Wem gehört das Jagdschloss Kranichstein?

Jagdschloss Kranichstein: Neustart unter Stahl

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Die Nachricht Ende 2020 traf viele Stammgäste und Freunde des Hotels Jagdschloss Kranichstein in Darmstadt ins Mark: Das beliebte Haus sollte zum 31. Dezember seinen Betrieb einstellen. Doch nun gibt es Grund zur Freude und zum Aufatmen. Mit Wirkung zum 1. Mai 2021 hat Hoteldirektor Stefan Stahl die Geschicke des 4-Sterne-Superior-Hauses in die Hand genommen. Die Vertragsunterzeichnung zwischen Stahl und der Stiftung Hessischer Jägerhof, dem Eigentümer der Immobilie, am 18. Januar 2021 machte den Weg für einen vielversprechenden Neustart frei.

Wann wurde Kranichstein gebaut?
Am 24.05.1968 legten der Stadtplaner Ernst May, der hessische Innenminister Heinrich Schneider und OB Ludwig Engel den Grundstein für den Stadtteil Neu-Kranichstein, der auf der „Grünen Wiese“, auf Grund und Boden von Prinz Ludwig von Hessen entstand, den die Stadt 1965 für 16 Millionen DM gekauft hatte.

Der Vertrag sichert den Betrieb unter Stahls Führung für die nächsten zehn Jahre, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre. Dies ist nicht nur ein mutiger Schritt in die Selbstständigkeit, insbesondere angesichts der globalen Herausforderungen, die das Gastgewerbe derzeit prägen, sondern auch ein klares Bekenntnis zu diesem einzigartigen Standort und seiner Geschichte. Stefan Stahl selbst äußert sich optimistisch: „Es erscheint sicher mutig, unter den gegebenen Umständen den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, aber ich vertraue darauf, dass die Krise bald überwunden sein wird.“ Dieses Vertrauen speist sich nicht zuletzt aus der Loyalität bisheriger Kunden. Zahlreiche Firmenkunden haben bereits zugesagt, ihre Veranstaltungen weiterhin in den atmosphärischen Räumlichkeiten des Hauses durchzuführen. Auch viele Hochzeitsgesellschaften, die ihre Feierlichkeiten im Jahr 2020 verschieben mussten, planen nun fest mit Terminen im Jahr 2021 im Jagdschloss Kranichstein.

Ein erfahrener Kopf am Ruder

Stefan Stahl ist kein Unbekannter im Jagdschloss Kranichstein. Er hat die aufwendige Kernsanierung und Erweiterung des Hauses im Jahr 2013 begleitet und es seit der Wiedereröffnung geleitet. Seine Verbindung zu diesem Ort ist tief. „Es ist mein Baby“, bekennt der 53-Jährige, der das Gastgewerbe von der Pike auf gelernt hat. Seine Karriere begann mit einer Ausbildung zum Restaurantfachmann, gefolgt von einer Weiterbildung zum Hotelbetriebswirt. Stationen in namhaften Häusern großer Hotelketten wie Maritim und Dorint sowie im renommierten „Schwarzen Bock“ in Wiesbaden zeugen von seiner umfassenden Erfahrung. Auch internationale Luft hat der Familienvater bereits geschnuppert und unter anderem in der Schweiz und auf Mauritius gearbeitet. Diese langjährige und vielseitige Expertise prädestiniert ihn geradezu dafür, das Jagdschloss Kranichstein erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Zuletzt sorgten 35 Mitarbeitende für das Wohl der Gäste im Hotel. Nach der vorübergehenden Schließung zum Jahreswechsel, bedingt durch die allgemeine Lage im Gastgewerbe, freut sich Stefan Stahl nun darauf, gemeinsam mit seinem Team den Betrieb am 1. Mai wieder aufzunehmen und das Haus mit neuem Leben zu füllen.

Die jüngere Geschichte des Hotels

Das Hotel Jagdschloss Kranichstein, so wie es sich den Gästen in den letzten Jahren präsentierte, wurde maßgeblich durch eine umfassende Sanierung und Erweiterung geprägt, die im Jahr 2013 stattfand. Eine Tochtergesellschaft des Industriedienstleisters Bilfinger SE hatte das Anwesen übernommen und investierte einen hohen einstelligen Millionenbetrag, um das in die Jahre gekommene Schlossareal zu revitalisieren. Dabei wurde nicht nur das Hauptgebäude saniert, sondern auch ein moderner Anbau hinzugefügt. In die Renovierungsarbeiten war auch das benachbarte Zeughaus einbezogen, das heute als Museum dient und die reiche Geschichte der Jagd in Kranichstein dokumentiert.

Am 8. Januar 2014 öffnete das Haus unter der Ägide von Bilfinger seine Pforten. Es bot fortan 48 stilvolle Zimmer und Suiten sowie drei elegante Veranstaltungsräume. Diese Räumlichkeiten waren flexibel nutzbar und konnten Gruppen von 12 bis zu 120 Personen für Tagungen, Konferenzen oder private Feierlichkeiten aufnehmen. Das gastronomische Angebot war ebenfalls auf hohem Niveau angesiedelt. Im Feinschmeckerlokal „Kavaliersbau“ konnten Gäste exquisite Speisen genießen, besonders im Sommer lockte die Sonnenterrasse mit ihrem idyllischen Blick ins Grüne. Für kleinere Bedürfnisse und das tägliche Frühstück stand ein gemütliches Bistro zur Verfügung, das auch Snacks und Kaffee/Kuchen anbot. Diese Struktur und Ausstattung bilden die Grundlage, auf der Stefan Stahl nun aufbauen wird, um das Hotel in eine neue Ära zu führen.

Das Jagdschloss Kranichstein: Ein Ort mit tiefer Geschichte

Um die Bedeutung des Hotels Jagdschloss Kranichstein vollständig zu erfassen, muss man einen Blick in die lange Geschichte des Ortes werfen. Der Name „Kranichstein“ geht auf Henne Kranich von Dirmstein zurück, dem im Jahr 1399 ein bestimmtes Rodungsgebiet in der Darmstädter Mark verliehen wurde. An der Stelle einer ehemaligen Einsiedelei entstand im 16. Jahrhundert das Jagdschloss Kranichstein. Unter Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt wurde das Schloss zu einem repräsentativen Renaissanceschloss ausgebaut. Gleichzeitig entwickelte sich ein dazugehöriges Hofgut mit Meierei, Schäferei, Wiesen, Weingärten und Fischteichen – ein typisches landwirtschaftliches Ensemble zur Versorgung des Hofes.

Im Dreißigjährigen Krieg erlitten sowohl das Schloss als auch das Hofgut erhebliche Schäden. Eine umfassende Erneuerung setzte nach Kriegsende 1648 ein. Eine besonders wichtige Rolle spielte dabei Sophie Eleonore, die Gemahlin Georgs II. Sie floh vor den Wirren der Zeit aus Darmstadt und richtete ihren Wohnsitz in Kranichstein ein. Sie vergrößerte den Wildpark (Fasanerie), ließ Teile davon ummauern (die sogenannte Gichtmauer, die bei den Darmstädter Bürgern auf Widerstand stieß, da sie alte Weidewege versperrte) und gestaltete einen Teil zu einem Lustgarten um. Das „Sorgenlos“ zwischen Steinbrücker Teich und Jagdschloss geht auf ihre Initiative zurück.

Unter den jagdbegeisterten Landgrafen Ernst Ludwig und Ludwig VIII. entwickelte sich das Schloss zu einem Zentrum höfischer Jagdkultur. Das Jagdzeughaus, das heute das Museum beherbergt, zeugt noch heute von dieser Zeit. Im 19. Jahrhundert entdeckte auch die Darmstädter Bevölkerung das Jagdschloss Kranichstein als beliebtes Ausflugsziel. Seit 1804 gab es dort eine Gastwirtschaft, die diesen Trend unterstützte. Die Großherzöge nutzten das Schloss zudem als Sommer-Residenz. Im Jahr 1917/18 wurde schließlich das Museum Jagdschloss Kranichstein eingerichtet, das die reiche Geschichte des Ortes und der Jagd lebendig hält. Heute gehört das gesamte Anwesen der Stiftung Hessischer Jägerhof, die sich um den Erhalt und die Pflege dieses kulturellen Erbes kümmert.

Die Entwicklung der Siedlung Kranichstein

Die Geschichte von Kranichstein ist nicht nur die des Schlosses und des Hofguts. Zwischen dem Jagdschloss und dem 1858 eingerichteten Haltepunkt der Bahnstrecke Mainz-Aschaffenburg entwickelte sich auf Arheilger Gemarkung eine Eisenbahnersiedlung, die ebenfalls den Namen Kranichstein erhielt. Das Stationsgebäude am Haltepunkt wurde 1896 zu einem zweistöckigen Bahnhof umgebaut. Nach der Verstaatlichung der Ludwigsbahn und der Übernahme durch die Preußisch-Hessische Staatsbahnen im selben Jahr wurde die Station Kranichstein zu einem Güterbahnhof ausgebaut. Die Bahn begann, für das stark angewachsene Personal am Bahnhof Häuser zu errichten. Das erste Wohnhaus für Eisenbahnerfamilien entstand 1899. In den folgenden Jahren wuchs die Siedlung weiter, inklusive zweier Gastwirtschaften: die „Wartburg“ und die Wirtschaft „Zur Ludwigsbuche“. Mit der Inbetriebnahme des neuen Darmstädter Hauptbahnhofs 1912 wurde der Kranichsteiner Güterbahnhof zum selbstständigen Bahnbetriebswerk aufgewertet. Weitere Häuser entstanden, und die Siedlung „Rundhausen“ bildete 1929/30 einen vorläufigen Abschluss. Zu dieser Zeit lebten etwa 800 Menschen in 78 Häusern. Bemerkenswert ist, dass die Siedlung anfangs kaum Infrastruktur besaß – weder Arzt, Apotheke, Schule noch Kirche. Gasanschluss gab es erst 1929. Das größte Problem war die fehlende Wasserversorgung, die erst Ende 1936 flächendeckend hergestellt wurde. Die Kanalisation folgte sogar erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese Entwicklung zeigt, wie sich der Bereich Kranichstein über Jahrhunderte von einem abgelegenen Jagdgebiet zu einem vielschichtigen Quartier wandelte.

Wem gehört das Jagdschloss Kranichstein?
Das Hotel Jagdschloss Kranichstein wurde 2013 von einer Tochtergesellschaft des Industriedienstleisters Bilfinger SE übernommen, der das in die Jahre gekommene Anwesen für einen hohen einstelligen Millionenbetrag kernsanierte und um einen Anbau erweiterte.

Abgrenzung: Das Hofgut Kranichstein

Oft wird das Hotel Jagdschloss Kranichstein mit dem benachbarten Hofgut Kranichstein verwechselt oder in einen Topf geworfen. Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich hierbei um zwei unterschiedliche Liegenschaften handelt, auch wenn sie historisch und geografisch eng verbunden sind. Das Hofgut Kranichstein beherbergt eine große Reitanlage und gehört, ebenso wie das Jagdschloss selbst, zu den Liegenschaften des Adelshauses Hessen. Genauer gesagt, ist eine Erbengemeinschaft des Hauses Hessen der Eigentümer der Reitanlage.

Über viele Jahre hinweg wurde die Reitanlage vom Reiterverein Darmstadt betrieben. Vor etwa einem Jahr gab es jedoch einen Betreiberwechsel. Eine Betreibergesellschaft unter der Führung des Unternehmers Markus Winkler übernahm die Pacht der Anlage. Vorausgegangen war diesem Wechsel ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen dem Haus Hessen und dem Reiterverein Darmstadt. Gegenstand der gerichtlichen Auseinandersetzung, die sogar bis vor den Bundesgerichtshof getragen wurde, waren Pachtzahlungen sowie Rechte und Pflichten aus dem Pachtvertrag. Der Bundesgerichtshof entschied letztinstanzlich zugunsten des Verpächters, dem Haus Hessen. Dies machte eine Fortführung der ursprünglichen Konstellation mit einem Verein als Pächter schwierig.

Markus Winkler, der selbst als Einstaller auf dem Hof aktiv war, nutzte die Gelegenheit und gründete die GmbH, die nun Pächter der Reitanlage ist. Er trat eine Nachfolge an, die mit erheblichen Herausforderungen verbunden war. Wie auf vielen vereinsgeführten Anlagen hatte sich auch auf dem Hofgut Kranichstein über die Jahre ein erheblicher Investitionsstau aufgebaut. Während Vereine oft Schwierigkeiten haben, notwendige Modernisierungen zu finanzieren, da Banken heute risikobewusster sind als früher, kann ein privater Betreiber hier oft andere Wege gehen.

Heute fallen die Modernisierungsbemühungen sofort ins Auge, wenn man das Hofgut besucht. Überall wird gearbeitet: Ein Bulldozer steht am Reitplatz, der Boden für eine neue Führanlage wird vorbereitet, die Stallgassen wurden frisch gestrichen. Trotz dieser Anstrengungen sind die Spuren des langjährigen Investitionsstaus an den schönen alten Gebäuden unübersehbar. Eine zusätzliche Herausforderung stellt der Umstand dar, dass das Hofgut unter Denkmalschutz steht, was Bau- und Sanierungsarbeiten komplexer und teurer macht.

Historisch wurde der Reiterverein stark von Prinzessin Margaret protegiert, die beispielsweise die Jahrespacht dem Verein als Spende zukommen ließ – eine Praxis, die die Erbengemeinschaft nicht fortführte und die dem Verein zunehmend die finanziellen Mittel entzog, um die Anlage instand zu halten. Markus Winkler und sein Team haben daher keine leichte Aufgabe übernommen. Doch seine Erfahrung, unter anderem aus der Führung eines Personaldienstleisters, scheint sich bei den Modernisierungsarbeiten auszuzahlen. Es wirkt, als seien die richtigen Prioritäten gesetzt worden.

Obwohl an vielen Stellen der Zahn der Zeit genagt hat, wird der Hof deutlich pferdefreundlicher gestaltet. Boxen werden um Paddocks erweitert, vorhandene Boxen saniert und vergrößert. Betriebsleiter Nico Troiano plant, Stück für Stück alle Stallungen auf diesen Standard zu bringen. Auch die Turnierplätze wurden bereits komplett saniert und mit neuen Böden ausgestattet. Experten wie die Firma Heus Reitplatzbau für die Dressurböden und die Firma Gude aus Großostheim für den Springplatz waren an der Arbeit. Die Plätze erhielten einen konventionellen Drei-Schicht-Aufbau und eine versteckte Beregnungsanlage, um die Kosten im Rahmen zu halten. Neue Holzzäune der Firma Poda umfassen die Plätze. Die neuen Anlagen haben ihre Bewährungsprobe bereits bestanden: Erste Turniere fanden statt, und die Hessischen Meisterschaften wurden dort ausgetragen.

Diese ausführliche Darstellung des Hofguts dient dazu, klarzustellen, dass das Schicksal der Reitanlage vom Hotel Jagdschloss Kranichstein zu trennen ist, obwohl beide zum historischen Kranichsteiner Ensemble gehören. Das Hotel wird von Stefan Stahl betrieben und gehört der Stiftung Hessischer Jägerhof, während das Hofgut vom Haus Hessen (Erbengemeinschaft) verpachtet und von Markus Winklers GmbH betrieben wird.

Tabelle: Vergleich von Hotel und Hofgut Kranichstein

EinheitEigentümerBetreiber (aktuell/zukünftig ab 01.05.2021)
Hotel Jagdschloss KranichsteinStiftung Hessischer JägerhofStefan Stahl
Hofgut Kranichstein (Reitanlage)Haus Hessen (Erbengemeinschaft)Markus Winkler GmbH

Herausforderungen und Zukunftsperspektiven für das Hotel

Der Neustart des Hotels Jagdschloss Kranichstein unter der Führung von Stefan Stahl erfolgt in einer Zeit, die für das Gastgewerbe nach wie vor herausfordernd ist. Die Auswirkungen der globalen Pandemie sind spürbar, und die Planbarkeit ist eingeschränkt. Dennoch ist die Übernahme durch den bisherigen Direktor ein starkes Signal des Vertrauens in den Standort und das Potenzial des Hauses. Stefan Stahl ist sich der Risiken bewusst, aber er sieht auch die Chancen. Die bereits erwähnten Zusagen von Firmenkunden und die verschobenen Hochzeiten sind ein wichtiges Fundament für den Wiederaufbau des Betriebs.

Die historische Atmosphäre des Jagdschlosses, kombiniert mit der modernen Ausstattung aus der Bilfinger-Ära, bietet eine einzigartige Kulisse für verschiedene Veranstaltungen und Aufenthalte. Das Haus ist nicht nur ein Hotel, sondern auch ein Ort der Geschichte und Kultur, insbesondere durch das angeschlossene Jagdmuseum im Zeughaus. Diese Vielseitigkeit ist ein großer Pluspunkt.

Wem gehört das Hofgut Kranichstein?
Foto: Guido Krisam. Die Reitanlage gehört ebenso wie das benachbarte Jagdschloss Kranichstein zu den Liegenschaften des Adelshauses Hessen und wurde über viele Jahre vom Reiterverein Darmstadt betrieben.

Unter der erfahrenen Führung von Stefan Stahl, der das Haus und seine Besonderheiten bestens kennt, stehen die Zeichen für eine positive Entwicklung. Es wird darum gehen, das bewährte Angebot fortzuführen, neue Impulse zu setzen und das Hotel Jagdschloss Kranichstein wieder als eine der Top-Adressen in der Region zu etablieren – für Geschäftsreisende, Tagungsgäste, Hochzeitspaare und individuelle Besucher, die die besondere Atmosphäre und die Nähe zur Natur schätzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wem gehört die Immobilie des Hotels Jagdschloss Kranichstein?

Die Immobilie, also das Gebäude und das Grundstück des Jagdschlosses, gehört der Stiftung Hessischer Jägerhof.

Wer betreibt das Hotel Jagdschloss Kranichstein ab Mai 2021?

Das Hotel wird ab dem 1. Mai 2021 von Hoteldirektor Stefan Stahl als neuem Pächter und Betreiber geführt.

Was geschah mit dem Hotel vor der Übernahme durch Stefan Stahl?

Das Hotel wurde zuvor von einer Tochtergesellschaft des Industriedienstleisters Bilfinger SE betrieben und stellte seinen Betrieb zum 31. Dezember 2020 vorübergehend ein.

Wann wurde das Jagdschloss Kranichstein ursprünglich gebaut?

Das Jagdschloss Kranichstein wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle einer ehemaligen Einsiedelei errichtet und unter Landgraf Georg I. zu einem Renaissanceschloss ausgebaut.

Gehört das Hofgut Kranichstein (Reitanlage) demselben Eigentümer wie das Hotel?

Nein, das Hofgut Kranichstein gehört dem Haus Hessen (einer Erbengemeinschaft) und wird von einer GmbH unter der Führung von Markus Winkler betrieben. Es ist eine separate Liegenschaft vom Hotel, das der Stiftung Hessischer Jägerhof gehört und von Stefan Stahl betrieben wird.

Steht das Jagdschloss oder das Hofgut unter Denkmalschutz?

Sowohl das Jagdschloss als auch das Hofgut stehen unter Denkmalschutz, was bei Sanierungen und Umbauten berücksichtigt werden muss.

Der Neustart des Hotels Jagdschloss Kranichstein unter der erfahrenen Leitung von Stefan Stahl ist ein positives Signal für die Region Darmstadt und das Gastgewerbe. Das Haus blickt auf eine reiche Geschichte zurück und ist nun bereit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Mit seinem einzigartigen Ambiente, den modernen Einrichtungen und dem engagierten Team hat das Hotel das Potenzial, wieder zu alter Stärke zurückzufinden und seinen Gästen unvergessliche Aufenthalte zu bieten.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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