Wie viel kostet die Pacht eines Restaurants?

Restaurantübernahme: Das sollten Sie wissen

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Die Übernahme eines bestehenden Restaurants stellt für viele den idealen Einstieg in die Gastronomie dar. Statt bei Null zu beginnen, übernehmen Sie im besten Fall ein etabliertes Geschäft mit Stammgästen und funktionierenden Abläufen. Doch so verlockend dieser Weg auch sein mag, er birgt ebenso viele Herausforderungen und potenzielle Fallstricke wie eine Neugründung. Eine sorgfältige Prüfung und umfassende Vorbereitung sind unerlässlich, um den Traum vom eigenen Restaurant nicht zum Albtraum werden zu lassen.

Welche Pachtform ist für ein Restaurant am besten geeignet?
Warum ist ein Nettomietvertrag die beste Lösung für Ihr Restaurant? Einer der größten Vorteile eines Nettomietvertrags für ein Restaurant sind die planbaren Kosten. Bei einem NNN-Mietvertrag weiß der Mieter beispielsweise genau, was er monatlich für Miete, Grundsteuer, Versicherung und Instandhaltungskosten zahlen muss.

Was versteht man unter einer Restaurantübernahme?

Im Kern ist die Übernahme eines Restaurants eine Form der Betriebsübernahme. Man spricht davon, wenn ein Käufer mindestens 51 % der Firmenanteile erwirbt. Im Falle eines Restaurants bedeutet dies, dass die Mehrheit oder sogar alle Anteile der Gastronomie an eine neue Person oder Gesellschaft übergehen. Dabei werden nicht nur das physische Eigentum – also das Inventar, die Einrichtung und gegebenenfalls die Immobilie – sondern auch die Leistungsmacht und die operative Kontrolle des Unternehmens übertragen. Es ist somit mehr als nur ein einfacher Kauf; es ist die Fortführung eines bestehenden Betriebs unter neuer Führung.

Warum steht das Restaurant zum Verkauf? Eine kritische Frage

Eine der allerersten und wichtigsten Fragen, die Sie sich stellen müssen, lautet: „Warum will der bisherige Inhaber eigentlich verkaufen?“ Die Antwort auf diese Frage gibt oft entscheidende Hinweise auf den Zustand und die Zukunftsperspektiven des Betriebs. Grundsätzlich lassen sich die Verkaufsgründe in drei Hauptkategorien einteilen:

  • Altersgründe: Der Inhaber möchte sich zur Ruhe setzen. Dies ist oft der unkomplizierteste Grund und deutet meist auf einen gesunden, gut geführten Betrieb hin, dessen Inhaber einfach in den wohlverdienten Ruhestand treten möchte.
  • Insolvenz / finanzielle Schwierigkeiten: Das Restaurant schreibt rote Zahlen oder steht kurz vor der Pleite. Bei diesem Grund müssen sämtliche Alarmglocken läuten. Wirtschaftliche Probleme können vielfältige Ursachen haben, die von Ihnen genauestens analysiert werden müssen.
  • Neuorientierung: Der Inhaber möchte sich beruflich verändern, ein anderes Konzept verfolgen oder aus persönlichen Gründen ausscheiden. Auch dies kann auf einen gesunden Betrieb hindeuten, erfordert aber eine genaue Prüfung, ob die Gründe nicht doch mit dem Restaurant selbst zusammenhängen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Verkauf aufgrund von Insolvenz oder finanziellen Schwierigkeiten erfolgt. Die Ursachen hierfür können in einer schlechten Lage, einem unpassenden Konzept oder schlichtweg in Eigenverschulden des Vorgängers liegen. Während ein falsches Konzept oder managementbedingte Fehler unter Umständen korrigierbar sind (wenn auch mit erheblichem Aufwand), ist eine schlechte Lage oft ein Todesurteil. Eine fundierte Standortanalyse ist hier unerlässlich. Wenn der Standort von Grund auf unattraktiv ist, sollten Sie in der Regel von einer Übernahme absehen.

Die Übernahme eines Restaurants, dessen Image bereits stark beschädigt ist, erfordert zudem erhebliche Investitionen in Marketing und PR, um das Vertrauen der Gäste zurückzugewinnen. Übernahmen aus Altersgründen oder wegen einer Neuorientierung des Vorbesitzers sind statistisch gesehen oft die vielversprechendsten.

Wichtige rechtliche und finanzielle Prüfungen vor der Übernahme

Bevor Sie einen Kaufvertrag unterschreiben, ist eine umfassende Due Diligence – eine sorgfältige Prüfung aller relevanten Aspekte – unabdingbar. Insbesondere die juristischen und finanziellen Faktoren sind entscheidend, um spätere böse Überraschungen zu vermeiden:

  • Finanzdaten: Überprüfen Sie Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen (GuV), Steuererklärungen und alle anderen relevanten Finanzdokumente der letzten Jahre. Wie profitabel war das Restaurant wirklich? Gibt es saisonale Schwankungen? Eine Analyse der Einnahmen und Ausgaben gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Gesundheit des Betriebs.
  • Verträge: Gehen Sie alle bestehenden Verträge akribisch durch. Dazu gehören Lieferantenverträge, Miet- oder Pachtverträge für die Räumlichkeiten, Leasingverträge für Geräte sowie alle Arbeitsverträge mit den Mitarbeitern. Achten Sie auf Laufzeiten, Kündigungsfristen und Konditionen. Gibt es Knebelverträge mit Brauereien oder anderen Lieferanten, die Sie binden würden?
  • Verbindlichkeiten: Klären Sie, welche Schulden oder offenen Forderungen bestehen. Müssen Sie als neuer Eigentümer diese begleichen? Dazu gehören Kredite, offene Rechnungen bei Lieferanten, Steuerschulden oder Sozialversicherungsbeiträge. Eine genaue Klärung ist hier existenziel.

Ein besonders wichtiger Punkt ist das Personal. Nach § 613a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geht bei einer Betriebsübernahme das bestehende Arbeitsverhältnis grundsätzlich auf den neuen Inhaber über. Das bedeutet, Sie übernehmen die Mitarbeiter mit allen Rechten und Pflichten. Kündigungen, die allein aufgrund der Übernahme erfolgen, sind in der Regel unzulässig. Nur personen- oder verhaltensbedingte Kündigungen sind möglich. Zudem dürfen die Arbeitsbedingungen der übernommenen Mitarbeiter nicht verschlechtert werden. Eine Kürzung von Urlaubstagen oder eine Reduzierung des Gehalts ohne entsprechende Gegenleistung wäre unwirksam. Stellen Sie sicher, dass alle Abreden und Vereinbarungen im Kaufvertrag schriftlich festgehalten werden, um rechtliche Klarheit zu schaffen.

Die umfassende Checkliste: Was muss bei der Bestandsaufnahme geprüft werden?

Niemand möchte die Katze im Sack kaufen. Deshalb ist eine gründliche physische Bestandsaufnahme des Restaurants unerlässlich. Dokumentieren Sie den Zustand aller Bereiche und notieren Sie potenzielle Mängel, die in naher Zukunft hohe Investitionen erfordern könnten:

Zustand des Gebäudes und der Räumlichkeiten

  • Fassade und Bausubstanz: Gibt es sichtbare oder versteckte Schäden an den Innen- und Außenwänden, wie z. B. Schimmelsporen? Sind Fenster und Dach dicht? Der Zustand der Bausubstanz kann erhebliche unerwartete Kosten verursachen.
  • Küche: Wie alt ist die Küchenausstattung? Funktionieren alle Geräte (Herd, Ofen, Spülmaschine, Kühlschränke etc.) einwandfrei oder stehen größere Reparaturen an? Ist ausreichend Besteck, Geschirr und Küchenutensilien vorhanden und in gutem Zustand?
  • Sanitäranlagen: Machen die Toiletten einen sauberen und gepflegten Eindruck? Funktionieren die Spülungen und Wasserhähne korrekt? Der Zustand der Sanitäranlagen ist für das Gästeerlebnis entscheidend.
  • Gasträume: Gibt es Mängel am Mobiliar wie Tische und Stühle? Ist die Beleuchtung in Ordnung oder müssen Lampen ersetzt werden? Wie ist der allgemeine Eindruck der Einrichtung?
  • Heizungsanlage: Wie wird das Restaurant beheizt? Wann wurde die Anlage zuletzt gewartet und mit welchem Ergebnis? Bedenken Sie, dass Gas- und Ölheizungen angesichts der Energiewende langfristig kostspielig werden könnten und eine Umstellung auf umweltfreundlichere Alternativen hohe Anfangsinvestitionen bedeutet.

Inventar und Ausstattung

Neben der festen Einrichtung sollten Sie auch das bewegliche Inventar prüfen. Sind alle Geräte, Möbel und Utensilien in der Inventarliste aufgeführt und im erwarteten Zustand? Fehlen wichtige Gegenstände? Müssen Geräte ersetzt oder repariert werden?

Dienstleister und Geschäftspartner

Welche externen Dienstleister und Geschäftspartner sind aktuell für das Restaurant tätig? Dazu gehören nicht nur Lieferanten für Lebensmittel und Getränke, sondern auch Anbieter von Kassensystemen, Online-Reservierungssystemen, Reinigungsunternehmen oder Wartungsfirmen. Prüfen Sie die bestehenden Verträge und Konditionen. Können Sie diese Dienstleister übernehmen oder möchten Sie wechseln?

Standort und Lage: Der entscheidende Faktor

Wie bereits erwähnt, ist die Lage eines Restaurants oft der wichtigste Faktor für seinen Erfolg. Eine gründliche Analyse des Standorts ist daher unerlässlich:

  • Einzugsgebiet: Wer lebt oder arbeitet in der Umgebung? Wie ist die Kaufkraft? Welche Zielgruppe möchten Sie ansprechen und passt diese zur Demografie des Einzugsgebiets?
  • Wettbewerb: Wie viele Restaurants gibt es in der Nähe? Welche Art von Küche bieten sie an? Wie positionieren sie sich preislich? Kennen Sie Ihre direkten Mitbewerber.
  • Erreichbarkeit und Sichtbarkeit: Ist das Restaurant gut sichtbar? Gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten oder ist es gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar? Wie hoch ist die Laufkundschaft?
  • Image der Umgebung: Liegt das Restaurant in einer belebten Innenstadt, einem gut situierten Wohnviertel oder eher in einem weniger attraktiven Gebiet?

Ein einfacher Spaziergang durch die Gegend zu verschiedenen Tageszeiten kann erste wichtige Eindrücke liefern. Ergänzend sollten Sie unbedingt Online-Recherchen durchführen. Nutzen Sie Google Maps und suchen Sie während der üblichen Geschäftszeiten von verschiedenen Standorten in der Nähe nach Restaurants oder spezifischen Küchenrichtungen (z. B. „italienische Restaurants in meiner Nähe“). Wird das Restaurant prominent in den Suchergebnissen gelistet? Eine gute Online-Sichtbarkeit ist heutzutage fast so wichtig wie die physische Lage.

Während eine schlechte Lage oft schwer zu kompensieren ist, gibt es Ausnahmen. Ein Restaurant mit einem einzigartigen Konzept, herausragender Qualität oder einem starken Alleinstellungsmerkmal kann auch an einem weniger optimalen Standort erfolgreich sein, vorausgesetzt, es hat bereits eine treue Stammkundschaft aufgebaut und die Qualität wird beibehalten. Doch in den meisten Fällen gilt: Eine attraktive Lage ist Gold wert.

Bekanntheitsgrad und Reputation: Das Image zählt

Neben der physischen Lage spielt auch der Ruf des Restaurants eine entscheidende Rolle. Hat das Restaurant in der Vergangenheit negative Schlagzeilen gemacht oder schlechte Bewertungen erhalten? Ein beschädigtes Image wiederherzustellen, kann langwierig und kostspielig sein.

Prüfen Sie die Online-Reputation auf allen gängigen Plattformen: Google Unternehmensprofil, Yelp, TripAdvisor, lokale Bewertungsportale. Lesen Sie sich sowohl positive als auch negative Kommentare durch. Gibt es wiederkehrende Kritikpunkte? Suchen Sie auch nach Berichten in lokalen Zeitungen oder Blogs. Ein Blick in die Reservierungsbücher (sofern vorhanden und einsehbar) kann ebenfalls aufschlussreich sein, insbesondere bei digitalen Systemen. Hier lässt sich oft erkennen, wie hoch der Anteil an Stammgästen ist.

Eine gute Reputation ist ein wertvolles Gut, das Sie übernehmen und pflegen müssen. Eine schlechte Reputation kann hingegen eine erhebliche Hypothek sein.

Der Businessplan: Auch bei der Übernahme unverzichtbar

Auch wenn Sie ein bestehendes Geschäft übernehmen und nicht bei Null anfangen, benötigen Sie einen detaillierten Businessplan. Dieser Plan ist Ihr Fahrplan für die Zukunft und essenziell, um den Erfolg sicherzustellen und finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Ihr Businessplan sollte mindestens folgende Punkte umfassen:

  • Konzept: Übernehmen Sie das bestehende Konzept oder planen Sie Änderungen? Wie positionieren Sie sich im Markt?
  • Marketingstrategie: Wie wollen Sie neue Gäste gewinnen und Stammgäste binden? Welche Marketingkanäle nutzen Sie (Online, Social Media, lokale Werbung)? Wie gehen Sie mit der bestehenden Reputation um?
  • Organisationsstruktur: Wie ist das Team aufgebaut? Wer ist für welche Aufgaben zuständig?
  • Finanzplanung: Dies ist der wohl wichtigste Teil. Kalkulieren Sie den Kaufpreis, die Übernahmekosten (Notar, Berater), notwendige Investitionen (Renovierungen, neue Geräte), laufende Kosten (Miete/Pacht, Personal, Wareneinsatz, Energie) und erwartete Einnahmen. Erstellen Sie Liquiditätspläne und Prognosen für Umsatz und Gewinn.

Der Wettbewerbs- und Kostendruck in der Gastronomie ist hoch. Die Preise für Energie, Lebensmittel und Personal steigen tendenziell. Der Fachkräftemangel erfordert zudem Investitionen in Mitarbeitergewinnung und -bindung. Planen Sie daher unbedingt einen ausreichenden finanziellen Puffer ein, um unvorhergesehene Ausgaben abfedern und wirtschaftliche Durststrecken überstehen zu können. Ein solider Businessplan ist Ihr Fundament.

Genehmigungen und die Gaststättenkonzession

Auch bei der Übernahme eines Restaurants müssen Sie sich um die notwendigen Genehmigungen kümmern. Die wichtigste ist die Gaststättenkonzession, die Sie bei der zuständigen Behörde beantragen müssen. Diese Konzession ist an die Person des Betreibers gebunden und geht nicht automatisch auf Sie über. Informieren Sie sich frühzeitig über die Voraussetzungen und den Prozess der Beantragung. Je nach Art des Betriebs und geplanten Änderungen können weitere Genehmigungen erforderlich sein, z. B. für Lärmschutz, Brandschutz oder bauliche Veränderungen.

Erfahrung und Durchhaltevermögen: Die menschlichen Faktoren

Selbst die Übernahme eines scheinbar perfekt funktionierenden Restaurants erfordert viel Arbeit und Engagement. Es ist noch kein Gastronom vom Himmel gefallen. Erfahrung in der Gastronomie ist ein enormer Vorteil, um die Herausforderungen des Betriebs zu meistern. Dazu gehören Kenntnisse im Service, in der Küche, im Einkauf, in der Personalführung und im Management.

Neben der Erfahrung ist vor allem Durchhaltevermögen gefragt. Nach der anfänglichen Euphorie der Neueröffnung können Schwierigkeiten auftreten, z. B. bei der konstanten Auslastung, der Qualitätssicherung oder der Mitarbeiterbindung. Seien Sie darauf vorbereitet, dass es Rückschläge geben kann und Sie einen langen Atem benötigen, um das Restaurant langfristig erfolgreich zu führen. Diese sogenannten weichen Faktoren sind oft genauso entscheidend wie die harten Fakten der Finanzen und Verträge.

Welche Kosten fallen bei einer Restaurantübernahme an?

Eine pauschale Aussage zu den Kosten einer Restaurantübernahme ist unmöglich, da der Wert jedes Betriebs individuell bestimmt wird. Faktoren, die den Kaufpreis beeinflussen, sind unter anderem:

  • Umsatz und Gewinn des Restaurants in den Vorjahren
  • Wert der Vermögensgegenstände (Inventar, Ausstattung, eventuell Immobilie)
  • Lage und Potenzial des Standorts
  • Bestehende Verträge und Verbindlichkeiten
  • Reputation und Kundenstamm

Zusätzlich zum Kaufpreis fallen weitere Kosten an, wie z. B. Notarkosten für den Kaufvertrag, Gebühren für Genehmigungen und Konzessionen, Kosten für die Due Diligence (z. B. für Steuerberater oder Anwälte) und gegebenenfalls Kosten für notwendige Renovierungen oder Anfangsinvestitionen (z. B. für Wareneinkauf).

Fazit: Gut vorbereitet zur erfolgreichen Restaurantübernahme

Die Übernahme eines Restaurants kann eine ausgezeichnete Möglichkeit sein, den Traum vom eigenen Gastronomiebetrieb zu verwirklichen. Doch der Weg dorthin erfordert eine sorgfältige und umfassende Vorbereitung. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Prüfung aller relevanten Aspekte.

Überprüfen Sie die Finanzdaten, Verträge (insbesondere Pacht- und Arbeitsverträge) und Verbindlichkeiten akribisch. Lassen Sie sich dabei idealerweise von einem erfahrenen Steuerberater oder Rechtsanwalt unterstützen, der sich mit der Gastronomie auskennt. Führen Sie eine detaillierte Bestandsaufnahme der Räumlichkeiten und des Inventars durch, um versteckte Mängel aufzudecken.

Analysieren Sie den Standort, den Wettbewerb und die Reputation des Restaurants genau. Erstellen Sie einen realistischen Businessplan mit einer fundierten Finanzplanung und Marketingstrategie. Kümmern Sie sich frühzeitig um die notwendigen Genehmigungen, allen voran die Gaststättenkonzession. Bedenken Sie, dass neben allen Zahlen und Fakten auch Ihre eigene Erfahrung und Ihr Durchhaltevermögen entscheidend für den langfristigen Erfolg sind.

Wenn Sie all diese Punkte sorgfältig prüfen und planen, minimieren Sie die Risiken und legen den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft als Gastronom.

Häufig gestellte Fragen zur Restaurantübernahme

Muss ich die Mitarbeiter des Restaurants übernehmen?

Ja, gemäß § 613a BGB gehen bei einer Betriebsübernahme die Arbeitsverhältnisse grundsätzlich auf den neuen Inhaber über. Sie übernehmen die Mitarbeiter mit ihren bestehenden Rechten und Pflichten.

Können die Arbeitsbedingungen der übernommenen Mitarbeiter verschlechtert werden?

Nein, die Arbeitsbedingungen dürfen durch den neuen Arbeitsvertrag nicht verschlechtert werden. Eine Kürzung von Urlaubstagen oder Gehalt ist ohne entsprechende Kompensation unwirksam.

Wie wichtig ist die Lage bei einer Restaurantübernahme?

Die Lage ist oft ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Eine schlechte Lage ist nur schwer zu kompensieren, selbst mit einem guten Konzept. Eine gründliche Standortanalyse ist unerlässlich.

Wie kann ich die Reputation eines Restaurants prüfen?

Sie können Online-Bewertungen auf Plattformen wie Google, Yelp oder TripAdvisor prüfen, nach lokalen Zeitungsberichten suchen und gegebenenfalls einen Blick in die Reservierungsbücher werfen, um die Stammgästedichte einzuschätzen.

Benötige ich einen Businessplan, auch wenn ich ein bestehendes Restaurant übernehme?

Ja, ein Businessplan ist auch bei einer Übernahme unverzichtbar. Er hilft Ihnen bei der Finanzplanung, der Entwicklung einer Marketingstrategie und dient als Fahrplan für die operative Führung des Betriebs.

Welche Kosten fallen neben dem Kaufpreis an?

Zusätzliche Kosten können für Notar, Genehmigungen, Due Diligence (z. B. Steuerberater), notwendige Renovierungen und Anfangsinvestitionen (z. B. Wareneinkauf) anfallen.

Sollte ich einen Steuerberater oder Anwalt konsultieren?

Ja, es ist sehr ratsam, einen erfahrenen Steuerberater und/oder Rechtsanwalt zu konsultieren, um die Finanzdaten, Verträge und rechtlichen Aspekte der Übernahme sorgfältig prüfen zu lassen.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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