Rosa Luxemburg war eine der bedeutendsten und zugleich umstrittensten Persönlichkeiten der europäischen Arbeiterbewegung und des Sozialismus. Ihre Ideen, ihr politischer Kampf und ihr tragisches Ende prägten das frühe 20. Jahrhundert und wirken bis heute nach. Ihr Leben war ein ständiger Kampf gegen Unterdrückung, Nationalismus und Revisionismus, geprägt von Intellekt, Leidenschaft und unerschütterlichem Glauben an die internationale Solidarität der Arbeiterklasse.

Geboren in der ländlichen Mittelstadt Zamość im russisch kontrollierten Teil Polens, wuchs Rosalia Luxenburg, wie sie ursprünglich hieß, in einem weltoffenen jüdischen Elternhaus auf. Ihr Geburtsdatum ist Gegenstand historischer Debatten, wobei neuere Biografen den 5. März 1871 als wahrscheinlich ansehen. Ihr Familienname wurde durch einen behördlichen Fehler zu Luxemburg, ihren Vornamen verkürzte sie zu Rosa. Ihre Eltern, Eliasz (später Edward) und Lina Luxenburg, gehörten keiner Religionsgemeinschaft oder politischen Partei an, sympathisierten aber mit der polnischen Nationalbewegung und förderten die Bildung ihrer Kinder intensiv. Die Familie sprach Polnisch und Deutsch und pflegte die klassische und romantische deutsche und polnische Dichtung.
Rosa erhielt eine umfassende humanistische Bildung, beherrschte mehrere Sprachen und interessierte sich für Literatur, Botanik, Geologie und Musik. Eine falsch behandelte Hüftleiden im Kindesalter führte zu einer lebenslangen Gehbehinderung. Schon früh zeigte sie politischen Sinn: Mit 13 Jahren schrieb sie ein sarkastisches Gedicht über Kaiser Wilhelm I. Während ihrer Schulzeit in Warschau engagierte sie sich in einem geheimen Fortbildungskreis und kam mit der marxistischen Gruppe „Proletariat“ in Kontakt. 1888 bestand sie das Abitur als Klassenbeste, erhielt aber keine Medaille „wegen oppositioneller Haltung gegenüber den Behörden“. Kurz darauf musste sie vor der Zarenpolizei fliehen und emigrierte in die Schweiz.
Studium und politische Anfänge in der Schweiz
Im Februar 1889 begann Rosa Luxemburg ihr Studium an der Universität Zürich, einer der wenigen Universitäten im deutschsprachigen Raum, die Frauen und Männer gleichberechtigt zuließ. Sie studierte zunächst Philosophie, Mathematik, Botanik und Zoologie, wechselte dann zu Rechts- und Staatswissenschaften mit Schwerpunkten auf Volkswirtschaftslehre und Krisentheorien. Ihr Doktorvater Julius Wolf bezeichnete sie später als „begabteste“ seiner Studenten. In Zürich, einem Zentrum für politisch verfolgte Sozialisten, knüpfte sie rasch Kontakte zu Emigrantenvereinen und russischen Marxisten wie Pawel Axelrod und Georgi Plechanow. Sie lernte Leo Jogiches kennen, der ihr Partner und lebenslanger politischer Weggefährte wurde. Er finanzierte ihr Studium und brachte ihr konspirative Methoden bei.
Gemeinsam mit Jogiches, Julian Balthasar Marchlewski und Adolf Warski gründete sie 1893 die Pariser Exilzeitung Sprawa Robotnicza („Arbeitersache“). Darin vertrat sie einen streng internationalistischen Kurs, der sich gegen die nationalen Unabhängigkeitsbestrebungen der Polnischen Sozialistischen Partei (PPS) richtete. Luxemburg argumentierte, dass die polnische Arbeiterklasse sich nur gemeinsam mit den Arbeitern Russlands, Deutschlands und Österreichs emanzipieren könne und dass ein unabhängiger polnischer Nationalstaat ein anachronistischer Rückschritt sei. Beim Kongress der 2. Internationale 1893 in Zürich vertrat sie diese Position vehement, wurde aber von der Mehrheit ausgeschlossen, die die PPS als einzige legitime polnische Delegation anerkannte.
Als Reaktion gründete sie mit ihren Freunden im August 1893 die Partei Sozialdemokratie des Königreiches Polen (SDKP), später erweitert zur Sozialdemokratie des Königreichtums Polen und Litauens (SDKPiL). Die SDKP sah sich als Nachfolgerin des „Proletariats“ und strebte eine liberaldemokratische Verfassung für das gesamte Russische Kaiserreich mit Autonomie für Polen an, um eine gemeinsame polnisch-russische sozialistische Partei aufzubauen. Luxemburg leitete die „Arbeitersache“ bis 1896 und verteidigte das SDKP-Programm international. Ihre kompromisslose Haltung gegen den Nationalismus brachte ihr viele Konflikte ein und machte sie zur Zielscheibe antisemitischer Angriffe.
1897 promovierte Rosa Luxemburg in Zürich mit dem Prädikat magna cum laude über Polens industrielle Entwicklung. Ihre Dissertation sollte ökonomisch untermauern, dass die Wiederherstellung eines unabhängigen Polens illusorisch sei, da Russisch-Polen eng in den russischen Kapitalmarkt integriert war.
Wortführerin der Linken in der SPD
Um die SPD und die Arbeiter im deutsch besetzten Teil Polens zu erreichen, zog Rosa Luxemburg 1897 nach Deutschland. Sie heiratete Gustav Lübeck, den Sohn ihrer Zürcher Gastfamilie, um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Ab 1898 lebte sie in Berlin und trat sofort der SPD bei, die als fortschrittlichste sozialistische Partei Europas galt. Durch ihre Sprachgewandtheit und rhetorischen Fähigkeiten erwarb sie sich schnell Ansehen als Expertin für polnische Angelegenheiten und Wahlkämpferin.
Nach Aufhebung der Sozialistengesetze 1890 wuchs die SPD, und viele ihrer Abgeordneten setzten auf parlamentarische Arbeit und Reformen statt auf revolutionären Umsturz. Eduard Bernstein begründete ab 1896 den Revisionismus, der argumentierte, der Sozialismus könne evolutionär durch Reformen erreicht werden. Rosa Luxemburg wurde zur schärfsten Kritikerin dieser Richtung. 1898 übernahm sie die Chefredaktion der Sächsischen Arbeiterzeitung und eröffnete den öffentlichen Kampf gegen Bernsteins Thesen, die sie später in ihrem Buch „Sozialreform oder Revolution?“ zusammenfasste. Sie argumentierte, echte Sozialreformen müssten dem Ziel der sozialen Revolution dienen, da Sozialismus nur durch die Machtübernahme des Proletariats und die Umwälzung der Produktionsverhältnisse zu erreichen sei. Sie forderte die „Revisionisten“ auf, die Partei zu verlassen, da sie das Parteiziel aufgegeben hätten. Obwohl sie innerhalb der SPD viel Zustimmung fand, stieß sie als Jüdin und Ausländerin auch auf Ablehnung.
Nach Konflikten in Dresden zog sie wieder nach Berlin und schrieb anonym Artikel für verschiedene SPD-Zeitungen. Sie knüpfte enge Freundschaften, unter anderem mit Clara Zetkin. Sie setzte ihren Kampf gegen militaristische Tendenzen in der SPD fort und wurde zunehmend als wichtige sozialistische Denkerin wahrgenommen.
1900 starb ihr Vater, und Leo Jogiches zog zu ihr nach Berlin. Ihre Ehe mit Gustav Lübeck wurde aufgelöst. 1904 wurde sie wegen „Majestätsbeleidigung“ zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie die Aussagen Kaiser Wilhelms II. über die Situation der deutschen Arbeiter kritisiert hatte. Sie kritisierte auch Lenins zentralistisches Parteikonzept. 1905 wurde sie Redakteurin beim Vorwärts. Im Dezember 1905 reiste sie illegal nach Warschau, um die russische Revolution 1905 zu unterstützen. Nach ihrer Verhaftung und Freilassung traf sie in Petersburg russische Revolutionäre, darunter Lenin.
Luxemburg warnte früh vor einem drohenden Krieg der europäischen Großmächte und griff den deutschen Militarismus und Imperialismus an. 1906 wurde sie wegen „Anreizung verschiedener Klassen der Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten“ zu zwei Monaten Haft verurteilt. Ihre Erfahrungen aus der russischen Revolution verarbeitete sie in der Schrift „Massenstreik, Partei und Gewerkschaften“ (1906), in der sie den Generalstreik als Mittel gegen den Krieg forderte. Dies führte 1910 zum Bruch ihrer Freundschaft mit Karl Kautsky. Ab 1907 lehrte sie an der SPD-Parteischule in Berlin Wirtschaftsgeschichte und Nationalökonomie. 1913 rief sie in Reden Hunderttausende zur Kriegsdienst- und Befehlsverweigerung auf, was zu einer Verurteilung zu 14 Monaten Gefängnis führte.
Während des Ersten Weltkriegs: Opposition und weitere Haft
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs und die Zustimmung der SPD-Reichstagsfraktion zu den Kriegskrediten am 4. August 1914 waren ein schwerer Schlag für Rosa Luxemburg. Sie sah darin ein folgenreiches Versagen der SPD und den Sieg des Opportunismus. Gemeinsam mit anderen Kriegsgegnern der SPD gründete sie am 5. August die „Gruppe Internationale“, aus der 1916 die „Spartakusgruppe“ hervorging. Sie gaben gemeinsam mit Karl Liebknecht die illegalen Spartakusbriefe heraus, die zur Ablehnung des Krieges und zur Vorbereitung einer internationalen Revolution aufriefen.
Ab Februar 1915 musste Rosa Luxemburg ihre Haftstrafe antreten. Nach einer kurzen Entlassung wurde sie nach dem Schutzhaft-Gesetz erneut verhaftet und verbrachte zwischen 1915 und 1918 über drei Jahre im Gefängnis, unter anderem in Wronke und Breslau. Während der Haft schrieb sie wichtige Aufsätze, die illegal veröffentlicht wurden. In „Die Krise der Sozialdemokratie“ (Pseudonym Junius) rechnete sie mit der SPD ab und analysierte den Charakter des Krieges als imperialistischen Konflikt. Lenin kannte und lobte diese Schrift, ohne die Verfasserin zu kennen.
Die Februarrevolution 1917 in Russland weckte neue Hoffnungen. Als die SPD die Kriegsgegner ausschloss, gründeten diese die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD), der sich der Spartakusbund anschloss. Luxemburg verfolgte die Ereignisse in Russland genau und schrieb den Aufsatz „Zur russischen Revolution“, in dem sie Lenins Revolution begrüßte, aber seine Strategie scharf kritisierte und vor einer Diktatur der Bolschewiki warnte. Hier formulierte sie ihren berühmten Satz: „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ Trotz ihrer Vorbehalte rief sie unermüdlich zu einer deutschen Revolution nach russischem Vorbild auf und forderte eine „Diktatur des Proletariats“, die sie jedoch als demokratische Eigenaktivität der Arbeiter verstand, nicht als Herrschaft einer Avantgarde.
Novemberrevolution und KPD-Gründung
Die Novemberrevolution erreichte Berlin am 9. November 1918. Rosa Luxemburg wurde am selben Tag aus der Haft entlassen und traf am 10. November in Berlin ein. Gemeinsam mit Karl Liebknecht reorganisierte sie den Spartakusbund und gab die Zeitung „Die Rote Fahne“ heraus. Sie forderte eine Amnestie für politische Gefangene und die Abschaffung der Todesstrafe. Sie betonte, dass Bürgerkrieg nur ein anderer Name für Klassenkampf sei und Sozialismus nicht durch parlamentarischen Mehrheitsbeschluss eingeführt werden könne.
Während Ebert und die SPD-Führung im Ebert-Groener-Pakt heimlich mit der OHL zusammenarbeiteten, um eine weitergehende Revolution zu verhindern, forderte Rosa Luxemburg in der „Roten Fahne“ alle Macht für die Räte, die Entwaffnung und Umerziehung der heimgekehrten Soldaten und die „Bewaffnung des Volkes“. Sie lehnte Terror nach bolschewistischem Vorbild ab, sah aber Gewalt als notwendig an, um den Widerstand der Kapitalistenklasse zu brechen. Beim Reichsrätekongress im Dezember 1918, bei dem der Spartakusbund kaum vertreten war, entschieden sich die Räte für parlamentarische Wahlen zur Nationalversammlung und lösten sich selbst auf.
Am 1. Januar 1919 gründeten die Spartakisten und andere linkssozialistische Gruppen die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Sie nahm Rosa Luxemburgs Spartakusprogramm an, das betonte, dass Kommunisten die Macht niemals ohne erklärten mehrheitlichen Volkswillen ergreifen würden. Luxemburgs Empfehlung, an den Parlamentswahlen teilzunehmen, wurde von der Parteitagsmehrheit abgelehnt.
Als Ebert am 4. Januar 1919 den Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn (USPD) absetzte, riefen revolutionäre Obleute am 5. Januar zu einem Generalstreik auf und besetzten das Berliner Zeitungsviertel. Obwohl Karl Liebknecht diesen sogenannten Spartakusaufstand unterstützte, hielt Rosa Luxemburg ihn für verfrüht und unzureichend vorbereitet. Sie kritisierte Liebknecht intern scharf, riet öffentlich aber nicht vom Aufstand ab. Während dieser Zeit kursierten Mordaufrufe gegen die Spartakusführer, finanziert unter anderem von der „Antibolschewistischen Liga“. Von Gustav Noske befehligte Truppen, darunter Freikorps, schlugen den Aufstand gewaltsam nieder und töteten Hunderte von Aufständischen.

Ermordung und Nachwirkungen
In ihren letzten Tagen verfolgte Rosa Luxemburg trotz gesundheitlicher Probleme aktiv das revolutionäre Geschehen. In ihrer letzten Veröffentlichung bekräftigte sie ihr Vertrauen in die Arbeiterklasse, die aus Niederlagen lernen und sich zum „Endsieg“ erheben werde. Seit Dezember 1918 riefen Flugblätter und Plakate der „Antibolschewistischen Liga“ explizit zur Tötung der Anführer des Aufstandes auf, namentlich Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.
Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in einer Wohnung in Berlin-Wilmersdorf festgenommen und in das Eden-Hotel gebracht, wo der Stab der Garde-Kavallerie-Schützen-Division unter Hauptmann Waldemar Pabst residierte. Sie wurden über Stunden verhört und schwer verletzt. Pabst beschloss mit seinen Offizieren ihre Ermordung, die wie eine spontane Tat Unbekannter aussehen sollte. Dieser Mord wurde von ihm bis zu seinem Lebensende als Hinrichtung im nationalen Interesse betrachtet.
Beim Verlassen des Hotels schlug der Jäger Otto Wilhelm Runge Rosa Luxemburg mehrfach mit einem Gewehrkolben nieder. Sie wurde in einen Wagen geworfen, und der Freikorps-Leutnant Hermann Souchon erschoss sie mit einem Schuss in den Kopf. Kurt Vogel ließ ihre Leiche in den Berliner Landwehrkanal werfen. Die offizielle Lesart sprach von einer Tötung durch eine aufgebrachte Menschenmenge und Entwendung der Leiche.
Da ihr Leichnam zunächst nicht gefunden wurde, fand am 25. Januar 1919 eine symbolische Bestattung mit einem leeren Sarg auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde neben Karl Liebknecht statt, an der über 100.000 Menschen teilnahmen. Die Ermordung der Spartakusführer löste bürgerkriegsähnliche Unruhen in ganz Deutschland aus, die von Noske und Freikorps blutig niedergeschlagen wurden.
Am 31. Mai 1919 wurde Rosa Luxemburgs Leichnam im Landwehrkanal gefunden. Um Unruhen zu vermeiden, verhängte Noske eine Nachrichtensperre. Nach der Obduktion, die einen Pistolennahschuss als Todesursache bestätigte, wurde der Leichnam am 13. Juni 1919 neben Karl Liebknecht beigesetzt. Zehntausende begleiteten die Bestattung.
Ihr Grab wurde 1935 von den Nationalsozialisten eingeebnet und ihre Gebeine entnommen. Spätere Versuche, ihre sterblichen Überreste zu finden, blieben erfolglos. Während jahrzehntelang Kurt Vogel als Mörder galt, gilt heute die Täterschaft von Hermann Souchon als erwiesen, wobei beide Offiziere sowie Otto Runge unmittelbar an der Tat beteiligt waren.
Der Rosa-Luxemburg-Platz: Eine Namensgeschichte
Der Platz in Berlin, der heute den Namen Rosa Luxemburgs trägt, hatte zuvor andere Bezeichnungen. Nach Kriegsende wurde der ehemalige Bülowplatz zunächst in Liebknecht-Platz umbenannt. Im Jahr 1947 erhielt er den Namen Luxemburg-Platz. Erst im Jahr 1969 wurde der Platz offiziell in Rosa-Luxemburg-Platz umbenannt, zu Ehren der Revolutionärin und Theoretikerin.
Häufig gestellte Fragen zu Rosa Luxemburg
Wie hieß der Rosa-Luxemburg-Platz früher?
Der Platz hieß früher Bülowplatz, dann Liebknecht-Platz (ab Kriegsende), Luxemburg-Platz (ab 1947) und schließlich Rosa-Luxemburg-Platz (ab 1969).Wo wurde Rosa Luxemburg geboren?
Rosa Luxemburg wurde in Zamość im russisch kontrollierten Teil Polens geboren.Warum zog Rosa Luxemburg in die Schweiz?
Sie musste 1888 vor der Zarenpolizei fliehen, da ihre Mitgliedschaft in der verbotenen Gruppe „Proletariat“ entdeckt worden war.Was war die SDKP?
Die SDKP (Sozialdemokratie des Königreiches Polen, später SDKPiL) war eine von Rosa Luxemburg mitgegründete Partei, die einen streng internationalistischen Kurs verfolgte und die nationale Unabhängigkeit Polens ablehnte.Warum zog Rosa Luxemburg nach Deutschland?
Sie wollte die SPD und die Arbeiter im deutsch besetzten Teil Polens wirksamer für die SDKP gewinnen. Dazu benötigte sie die deutsche Staatsbürgerschaft, die sie durch Heirat erlangte.Was war der Revisionismusstreit?
Der Revisionismusstreit war eine Debatte innerhalb der SPD um die Thesen Eduard Bernsteins, der argumentierte, der Sozialismus könne evolutionär durch Reformen statt durch eine Revolution erreicht werden. Rosa Luxemburg war eine Hauptgegnerin dieser Position.Warum wurde Rosa Luxemburg verhaftet?
Sie wurde mehrfach verhaftet und verurteilt, unter anderem wegen „Majestätsbeleidigung“ (1904), „Anreizung verschiedener Klassen der Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten“ (1906) und „Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gesetze und Anordnungen der Obrigkeit“ (1914). Während des Ersten Weltkriegs wurde sie nach dem Schutzhaft-Gesetz in „Sicherungsverwahrung“ genommen.Was war der Spartakusbund?
Der Spartakusbund war eine linkssozialistische Gruppe innerhalb der SPD (später USPD), die sich gegen den Ersten Weltkrieg und die Burgfriedenspolitik der SPD stellte. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gehörten zu den Gründern.Wann wurde Rosa Luxemburg ermordet?
Rosa Luxemburg wurde am 15. Januar 1919 ermordet.Wer war an ihrer Ermordung beteiligt?
An ihrer Ermordung waren Mitglieder der Garde-Kavallerie-Schützen-Division beteiligt, darunter Hauptmann Waldemar Pabst (der den Befehl gab), Otto Wilhelm Runge (der sie niederschlug) und Hermann Souchon (der sie erschoss). Kurt Vogel war ebenfalls beteiligt und ließ ihre Leiche versenken.
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