Wie lange braucht man für den Olympiapark?

Olympiapark München: Wie lange dauert der Besuch?

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Der Olympiapark in München ist weit mehr als nur eine Grünfläche. Er ist ein lebendiges Denkmal der Olympischen Spiele von 1972, ein Ort der Erholung, des Sports und zahlreicher Attraktionen. Viele Besucher stellen sich die Frage: Wie lange braucht man wirklich, um den Olympiapark zu erkunden? Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn sie hängt stark davon ab, was Sie erleben möchten.

Was kann man in der Nähe von Olympiapark München machen?
Munich Marienplatz.Englischer Garten.Schloss Nymphenburg.Residenz München.Allianz Arena.Viktualienmarkt.BMW Museum.Olympiapark München.

Die reine Gehzeit für eine Runde durch den Park, die viele der Hauptattraktionen passiert, beträgt laut unserer Erfahrung etwa eineinhalb Stunden. Die Wege sind gut ausgebaut und die Strecke ist mit knapp 5 Kilometern für die meisten gut zu bewältigen. Doch diese Zeitangabe berücksichtigt nicht die vielen spannenden Möglichkeiten, die der Park bietet. Aus einem anderthalbstündigen Spaziergang kann sich sehr schnell ein ganzer Tagesausflug entwickeln, wenn man sich auf das Abenteuer Olympiapark wirklich einlässt.

Ein Rundgang durch die Highlights

Unsere empfohlene Route beginnt praktischerweise an der U-Bahn-Station Olympiazentrum (U3). Direkt am Ausgang erwartet uns bereits ein architektonisches Highlight: die BMW Welt. Dieses futuristisch anmutende Gebäude ist nicht nur ein Auslieferungszentrum für Neuwagen, sondern auch ein faszinierendes Erlebniszentrum. Der Eintritt ist, abgesehen von Sonderveranstaltungen, kostenlos. Hier kann man die neuesten Modelle bestaunen, von eleganten Limousinen über leistungsstarke Sportwagen bis hin zu zukunftsweisenden Elektroautos. Auch einige legendäre Klassiker, wie die charmante Isetta, sind hier oft zu finden. Wer sich tiefer in die Geschichte der bayerischen Automobilkunst vertiefen möchte, findet auf der gegenüberliegenden Seite der Lerchenauer Straße das BMW Museum, das allerdings einen separaten Eintritt kostet.

Weiter geht unsere Tour Richtung Süden. Wir überqueren den Georg-Brauchle-Ring und passieren die SoccAreana, eine Halle für Indoor-Fußball. Schnell erreichen wir den Willi-Daume-Platz. Hier befindet sich auf der linken Seite das Sea Life München. Tauchen Sie ein in die faszinierende Unterwasserwelt, die hier von den heimischen Alpenflüssen bis zum Schwarzen Meer reicht. Die Vielfalt der Meerestiere ist beeindruckend und ein Besuch kann leicht ein bis zwei Stunden in Anspruch nehmen, je nach Interesse.

Wir halten uns am Ufer des Olympiasees rechts und spazieren direkt unterhalb des imposanten Olympiaturms nach Osten. Mit seinen 291 Metern Höhe ist er ein unübersehbares Wahrzeichen Münchens. Fast unbemerkt liegt am Ufer des Sees der „Munich Olympic Walk of Stars“ (MOWOS), wo sich Prominente verewigt haben – sogar der Dalai Lama hat hier seinen Platz gefunden. Der Olympiaturm selbst bietet eine Aussichtsplattform und ein Drehrestaurant und ist ein absolutes Highlight, das ebenfalls Zeit für den Aufstieg und den Genuss der Aussicht erfordert.

Zwischen der Olympiahalle und der Olympiaschwimmhalle führt uns der Weg auf den Coubertinplatz. Dieser Platz ist nach Baron Pierre de Coubertin benannt, dem Initiator der modernen Olympischen Spiele. Hier wird die einzigartige Zeltdachkonstruktion besonders eindrucksvoll sichtbar. Dieses legendäre Dach überspannt weite Teile des Olympiastadions, der Schwimmhalle und der Olympiahalle. Das Stadion, einst Heimat des FC Bayern München, bevor der Verein 2005 in die Allianz Arena umzog, ist ein Ort voller Geschichte. Wer mutig ist, kann im Rahmen einer geführten Tour sogar das Zeltdach überqueren oder sich per Flying-Fox auf die andere Seite schwingen. Ein Blick vom Nordtor ins Stadioninnere ist aber auch schon sehr beeindruckend.

Wir setzen unseren Weg südwestlich des Stadions fort, machen einen kleinen Bogen um die westlichen Ausläufer des Olympiasees und erreichen am Südufer den Aufstieg zum Olympiaberg. Auf dem Martin-Luther-King-Weg erklimmen wir den etwa 50 Meter hohen Berg. Der Olympiaberg mag nicht hoch sein, aber seine Geschichte ist besonders: Er besteht aus Kriegsschutt. Von seinem Gipfel bietet sich eine herrliche Panoramaaussicht über das gesamte Olympiagelände und bei Föhn sogar bis zu den Alpen. Auch die Türme der Frauenkirche im Stadtzentrum sind von hier aus gut zu erkennen. Der Abstieg erfolgt auf der Ostseite.

Unten angekommen folgen wir dem Martin-Luther-King-Weg nach Osten zur Olympia-Alm. Diese gemütliche Gaststätte ist der perfekte Ort für eine Rast. Hier kann man bei einer zünftigen Brotzeit und einem kühlen Getränk die Eindrücke sacken lassen und sich von der "Bergtour" erholen. Die sonnige Terrasse lädt zum Verweilen ein und die Einkehr kann je nach Hunger und Durst ebenfalls eine gute Weile dauern.

Gestärkt setzen wir unseren Weg fort, überqueren auf einer Brücke den Nymphenburg-Biederstein-Kanal und spazieren zurück zum Willi-Daume-Platz. Von dort geht es wie auf dem Hinweg zurück zur U-Bahn-Station Olympiazentrum, wo unsere Runde endet.

Die Zeitfalle: Warum es länger dauert als gedacht

Wie Sie sehen, ist die Frage nach der Dauer nicht mit einer einfachen Stundenzahl zu beantworten. Während die reine Gehzeit der beschriebenen Runde etwa 1,5 Stunden beträgt, verlängert sich die Aufenthaltsdauer erheblich, wenn Sie die Attraktionen besuchen möchten:

AktivitätGeschätzte Dauer
Reiner Spaziergang (ca. 5 km)ca. 1,5 Stunden
Besuch BMW Weltca. 1-2 Stunden
Besuch Sea Life Münchenca. 1,5 - 2,5 Stunden
Besuch Olympiaturm (inkl. Auf-/Abfahrt)ca. 1-1,5 Stunden
Blick ins Stadion / Kurzer Aufenthaltca. 0,5 Stunden
Einkehr Olympia-Almca. 1-2 Stunden
Gesamt (mit allen Besuchen)Ein ganzer Tag (6-8+ Stunden)

Diese Tabelle macht deutlich: Wenn Sie alle genannten Highlights in Ruhe erleben möchten, sollten Sie einen ganzen Tag einplanen. Selbst wenn Sie nur zwei oder drei Attraktionen auswählen, wird aus dem kurzen Spaziergang schnell ein Halbtagesausflug.

Planungstipps für Ihren Besuch

Um das Beste aus Ihrem Besuch im Olympiapark herauszuholen und die Zeit optimal zu nutzen, hier einige Tipps:

  • Prioritäten setzen: Überlegen Sie im Voraus, welche Attraktionen Sie unbedingt sehen möchten. Möchten Sie nur die Parkanlage und die Aussicht genießen oder liegt Ihr Fokus auf den Museen und dem Aquarium?
  • Öffnungszeiten prüfen: Informieren Sie sich über die aktuellen Öffnungszeiten der einzelnen Attraktionen (BMW Welt, Sea Life, Olympiaturm etc.), da diese variieren können.
  • Anreise: Die Anreise mit der U3 zum Olympiazentrum ist sehr einfach und empfehlenswert.
  • Verpflegung: Im Park gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Einkehr, wie die Olympia-Alm. Planen Sie hierfür Zeit ein oder bringen Sie eventuell eigene Verpflegung mit.
  • Wetter: Der Olympiapark ist bei jedem Wetter schön, aber für Spaziergänge und die Aussicht vom Olympiaberg ist trockenes Wetter natürlich angenehmer.

Häufig gestellte Fragen zum Olympiapark

Wie komme ich am besten zum Olympiapark?
Die einfachste und schnellste Anreise ist mit der U-Bahn. Die Linie U3 fährt direkt zur Haltestelle Olympiazentrum, die der ideale Ausgangspunkt für viele Touren ist.

Muss man für den Olympiapark Eintritt bezahlen?
Der Zugang zum Parkgelände selbst, inklusive des Olympiabergs, des Sees und der Wege, ist kostenlos. Eintritt wird nur für die einzelnen Attraktionen wie Sea Life, Olympiaturm, BMW Museum oder Sonderveranstaltungen erhoben. Die BMW Welt ist in der Regel kostenlos zugänglich.

Gibt es im Olympiapark Restaurants oder Cafés?
Ja, es gibt mehrere Einkehrmöglichkeiten. Die Olympia-Alm ist eine bekannte Option für eine gemütliche Pause. Darüber hinaus gibt es weitere gastronomische Angebote im Park und in den Attraktionen.

Ist der Olympiapark barrierefrei?
Ein Großteil des Olympiaparks ist gut zugänglich. Die Wege sind meist flach und asphaltiert. Einige Bereiche, wie der Aufstieg zum Olympiaberg, sind naturgemäß weniger leicht zugänglich. Die einzelnen Attraktionen verfügen in der Regel über barrierefreie Zugänge.

Kann man im Olympiapark Fahrräder mieten?
Informationen über Fahrradverleih direkt im Park sind oft saisonabhängig. Es gibt aber in München viele Anbieter und der Park ist gut mit dem Fahrrad erreichbar.

Fazit

Ob Sie nun nur einen kurzen Spaziergang im Grünen suchen, die beeindruckende Architektur bewundern oder tief in die Welt von Automobilen, Meerestieren und Sportgeschichte eintauchen möchten – der Olympiapark bietet für jeden etwas. Planen Sie Ihren Besuch nicht zu knapp, denn die Fülle an Eindrücken und Erlebnissen macht den Olympiapark zu einem Ort, an dem die Zeit gerne mal vergessen geht. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall und bietet eine wunderbare Mischung aus Natur, Kultur und Unterhaltung im Herzen Münchens.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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