Die Vox-Sendung „First Dates – Ein Tisch für Zwei“ hat sich seit 2018 zu einem beliebten Format entwickelt, bei dem Singles unter der charmanten Führung von TV-Koch Roland Trettl die Chance auf die große Liebe erhalten. In einem stilvollen Restaurantambiente, das auf den ersten Blick täuschend echt wirkt, verbringen die Kandidaten ihr erstes Blind Date. Doch viele Zuschauer fragen sich: Ist dieses einladende Lokal ein echtes Restaurant, das jeder besuchen kann, oder verbirgt sich dahinter mehr als nur ein Ort zum Speisen? Diese Frage beschäftigt viele Fans der Sendung, die Woche für Woche gespannt verfolgen, wie sich die Blind Dates entwickeln.

Das Konzept ist simpel und genial: Zwei Menschen, die sich noch nie gesehen haben, treffen sich in einem extra dafür geschaffenen Ambiente, um sich bei einem gemeinsamen Abendessen kennenzulernen. Die Kameras sind dabei so unauffällig wie möglich platziert, oft ferngesteuert, um eine natürliche Atmosphäre zu gewährleisten. Ziel ist es, dass die Singles sich so fühlen, als wären sie ungestörte Gäste in einem ganz normalen Lokal und nicht Teilnehmer einer Fernsehproduktion. Diese sorgfältig inszenierte Umgebung trägt maßgeblich zum Erfolg der Sendung bei.
Die perfekte Illusion: Ein Restaurant, das keines ist
Wenn man die Sendung verfolgt, wirkt das „First Dates“ Restaurant auf den ersten Blick wie ein typisches, gehobenes Lokal. Man sieht fein gedeckte Tische, eine einladende Bar, an der Barkeeper Nic Shanker die Gäste mit einem Begrüßungscocktail empfängt, und gemütliche Sitzbereiche. Alles scheint darauf ausgelegt zu sein, eine romantische und entspannte Stimmung zu schaffen, ideal für ein erstes Kennenlernen.
Doch wer genauer hinsieht oder bereits etwas über die Hintergründe der Sendung gehört hat, dem fallen schnell Ungereimtheiten auf. Auffällig ist zum Beispiel das Fehlen von echten Fenstern, die in einem normalen Restaurant für natürliches Licht und eine Verbindung zur Außenwelt sorgen würden. Stattdessen wirken die Wände oft künstlich und glatt, optimiert für die Ausleuchtung. Auch die Beleuchtung selbst ist für ein normales Restaurantambiente ungewöhnlich hell und gleichmäßig, was wiederum der Kameraarbeit zugute kommt. Diese Details sind kleine Indizien dafür, dass das „First Dates“ Restaurant mehr Schein als Sein ist – zumindest im Sinne eines öffentlich zugänglichen Gastronomiebetriebs.
Die Wahrheit hinter den Kulissen: Ein speziell gebautes TV-Set
Die einfache und klare Antwort auf die Frage, ob man das „First Dates“ Restaurant einfach so besuchen und dort essen gehen kann, lautet: Nein. Wie ein Sprecher des Senders Vox auf Nachfrage bestätigte, handelt es sich bei dem Drehort nicht um ein reguläres Restaurant, sondern um ein speziell für die Sendung errichtetes TV-Set. Dieses befindet sich in einer umgebauten Halle im Kölner Stadtteil Köln-Ehrenfeld.
Die Halle wurde aufwendig zu dem stilvollen Restaurant umfunktioniert, das die Zuschauer aus dem Fernsehen kennen. Jeder Winkel, jede Dekoration und jede Sitzgelegenheit ist bewusst platziert, um die ideale Kulisse für die Blind Dates zu schaffen. Die gesamte Infrastruktur, von der Küche über die Bar bis hin zu den Tischen, ist darauf ausgelegt, den Betrieb während der Dreharbeiten zu simulieren und den Kandidaten eine möglichst authentische Restaurant-Erfahrung zu bieten – auch wenn es sich technisch um eine Filmkulisse handelt. Die Illusion ist dabei so perfekt, dass viele Zuschauer die wahre Natur des Ortes nicht erkennen.
Mehr als nur Dates: Wer sitzt noch im Lokal?
Für aufmerksame Zuschauer ist es kein Geheimnis: Das „First Dates“ Restaurant ist während der Aufzeichnung nicht leer, abgesehen von den datenden Paaren. Im Hintergrund sieht man oft andere Gäste, die an der Bar sitzen, sich unterhalten oder ebenfalls an Tischen speisen. Wer sind diese Personen?
Ein Teil dieser Personen sind tatsächlich Komparsen. Diese werden von der Produktionsfirma engagiert, um das Restaurant mit Leben zu füllen und den Eindruck eines belebten Lokals zu verstärken. Sie agieren als Hintergrundgäste, führen gestellte Gespräche oder sitzen einfach nur da, um das Bild eines vollen Restaurants zu vervollständigen. Laut Angaben der Produktionsfirma Warner.Bros Deutschland werden Komparsen in der Regel für einige Stunden am Drehtag eingesetzt und erhalten dafür eine Gage sowie Verpflegung. Es ist sogar möglich, sich als Paar zu bewerben, um gemeinsam als Hintergrundgäste aufzutreten.

Zusätzlich zu den engagierten Komparsen sieht man im Hintergrund manchmal auch Kandidaten, die bereits ihr Date hatten oder auf ihr Date warten. Die Sendung wird in Blöcken aufgezeichnet, und so kann es vorkommen, dass Teilnehmer aus verschiedenen Episoden gleichzeitig im „Restaurant“ anwesend sind, auch wenn nur ein oder zwei Dates pro Folge im Mittelpunkt stehen.
So kommen Sie doch noch ins "First Dates" Restaurant
Auch wenn Sie nicht einfach einen Tisch reservieren und dort zu Abend essen können wie in einem herkömmlichen Restaurant, gibt es tatsächlich Wege, um selbst einmal die Atmosphäre des „First Dates“ Restaurants in Köln-Ehrenfeld zu erleben. Es gibt im Wesentlichen zwei Hauptmöglichkeiten:
Möglichkeit 1: Werden Sie selbst Kandidat
Die offensichtlichste und für viele wohl spannendste Möglichkeit ist, sich selbst als Single für die Sendung zu bewerben. „First Dates – Ein Tisch für Zwei“ sucht kontinuierlich nach Singles aller Altersgruppen, Hintergründe und Berufe, die bereit sind, sich auf ein Blind Date vor laufenden Kameras einzulassen und die Liebe zu finden. Auf der Webseite der Sendung gibt es einen Bereich für Bewerbungen, über den Interessierte ihre Chance suchen können. Wenn Ihre Bewerbung erfolgreich ist und die Redaktion den passenden Date-Partner für Sie findet, werden Sie eingeladen, im berühmten Restaurant Platz zu nehmen und Ihr Glück zu versuchen. Dies ist der direkte Weg, um am Geschehen teilzuhaben und Roland Trettl und sein Team kennenzulernen.
Möglichkeit 2: Als Komparse dabei sein
Eine weniger im Fokus stehende, aber ebenfalls praktikable Option ist die Bewerbung als Komparse. Produktionsfirmen, die Formate wie „First Dates“ produzieren, suchen regelmäßig nach Personen, die als Statisten oder Hintergrunddarsteller fungieren. Jobportale, die sich auf die Medienbranche spezialisiert haben, sind oft der richtige Ort, um solche Ausschreibungen zu finden. Wie bereits erwähnt, wurden in der Vergangenheit Komparsen im Alter von 20 bis 60 Jahren gesucht. Die Arbeit als Komparse bietet die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen einer Fernsehproduktion zu werfen und die Atmosphäre des Sets hautnah zu erleben, auch wenn man nicht selbst im Mittelpunkt eines Dates steht. Es ist eine interessante Erfahrung für alle, die neugierig sind, wie Fernsehen gemacht wird, und dabei etwas Geld verdienen möchten.
Das Essen bei "First Dates": Qualität und Kosten
Die Kandidaten bei „First Dates“ schwärmen oft vom Essen, das ihnen während ihres Dates serviert wird. Auch wenn Roland Trettl als Gastgeber und TV-Koch das Gesicht der Sendung ist, kocht er die Gerichte für die Kandidaten nicht selbst. Die Speisen werden von einer fest angestellten Köchin zubereitet, die sicherstellt, dass die Qualität den Ansprüchen von Trettl und der Produktion entspricht. Die Kandidaten können aus einer Auswahl an Gerichten wählen, die oft gehobene Küche widerspiegeln, wie zum Beispiel Kalbsbäckchen, gebeizter Lachs oder Kaninchen – Gerichte, die man in einem feinen Restaurant erwarten würde.
Was die Kosten betrifft: Nach dem kostenlosen Begrüßungscocktail, den Barkeeper Nic Shanker serviert, bezahlen die Dating-Partner ihre Speisen und Getränke selbst. Laut Berichten sind die Preise für die gebotene Qualität und das Ambiente im Verhältnis „recht günstig“. Kein Hauptgericht soll demnach über 20 Euro kosten. Dies macht das Date auch finanziell zugänglich für die Teilnehmer und simuliert die Situation eines echten Restaurantbesuchs, bei dem jeder für seinen Konsum aufkommt.
Es ist wichtig zu betonen, dass der Restaurantbetrieb ausschließlich während der Dreharbeiten stattfindet. Es gibt keine regulären Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit. Sobald die Aufzeichnungen beendet sind, wird das Set nicht mehr als Restaurant genutzt, bis die nächste Staffel oder ein Spezialformat gedreht wird.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist das "First Dates" Restaurant ein echtes, öffentlich zugängliches Restaurant?
Antwort: Nein, das "First Dates" Restaurant ist ein speziell für die TV-Sendung errichtetes TV-Set und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Es simuliert lediglich ein Restaurant.

Wo genau befindet sich der Drehort?
Antwort: Der Drehort befindet sich in einer umgebauten Halle im Stadtteil Köln-Ehrenfeld.
Wer kocht die Gerichte für die Kandidaten?
Antwort: Die Gerichte werden von einer Köchin zubereitet, die für die Produktion arbeitet. Gastgeber Roland Trettl ist nicht selbst am Herd tätig, überwacht aber die Qualität.
Müssen die Teilnehmer ihr Essen bezahlen?
Antwort: Ja, die Kandidaten bezahlen ihre bestellten Speisen und Getränke selbst, ausgenommen ist der kostenlose Welcome-Cocktail an der Bar.
Sind alle Gäste im Restaurant tatsächlich auf einem Date?
Antwort: Nein, neben den datenden Paaren sind auch Komparsen anwesend, die als Hintergrundgäste engagiert wurden, um das Restaurant belebter wirken zu lassen.
Wann hat das "First Dates" Restaurant geöffnet?
Antwort: Das "First Dates" Restaurant ist nur während der Dreharbeiten für die TV-Sendung geöffnet. Es gibt keine regulären Öffnungszeiten.
Wie sieht das "First Dates" Restaurant von innen aus?
Antwort: Es ist als stilvolles Restaurant mit Bar und Sitzbereichen eingerichtet. Es fehlen jedoch echte Fenster, die Wände wirken künstlich, und die Beleuchtung ist sehr hell – typische Merkmale eines Filmsets.
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