Für was ist Lauda-Königshofen bekannt?

Lauda-Königshofen: Wein, Natur & Geschichte

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Eingebettet in die malerische Landschaft des Lieblichen Taubertals, direkt an der weltberühmten Romantischen Straße, liegt die charmante Stadt Lauda-Königshofen. Diese Region im nördlichsten Teil Baden-Württembergs, bekannt als Tauberfranken, ist ein wahres Paradies für Urlauber, die Genuss, Erholung und Aktivität miteinander verbinden möchten. Lauda-Königshofen präsentiert sich stolz als Weinstadt, deren Ruf weit über die regionalen Grenzen hinausreicht, vor allem dank ihrer reizvollen Erholungslandschaften entlang der Tauber und einer beeindruckenden Auswahl an erlesenen Spitzenweinen.

Wie viele Einwohner hat Lauda-Königshofen?
Einwohnerstatistik (Datum: 02. Januar 2025)Einwohnerzahl:14.561Lauda:5.986Marbach:263Messelhausen:303Oberbalbach:604

Die Stadt und ihre zwölf Stadtteile sind harmonisch in eine faszinierende Natur eingebettet, die von weitläufigen Weinbergen dominiert wird. Diese Weinberge laden das ganze Jahr über zu Erkundungstouren ein und bieten eine atemberaubende Kulisse für vielfältige Freizeitaktivitäten. Die Kombination aus Weinbau, Natur und historischem Erbe macht Lauda-Königshofen zu einem einzigartigen Reiseziel.

Die Weinstadt Lauda-Königshofen: Ein Paradies für Weinliebhaber

Lauda-Königshofen trägt mit Stolz den Beinamen „Weinstadt“ und verbindet hier badischen Weinbau mit fränkischer Tradition. Diese besondere Identität wurde im Jahr 2020 offiziell gewürdigt, als die Stadt von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg als „empfohlener Weinort“ ausgezeichnet wurde. Dieser Titel unterstreicht die hohe Qualität und Bedeutung des Weinbaus in der Region.

Der exzellente Ruf der Weine aus Lauda-Königshofen basiert auf der Arbeit engagierter Akteure. Hierzu zählen zahlreiche familiengeführte Weingüter, die mit Leidenschaft und Expertise arbeiten, sowie die Becksteiner Winzergenossenschaft, eine wichtige Säule des lokalen Weinbaus. Drei zertifizierte Weinhotels runden das Angebot ab und setzen ebenfalls auf höchste Qualität, um den Besuchern ein authentisches Weinerlebnis zu bieten.

Ein charakteristisches Merkmal der Weine aus dieser Region ist der originelle, bauchige Bocksbeutel, eine Flaschenform, die untrennbar mit fränkischem Wein verbunden ist und die Exklusivität des Inhalts unterstreicht. Um die Welt des Weins hautnah zu erleben, empfiehlt sich eine Wanderung durch die Weinberge in Begleitung eines erfahrenen Weingästeführers. Diese Touren bieten tiefe Einblicke in den Weinanbau und die Natur und sind zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis, sei es im Frühjahr während des Rebschnitts oder im Herbst zur spannenden Weinlese.

Aktive Erholung: Radfahren und Wandern im Taubertal

Die Umgebung von Lauda-Königshofen ist ein wahres Eldorado für alle, die gerne aktiv in der Natur unterwegs sind. Die Stadt bietet beste Voraussetzungen für ausgedehnte Radtouren und Wanderungen auf einem hervorragend ausgebauten Wegenetz.

Für Radfahrer ist Lauda-Königshofen ein zentraler Punkt. Hier verläuft der prämierte 5-Sterne-Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“, der zu den schönsten Radwegen ganz Deutschlands zählt und ein unvergleichliches Naturerlebnis bietet. Gleichzeitig markiert die Stadt, die früher stark vom Eisenbahnwesen geprägt war, den Ausgangs- und Endpunkt des „Main-Tauber-Fränkischen Rad-Achters“. Diese Anbindung macht Lauda-Königshofen zu einem wichtigen Knotenpunkt für Radwanderer.

Auch Wanderfreunde kommen voll auf ihre Kosten. Über alle Stadtteile verteilt finden sich 20 verschiedene Wanderwege. Das Angebot reicht von kürzeren Spazier- und Wanderwegen über informative Wein- und Naturlehrpfade bis hin zu längeren Rundwanderwegen. Einige dieser Strecken sind sogar barrierefrei und somit auch für Rollstuhlfahrer geeignet, was die Zugänglichkeit der Natur für jedermann gewährleistet. Darüber hinaus führen bedeutende Fernwanderwege durch das Stadtgebiet, darunter der ausgezeichnete Panoramaweg Taubertal, der spektakuläre Ausblicke bietet, und der historische Jakobswanderweg, der Pilger und Wanderer anzieht.

Lauda-Königshofen in Zahlen: Geografie und Struktur

Lauda-Königshofen liegt geografisch günstig im Main-Tauber-Kreis, dem nördlichsten Landkreis des Bundeslandes Baden-Württemberg. Die Stadt befindet sich zentral zwischen der Kreisstadt Tauberbischofsheim und der Großen Kreisstadt Bad Mergentheim. Dank dieser Lage und einer gut ausgebauten Infrastruktur bietet Lauda-Königshofen ideale Bedingungen zum Wohnen, Arbeiten und natürlich auch zum Erholen.

Wo ist der Ort Lauda?
Sie liegt im Main-Tauber-Kreis, dem nördlichsten Landkreis Baden-Württembergs in der historisch als Tauberfranken bekannten Region. Lauda hat 5.972 Einwohner und nimmt eine Fläche von 12,55 km² ein.

Hier einige Fakten und Zahlen, die die Stadt charakterisieren:

Wichtige Geografische Daten und Fakten
MerkmalWert
BundeslandBaden-Württemberg
RegierungsbezirkStuttgart
RegionFranken
LandkreisMain-Tauber-Kreis
Postleitzahl97922
Vorwahl09343
Stadtteile12
Markungsfläche9.447 ha
davon Wald2.689 ha
Höhenlage (Hist. Rathaus Lauda)189 m ü. NN
Höhenlage (Kirche Deubach)276 m ü. NN
Höhenlage (ehem. Rathaus Heckfeld)320 m ü. NN
Geografische Breite49 Grad 33 Min. nördl. Breite
Geografische Länge9 Grad 43 Min. östl. Länge

Die Stadt erhebt wie jede Kommune verschiedene Hebesätze und Gebühren. Dazu zählen unter anderem die Grundsteuer A (450 v. H.), die Grundsteuer B (750 v. H.) und die Gewerbesteuer (370 v. H.). Auch Gebühren für die Wasserversorgung (4,35 €/m³ zzgl. 7% MwSt.) sowie Schmutz- (3,61 €/m³) und Niederschlagswasser (0,54 €/m²) fallen an.

Bezüglich der Einwohnerzahl liegen uns Informationen für den ehemaligen Ortsteil Lauda mit 5.972 Einwohnern auf einer Fläche von 12,55 km² vor. Eine aktuelle Gesamteinwohnerzahl für die gesamte Stadt Lauda-Königshofen, basierend auf dem Datum 02. Januar 2025, ist in den uns zur Verfügung gestellten Daten nicht spezifisch aufgeführt.

Eine reiche Geschichte: Von mittelalterlichen Anfängen zur modernen Stadt

Die Geschichte von Lauda-Königshofen reicht weit zurück. Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung des Ortsteils Lauda stammt aus dem Jahr 1150. Zu dieser Zeit war Lauda im Besitz der Edelherren von Luden, die auf der Burg Lauda ansässig waren. Eine mögliche keltische Namensherkunft (Lutuhezi), abgeleitet von Karl Schreck, deutet sogar auf eine potenziell noch viel frühere Besiedlung hin.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Lauda mehrfach den Besitzer. Anteile der Burg gelangten 1169 an das Hochstift Würzburg, und danach folgten verschiedene Adelsgeschlechter wie die Grafen von Rieneck, die Grafen von Wertheim, die Herren und Grafen von Hanau, die Herren von Hohenlohe und die Kurpfalz. Lauda war schon früh ein wichtiger Ort, Sitz eines Centgerichts, und der Weinbau sowie der Weinhandel, insbesondere nach Bayern, Sachsen und Schwaben, sind bereits seit dem 13. Jahrhundert als Haupterwerbszweige bezeugt.

Ein Meilenstein in der Stadtgeschichte war die Verleihung des Stadtrechts nach Rothenburger Recht durch Kaiser Ludwig den Bayern am 21. Januar 1344. Bereits seit 1312 war Lauda Sitz eines Amtes in der Grafschaft Rieneck.

In der Neuzeit, im Jahr 1506, wurde Lauda vom Hochstift Würzburg zurückerworben und entwickelte sich bis zur Säkularisation im Jahr 1802 zur Oberamtsstadt bei Würzburg, abgesehen von einer kurzen Verpfändung an Rieneck im 16. Jahrhundert.

Zeugnisse des Wohlstands im 16. Jahrhundert sind zahlreiche künstlerisch bedeutende Bildstöcke, das historische Rathaus von 1561 und gut erhaltene Fachwerkhäuser aus jener Zeit. Ein besonderes Denkmal ist das Wetterkreuz von 1714, das zum „ewigen Andenken“ an einen großen Gewitterschaden errichtet wurde. Dieses Kreuz dient auch als Grenzstein der Gemarkungen von fünf ehemaligen Gemeinden (Distelhausen, Dittigheim, Dittwar, Oberlauda und Lauda) und zeigt deren Ortswappen.

Im Zuge der Säkularisation durch den Reichsdeputationshauptschluss wurde Lauda Teil des Fürstentums Leiningen, wo es erneut Sitz eines Amtes wurde. Nach der Auflösung des Fürstentums 1806 fiel Lauda an das Großherzogtum Baden. Dort wurde zunächst ein Bezirksamt Lauda eingerichtet, das jedoch bereits 1813 wieder aufgelöst wurde. Anfänglich geriet die Stadt durch den Anfall an Baden in eine ungünstige Randlage, was den Weinbau und -handel fast zum Erliegen brachte.

Für was ist Lauda-Königshofen bekannt?
Lauda-Königshofen nennt sich mit berechtigtem Stolz „Weinstadt“ mit badischem Wein und fränkischer Tradition und wurde 2020 durch die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg als „empfohlener Weinort“ ausgezeichnet.

Die Wende kam Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Eisenbahn. Lauda wurde zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt an der Kreuzung dreier Bahnstrecken: Heidelberg–Würzburg, Lauda–Wertheim und Würzburg–Stuttgart. Dies führte zur Einrichtung eines großen Bahnbetriebswerks, das zu einem wichtigen Arbeitgeber wurde und maßgeblich zum Bevölkerungswachstum beitrug. Eine als Denkmal aufgestellte Dampflok der Baureihe 50 in der Nähe der Hauptschule erinnert noch heute an diese prägende Epoche. Der Eisenbahnbau brachte auch eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur mit sich, da ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermehrt evangelische Christen in die zuvor stark römisch-katholisch geprägte Stadt zogen.

Ursprünglich besaß Lauda mit der von 1322 bis 1333 erbauten St.-Jakobus-Kirche nur eine römisch-katholische Kirche. 1906/07 wurde eine evangelische Kirche erbaut, und ab 1930 erhielt die evangelische Gemeinde eine eigene Pfarrstelle.

Auch der Sport hat in Lauda Tradition. Der Fußballverein „FV Lauda 1913“ wurde 1913 gegründet und spielte zeitweise in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg.

Die Entstehung der heutigen Stadt Lauda-Königshofen durch Gebietsreformen

Die heutige Stadt Lauda-Königshofen ist das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen in Baden-Württemberg:

  • Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Oberlauda in die Stadt Lauda eingemeindet.
  • Am 1. Januar 1974 vereinigten sich die Stadt Lauda sowie die Gemeinden Beckstein, Gerlachsheim und Heckfeld zur neuen Stadt Lauda.
  • Die endgültige Form entstand am 1. Januar 1975, als sich die Stadt Lauda mit der Stadt Königshofen und der Gemeinde Unterbalbach zur heutigen Stadt Lauda-Königshofen vereinigte.
  • Später kamen noch die Ortsteile Marbach und Oberbalbach hinzu.

Kulinarisches Lauda-Königshofen: Essen als Erlebnis

Die vielfältige Gastronomie in Lauda-Königshofen trägt maßgeblich zum Genussurlaub in der Region bei. Das Angebot ist breit gefächert und reicht von typisch tauberfränkischen Spezialitäten, die tief in der regionalen Tradition verwurzelt sind, über internationale Küchen bis hin zur gehobenen Gourmetküche. Die Restaurants, Gasthöfe und Weinstuben legen Wert auf Qualität und die Verarbeitung regionaler Produkte, oft in perfekter Harmonie mit den lokalen Weinen.

Hier wird Essen nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern zu einem echten Erlebnis. Die Gastfreundschaft des Taubertals spiegelt sich auch in den kulinarischen Angeboten wider und lädt dazu ein, die regionalen Köstlichkeiten in gemütlicher Atmosphäre zu genießen.

Lauda-Königshofen zu jeder Jahreszeit eine Reise wert

Die Stadt Lauda-Königshofen bietet das ganze Jahr über reizvolle Möglichkeiten für einen Besuch. Jede Jahreszeit hat ihren besonderen Charme und ihre eigenen Höhepunkte.

Im Frühjahr kann man bei einer Weinbergswanderung den Rebschnitt beobachten und die erwachende Natur genießen. Der Sommer lockt mit idealen Bedingungen für Aktivurlaub auf den Rad- und Wanderwegen sowie mit traditionellen Weinfesten, die Lebensfreude und regionale Kultur vereinen. Der Herbst steht ganz im Zeichen der Weinlese, einer spannenden Zeit in den Weinbergen, und der traditionellen Königshöfer Messe, einem großen Volksfest. Selbst im Winter bietet die Stadt Möglichkeiten zur Erholung, beispielsweise durch Wellness-Angebote in den zertifizierten Weinhotels oder stimmungsvolle Spaziergänge durch die winterliche Landschaft.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wofür ist Lauda-Königshofen hauptsächlich bekannt?
Die Stadt ist vor allem als Weinstadt mit hervorragenden Weinen, für ihre malerischen Erholungslandschaften im Lieblichen Taubertal und ihre weitläufigen Rad- und Wanderwege bekannt. Sie liegt zudem an der Romantischen Straße.
Wo genau liegt Lauda-Königshofen?
Sie liegt im nördlichsten Teil Baden-Württembergs, im Main-Tauber-Kreis, eingebettet im Lieblichen Taubertal an der berühmten Romantischen Straße, zwischen Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim.
Wie viele Stadtteile gehören zu Lauda-Königshofen?
Die Stadt besteht aus insgesamt zwölf Stadtteilen.
Kann man in Lauda-Königshofen gut wandern und Rad fahren?
Ja, die Stadt verfügt über ein ausgezeichnetes Netzwerk von über 20 Wanderwegen unterschiedlicher Art sowie überregional bekannte Radwege, darunter den prämierten 5-Sterne-Radweg „Liebliches Taubertal – Der Klassiker“.
Was hat es mit dem Wein auf sich?
Lauda-Königshofen ist eine anerkannte Weinstadt. Hier werden erlesene Weine produziert, die oft in der traditionellen Flaschenform, dem Bocksbeutel, abgefüllt werden. Es gibt familiengeführte Weingüter, eine Winzergenossenschaft, Weinhotels und geführte Touren.
Gibt es historische Sehenswürdigkeiten?
Ja, die Stadt hat eine reiche Geschichte, die sich in Bauwerken wie dem historischen Rathaus von 1561, Fachwerkhäusern, Bildstöcken und dem Wetterkreuz von 1714 widerspiegelt. Auch die Geschichte als Eisenbahnknotenpunkt ist präsent.
Wie ist die Einwohnerzahl von Lauda-Königshofen?
Die uns vorliegenden Informationen nennen eine Einwohnerstatistik vom 02. Januar 2025, geben jedoch keine konkrete Gesamteinwohnerzahl für die Stadt Lauda-Königshofen an. Für den ehemaligen Ortsteil Lauda wird eine Zahl von 5.972 Einwohnern genannt.
Ist die Gastronomie vielfältig?
Ja, die Gastronomie reicht von typisch tauberfränkischen Spezialitäten über internationale Gerichte bis hin zur Gourmetküche und wird als „Essen zum Erlebnis“ beschrieben.

Lauda-Königshofen vereint auf einzigartige Weise Naturerlebnis, Weingenuss, reiche Geschichte und vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Ob Sie Ruhe in der Natur suchen, aktiv unterwegs sein möchten oder kulinarische Genüsse schätzen – die Weinstadt im Lieblichen Taubertal ist immer eine Reise wert und verspricht unvergessliche Momente.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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