Ist Frank Rosin ein gelernter Koch?

Frank Rosin: Vom Lehrling zum Sternekoch

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Frank Rosin ist aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Als charismatischer und oft direkter Coach in Formaten wie „The Taste“ oder als Retter in der Not in „Rosins Restaurant“ hat er sich fest in den Herzen der Zuschauer etabliert. Doch bei all seiner Präsenz im Rampenlicht als TV-Star und Sternekoch stellt sich vielen die Frage: Ist Frank Rosin eigentlich ein gelernter Koch oder hat er sich seinen Weg an die Spitze selbst beigebracht?

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Die Antwort ist eindeutig: Ja, Frank Rosin ist ein gelernter Koch, der eine solide Ausbildung absolviert hat. Sein beruflicher Weg begann ganz klassisch mit einer fundierten Ausbildung zum Koch. Von 1982 bis 1985 verbrachte er seine Lehrjahre in zwei renommierten Häusern in Gelsenkirchen: dem Hotel „Monopol“ und dem Restaurant „Kaiserau“. In dieser Zeit legte er das entscheidende Fundament für seine spätere Weltkarriere und erlernte das Handwerk von der Pike auf, welches ihn schließlich zu einem der bekanntesten Küchenchefs Deutschlands machen sollte. Diese frühen Jahre prägten seinen Stil und vermittelten ihm das notwendige Rüstzeug, um später eigene Wege in der Gastronomie zu gehen und höchste Auszeichnungen zu erreichen.

Nachdem Frank Rosin seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hatte, zog es ihn, wie viele ambitionierte junge Köche seiner Zeit, in die Ferne, um seinen Horizont zu erweitern und neue kulinarische Erfahrungen zu sammeln. Er begab sich auf eine ausgedehnte Wanderschaft, die ihn unter anderem nach Spanien und Kalifornien führte. Diese internationale Zeit ermöglichte es ihm, verschiedene Küchenstile, Techniken und Produkte kennenzulernen, was seine Kochkunst nachhaltig beeinflusste. Ein besonders prägender Abschnitt dieser Reise war seine Tätigkeit als Souschef auf der „Sea Cloud“. Dieses Luxussegelschiff bot ihm die einzigartige Gelegenheit, weiter um die Welt zu reisen und gleichzeitig auf höchstem Niveau zu kochen. Die Arbeit in solch einem exklusiven Umfeld schärfte sein Können und bereitete ihn auf die Herausforderungen vor, die ihn später in seiner eigenen Küche erwarten sollten.

Ist Frank Rosin ein gelernter Koch?
Der Sternekoch hat alles erreicht. Er hat es geschafft, sich ganz nach oben hochzuarbeiten. Seine Lehre als Koch absolvierte Frank Rosin von 1982 bis 1985 im Hotel "Monopol" und im Restaurant "Kaiserau" in Gelsenkirchen. Nach seiner Ausbildung zog es ihn in die große, weite Welt.

Im Jahr 1990 entschied sich der weitgereiste Koch, sesshaft zu werden und seinen Traum vom eigenen Restaurant zu verwirklichen. Zunächst eröffnete Frank Rosin sein Restaurant in Gelsenkirchen. Später traf er die Entscheidung, mit seinem gastronomischen Betrieb in seine Heimatstadt Dorsten umzuziehen. An diesem neuen Standort etablierte er sein Konzept der regionalen Gourmet-Küche, die auf hochwertigen Produkten und kreativen Interpretationen basiert. Dieser Schritt markierte einen wichtigen Meilenstein in seiner Karriere und war der Beginn einer Ära, die von kulinarischem Erfolg gekrönt sein sollte. Sein Engagement und seine Innovationskraft in der Küche blieben nicht lange unbemerkt.

Die harte Arbeit und die kompromisslose Qualität, die Frank Rosin in seinem Restaurant in Dorsten bot, zahlten sich aus. Im Jahr 2004 wurde er für seine herausragende Kochkunst mit seinem ersten Michelin-Stern ausgezeichnet. Diese prestigeträchtige Ehrung ist ein Zeichen höchster Anerkennung in der Welt der Gastronomie und bestätigt die Exzellenz seiner Küche. Doch Rosin ruhte sich nicht auf diesem Erfolg aus, sondern strebte weiter nach Perfektion. Sieben Jahre später, im Jahr 2011, folgte die Verleihung des zweiten Michelin-Sterns. Damit reihte sich Frank Rosin endgültig in die Riege der absoluten Spitzenköche Deutschlands ein. Zwei Sterne bedeuten eine Küche von herausragender Qualität, die eine Reise wert ist. Diese Auszeichnungen unterstreichen nicht nur sein Talent und seine Kreativität, sondern auch die Konstanz und das hohe Niveau, das er in seinem Restaurant hält.

Parallel zu seiner erfolgreichen Karriere als Restaurantbesitzer und Sternekoch begann Frank Rosin auch, die Welt des Fernsehens zu erobern. Seine authentische Art, sein Fachwissen und seine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären, machten ihn schnell zu einem beliebten TV-Gesicht. Eine seiner bekanntesten Rollen war die des Coaches in der beliebten Kochshow „The Taste“. Seit 2013 fesselte dieses Format das Publikum, indem es Hobby- und Profiköche in einem spannenden Wettbewerb gegeneinander antreten ließ, bei dem es um die Chance auf 50.000 Euro Preisgeld und die Veröffentlichung eines eigenen Kochbuchs ging. Fast zehn Jahre lang prägte Frank Rosin die Show mit seinen markanten Sprüchen und seinem unverkennbaren Stil. Er war eine feste Größe im Team der Coaches und führte sein Team immer wieder zum Erfolg.

Nach der Jubiläumsstaffel im Jahr 2022 traf Frank Rosin die Entscheidung, sich von „The Taste“ zu verabschieden. Dieser Schritt ermöglichte es ihm, sich neuen kulinarischen Projekten und Herausforderungen zuzuwenden. In einem Video auf seiner Facebook-Seite drückte er seine Dankbarkeit und Wertschätzung für seine Jurykollegen aus. Er bezeichnete Angelina Kirsch, Tim Raue, Alexander Herrmann und Alex Kumptner als Freunde und Mentoren, was die gute Zusammenarbeit und den persönlichen Respekt innerhalb des Teams unterstreicht. Seine Nachfolge bei „The Taste“ trat Nelson Müller an, ein weiterer bekannter Koch, der ebenfalls für seine Expertise geschätzt wird.

Doch die Fernsehpräsenz von Frank Rosin blieb ungebrochen. Im Jahr 2023 kehrte er mit einem völlig neuen Format auf die Bildschirme zurück, nachdem er im Vorjahr bereits bei „Roadtrip Amerika – Drei Spitzenköche auf vier Rädern“ zu sehen war. Für dieses neue Projekt hat sich der kulinarische Maestro etwas Besonderes für seine treuen Fans ausgedacht und eine spannende Zusammenarbeit angekündigt. Auf Instagram gab er die bevorstehende Kooperation mit dem österreichischen Koch und ehemaligen „The Taste“-Kollegen Alexander Kumptner bekannt. Diese Partnerschaft versprach frischen Wind und eine neue Dynamik, die das Publikum gespannt erwartete.

Das gemeinsame Projekt von Frank Rosin und Alexander Kumptner widmet sich einem wichtigen und aktuellen Thema in der Gastronomiebranche. Rosin erklärte das Ziel der neuen Show mit den Worten: „Lieblingsrestaurants, Kultimbisse, Traditionsgaststätten stehen leer. Mit einem neuen TV-Projekt wollen wir gemeinsam das Gastronomie-Sterben bekämpfen.“ Dieses Zitat verdeutlicht die Mission der Sendung: Sie wollen aktiv gegen das Verschwinden traditioneller und beliebter Gastronomiebetriebe vorgehen. Ähnlich wie in seiner früheren erfolgreichen Show „Rosins Restaurant“, in der er Gastronomen in Schwierigkeiten unterstützte und ihnen half, ihre Betriebe wieder auf Kurs zu bringen, möchten Frank Rosin und Alexander Kumptner auch mit diesem neuen Format etwas Positives bewirken und der Branche helfen. Das Konzept der neuen Sendung sieht vor, aufstrebenden Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Traum vom eigenen Restaurant zu verwirklichen. Sie bieten Unterstützung, Know-how und eine Plattform, um neue gastronomische Konzepte zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Dieses Engagement zeigt, dass Frank Rosin seine Bekanntheit und Expertise nutzt, um nicht nur zu unterhalten, sondern auch einen Beitrag zur Belebung der Gastronomieszene zu leisten.

Neben seiner Leidenschaft für das Kochen, die ihn zum Sternekoch und erfolgreichen TV-Persönlichkeit gemacht hat, hegt Frank Rosin noch eine weitere tiefe Verbundenheit: die Musik. Es mag für manche überraschend sein, dass der gefeierte Koch ursprünglich eine ganz andere Leidenschaft pflegte. Rosin selbst offenbart: „Musik hat mich mein Leben lang begleitet und war bei mir definitiv vor dem Kochen da. Mit Musik fing eigentlich alles an, und ich habe nie damit aufgehört.“ Für ihn gehören Musik und Kochen untrennbar zusammen, da beides den Genuss und das Leben feiert. Als Jugendlicher spielte Frank Rosin aktiv in einer Jazz-Rock-Band, was seine musikalischen Wurzeln verdeutlicht. Auch heute noch widmet er sich mit voller Inbrunst seinen beiden Leidenschaften. Neben seiner Tätigkeit als TV-Koch und Besitzer des Restaurants „Rosin“ macht er weiterhin Musik. Im Jahr 2014 brachte er sogar ein eigenes Album namens „One“ unter dem Namen „Soul Seeds by Frank Rosin“ auf den Markt. Dies zeigt, dass die Musik für ihn weit mehr als nur ein Hobby ist, sondern ein integraler Bestandteil seiner Persönlichkeit und seines kreativen Ausdrucks.

Abseits des Rampenlichts und der Küchenarbeit gibt es auch Einblicke in das Privatleben von Frank Rosin, auch wenn er dieses weitgehend schützt. Im Jahr 2006 heiratete er seine Frau Claudia. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder, zwei Töchter und einen Sohn. Obwohl sie seit 2019 getrennte Wege gehen, betonte Rosin stets, dass die Kinder für ihn an erster Stelle stehen. Details über sein Familienleben hält der TV-Koch weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Die Namen seiner Kinder sind beispielsweise nicht in der Boulevardpresse zu finden, was seinen Wunsch nach Privatsphäre in diesem Bereich unterstreicht.

Eine private Begebenheit, die Frank Rosin jedoch mit seinen Fans und der Öffentlichkeit teilte, war ein schrecklicher Autounfall im Herbst 2016. Er war gemeinsam mit seiner Familie auf der Autobahn A31 bei Gladbeck in einen Verkehrsunfall verwickelt. Glücklicherweise wurde die Familie nur leicht verletzt und konnte nach einer Untersuchung im Krankenhaus rasch Entwarnung gegeben werden. Dieses Ereignis machte Rosin die Zerbrechlichkeit des Lebens bewusst und zeigte ihm, was wirklich zählt. Er meldete sich kurz nach dem Unfall auf Facebook zu Wort und beschrieb die Situation aus seiner Sicht: „Wenn du mit deiner Familie im Auto sitzt, und natürlich hatte meine Tochter richtig Angst, dann ist plötzlich überhaupt nichts mehr wichtig. Keine Termine, nichts. Ich hatte einen Puls von fast 200!“ Später teilte er ein Foto des Unfallgeschehens und bedankte sich ausdrücklich bei allen Helfern: „Habe heute einen Verkehrsunfall auf der A31 gehabt. Ich möchte mich auf diesem Weg bei der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, Marienhospital Bottrop und allen Menschen bedanken die sofort und selbstlos allen Beteiligten, meiner Familie und mir geholfen haben. Vielen Dank!!!“ Diese öffentliche Äußerung unterstreicht seine Dankbarkeit und die Bedeutung, die er der selbstlosen Hilfe in Notfällen beimisst.

Neben seiner Ausbildung, seiner Karriere als Sternekoch und seiner TV-Präsenz gibt es noch einige weitere interessante Fakten über Frank Rosin. Wussten Sie zum Beispiel, dass eines seiner absoluten Lieblingsgerichte Königsberger Klopse sind? Er selbst sagt dazu: „Die Besten gab es bei meiner Großmutter. Und auch wenn ich das Originalrezept besitze, gelingt es mir einfach nicht, den gleichen Geschmack zu erzielen.“ Dies zeigt seine Verbundenheit zur traditionellen deutschen Küche und Kindheitserinnerungen. Ein weiteres Detail aus seiner frühen Karriere ist, dass Frank Rosin bis 1994 für das leibliche Wohl in der VIP-Lounge des FC Schalke 04 verantwortlich war – eine interessante Station, die seine Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Privat genießt es Frank Rosin auch mal, nicht am Herd stehen zu müssen, und schätzt die Kochkünste anderer, insbesondere die seiner (ehemaligen) Frau, die er als hervorragende Köchin bezeichnet. Frank Rosin ist nicht nur ein erfolgreicher Fernsehkoch und Restaurantbesitzer, er hat seine Erfahrungen und sein Wissen auch in einigen Büchern festgehalten. Dazu gehören Kochbücher, aber auch seine Biografie mit dem einprägsamen Titel „Ehrlich wie 'ne Currywurst: Mein Weg von der Pommesbude ins Sternerestaurant“. Diese Autobiografie gibt tiefe Einblicke in seinen Werdegang und zeigt, wie er es geschafft hat, seine anfänglichen Ziele – eine Familie, ein Haus und einen Porsche – zu erreichen und sich bis ganz nach oben hochzuarbeiten.

Häufig gestellte Fragen zu Frank Rosin:

Ist Frank Rosin ein gelernter Koch? Ja, Frank Rosin absolvierte von 1982 bis 1985 eine Kochausbildung im Hotel „Monopol“ und im Restaurant „Kaiserau“ in Gelsenkirchen.

Wie viele Michelin-Sterne hat Frank Rosin? Frank Rosin hat zwei Michelin-Sterne für sein Restaurant „Rosin“ in Dorsten erhalten. Den ersten Stern im Jahr 2004 und den zweiten im Jahr 2011.

In welchen bekannten TV-Shows war Frank Rosin zu sehen? Er war Coach bei „The Taste“, Juror bei „Topfgeldjäger“, half Gastronomen in „Rosins Restaurant“ und war Teil von „Roadtrip Amerika“. Zuletzt startete er ein neues Format mit Alexander Kumptner.

Hat Frank Rosin ein eigenes Restaurant? Ja, er ist Besitzer des Restaurants „Rosin“ in Dorsten, das für seine regionale Gourmet-Küche bekannt ist.

Was ist Frank Rosins Lieblingsgericht? Sein Lieblingsgericht sind Königsberger Klopse, besonders die nach dem Rezept seiner Großmutter.

Was ist über das Privatleben von Frank Rosin bekannt? Er war mit Claudia Rosin verheiratet, von der er seit 2019 getrennt lebt. Sie haben drei gemeinsame Kinder. Er schützt sein Privatleben weitgehend, teilte aber Details zu einem Autounfall im Jahr 2016.

Hat Frank Rosin Bücher geschrieben? Ja, er hat mehrere Kochbücher sowie eine Autobiografie mit dem Titel „Ehrlich wie 'ne Currywurst: Mein Weg von der Pommesbude ins Sternerestaurant“ veröffentlicht.

Frank Rosins Karriere ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie eine fundierte Ausbildung, harte Arbeit, weltweite Erfahrung und eine große Portion Persönlichkeit zum Erfolg führen können. Vom Lehrling über den Weltenbummler und Sternekoch bis hin zum beliebten TV-Star hat er viele Facetten gezeigt und die deutsche Gastronomie- und Fernsehlandschaft maßgeblich mitgeprägt.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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