Was kostet eine Seilbahnfahrt auf den Pfänder?

Die Pfänderbahn: Geschichte einer Weitsicht

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Der Pfänder, der Hausberg von Bregenz am Bodensee, ist seit jeher ein Ort der besonderen Anziehungskraft. Bekannt für seine atemberaubende Weit- und Fernsicht, lockte er schon im Biedermeier Besucher an. Doch die moderne Erschließung des Berges, insbesondere durch die Pfänderbahn, ist eine Geschichte von bemerkenswerter Weitsicht – in dreifacher Hinsicht. Zum einen bietet der Pfänder selbst diese berühmte Fernsicht. Zum anderen bewiesen die Gründer der Pfänderbahn unternehmerische Weitsicht, indem sie das touristische Potenzial erkannten und erschlossen. Schließlich zeigten die Ingenieure und Planer technische Weitsicht, indem sie eine Anlage schufen, die über Jahrzehnte hinweg den sich ändernden Anforderungen gerecht wurde. Diese drei Aspekte – die faszinierende Natur des Pfänders, das ambitionierte Unternehmen Pfänderbahn AG und die fortschrittliche Technik – stehen im Mittelpunkt der Erzählung über diese ikonische Seilbahn.

Was kostet der Parkplatz auf dem Pfänder?
Beschreibung. Parkgebühren €5,00 pro angefangene Stunde von 06.00 Uhr bis 23.00 Uhr (von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr gratis. Busse, welche die Pfänderbahn nutzen und auf dem Pfänderbahn-Busparkplatz parken, erhalten bis zu 5 Stunden Parkgebühr vergütet (gegen Abgabe der Quittung an der Pfänderbahnkassa).

Frühe Visionen zur Erschließung des Pfänders

Schon lange bevor die Pfänderbahn Realität wurde, träumten findige Köpfe von einer technischen Erschließung des Aussichtsberges. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als der Pfänder durch verbesserte Weganlagen und das Pfänderhotel touristisch immer beliebter wurde, entstanden die ersten ernsthaften Überlegungen. Man dachte groß und technologisch fortschrittlich für die damalige Zeit. Entwürfe für eine mit Dampf betriebene Zahnradbahn sowie eine elektrische Trambahn wurden noch vor der Jahrhundertwende diskutiert. Diese frühen Pläne zeugen vom wachsenden Interesse, den Aufstieg auf den Pfänder für ein breiteres Publikum zu erleichtern und den Berg als Fremdenverkehrsziel attraktiver zu machen.

Besonders weit fortgeschritten war das Projekt der Elektropioniere Jenny und Schindler. Im Jahr 1906 hegten sie den ambitionierten Plan, eine elektrische Zahnradbahn zu verwirklichen, die von Bregenz über den Gebhardsberg und Fluh bis auf den Pfänder führen sollte. Dieses Projekt spiegelte den Zeitgeist des technischen Fortschritts und den Wunsch wider, die Natur mittels Ingenieurskunst zugänglich zu machen.

Der Weg zur Drahtseilschwebebahn

Trotz der vielversprechenden Zahnradbahnprojekte wandten sich die Pläne Anfang des 20. Jahrhunderts einer anderen Technologie zu: der Personenseilbahn. Inspiriert von kostengünstigeren Techniken und den positiven Erfahrungen mit der neuen „Kohlererbahn“ in Bozen/Südtirol, einem frühen Beispiel für eine Personenseilbahn, formierte sich im Jahr 1911 eine Gruppe engagierter Bregenzer Bürger. Zusammen mit der renommierten Firma Bleichert, einem führenden Unternehmen im Seilbahnbau, planten sie eine Drahtseilschwebebahn, die direkt von Bregenz auf den Pfänder führen sollte. Dieses Konzept schien technisch und wirtschaftlich machbarer als die früheren Zahnradbahnideen.

Zwei Jahre intensiver Planung führten 1913 zu konkreten Bauplänen. Es gab detaillierte Entwürfe für die Talstation, die Bergstation und sogar für das bereits bestehende Hotel am Gipfel, das in das Gesamtkonzept integriert werden sollte. Alles schien bereit für die Umsetzung. Doch die Ereignisse des Jahres 1914 und der Ausbruch des Ersten Weltkriegs setzten diesen Plänen ein jähes Ende. Die Ressourcen, die Energie und die Aufmerksamkeit der Zeit wurden für andere Zwecke benötigt, und das Projekt Pfänderbahn musste vorerst auf Eis gelegt werden.

Die Geburt der Pfänderbahn im Seilbahnboom der Zwischenkriegszeit

Es dauerte bis ins Jahr 1927, bis die Vision schließlich Wirklichkeit wurde. Am 20. März 1927 war es soweit: Bundespräsident Michael Hainisch eröffnete feierlich die Pfänderbahn. Dieses Datum markiert einen wichtigen Meilenstein in der touristischen Erschließung Vorarlbergs und Österreichs.

Die Pfänderbahn war nicht die erste Seilbahn Österreichs, aber sie gehörte zu den Pionieren. Sie war nach der Zugspitzbahn und der Raxbahn die dritte Seilschwebebahn des Landes. Ihre Inbetriebnahme fiel in eine Zeit, die als „Seilbahnboom“ der Zwischenkriegszeit bezeichnet werden kann. In diesen Jahren erlebte der Bau von Personenseilbahnen einen bemerkenswerten Aufschwung. Allein in Österreich wurden in dieser Periode insgesamt zwölf neue Seilbahnen errichtet. Diese Entwicklung wurde durch Fortschritte in der Seilbahntechnik ermöglicht, viele davon resultierten aus den Erfahrungen und Innovationen, die während des Ersten Weltkriegs im Materialtransport gemacht wurden.

Die neuen Personenseilbahnen bauten auf zwei wichtige Traditionen auf. Einerseits profitierten sie maßgeblich von den Erkenntnissen und Techniken, die von Bergbauingenieuren entwickelt worden waren. Seilbahnen wurden seit langem im Bergbau zum Transport von Material eingesetzt. Andererseits setzten sie die Tradition der „technischen Lustbarkeiten“ fort, die das Publikum seit dem frühen 19. Jahrhundert bei großen Ausstellungen in Form von Panoramen und plastischen Schaubildern begeisterten. Seilbahnen boten eine neue, aufregende Möglichkeit, Natur und Technik zu erleben.

Erste Seilbahnen wurden tatsächlich als Brückenersatz genutzt. Schon 1870 gab es eine dokumentierte „Lufteisenbahn“ über die Bregenzer Ache. Doch die Entwürfe am Ende des 19. Jahrhunderts, wie die für den Pfänder, waren eindeutig vom aufstrebenden Fremdenverkehr inspiriert. Eine „Luftkabelbahn“ wurde 1898 sogar als touristische Attraktion im Modell einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und stieß auf großes Interesse. Das Publikum war also bereit für diese neue Form des Reisens. Die während des Ersten Weltkriegs gemachten neuen Erkenntnisse im Seilbahnbau lieferten schließlich die technische Grundlage für den Aufschwung der Schwebebahnen, der zur Realisierung der Pfänderbahn führte.

Willebold Braun: Der Architekt der Pfänderbahnstationen

Ein wichtiger Akteur bei der Realisierung der Pfänderbahn war der Architekt Willebold Braun (1882–1969). Braun, gebürtig aus Württemberg, ließ sich in Bregenz nieder und eröffnete dort 1906 ein Architekturbüro. Er entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Architekten des frühen 20. Jahrhunderts in Vorarlberg und schuf zahlreiche renommierte Bauten in der Region.

Die Gestaltung von Seilbahnstationen war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Neuland. Es gab kaum architektonische Vorbilder oder etablierte Stile für solche funktionalen Gebäude an exponierten Lagen. Die Architekten, die im Seilbahnboom der Zwischenkriegszeit tätig waren, konnten sich dieser neuen Aufgabe daher weitgehend unbelastet von Konventionen nähern. Willebold Braun entwarf die Stationen der Pfänderbahn, wobei seine Pläne von 1926 sogar einen geplanten Aufgang zur Bahn vorsahen, der bereits in der Belruptstraße begann. Seine Entwürfe trugen dazu bei, der neuen Infrastruktur eine architektonische Identität zu verleihen.

Die Pfänderbahn AG: Ein Unternehmen mit Familiengeschichte

Die Geschichte des Unternehmens „Pfänderbahn AG“ ist untrennbar mit der Bregenzer Familie Kinz verbunden. Schon im Jahr 1880 kaufte der Bregenzer Weinstubenbesitzer Ferdinand Kinz das Pfänderhotel und zeigte damit frühes Interesse an der touristischen Entwicklung des Berges. Er war auch an den Vorläuferprojekten zur Erschließung des Gebiets maßgeblich beteiligt.

Sein Sohn, Dr. Ferdinand Kinz, war Rechtsanwalt und spielte eine noch zentralere Rolle. Von 1906 bis 1929 war er Bürgermeister von Bregenz. In dieser Funktion war er bereits vor dem Ersten Weltkrieg in die frühen Pläne zur Pfändererschließung eingebunden. Gemeinsam mit Landeshauptmannstellvertreter Franz Natter griff Kinz im Jahr 1925 das Pfänderbahnprojekt erneut auf, nachdem es durch den Krieg gestoppt worden war. Natter übernahm die Leitung eines Arbeitsausschusses, der die Verhandlungen mit den Seilbahnbaufirmen führte. Er setzte sich auch intensiv für die Kapitalbeschaffung ein und lud mittels Flugblatt „die heimischen Kreise“ – also lokale Bürger und Unternehmen – dazu ein, Aktien der geplanten Gesellschaft zu zeichnen.

Die Liste der Gründungsaktionäre der Pfänderbahn AG spiegelt die breite Unterstützung wider, die das Projekt genoss. Neben öffentlichen Körperschaften wie dem Land Vorarlberg und den Gemeinden Bregenz, Lindau und Lochau beteiligten sich zahlreiche private Familien und Unternehmen aus der näheren und ferneren Umgebung. Dies zeigt, wie wichtig die Pfänderbahn für die gesamte Region angesehen wurde.

Dr. Ferdinand Kinz wurde 1928 zum Vorstand der Pfänderbahn berufen. Nach seinem Tod im Jahr 1935 übernahm der Bregenzer Bürgermeister Matthias Wachter diese Position. Der langjährige Betriebsleiter, Ing. Sepp Luger, löste Wachter 1938 als Vorstand ab. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs leitete Dipl.Ing. Anton Schwärzler das Unternehmen für sieben Jahre als Vorstand.

Am 1. März 1953 übernahm DDr. Hubert Kinz, ein weiteres Mitglied der Familie, als Vorstand die Geschäftsführung der Aktiengesellschaft. Seine Amtszeit war außergewöhnlich lang und prägend; er leitete das Unternehmen fast ein halbes Jahrhundert lang. Viele wegweisende Entscheidungen und Modernisierungen fielen in diese Zeit. Seit dem 1. März 2001 hat DI Thomas E. Kinz, ebenfalls aus der Familie Kinz, diese Aufgabe als Alleinvorstand inne und führt damit die lange Familientradition an der Spitze der Pfänderbahn fort. Die Geschichte der Pfänderbahn AG ist somit eng mit der Familie Kinz verbunden.

Wichtige Meilensteine und Entwicklungen

Die fast hundertjährige Geschichte der Pfänderbahn ist reich an Ereignissen und Entwicklungen. Sie spiegelt die Höhen und Tiefen des Tourismus, technische Fortschritte und die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens wider. Hier sind einige der wichtigsten Stationen:

JahrEreignis
1927Eröffnung der Pfänderbahn am 20. März als dritte Seilschwebebahn Österreichs.
1932Begrüßung des 1.000.000sten Fahrgastes.
1933Die Grenzsperre der deutschen Reichsregierung führt zu einem starken Rückgang der Besucherzahlen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
1935Ausbau der Schlauchabfahrt fördert den Wintertourismus und macht den Pfänder attraktiv für Skifahrer.
1936Aufhebung der Tausendmarksperre und KdF-Aktionen bringen einen großen Aufschwung.
1938Anschluss Österreichs führt zu starker Aufwärtsentwicklung; alte Holzkabinen werden durch Leichtmetallkabinen ersetzt.
1939-1945Besucherstrom bricht auch während des Krieges nicht ab; Zerstörung der Anlage wird verhindert.
1948Austausch des Tragseils II nach 22 Jahren und einer Beschädigung durch einen Granatsplitter.
1953DDr. Hubert Kinz übernimmt die Geschäftsführung als Vorstand.
1954Einbau einer Plattformwaage in der Talstation vereinfacht den Einlass.
1955Inbetriebnahme des Sessellifts Hintermoos.
1959Beginn des Umbaus der gesamten Betriebsanlage.
1960Wiederaufnahme des Betriebs mit neuen Leichtmetallkabinen für 38 Personen.
1961Pfänderbahn AG erwirbt Mehrheit an Brandner Seilbahnen (später Bergbahnen Brand GmbH).
1971Abbau der alten Schlepp- und Sessellifte; Neubau als Schlepplifte neuer Bauart.
1974Neubau des Berghaus Pfänder nach Brand des alten Hotels sichert die Bewirtung.
197750-jähriges Jubiläum der Pfänderbahn.
1994/95Kompletter Neubau der Pfänderbahn mit Großraumkabinen für 80 Personen; Diskussion um die neue 54m hohe Stütze.
1998Verkauf der Anteile an den Bergbahnen Brandnertal; Eröffnung des Pfänderbahn Museums.
1999Eröffnung des neuen Parkhauses in der Schillerstraße; Begrüßung des 26.000.000sten Fahrgastes.
2000Abschluss der Neugestaltung der Pfänderbahn-Anlagen; 2 Stunden freie Parkzeit für Besucher; erstmals über 100.000 Fahrgäste in einem Monat (August); Bodensee-Erlebniskarte trägt zum Erfolg bei.
2001DDr. Hubert Kinz wechselt in den Aufsichtsrat nach 48 Jahren als Vorstand; DI Thomas E. Kinz übernimmt die Leitung; Begrüßung des 27.000.000sten Fahrgastes.
200275-jähriges Jubiläum; Vergrößerung des Kinderspielplatzes mit längster Trockenrutsche Vorarlbergs.
2005Eröffnung des Seepanorama (Aussichtskanzel); 29.000.000ste Besucherin; Einbau beheizter Frontscheiben in Kabinen.
200780-jähriges Jubiläum; Begrüßung des 30.000.000sten Fahrgastes.
2016Ehemalige Adlerwarte wird als Ausstellungsort genutzt ('Hor(s)t der Kunst').
201790-jähriges Jubiläum mit Veranstaltungen.
2018Begrüßung des 37.000.000sten Fahrgastes.
2019Eröffnung des neuen Seminarraums und der 360°-Panoramaterrasse; erneute Auszeichnung 'Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen'; 25. Jubiläum des Pfänderlaufs.
2020Betriebseinstellung aufgrund von Corona-Maßnahmen (15. März - 15. Mai).
2022Erneuerung des Zugseils nach 27 Jahren; Einsatz einer speziellen Spleiß-Brücke.
2023Begrüßung des 40.000.000sten Fahrgastes.
2024Begrüßung des 41.000.000sten Fahrgastes am 6. August.

Technik im Wandel der Zeit

Die Pfänderbahn war bei ihrer Eröffnung 1927 eine moderne Anlage, die auf den neuesten Erkenntnissen des Seilbahnbaus basierte. Die anfänglichen Holzkabinen wurden relativ bald, schon 1938, durch leichtere und geräumigere Kabinen aus Leichtmetall ersetzt, um dem steigenden Besucheransturm besser gerecht zu werden. Ein umfassender Umbau der gesamten Betriebsanlage fand 1959/1960 statt, was die Kapazität der Kabinen auf 38 Personen erhöhte.

Der wohl einschneidendste technische Sprung erfolgte jedoch Mitte der 1990er Jahre. Im Rahmen eines kompletten Neubaus in den Jahren 1994/95 wurde die Anlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Es wurden moderne Großraumkabinen angeschafft, die nun beeindruckende 80 Personen fassen konnten. Dieser Neubau beinhaltete auch die Errichtung einer neuen, 54 Meter hohen Pfänderstütze. Während diese Stütze zunächst Diskussionen auslöste, überwogen schnell die technischen Vorteile, die sie für den Betrieb und die Stabilität der Bahn bot, und die anfänglichen Gegenstimmen verstummten. Zuletzt wurde 2022 nach 27 Jahren das Zugseil erneuert, ein technisch anspruchsvoller Vorgang, der das Engagement für Sicherheit und Modernität unterstreicht.

Attraktionen am Pfänder

Der Pfänder ist mehr als nur eine Seilbahnstation; er ist ein beliebtes Ausflugsziel mit vielfältigen Attraktionen, die im Laufe der Jahre erweitert wurden. Neben der unvergleichlichen Aussicht auf den Bodensee, das Rheintal und hunderte Alpengipfel, die seit jeher Besucher anzieht, bietet der Berg heute einiges mehr. Nach dem Brand des alten Pfänderhotels wurde 1974 das Berghaus Pfänder neu errichtet und sorgt seitdem für die Bewirtung der Gäste. Ein besonderes Highlight für Familien ist der Kinderspielplatz, der 2002 vergrößert und mit der längsten Trockenrutsche Vorarlbergs ausgestattet wurde.

Im Jahr 2005 wurde das Seepanorama eröffnet, eine spezielle Aussichtskanzel mit einem fotografischen Panorama, das hilft, die umliegenden Gipfel und Orte zu identifizieren. Kulturelle Akzente wurden 2016 gesetzt, als die ehemalige Adlerwarte nach dem Ende der Flugschauen als Ausstellungsort für Kunst genutzt wurde. Die Bergstation selbst wurde 2019 um einen neuen Seminarraum und eine beeindruckende 360°-Panoramaterrasse auf dem Dach erweitert, die neue Möglichkeiten für Veranstaltungen und den Genuss der Aussicht bieten.

Fahrgastrekorde und Jubiläen

Die Beliebtheit der Pfänderbahn spiegelt sich in den stetig steigenden Fahrgastzahlen wider. Schon 1932, nur fünf Jahre nach der Eröffnung, wurde der 1.000.000ste Fahrgast begrüßt. Die Millionenmarken fielen in den folgenden Jahrzehnten immer schneller. Die Begrüßung des 26.000.000sten Fahrgastes 1999, des 30.000.000sten Fahrgastes 2007, des 40.000.000sten Fahrgastes 2023 und des 41.000.000sten Fahrgastes im August 2024 sind eindrucksvolle Belege für den anhaltenden Erfolg. Besonders hervorzuheben ist der August 2000, als erstmals seit dem Neubau die Frequenz von über 100.000 Personen in einem einzigen Monat überschritten wurde – ein Beweis für die Anziehungskraft der modernisierten Bahn und neuer Angebote wie der Bodensee-Erlebniskarte.

Die Pfänderbahn hat im Laufe ihrer Geschichte mehrere bedeutende Jubiläen gefeiert, darunter das 50-jährige Bestehen 1977, das 75-jährige Jubiläum 2002 und das 90-jährige Jubiläum 2017. Diese Anlässe wurden oft mit besonderen Veranstaltungen und Aktionen für die Gäste gefeiert und unterstreichen die tiefe Verwurzelung der Bahn in der Region und ihre Bedeutung als touristische Institution.

Herausforderungen und Zukunft

Die Pfänderbahn hat in ihrer Geschichte auch schwierige Zeiten gemeistert. Die Grenzsperre 1933 brachte das Unternehmen in wirtschaftliche Bedrängnis, und auch die Kriegsjahre stellten eine Herausforderung dar, auch wenn der Betrieb aufrechterhalten werden konnte. Die COVID-19-Pandemie führte 2020 zu einer mehrmonatigen Einstellung des Betriebs, eine beispiellose Situation in der modernen Geschichte der Bahn. Doch die Pfänderbahn hat sich stets als widerstandsfähig erwiesen und blickt dank kontinuierlicher Investitionen und Anpassungen optimistisch in die Zukunft.

Die Pfänderbahn ist heute ein Paradebeispiel für die gelungene Verbindung von Naturerlebnis, technischer Innovation und unternehmerischem Engagement. Ihre Geschichte ist ein Spiegelbild der Entwicklung des Tourismus in Vorarlberg und der Region Bodensee. Von den kühnen Visionen des späten 19. Jahrhunderts bis zur modernen, leistungsfähigen Bahn von heute hat die Pfänderbahn Generationen von Besuchern sicher und bequem auf den Gipfel gebracht, um die unvergleichliche Weitsicht zu genießen.

Häufig gestellte Fragen zur Pfänderbahn

Wann wurde die Pfänderbahn eröffnet?
Die Pfänderbahn wurde am 20. März 1927 eröffnet.

Wer hat die Stationen der Pfänderbahn entworfen?
Die Entwürfe für die Stationen stammen vom Architekten Willebold Braun.

Wem gehört die Pfänderbahn AG?
Die Pfänderbahn AG gehört öffentlichen Körperschaften (Land Vorarlberg, Gemeinden Bregenz, Lindau, Lochau) sowie zahlreichen privaten Familien und Unternehmen. Die Geschäftsführung liegt seit langem in den Händen der Familie Kinz.

Welche technischen Neuerungen gab es im Laufe der Zeit?
Wichtige Neuerungen waren der Ersatz der Holzkabinen durch Leichtmetallkabinen (1938), ein umfassender Umbau 1959/60, ein kompletter Neubau mit Großraumkabinen (80 Personen) und neuer Stütze 1994/95 sowie die Erneuerung des Zugseils 2022.

Welche Attraktionen gibt es am Pfänder neben der Aussicht?
Zu den Attraktionen gehören das Berghaus Pfänder (Gastronomie), ein großer Kinderspielplatz mit Trockenrutsche, das Seepanorama (Aussichtskanzel), das Pfänderbahn Museum, ein Seminarraum und eine 360°-Panoramaterrasse auf der Bergstation.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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