Speisekarte erstellen: Der ultimative Gastro-Guide

Rating: 4.7 (1208 votes)

Die Speisekarte ist weit mehr als nur eine Auflistung der angebotenen Speisen und Getränke. Sie ist die direkte Kommunikation mit Ihren Gästen, die Visitenkarte Ihres Gastronomiebetriebs und ein überaus mächtiges Marketinginstrument. Eine gut durchdachte und ansprechend gestaltete Speisekarte kann entscheidend dazu beitragen, neue Gäste zu gewinnen, bestehende Kunden zu binden und letztlich den Umsatz zu steigern. Deshalb sollten Gastronomen der Erstellung ihrer Menükarte größte Aufmerksamkeit widmen. Dieser Prozess erfordert sorgfältige Planung, Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und ein Verständnis dafür, wie Design und Struktur das Bestellverhalten beeinflussen können. In diesem Artikel skizzieren wir Schritt für Schritt, wie Sie Ihre ideale Karte für Speisen und Getränke erstellen können, die nicht nur informiert, sondern auch verkauft.

Was muss man in Boston essen?
Das wohl berühmteste Gericht der Region ist das sogenannte Clam Chowder, eine sämige Muschelsuppe. Auch Fish und Chips sowie gebakene Bonen, Hummer als auch gedünstete und frittierte Muscheln sind sehr beliebte und oft verzehrte Speisen.

Warum die Speisekarte so entscheidend ist

In der Gastronomie ist der erste Eindruck oft der entscheidende. Bevor der Gast Ihr Essen probiert oder den Service erlebt, hält er Ihre Speisekarte in Händen. Sie vermittelt einen ersten Eindruck von der Qualität, dem Stil und dem Konzept Ihres Restaurants. Eine lieblose, unübersichtliche oder gar fehlerhafte Karte kann potenzielle Gäste abschrecken und Zweifel an der Professionalität wecken. Umgekehrt signalisiert eine hochwertige, übersichtlich gestaltete und inhaltlich überzeugende Speisekarte Sorgfalt und Liebe zum Detail – Qualitäten, die Gäste auch bei den Speisen erwarten. Sie dient als stiller Verkäufer am Tisch und leitet den Gast durch Ihr Angebot.

Vielfalt der Speisekarten-Arten

Beim Betreten vieler Restaurants sehen Gäste oft Speisekarten aus Kunstleder in klassischen Farben wie Schwarz, Braun oder Weinrot. Doch die Vielfalt der Speisekarten geht über das Material hinaus. Grundsätzlich lassen sich verschiedene Arten unterscheiden, die je nach Konzept und Angebot des Restaurants zum Einsatz kommen können:

  • Die Menükarte (Hauptkarte): Sie bildet das Fundament und enthält das gesamte feste Angebot an Speisen, oft unterteilt in klassische Kategorien wie Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts. Im hinteren Teil findet sich meist auch die Getränkekarte. Eine Einleitung, die das Konzept der Gastronomie vorstellt, ist besonders in der gehobenen Gastronomie üblich, kann aber zur Differenzierung in jeder Preisklasse eingesetzt werden.
  • Die Tages-/Wochenkarte: Diese Karten präsentieren wechselnde Gerichte, die nur für einen begrenzten Zeitraum verfügbar sind. Sie ermöglichen es Gastronomen, saisonale Produkte oder kreative Tagesgerichte anzubieten und so Abwechslung ins Angebot zu bringen.
  • Die Saisonkarte: Ähnlich wie die Tageskarte, konzentriert sich die Saisonkarte auf Gerichte, die saisonal verfügbar sind, wie zum Beispiel Spargel im Frühling oder Wild im Herbst.
  • Zusätzliche Karten: Viele Betriebe nutzen spezialisierte Karten, um bestimmte Angebote hervorzuheben, wie eine gesonderte Weinkarte, eine Cocktailkarte oder eine Dessertkarte.

Die Entscheidung, welche und wie viele Karten Sie anbieten, hängt stark von Ihrem Konzept, der Art Ihrer Küche und dem Umfang Ihres Angebots ab. Eine Pizzeria mit gleichbleibendem Angebot benötigt vielleicht nur eine Hauptkarte, während ein Restaurant mit regionaler deutscher Küche stark von Tages- oder Wochenkarten profitiert.

Der 4-Schritte-Plan zur Erstellung einer profitablen Speisekarte

Eine Speisekarte zu erstellen, die nicht nur schön aussieht, sondern auch den Umsatz maximiert, ist eine Kunst für sich. Es gibt zahlreiche Fallstricke, die vermieden werden sollten. Um Ihre Gastronomie mit einer idealen Speisekarte auszustatten, sollten Sie die Erstellung in vier zentrale Schritte unterteilen:

Schritt 1: Der Aufbau – Inhalt und Struktur sind das Fundament

Der erste und vielleicht wichtigste Schritt ist die Festlegung des Aufbaus und der Inhalte Ihrer Menükarte. Überlegen Sie genau, welche Speisen Sie anbieten möchten. Eine zu große Auswahl kann Gäste überfordern und lässt Zweifel an der Frische der Ware aufkommen. Zudem bedeutet mehr Gerichte in der Regel auch mehr Aufwand bei Einkauf und Zubereitung, was potenziell zu Kompromissen bei der Qualität führen könnte – etwas, das Sie als Gastronom unbedingt vermeiden sollten. Karten mit einer überschaubaren Anzahl von Hauptspeisen (fünf bis sechs) signalisieren oft frische Zubereitung und ein fokussiertes, hochwertiges Angebot.

Nachdem Sie die Auswahl getroffen haben, geht es um die Anordnung. Die klassische Unterteilung in Vorspeisen, Hauptspeisen, Nachspeisen / Desserts und Getränke hat sich bewährt und bietet dem Gast Orientierung. Innerhalb dieser Kategorien können Sie die Wahrnehmung des Gastes gezielt steuern. Platzieren Sie beispielsweise besondere Empfehlungen des Küchenchefs oder besonders profitable Gerichte in einem auffälligen Kasten oder heben Sie sie farblich hervor. So machen Sie diese Gerichte schmackhaft und lenken die Aufmerksamkeit dorthin, wo sie sich für Sie am meisten lohnt.

Schritt 2: Das Design – Die visuelle Visitenkarte

Das Design spielt bei der Speisekarte eine herausragende Rolle. Selbst die günstigsten Preise und die leckersten Gerichte können hinter einer unansehnlichen oder unübersichtlichen Menükarte verblassen. Das Design sollte das Ambiente und Konzept Ihrer Gastronomie widerspiegeln – ob klassisch-elegant, modern-minimalistisch oder rustikal-gemütlich. Neben der Ästhetik sind auch praktische Aspekte entscheidend: Die Karte sollte widerstandsfähig gegen Schmutz und Feuchtigkeit sein und sich leicht reinigen lassen, um stets einen gepflegten Eindruck zu machen.

Schreibt man Speisekarte oder Speisenkarte?
Umso verblüffter waren wir, dass laut Duden beide Schreibweisen korrekt sind. Der Begriff „Speisekarte“ (abgeleitet aus dem Verb „speisen“) hat sich gegenüber der verwandten Form „Speisenkarte“ im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt und ist damit geläufiger.

Für die Gestaltung des Covers und der Innenseiten haben Sie mehrere Optionen. Sie können Online-Tools wie Canva nutzen, die zahlreiche Vorlagen bieten und eine kostengünstige Lösung darstellen. Für ein individuelleres und professionelleres Erscheinungsbild können Sie die Gestaltung an einen Grafikdesigner auslagern, was jedoch mit höheren Kosten verbunden ist. Beim Druck sollten Sie nicht am falschen Ende sparen. Hochwertigeres Papier und eine gute Druckqualität machen einen großen Unterschied in der Haptik und Optik aus und ersparen Ihnen im besten Fall die doppelte Arbeit durch schnellen Verschleiß. Sie können den Druckauftrag lokal oder online vergeben; Online-Druckereien sind oft günstiger, während lokale Anbieter den Vorteil persönlicher Beratung und eines Testdrucks bieten.

Schritt 3: Die Preisgestaltung – Profitabilität sichern

Die Preise auf Ihrer Speisekarte sind ein kritischer Erfolgsfaktor. Sind sie zu niedrig, leidet Ihre Gewinnspanne. Sind sie zu hoch, riskieren Sie, Gäste zu verlieren. Die Frage ist also: Wie finden Sie den „richtigen“ Preis?

Der sicherste Weg zu gewinnbringenden Preisen ist eine fundierte Kosten- und Preiskalkulation. Eine bewährte Methode hierfür ist die Speisekartendiagnose, oft durchgeführt über die sogenannte Penner-Renner-Analyse. Diese kostenorientierte Preisgestaltung identifiziert Gerichte mit hoher Marge, die durch verkaufsfördernde Maßnahmen (wie im Design-Schritt beschrieben) gezielt beworben werden können, um erheblich zum Gewinn beizutragen. Diese Methode ist sehr empfehlenswert, da sie Ihre tatsächlichen Kosten berücksichtigt und Rentabilität erst ermöglicht.

Zusätzlich können Sie sich bei der Preisfindung am Wettbewerb und der Nachfrage orientieren. Die wettbewerbsorientierte Preisbildung blickt auf vergleichbare Restaurants in Ihrer Nähe. Diese Methode ist weit verbreitet, birgt aber Risiken, da sie Ihre spezifische Kostenstruktur nicht berücksichtigt. Eine nachfrageorientierte Preisgestaltung richtet sich nach den Einkommensverhältnissen am Standort oder den Ergebnissen von Kundenbefragungen. Natürlich spielen auch die Qualität Ihrer Speisen und die Art Ihrer Gastronomie (z.B. Imbiss vs. Sterne-Restaurant) eine entscheidende Rolle bei der Akzeptanz Ihrer Preise durch die Gäste.

Schritt 4: Menu Engineering – Strategisch den Umsatz steigern

Neben der reinen Preisgestaltung hat auch die Art und Weise, wie Preise und Gerichte auf der Karte präsentiert werden, einen enormen Einfluss auf die Profitabilität. Menu Engineering ist die strategische Gestaltung der Speisekarte mit dem Ziel, den Umsatz pro Gast zu erhöhen. Jeder Gastronom sollte sich damit beschäftigen, unabhängig davon, wie lange das Restaurant schon existiert. Hier einige praktische Tipps:

  • Preisreihenfolge vermeiden: Ordnen Sie Gerichte nicht strikt von günstig nach teuer oder umgekehrt an. Eine gemischte Reihenfolge erschwert den direkten Preisvergleich und lenkt die Aufmerksamkeit stärker auf das eigentliche Angebot und die Beschreibung der Speisen.
  • Währungszeichen weglassen: Psychologisch kann es hilfreich sein, das Währungszeichen (€ oder EUR) wegzulassen und nur die Zahl zu schreiben (z.B. „9,90“ statt „9,90 €“). Alternativ runden Sie Preise auf glatte Zahlen auf („10“). Vergessen Sie aber nicht, die Währung an anderer Stelle im Preisverzeichnis anzugeben, z.B. in der Fußzeile („Alle Preise in Euro.“).
  • Der Ankereffekt: Nutzen Sie psychologische Effekte. Führen Sie teurere Speisen am Anfang einer Kategorie auf. Die danach folgenden, günstigeren Gerichte erscheinen im Vergleich preiswerter und werden eher bestellt.
  • Aufmerksamkeitslenkung: Heben Sie besonders profitable Gerichte visuell hervor, z.B. durch einen farbigen Kasten, ein kleines Icon oder eine besondere Platzierung auf der Seite.
  • Individualisierungsoptionen: Bieten Sie die Möglichkeit, Gerichte durch zusätzliche Beilagen, Toppings oder Soßen zu ergänzen. Dies ermöglicht Upselling und erhöht den durchschnittlichen Bestellwert.
  • Kennzeichnungen: Begriffe wie „Empfehlung des Hauses“ oder „Beliebt“ können die Entscheidungsfindung der Gäste positiv beeinflussen.
  • Qualitäts- und Herkunftssiegel: Wenn Sie hochwertige oder regionale Produkte verwenden, können entsprechende Siegel auf der Karte (sofern glaubwürdig und bekannt) die Attraktivität kostspieligerer Gerichte erhöhen. Setzen Sie sie sparsam ein, um ihre Wirkung nicht zu verlieren.

Speisekarte schreiben – Sorgfalt zahlt sich aus

Beim Verfassen der Texte für Ihre Speisekarte ist äußerste Sorgfalt geboten. Nichts wirkt unprofessioneller als Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder Zahlendreher bei den Preisen. Solche Fehler verunsichern nicht nur die Gäste, sondern können auch zu unangenehmen Situationen für Ihre Mitarbeiter führen und Sie bares Geld kosten. Lassen Sie Ihre Karte daher unbedingt von mehreren Personen gründlich Korrektur lesen, bevor sie in den Druck geht. Dies mag zeitaufwendig erscheinen, erspart aber oft aufwendige und teure Korrekturen im Nachhinein.

Trotz sorgfältiger Prüfung sind Fehler nie gänzlich ausgeschlossen. Hier zeigt sich ein großer Vorteil digitaler Speisekarten: Änderungen können schnell und ohne Druckkosten vorgenommen werden.

Speisekarte oder Speisenkarte? Die korrekte Bezeichnung

Diese Frage mag kleinlich erscheinen, doch sie taucht immer wieder auf. Heißt es nun Speisekarte oder Speisenkarte? Ohne vorherige Recherche würden wohl die meisten intuitiv „Speisekarte“ sagen. Tatsächlich gibt der Duden an, dass beide Schreibweisen korrekt sind. Der Begriff „Speisekarte“ (abgeleitet vom Verb „speisen“) hat sich jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch stärker durchgesetzt und ist daher die gebräuchlichere und geläufigere Form.

Wie nennt man eine Speisekarte ohne Preise?
Die Begriffserklärung von Damenkarte Speisekarte, die speziell für weibliche Gäste konzipiert wurde. Die Besonderheit besteht darin, dass keine Preise genannt werden, da die Damen von den Herren eingeladen werden und sich über die Preise keine Gedanken machen sollen.

Rechtliche Anforderungen beim Erstellen der Speisekarte

Damit Ihre Speisekarte nicht nur ein effektives Verkaufs-, sondern auch ein rechtskonformes Dokument ist, müssen verschiedene gesetzliche Vorgaben beachtet werden. Die Nichteinhaltung kann zu empfindlichen Bußgeldern führen.

Die Aushangspflicht

Als Gastronom sind Sie verpflichtet, Ihren Gästen bereits vor dem Betreten des Lokals die Möglichkeit zu geben, sich über das Angebot und die Preise zu informieren. Daher müssen Sie eine Speisekarte an einem für Dritte frei zugänglichen Ort außerhalb Ihres Restaurants aushängen, sodass sie von außen einsehbar ist. Es reicht aus, wenn Sie einen Auszug der Speise- und Getränkekarte aushängen, sofern dieser die wesentlichen Angebote und Preise beinhaltet.

Die Aufbewahrungsfrist (Aktuelle Rechtslage)

Früher sah § 147 der Abgabenordnung eine Aufbewahrungspflicht für Speisekarten von mindestens sechs Jahren vor, da sie als Preisverzeichnis galten. Die Rechtslage hat sich jedoch grundlegend geändert. Nach aktueller Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs aus dem Jahr 2011 entfällt die gesetzliche Aufbewahrungspflicht für Speisekarten. Es schadet jedoch nicht, zumindest ein Exemplar zu Dokumentationszwecken aufzubewahren.

Die Kennzeichnungspflicht

Eine der wichtigsten rechtlichen Vorgaben ist die Kennzeichnungspflicht für bestimmte Inhaltsstoffe und Allergene in Speisen und Getränken. Sie müssen Ihre Gäste über Stoffe informieren, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können (z.B. Gluten, Laktose, Nüsse) sowie über Zusatzstoffe (z.B. Farbstoffe, Konservierungsstoffe). Üblicherweise erfolgt dies durch Fußnoten bei den einzelnen Gerichten, die am Ende der Karte oder auf einer separaten Seite ausführlich erklärt werden. Die genauen Vorschriften, welche Stoffe gekennzeichnet werden müssen und wie dies zu erfolgen hat, sind komplex und sollten genau beachtet werden, um Bußgelder zu vermeiden.

Die Preisangabenverordnung

Die Preisangabenverordnung regelt, wie Preise in der Gastronomie auszuzeichnen sind. Das zentrale Gebot ist die Transparenz im Sinne des Verbraucherschutzes. Die in der Speisekarte aufgeführten Preise müssen Endpreise sein, das heißt, sie müssen bereits alle anfallenden Zuschläge wie die Mehrwertsteuer und das Bedienentgelt beinhalten. Weitere wichtige Vorgaben sind:

  • Preise müssen sowohl am Restauranteingang (Aushang) als auch im Lokal (auf Tischen oder vor der Bestellung) klar ausgewiesen sein.
  • Bei Getränken muss die genaue Ausschankmenge (z.B. 0,1 L, 0,33 L) angegeben werden.
  • Preisangaben mit ungenauen Formulierungen wie „von bis“, „ca.“ oder „ab“ sowie Preise nach Gewicht oder Größe sind unzulässig.
  • Laut § 6 des Gaststättengesetzes müssen beim Ausschank alkoholischer Getränke auf Verlangen auch alkoholfreie Getränke angeboten werden, von denen mindestens eines nicht teurer sein darf als das günstigste alkoholhaltige Getränk der gleichen Menge.
  • Eventuelle Rabatte oder Pfandbeträge müssen separat ausgewiesen werden.

Die digitale Speisekarte – Der moderne Weg

In den letzten Jahren hat sich die digitale Speisekarte als moderne und praktische Alternative oder Ergänzung zur klassischen Papierkarte etabliert. Besonders die Corona-Pandemie hat ihre Verbreitung beschleunigt, da sie kontaktlose Bestell- und Zahlungsprozesse ermöglichte und die Anpassung an sich schnell ändernde Vorschriften erleichterte.

Die Vorteile einer digitalen Speisekarte sind vielfältig:

  • Flexibilität: Änderungen am Angebot, an Preisen oder an der Kennzeichnung von Inhaltsstoffen können jederzeit vorgenommen werden und sind sofort für die Gäste sichtbar, ohne dass neue Karten gedruckt werden müssen.
  • Einfache Kennzeichnung: Die Deklaration kennzeichnungspflichtiger Inhaltsstoffe und Allergene lässt sich digital oft einfacher und übersichtlicher gestalten.
  • Komfort für Gäste: Gäste können die Karte bequem auf ihrem eigenen Smartphone einsehen, oft einfach durch Scannen eines QR-Codes am Tisch.
  • Bestell- und Zahlungsfunktionen: Viele digitale Systeme ermöglichen es Gästen, direkt über das Smartphone zu bestellen und online zu bezahlen (z.B. per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, PayPal), was den Service entlasten kann.
  • Marketing: Die digitale Karte kann einfach auf der Restaurant-Webseite, in Google Business und auf Social-Media-Kanälen veröffentlicht werden, was die Sichtbarkeit erhöht.

Was benötigt man für eine digitale Speisekarte? In erster Linie ein System (oft eine Bestellsoftware oder ein spezieller Anbieter für digitale Speisekarten) und für den Gast ein Smartphone mit Internetzugang. Der Prozess ist denkbar einfach: Der Gast scannt einen QR-Code, gelangt zur digitalen Karte, wählt Speisen und Getränke aus und kann optional direkt bezahlen. Die Bestellungen laufen zentral ein.

Schreibt man Speisekarte oder Speisenkarte?
Umso verblüffter waren wir, dass laut Duden beide Schreibweisen korrekt sind. Der Begriff „Speisekarte“ (abgeleitet aus dem Verb „speisen“) hat sich gegenüber der verwandten Form „Speisenkarte“ im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt und ist damit geläufiger.

Die Erstellung einer digitalen Speisekarte ist meist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt. Über die Software legen Sie Kategorien (Vorspeisen, Hauptspeisen etc.) an, fügen Gerichte mit Beschreibungen und Preisen hinzu. Sie können auch Fotos hochladen und Optionen für individuelle Anpassungen oder Zusatzleistungen (Upselling) integrieren. Änderungen werden zentral synchronisiert. Nach der Erstellung können Sie die digitale Karte über verschiedene Kanäle veröffentlichen. Selbst wenn Sie im Restaurant weiterhin Papierkarten nutzen, kann eine digitale Version auf Ihrer Webseite Gästen ermöglichen, sich bereits vorab über Ihr Angebot zu informieren.

Fazit und Checkliste für die Speisekartenerstellung

Die Erstellung einer Speisekarte ist ein Prozess, der strategisches Denken, Kreativität und Sorgfalt erfordert. Bevor Ihre Karte gedruckt wird oder digital online geht, sollten Sie folgende Punkte auf Ihrer Checkliste abhaken:

  • Konzept & Aufbau: Haben Sie entschieden, welche Arten von Karten Sie anbieten und wie die Hauptkarte strukturiert sein soll? Ist die Auswahl der Gerichte passend und überschaubar?
  • Preiskalkulation: Basieren Ihre Preise auf einer soliden Kalkulation (z.B. Penner-Renner-Analyse) und berücksichtigen sie den Wettbewerb und die Nachfrage?
  • Inhaltliche Richtigkeit: Sind alle Gerichte und Getränke korrekt beschrieben? Wurde die Karte auf Rechtschreibfehler und Zahlendreher geprüft?
  • Rechtliche Vorgaben: Sind alle kennzeichnungspflichtigen Inhaltsstoffe und Allergene korrekt und verständlich ausgewiesen? Sind die Preise Endpreise inklusive aller Zuschläge? Werden die Mengen bei Getränken korrekt angegeben? Sind die Aushangspflicht und die Vorgaben der Preisangabenverordnung erfüllt?
  • Design & Material: Passt das Design zum Stil Ihres Restaurants? Ist das Material langlebig und leicht zu reinigen?
  • Menu Engineering: Haben Sie Techniken angewendet, um die Aufmerksamkeit auf profitable Gerichte zu lenken und den Umsatz zu steigern (z.B. Preisreihenfolge, Hervorhebungen)?
  • Digitale Option: Ziehen Sie die Einführung einer digitalen Speisekarte in Betracht oder nutzen Sie sie zumindest online zur Information der Gäste?

Eine gut gemachte Speisekarte ist eine Investition, die sich auszahlt. Sie beeinflusst nicht nur, was und wie viel Ihre Gäste bestellen, sondern prägt maßgeblich das Bild, das sie von Ihrem Restaurant haben.

Häufig gestellte Fragen zur Speisekarte

Heißt es Speisekarte oder Speisenkarte?

Laut Duden sind beide Schreibweisen korrekt. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich jedoch die Form „Speisekarte“ (abgeleitet vom Verb „speisen“) als gebräuchlicher durchgesetzt.

Was ist eine Damenkarte?

Eine Damenkarte ist eine spezielle Form der Speisekarte, die für weibliche Gäste gedacht ist und keine Preise enthält. Sie wird traditionell eingesetzt, wenn Damen von Herren eingeladen werden und sich nicht um die Kosten kümmern sollen. Heute ist diese Form sehr selten geworden und findet sich eher bei privaten Anlässen oder in der absoluten Spitzengastronomie, wo der Gastgeber Diskretion über die Preise wünscht. Der passende Fachbegriff ist „Damenkarte“, im Englischen spricht man von einem „womens menu“.

Muss ich meine alte Speisekarte aufbewahren?

Die gesetzliche Aufbewahrungspflicht für Speisekarten aus steuerrechtlichen Gründen (früher 6 Jahre) ist nach aktueller Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs aus dem Jahr 2011 entfallen. Es schadet aber nicht, zumindest ein Exemplar als Nachweis aufzubewahren.

Hat dich der Artikel Speisekarte erstellen: Der ultimative Gastro-Guide interessiert? Schau auch in die Kategorie Gastronomie rein – dort findest du mehr ähnliche Inhalte!

Avatar-Foto

Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

Go up