. Die sorgfältige Planung aller Bereiche ist für einen reibungslosen Ablauf unerlässlich:

  • Küche und Servicebereich: Dies ist das Herzstück des Betriebs. Die Größe hängt stark vom Menüumfang und der benötigten Ausrüstung ab. Eine Fläche von einem Drittel der Gesamtgröße ist eine gängige Schätzung, kann aber je nach Komplexität und Art des Restaurants variieren. Eine effiziente Anordnung der Arbeitsbereiche ist hier entscheidend.
  • Eingangsbereich/Empfang: Dies ist der erste Eindruck für den Gast. Ein ausreichender Platz für Wartende und ein Empfangsbereich sind wichtig, besonders wenn Reservierungen angenommen werden.
  • Lager- und Vorratsräume: Abhängig vom Menü und den Lieferintervallen wird Platz für trockene Vorräte, Kühlung und Tiefkühlung benötigt.
  • Sanitäre Anlagen: Die Anzahl und Größe der Toilettenräume sind oft gesetzlich vorgeschrieben (z.B. eine Toilette pro 20 Gäste) und benötigen entsprechende Fläche, inklusive Vorräume.
  • Personalräume: Umkleiden, ein Pausenraum und Personaltoiletten sind wichtig für das Wohlbefinden des Teams und oft ebenfalls vorgeschrieben.

Eine durchdachte Raumaufteilung sorgt nicht nur für eine optimale Sitzplatznutzung, sondern auch für kurze Wege für das Personal, eine klare Trennung von Gästebereich und Arbeitsbereichen sowie die Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsvorschriften.

Wirtschaftliche Überlegungen und gesetzliche Rahmenbedingungen

Die Größe des Restaurants hat direkte Auswirkungen auf die Betriebskosten. Größere Flächen bedeuten in der Regel höhere Miet- oder Pachtkosten, höhere Nebenkosten für Heizung, Strom und Wasser sowie oft auch höheren Personalbedarf, um den größeren Bereich abzudecken und den Service aufrechtzuerhalten. Die Rentabilität hängt also stark davon ab, ob die höhere Kapazität durch die Einnahmen pro Sitzplatz und die Auslastung gedeckt werden kann.

Ein 100 m² großes Restaurant könnte beispielsweise folgende monatliche Kosten haben (stark vereinfacht):

KostenpunktGeschätzte Monatliche Kosten (€)
Miete (100 m² à 20 €/m²)2.000
Personal6.000
Nebenkosten800
Lebensmittel & Getränke3.000
Gesamtkosten11.800

Diese Kosten müssen durch die Einnahmen gedeckt werden. Mehr Sitzplätze können potenziell mehr Einnahmen bedeuten, aber nur, wenn sie auch besetzt sind.

Darüber hinaus müssen bei der Planung unbedingt die gesetzlichen Vorschriften beachtet werden. Dazu gehören Bauordnungen, Brandschutzbestimmungen und Hygienevorschriften. Diese können Mindestgrößen für bestimmte Bereiche (z.B. Küchengröße in Abhängigkeit von der Sitzplatzkapazität, Mindestanzahl und Größe von Toiletten), Anforderungen an Fluchtwege und Notausgänge sowie Vorschriften zur Belüftung und Abluft beinhalten. Die maximale Sitzplatzkapazität eines Raumes wird oft auch durch Brandschutzbestimmungen limitiert, unabhängig davon, wie dicht man Tische stellen könnte. Es ist unerlässlich, sich frühzeitig bei den zuständigen Behörden (Bauamt, Gesundheitsamt, Feuerwehr) über die lokalen Vorschriften zu informieren, um kostspielige Umbauten oder Probleme bei der Betriebsgenehmigung zu vermeiden.

Zukunftsperspektiven und Flexibilität

Bei der Planung sollte auch an die Zukunft gedacht werden. Konzepte können sich ändern, oder das Geschäft wächst. Ein flexibles Design, das beispielsweise die Möglichkeit bietet, Räume abzutrennen oder zusammenzulegen, oder die Nutzung eines Außenbereichs erlaubt, kann sich langfristig auszahlen. Mobile Tische, stapelbare Stühle oder verschiebbare Elemente im Raum können helfen, die Kapazität schnell an unterschiedliche Bedürfnisse (z.B. Veranstaltungen) anzupassen.

Die Flexibilität in der Raumgestaltung ist ein wichtiger Faktor für die langfristige Rentabilität und Anpassungsfähigkeit eines Restaurants an veränderte Marktbedingungen oder saisonale Schwankungen.

Wie heißt der Außenbereich des Restaurants?
„Patio“ („patty owe“; obere RP „pey·shio“), „courtyard“ und „verandah“ sind die drei häufigsten Wörter für den Außenbereich eines Restaurants (im Freien oder überdacht) – Französisch: le patio („pas·sio“), la cour und la véranda. „Terrace“ (la terrasse) bedeutet sowieso Innenhof, aber manche Restaurants bevorzugen dieses Wort.

Häufig gestellte Fragen zur Restaurantplanung

Wie nennt man den Außenbereich eines Restaurants?

Der Außenbereich eines Restaurants hat verschiedene Bezeichnungen, je nach Art und Gestaltung. Gängige Begriffe sind Terrasse, Gartenwirtschaft, Biergarten oder einfach Außenbereich. Die Nutzung und Gestaltung des Außenbereichs kann die Gesamtkapazität eines Restaurants erheblich erweitern, unterliegt aber oft zusätzlichen Vorschriften (z.B. Lärmschutz, Öffnungszeiten, Sondernutzungsgebühren für öffentliche Flächen).

Welche Arten von Restaurants gibt es?

Es gibt eine große Vielfalt an Restauranttypen, die sich in Konzept, Servicelevel, Preisklasse und Küche unterscheiden. Einige Beispiele sind: Fast-Food-Restaurants, Cafés, Bistros, Casual-Dining-Restaurants, Fine-Dining-Restaurants, Themenrestaurants (z.B. Ethno-Restaurants wie Italiener, Mexikaner, Inder), Systemgastronomie, Pop-up-Restaurants oder auch Food Trucks. Jeder Typ hat spezifische Anforderungen an Fläche und Ausstattung.

Gibt es eine gesetzliche Mindestgröße für Restaurants?

Es gibt in Deutschland keine bundesweit einheitliche gesetzliche Mindestgröße für Restaurants als Gesamtfläche. Die Vorschriften beziehen sich meist auf Mindestgrößen einzelner Bereiche wie Küchen, Sanitäranlagen oder Personalräume in Abhängigkeit von der geplanten Gästezahl und den Hygieneanforderungen. Auch die notwendigen Fluchtwege und Notausgänge bestimmen indirekt die Mindestgröße und das Layout des Gastraums in Bezug auf die maximal zulässige Personenzahl (Kapazität).

Wie viel Platz braucht die Küche in einem Restaurant?

Als Faustregel wird oft genannt, dass die Küche etwa ein Drittel der Gesamtfläche des Restaurants ausmachen sollte. Dieser Wert ist jedoch nur eine grobe Schätzung und hängt stark von der Komplexität des Menüs, der Art der Zubereitung (z.B. ob viel vor Ort frisch gekocht wird oder Convenience-Produkte verwendet werden) und der benötigten Ausrüstung ab. Küchen für Fine Dining oder sehr umfangreiche Menüs benötigen oft mehr Platz als Küchen für Bistros oder Cafés.

Ist der Platzbedarf von 1,2 m² pro Gast gesetzlich vorgeschrieben?

Die Zahl von 1,2 m² pro Gast im Sitzbereich ist in der Regel eine Planungsrichtlinie für Komfort und Effizienz, keine strikte gesetzliche Vorschrift im Bau- oder Gaststättenrecht. Gesetzliche Vorschriften, insbesondere im Bereich Brandschutz und Rettungswege, limitieren jedoch die maximale Personenanzahl pro Quadratmeter oder pro Raumabschnitt. Diese Vorschriften müssen immer eingehalten werden und können dazu führen, dass die theoretisch mögliche Sitzplatzanzahl basierend auf der 1,2 m²-Regel reduziert werden muss, um die behördlichen Anforderungen zu erfüllen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Frage nach der Anzahl der Sitzplätze pro Quadratmeter eine sorgfältige Analyse des Konzepts, der Zielgruppe und der lokalen Gegebenheiten erfordert. Die Faustregel von 1,2 m² pro Gast im Sitzbereich ist ein nützlicher Ausgangspunkt, aber nur ein Teil der komplexen Gleichung, die eine effiziente Raumaufteilung, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte sowie zukünftiger Flexibilität umfasst. Eine detaillierte Planung unter Einbeziehung aller relevanten Faktoren ist entscheidend für den Erfolg.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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