Wie lange läuft man um die Krombachtalsperre?

Die Krombachtalsperre: Natur & Freizeit

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Die Krombachtalsperre, ein beeindruckender Stausee im Herzen des Westerwaldes, lockt jährlich zahlreiche Besucher an. Sie ist nicht nur ein wichtiger Wasserspeicher, sondern auch ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende und Naturliebhaber. Gelegen in einer malerischen Landschaft, bietet die Talsperre eine Fülle an Möglichkeiten, die freie Zeit aktiv oder entspannt in der Natur zu verbringen.

Wo liegt die Krombachtalsperre?
Die Krombachtalsperre liegt ein Kilometer südlich von Rehe (Westerwald) und zwei Kilometer westlich von Driedorf-Mademühlen. Einen Kilometer östlich des Ortes befindet sich der Stausee Driedorf und drei Kilometer nördlich bei Heisterberg der Heisterberger Weiher.

Das Gebiet rund um die Krombachtalsperre zeichnet sich durch seine landschaftliche Schönheit und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten aus. Ob Wassersport auf dem See, Wanderungen und Radtouren entlang des Ufers oder einfach nur die Ruhe genießen – hier findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Die Kombination aus Wasser, Wald und offenen Flächen macht die Region besonders attraktiv.

Wo liegt die Krombachtalsperre genau?

Die Krombachtalsperre befindet sich in einer reizvollen Lage, eingebettet in die Mittelgebirgslandschaft des Westerwaldes. Sie liegt etwa einen Kilometer südlich der Gemeinde Rehe (Westerwald) und zwei Kilometer westlich von Driedorf-Mademühlen. In der näheren Umgebung finden sich weitere Gewässer, die ebenfalls touristisch interessant sind: Der Stausee Driedorf liegt nur einen Kilometer östlich, und etwa drei Kilometer nördlich, bei Heisterberg, befindet sich der Heisterberger Weiher. Diese geografische Nähe zu anderen Seen und Gemeinden macht die Krombachtalsperre zu einem zentralen Punkt für Aktivitäten in der Region.

Vielfältige Freizeitmöglichkeiten an der Talsperre

Die Krombachtalsperre ist ein Zentrum für Freizeit und Erholung im Westerwald. Das Angebot reicht von Wassersport bis hin zu Aktivitäten an Land.

Wassersport und Baden

Für Wassersportler ist die Talsperre besonders attraktiv. Von April bis September wird der See intensiv von Seglern und Surfern genutzt. Der Segelclub Westerwald ist hier ansässig und veranstaltet regelmäßig Regatten, darunter auch Hessenmeisterschaften. Es ist wichtig zu wissen, dass auf dem See Segelboote bis zu 20 m² Segelfläche vor dem Wind erlaubt sind. Motorboote sind grundsätzlich nicht gestattet und dürfen nur zu Rettungs- oder Sicherungszwecken eingesetzt werden.

Auch Badegäste kommen auf ihre Kosten. Im Sommer ist die Krombachtalsperre jedes Wochenende von ehrenamtlichen Helfern des DLRG – Bezirk Dill oder Gastwachen anderer Ortsgruppen bewacht, was für zusätzliche Sicherheit sorgt. Es gibt ausgewiesene Badestellen, die zum Schwimmen und Entspannen einladen.

Unterkünfte und Camping

Für längere Aufenthalte stehen verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein Feriendorf bietet komfortable Unterkünfte, und zwei Campingplätze ermöglichen das naturnahe Erleben der Region. Diese Infrastruktur macht die Talsperre zu einem idealen Ziel für einen Urlaub oder einen Wochenendausflug.

Radfahren und Wandern

Rund um die Talsperre und in der näheren Umgebung gibt es ein gut ausgebautes Netz an Rad- und Wanderwegen. Einer dieser Wege führt auf dem Bahndamm einer ehemaligen Bahnstrecke entlang und verbindet die Talsperre mit weiteren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Diese Wege eignen sich hervorragend, um die Landschaft aktiv zu erkunden.

Wintersport

Selbst im Winter bietet die Krombachtalsperre Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Ein Teil der Wege um die Talsperre wird bei entsprechender Schneelage gespurt und kann dann zum Langlaufen genutzt werden. Dies zeigt die Vielseitigkeit des Gebiets zu jeder Jahreszeit.

Natur- und Landschaftsschutz im Fokus

Ein besonderes Merkmal der Krombachtalsperre ist die Bedeutung des Natur- und Landschaftsschutzes. Große Teile des Gebiets stehen unter besonderem Schutz, um die wertvolle Tier- und Pflanzenwelt sowie die einzigartige Landschaft zu erhalten. Es gibt drei wichtige Schutzgebiete:

Das Naturschutzgebiet Krombachtalsperre

Der nördliche Teil der Talsperre und ihre Uferzone wurden bereits 1981 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dieses Gebiet umfasst etwa 47,5 Hektar und liegt in der Gemarkung Rehe. Die Grenze zum Naturschutzgebiet ist im Wasser durch eine Bojenkette markiert. Der Hauptzweck dieses Schutzes ist die Erhaltung des Feuchtgebietes mit seinen Wasser- und Sumpfflächen sowie Flachwasserzonen. Diese bieten Lebensraum für zahlreiche seltene Pflanzen und bedrohte Vogelarten. Für Vogelbeobachter gibt es eine beheizbare Holzhütte am Ufer. Zudem wurde ein Aussichtsturm errichtet, der vom NABU Ortsverband Rennerod mit Unterstützung der Gemeinde erbaut wurde und einen ungehinderten Blick auf den See und das Naturschutzgebiet ermöglicht.

Das Landschaftsschutzgebiet Krombachtalsperre

Auf der rheinland-pfälzischen Seite der Talsperre liegt das wesentlich größere Landschaftsschutzgebiet Krombachtalsperre. Mit einer Fläche von etwa 17,0 Quadratkilometern umfasst es Gebietsteile mehrerer Gemeinden, darunter Rehe, Oberrod, Westernohe, Rennerod, Emmerichenhain, Waigandshain und Homberg. Die Nutzungseinschränkungen in diesem Gebiet sind geringer als im kleineren Naturschutzgebiet. Der Schutzzweck hier ist die Erhaltung der besonderen landschaftlichen Eigenart, ihrer Schönheit und ihres Erholungswertes. Zudem soll die Beeinträchtigung des Landschaftshaushaltes, insbesondere der Faktoren Boden, Wasser sowie Pflanzen- und Tierwelt, verhindert werden.

Das EU-Vogelschutzgebiet Hoher Westerwald

Der hessische Teil der Krombachtalsperre gehört zum EU-Vogelschutzgebiet „Hoher Westerwald“, das seit 2004 ausgewiesen ist. Dieses Gebiet erstreckt sich über den Lahn-Dill-Kreis und den Kreis Limburg-Weilburg. Die Ausweisung erfolgte, weil es sich um eines der besten hessischen Brutgebiete für eine Vielzahl seltener Vogelarten handelt, darunter Braunkehlchen, Wiesenpieper, Bekassine, Raubwürger, Schwarzkehlchen, Neuntöter, Rotmilan, Schwarzstorch und Haselhuhn. Es ist zudem ein bedeutendes Rastgebiet für den Fischadler. Dieser Schutz auf europäischer Ebene unterstreicht die hohe ökologische Bedeutung der Region.

Wie lange läuft man um die Krombachtalsperre?
Die schönsten Wanderungen rund um den KrombachstauseeHolzfiguren – Blick auf den Krombachstausee Runde von ReheLeicht01:06 4,18kmBlick auf den Krombachstausee – Aussichtshüttchen Runde von ReheMittelschwer03:21 12,7kmGipfelkreuz Knoten – Adolf-Weiss-Denkmal Runde von ReheMittelschwer03:25 12,6km

Ein Blick in die Geschichte

Die Geschichte des Gebiets um die Krombachtalsperre reicht weit zurück. Archäologische Funde und historische Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass es spätestens um 1330 eine Ansiedlung in diesem Bereich gab. Ob es sich dabei um eine einzelne Mühle oder ein ganzes Dorf handelte, ist heute nicht mehr eindeutig feststellbar. Eine Mühle wurde jedoch 1431 erstmals urkundlich erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg brannte diese Mühle ab, wurde aber 1645 wieder aufgebaut.

Spätestens seit 1534 gab es in herrschaftlichem Besitz einen künstlich angelegten Weiher, der wohl zur Fischzucht oder als Wasserspeicher diente. Dieser Weiher wurde jedoch 1873 trockengelegt. Die heutige Krombachtalsperre wurde erst viel später, in den 1940er Jahren, erbaut, um die Wasserversorgung und den Hochwasserschutz in der Region zu verbessern. Diese Vorgeschichte zeigt, dass das Gebiet schon lange vor dem Bau der heutigen Talsperre von Bedeutung war.

Rund um den See wandern: Wie lange dauert es?

Eine häufig gestellte Frage ist, wie lange man braucht, um die Krombachtalsperre zu umrunden. Die Antwort darauf ist nicht pauschal, da die genaue Länge der Wanderwege rund um den See variiert und von der gewählten Route abhängt. Es gibt verschiedene Wege, die entlang des Ufers oder durch die angrenzenden Wald- und Feldgebiete führen. Einige Wege eignen sich hervorragend für kürzere Spaziergänge, während andere zu längeren Wanderungen kombiniert werden können. Die offizielle Umrundung des Sees auf befestigten Wegen ist nicht überall möglich, insbesondere aufgrund des Naturschutzgebietes im Norden, dessen Uferzone nicht überall betreten werden darf. Wanderer und Spaziergänger nutzen in der Regel die gut ausgebauten Rad- und Wanderwege, die am See vorbeiführen oder Teilumrundungen ermöglichen. Die genaue Gehzeit hängt stark von der individuellen Fitness, dem Tempo und der Länge der gewählten Strecke ab. Es empfiehlt sich, lokale Wanderkarten zu konsultieren oder die Beschilderung vor Ort zu beachten, um die passende Route und die geschätzte Dauer zu ermitteln.

Vergleich der Schutzgebiete an der Krombachtalsperre

Um die unterschiedlichen Schutzstatus rund um die Talsperre besser zu verstehen, kann ein Vergleich hilfreich sein:

SchutzgebietLageFläche (ca.)SchutzzweckBesonderheiten
Naturschutzgebiet KrombachtalsperreNördlicher Teil, Gemarkung Rehe (Rheinland-Pfalz)47,5 haErhaltung Feuchtgebiet, seltene Pflanzen & VögelBojenmarkierung im Wasser, Vogelbeobachtungshütte, Aussichtsturm
Landschaftsschutzgebiet KrombachtalsperreRheinland-Pfälzische Seite, mehrere Gemarkungen17,0 km² (1700 ha)Erhaltung Landschaftscharakter, Schönheit, ErholungswertGeringere Nutzungseinschränkungen als NSG
EU-Vogelschutzgebiet Hoher WesterwaldHessischer Teil der Talsperre, Lahn-Dill-Kreis, Kreis Limburg-Weilburg (Hessen)Erstreckt sich über größeres GebietSchutz seltener Brut- & RastvögelBedeutendes Brutgebiet für viele Arten

Dieser Vergleich zeigt, dass das Gebiet um die Krombachtalsperre auf unterschiedlichen Ebenen geschützt ist, wobei das Naturschutzgebiet die strengsten Auflagen hat, um die empfindlichsten Bereiche zu bewahren.

Häufig gestellte Fragen zur Krombachtalsperre

Kann man in der Krombachtalsperre schwimmen?

Ja, an der Krombachtalsperre gibt es ausgewiesene Badestellen, wie zum Beispiel die Driedorfer Badestelle. Im Sommer wird die Talsperre an den Wochenenden von der DLRG bewacht, was das Baden sicherer macht.

Sind Motorboote auf der Krombachtalsperre erlaubt?

Nein, Motorboote sind auf der Krombachtalsperre grundsätzlich nicht gestattet. Eine Ausnahme bilden Boote, die zu Rettungs- oder Sicherungszwecken eingesetzt werden.

Welche Wassersportarten sind erlaubt?

Erlaubt sind Segelboote bis zu einer Segelfläche von 20 m² vor dem Wind sowie Surfen. Diese Aktivitäten sind in der Regel von April bis September möglich.

Warum gibt es ein Naturschutzgebiet an der Talsperre?

Das Naturschutzgebiet im nördlichen Teil dient dem Schutz eines wertvollen Feuchtgebietes mit seinen seltenen Pflanzen und bedrohten Vogelarten. Es ist ein wichtiger Lebensraum für viele Arten.

Wie lange dauert eine Umrundung der Krombachtalsperre zu Fuß?

Die genaue Zeit für eine Umrundung der Krombachtalsperre kann nicht pauschal angegeben werden. Es gibt kein durchgängig begehbares Wegenetz direkt am gesamten Ufer (insbesondere im Naturschutzgebiet). Die Länge und Dauer einer Wanderung hängen von der gewählten Route auf den umliegenden Rad- und Wanderwegen ab. Es empfiehlt sich, lokale Karten zu nutzen, um eine geeignete Strecke und die geschätzte Gehzeit zu finden.

Gibt es Möglichkeiten zum Übernachten?

Ja, es gibt ein Feriendorf und zwei Campingplätze in der Nähe der Krombachtalsperre, die Übernachtungsmöglichkeiten bieten.

Fazit

Die Krombachtalsperre im Westerwald ist weit mehr als nur ein Stausee. Sie ist ein lebendiges Beispiel für die gelungene Verbindung von Naturerlebnis und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Von Wassersport über Wandern bis hin zur Vogelbeobachtung bietet das Gebiet für jeden Besucher ein passendes Angebot. Die strenge Unterschutzstellung großer Bereiche gewährleistet dabei den Erhalt der einzigartigen Landschaft und ihrer wertvollen Tier- und Pflanzenwelt für zukünftige Generationen. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit und verspricht Erholung und unvergessliche Eindrücke in der Natur.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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