Was ist los auf Köln Heumarkt?

Der Kölner Heumarkt: Herz der Altstadt

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Mitten im Herzen der Kölner Altstadt liegt ein Ort, der Geschichte atmet und zugleich vor Leben sprüht: der Heumarkt. Dieser malerische und historisch bedeutsame Platz zieht seit Jahrhunderten Menschen an, sei es zum Handeln, zum Feiern oder einfach nur, um das bunte Treiben zu genießen. Von seinen Anfängen als Sumpfgebiet bis zum heutigen beliebten Treffpunkt hat der Heumarkt eine faszinierende Entwicklung durchlaufen und bleibt ein zentraler Anziehungspunkt in Köln. Er ist nicht nur ein Platz, sondern ein Spiegelbild der Stadtgeschichte und ein lebendiges Zentrum im Hier und Jetzt.

Was ist der Heumarkt in Köln?
Der 950 Meter lange Heumarkt befindet sich im Norden der Kölner Altstadt in nächster Nähe zum Rhein. Seine Lage ist in der Mitte von der Deutzer Brücke und dem Alten Markt. Im 17. Jahrhundert würde über den Heumarkt gesagt, er gehöre zu den schönsten Plätzen in Mitteleuropa.

Der Heumarkt ist bekannt für seine historischen Gebäude, seine vielfältige Gastronomieszene mit zahlreichen Restaurants und Bars sowie für die zahlreichen Veranstaltungen, die hier das ganze Jahr über stattfinden. Er ist ein Ort, der sowohl tagsüber mit Cafés und Geschäften zum Verweilen einlädt als auch abends, wenn er sich in ein lebhaftes Ausgehviertel verwandelt. Für Einheimische und Touristen gleichermaßen ist der Heumarkt ein pulsierender Treffpunkt und ein unverzichtbarer Teil des Kölner Erlebnisses.

Lage und heutige Bedeutung des Heumarkts

Mit einer Länge von rund 950 Metern erstreckt sich der Heumarkt im nördlichen Teil der Kölner Altstadt. Seine Lage ist strategisch günstig, denn er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rhein und liegt zentral zwischen der Deutzer Brücke und dem Alten Markt, einem weiteren bekannten Platz in Köln. Im 17. Jahrhundert wurde der Heumarkt aufgrund seiner Schönheit und Größe als einer der schönsten Plätze in Mitteleuropa bezeichnet und sogar mit dem weltberühmten Markusplatz in Venedig verglichen. Diese historische Anerkennung unterstreicht die einstige Pracht des Platzes.

Allerdings hat sich der Heumarkt seitdem stark verändert. Durch wiederholte Umbauten, insbesondere den Bau der Auffahrt zur Deutzer Brücke Anfang des 20. Jahrhunderts, hat der Platz einen Teil seiner ursprünglichen Größe und Form eingebüßt. Trotz dieser Veränderungen ist der Heumarkt heute ein äußerst belebter und beliebter Ort geblieben. Er zieht täglich Tausende von Menschen an und ist ein zentraler Punkt im Stadtleben.

Besonders hervorzuheben ist das ausgeprägte Gastronomie-Gewerbe auf dem Heumarkt. Zahlreiche Brauhäuser, traditionelle Kneipen und moderne Restaurants säumen den Platz. Die vielen schönen Terrassen laden bei gutem Wetter dazu ein, draußen zu sitzen und das bunte Treiben zu beobachten. Ein Besuch auf dem Heumarkt ist für viele gleichbedeutend mit dem Genuss eines kühlen Glases Kölsch, des lokalen Bieres. Die Vielfalt der gastronomischen Angebote macht den Heumarkt zu einem idealen Ort für eine Pause, ein Mittagessen oder einen geselligen Abend.

Die reiche Geschichte des Kölner Heumarkts

Die Geschichte des Heumarkts reicht weit zurück, bis in die Gründungszeit Kölns als römische Kolonie. Damals befand sich an der Stelle des heutigen Platzes ein Sumpfgebiet, das in der Nähe des römischen Hafens lag. Erst im Mittelalter begann sich der Heumarkt zu entwickeln. Er wurde zu einem wichtigen Handelsplatz. Wie sein Name bereits verrät, war der Hauptartikel, der hier gehandelt wurde, Heu. Bauern aus der Umgebung brachten ihr Heu auf den Platz und verkauften es an die in der Stadt lebenden Menschen, die es für ihre Tiere oder andere Zwecke benötigten.

Mit dem florierenden Handel wuchs auch der Wohlstand der Kaufleute und Handwerker, die auf dem Heumarkt tätig waren. Sie begannen, prächtige Gebäude rund um den Platz zu errichten. Im Jahre 1727 wurde ein bedeutendes Börsengebäude fertiggestellt, was dazu führte, dass der Platz zeitweise als „Börsenplatz“ bekannt war. Dies unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung, die der Heumarkt über Jahrhunderte hinweg innehatte.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde auf dem Heumarkt ein Theater gebaut. Dieser Ort wurde Zeuge zahlreicher kultureller Ereignisse und sogar Schauplatz persönlicher Dramen. Es ist überliefert, dass hier eine Liebschaft zwischen dem berühmten Abenteurer Casanova und der Ehefrau des damaligen Bürgermeisters ihren Anfang nahm – eine Anekdote, die die lebendige und manchmal skandalöse Geschichte des Platzes illustriert. Auch der Dichter Johann Wolfgang von Goethe soll gelegentlich auf dem Heumarkt anzutreffen gewesen sein, was die kulturelle Anziehungskraft des Ortes belegt.

Im 19. Jahrhundert spielte der Heumarkt eine Rolle in der politischen Geschichte. An der Adresse Heumarkt 65 befand sich Mitte des 19. Jahrhunderts die Redaktion, in der Karl Marx und Friedrich Engels ihre berühmte „Neue Rheinische Zeitung“ erstellten. Dies zeigt, wie der Heumarkt zu verschiedenen Zeiten ein Zentrum des städtischen Lebens in all seinen Facetten war.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Heumarkts war der Zweite Weltkrieg. Bei den schweren Bombenangriffen auf Köln wurde ein Großteil der historischen Gebäude in der Altstadt, einschließlich vieler am Heumarkt, zerstört. Der Wiederaufbau nach dem Krieg veränderte das Erscheinungsbild des Platzes erneut, auch wenn versucht wurde, den historischen Charakter so weit wie möglich zu bewahren oder wiederherzustellen.

Bemerkenswerte Denkmäler auf dem Heumarkt

Trotz der Zerstörungen des Krieges und der späteren Umbauten beherbergt der Kölner Heumarkt heute noch zwei geschützte Denkmäler, die von seiner reichen Vergangenheit zeugen.

Das erste ist das imposante Reiterstandbild, das Friedrich Wilhelm III. von Preußen darstellt. Dieses Denkmal wurde zwischen 1864 und 1878 von Gustav Hermann Blaeser geschaffen. Es steht seit 1980 unter Denkmalschutz. Seine Bedeutung liegt nicht nur in seinem Wert als Kunstwerk des 19. Jahrhunderts, sondern auch in seiner historischen Rolle für die Geschichte Kölns und insbesondere für die Beziehung der Stadt zu Preußen in dieser Zeit. Es erinnert an eine Phase, in der Köln Teil des preußischen Staates war.

Das zweite geschützte Denkmal ist das Eckhaus „Zum Goldenen Fuß“. Dieses Gebäude wurde Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet und überstand den Zweiten Weltkrieg nicht unbeschadet. Es wurde nach dem Krieg von dem bekannten Kölner Architekten Karl Band wieder aufgebaut. Das Haus steht seit 1986 unter Denkmalschutz. Historisch interessant ist, dass an dieser Stelle einst Gebäude der römischen Kolonie standen, was die lange Besiedlungsgeschichte dieses Ortes verdeutlicht. Die Fassade des Hauses „Zum Goldenen Fuß“ ist eine Besonderheit in Köln, da sie als eine der wenigen im Barock-Stil erhalten ist. Dies macht es zu einem seltenen architektonischen Zeugnis in der Stadt. Heute dient „Zum Goldenen Fuß“ als Wohn- und Geschäftsgebäude. Im Erdgeschoss befindet sich eine Kneipe, deren Decke als besonders sehenswert gilt und die historische Atmosphäre des Hauses unterstreicht.

Was ist los auf Köln Heumarkt?
Der Heumarkt in Köln ist ein malerischer historischer Platz im Herzen der Altstadt. Bekannt für seine historischen Gebäude, Restaurants, Bars und Veranstaltungen wie den Kölner Karneval. Tagsüber locken Cafés und Geschäfte, abends verwandelt sich der Platz in ein beliebtes Ausgehviertel.

Veranstaltungen und das pulsierende Leben auf dem Heumarkt

Der Heumarkt ist nicht nur ein Ort der Geschichte und Gastronomie, sondern auch ein wichtiger Schauplatz für zahlreiche Veranstaltungen, die das ganze Jahr über Besucher anziehen und das lebendige Stadtleben prägen.

Eines der bekanntesten Ereignisse, das auf dem Heumarkt gefeiert wird, ist zweifellos der Kölner Karneval. Während der "fünften Jahreszeit" verwandelt sich der Platz in eine riesige Open-Air-Party, auf der Tausende von Menschen in bunten Kostümen gemeinsam feiern, singen und schunkeln. Der Heumarkt ist einer der zentralen Hotspots des Straßenkarnevals in Köln und verkörpert das kölsche Lebensgefühl in seiner reinsten Form.

Neben dem Karneval finden auf dem Heumarkt auch Konzerte und andere kulturelle Ereignisse statt. Seine Größe und zentrale Lage machen ihn zu einem idealen Ort für größere öffentliche Veranstaltungen. Ein bemerkenswertes Ereignis der jüngeren Geschichte war die Nutzung des Platzes als Fan-Meile während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Tausende von Fußballfans versammelten sich hier, um gemeinsam die Spiele zu verfolgen und ihre Mannschaften anzufeuern, was die Bedeutung des Heumarkts als Ort für gemeinschaftliche Erlebnisse unterstreicht.

Eine weitere traditionelle Veranstaltung mit langer Geschichte auf dem Heumarkt ist der Weihnachtsmarkt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Heumarkt der Hauptort für den Kölner Weihnachtsmarkt. Nach einer langen Pause kehrte der Weihnachtsmarkt im Jahr 2005 erstmals wieder auf den Heumarkt zurück, parallel zu den zahlreichen anderen Weihnachtsmärkten, die sich mittlerweile in der ganzen Stadt etabliert haben. Der Weihnachtsmarkt auf dem Heumarkt, oft mit einem Fokus auf traditionelles Handwerk oder Eislaufen, trägt in der Adventszeit zu einer besonders festlichen Atmosphäre auf dem Platz bei.

Historische Meilensteine des Heumarkts

Um die Entwicklung des Heumarkts besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf einige wichtige Daten und Epochen:

Epoche/JahrEreignis/Bedeutung
RömerzeitSumpfgebiet nahe dem Hafen der römischen Kolonie
MittelalterEntwicklung zum Handelsplatz, Schwerpunkt Heuhandel
17. JahrhundertGalt als einer der schönsten Plätze Mitteleuropas, verglichen mit dem Markusplatz in Venedig
1727Fertigstellung des Börsengebäudes, Platz hieß zeitweise "Börsenplatz"
Mitte 18. JahrhundertBau eines Theaters, Ort bekannter Geschichten (z.B. Casanova, Goethe)
Mitte 19. JahrhundertRedaktion der "Neuen Rheinischen Zeitung" (Karl Marx & Friedrich Engels) befand sich hier
Ende 19. JahrhundertLetzter traditioneller Weihnachtsmarkt auf dem Platz
Anfang 20. JahrhundertVerlust an Größe und Form durch Bau der Deutzer Brücke
2. WeltkriegZerstörung großer Teile der historischen Gebäude
1980Das Reiterstandbild Friedrich Wilhelms III. wird unter Denkmalschutz gestellt
1986Das Eckhaus "Zum Goldenen Fuß" wird unter Denkmalschutz gestellt
2005Wiederaufnahme des Weihnachtsmarktes auf dem Heumarkt
2006Nutzung als Fan-Meile während der Fußball-WM

Diese Tabelle zeigt eindrucksvoll, wie der Heumarkt über die Jahrhunderte hinweg immer wieder eine zentrale Rolle in verschiedenen Bereichen des Kölner Lebens spielte.

Häufig gestellte Fragen zum Kölner Heumarkt

Besucher und Interessierte haben oft einige grundlegende Fragen zum Heumarkt. Hier beantworten wir die wichtigsten:

Wo genau liegt der Heumarkt in Köln?

Der Heumarkt befindet sich im Norden der Kölner Altstadt, ganz in der Nähe des Rheins. Er liegt sehr zentral und ist leicht zu finden, da er sich zwischen zwei wichtigen Punkten befindet: der Deutzer Brücke und dem Alten Markt.

Was kann man auf dem Heumarkt erleben?

Der Heumarkt ist ein sehr vielseitiger und lebendiger Ort. Tagsüber kann man in den zahlreichen Cafés und Geschäften verweilen. Abends verwandelt er sich in ein beliebtes Ausgehviertel mit vielen Brauhäusern, Restaurants und Kneipen. Zudem ist er ein wichtiger Veranstaltungsort für Feste wie den Karneval, Konzerte oder den Weihnachtsmarkt.

Welche historischen Denkmäler gibt es auf dem Heumarkt?

Auf dem Heumarkt sind zwei bedeutende Denkmäler zu finden, die beide unter Denkmalschutz stehen: Das Reiterstandbild, das Friedrich Wilhelm III. von Preußen darstellt, und das historische Eckhaus „Zum Goldenen Fuß“, das mit seiner seltenen Barockfassade und der Kneipe im Erdgeschoss beeindruckt.

Warum heißt der Heumarkt „Heumarkt“?

Der Name des Platzes leitet sich direkt von seiner historischen Funktion ab. Im Mittelalter entwickelte sich der Heumarkt zu einem wichtigen Handelsplatz, auf dem vor allem mit Heu gehandelt wurde, das von den umliegenden Bauern in die Stadt gebracht wurde.

War der Heumarkt früher anders als heute?

Ja, der Heumarkt hat sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert. Im 17. Jahrhundert galt er als deutlich größer und schöner als heute und wurde sogar mit dem Markusplatz in Venedig verglichen. Durch spätere Umbauten und Zerstörungen, insbesondere den Bau der Deutzer Brücke und die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs, hat er zwar einen Teil seiner historischen Form verloren, ist aber nach wie vor ein zentraler und belebter Ort.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Kölner Heumarkt weit mehr ist als nur ein Platz in der Stadt. Er ist ein lebendiges Geschichtsbuch, ein Zentrum der Geselligkeit und ein unverzichtbarer Bestandteil des Kölner Lebensgefühls. Ob man die historischen Spuren erkundet, in einem Brauhaus ein Kölsch genießt oder das bunte Treiben beobachtet – der Heumarkt bietet für jeden Besucher ein unvergessliches Erlebnis im Herzen Kölns und bleibt ein Symbol für die wechselvolle, aber stets vitale Geschichte der Stadt.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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