Orte haben ihre Geschichten. Sie verändern sich im Laufe der Zeit, passen sich an neue Gegebenheiten an, erleben Blütezeiten und Niedergänge. Manchmal transformiert sich ein Ort oder ein Gebäude so sehr, dass seine ursprüngliche Bestimmung kaum noch erkennbar ist. Dies gilt für Industriegebiete ebenso wie für besondere gastronomische Einrichtungen. Tauchen wir ein in die Geschichte eines solchen Ortes in Deutschland und betrachten wir ein Beispiel für eine bemerkenswerte Transformation im Bereich der Gastronomie an einem anderen Ort.

Im Westen der Stadt Brandenburg an der Havel liegt ein Stadt- und Ortsteil, dessen Industriegebiet die deutsche Geschichte der letzten 100 Jahre auf beeindruckende Weise widerspiegelt: Kirchmöser. Doch wie so viele Orte begann auch Kirchmöser einst sehr bescheiden. Sein ursprünglicher Name und seine frühe Form unterschieden sich deutlich von dem, was wir heute kennen.
Die Ursprünge als Bauerndorf Möser
Anfangs war der Ort, der heute Kirchmöser heißt, lediglich ein kleines und abgelegenes Bauerndorf. Sein Name war schlicht Möser. Dieser Name ist slawischer Herkunft und bedeutet 'Moor', was auf die Beschaffenheit der umliegenden Landschaft hindeutet. Historische Quellen erwähnen den Ort bereits früh. Im Jahr 1358 wird er als 'Moser' erwähnt. Es gibt Überlegungen, dass der Name mit dem Begriff 'Masuren' verwandt sein könnte.
Der erste evangelische Pfarrer in Kirchmöser, Friedrich Hasse, der 1926 eingesetzt wurde, stieß bei seinen Recherchen für eine Ortschronik auf verschiedene frühe Bezeichnungen wie 'Moser', 'Kirchmosern' und erneut 'Möser'.
Eine der frühesten bekannten Erwähnungen des Dorfes Möser findet sich in einer Urkunde aus Großwusterwitz aus dem Jahr 1387. Diese Urkunde dokumentiert Verhandlungen über die Trennung des Großwusterwitzer Sees zwischen Großwusterwitz und Kirchmöser – wobei hier bereits die neuere Bezeichnung verwendet wird, obwohl der Ort zu dieser Zeit noch Möser hieß. Eine weitere frühe Erwähnung betrifft den Verkauf von Ländereien. In der Amtszeit von Albrecht III. (IV.) von Querfurt als Erzbischof von Magdeburg wurden der See zu Wusterwitz und Möser sowie ein Wald namens 'der Grenre' (heute Gränert) samt Fischereirechten, Gras und Acker für anderthalbhundert Mark Brandenburger Silbers an geistliche Herren in Brandenburg verkauft. Später, im Jahr 1446, verkaufte ein Herr von Werder Möser und Gränert an das Kloster Lehnin.
Nach der Auflösung des Klosters im Jahr 1542 ging der Besitz an den Kurfürsten über. Dieser verkaufte Dorf und Gut Gränert 1560 an den kurfürstlichen Kämmerer Matthias von Saldern. Im Jahr 1577 wurden die Herren auf Schloss Plaue, die zur Familie von Arnim gehörten, neue Besitzer des Dorfes. Das Dorf Möser blieb lange Zeit im Besitz des Städtchens Plaue, das 1620 Eigentum der Familie von Görne war. Eine einschneidende Zeit war der Dreißigjährige Krieg, in dem das Dorf schwer zerstört wurde.
Im Jahr 1680 erhielt Adam von Görne das Dorf von seinem Vater Christoph von Görne. Adam von Görne errichtete östlich der Kirche von Möser seinen Herrensitz. Die Familie von Görne verkaufte das Dorf schließlich im Jahr 1819 für 42.000 Reichstaler an 18 ansässige Bauern. Diese Bauern bildeten eine Gemeinde und wählten einen Gemeindevorsteher, was einen Schritt zur Eigenständigkeit bedeutete.
Ein weiterer tragischer Einschnitt in der Geschichte des Dorfes war ein Großfeuer am 15. September 1832, das einen erheblichen Teil der Bebauung vernichtete.
Trotz seiner abgelegenen Lage wurde Möser früh an das Eisenbahnnetz angebunden. Seit dem 12. Juli 1846 fuhr eine Eisenbahn durch Möser. Ein eigener Haltepunkt namens Gränert wurde jedoch erst viel später, am 1. Mai 1905, in der Nähe des Dorfes eingerichtet.
Vom Bauerndorf zum Industriezentrum: Der Bau der Pulverfabrik
Die größte und schnellste Transformation erlebte das Dorf Möser zu Beginn des 20. Jahrhunderts, angetrieben durch die Bedürfnisse des Ersten Weltkriegs. Am 2. November 1914 wurde der Beschluss gefasst, zwischen dem Dorf Möser und der Stadt Plaue auf der abgelegenen Halbinsel eine Pulverfabrik zu errichten. Das Gelände wurde schnell abgesteckt, und bereits am 9. November 1914 wurde der Grundstücksübergang von insgesamt 550 Hektar im Katasteramt Genthin besiegelt.
Die Königlich-Preußische Pulverfabrik bei Plaue Havel entstand in einem außergewöhnlichen Tempo. In nur etwa einem Jahr wurden 400 Fabrikbauten und 172 Wohnungen nahezu aus dem Nichts gestampft. Der bekannte Architekt Bruno Taut fungierte dabei als Bauleiter, um dem Kriegsdienst zu entgehen, was die Bedeutung und den Umfang des Projekts unterstreicht. Im Jahr 1916 wurde ein markantes Bauwerk fertiggestellt, das bis heute ein Wahrzeichen Kirchmösers ist: der Wasserturm mit einer Höhe von 65 Metern.
Während der Hochphase der Produktion arbeiteten 4000 Arbeiter und Beamte in der Fabrik, zusätzlich wurden 2000 Kriegsgefangene eingesetzt. Dies zeigt das immense Ausmaß der industriellen Aktivität, die sich auf der Halbinsel entwickelte und das kleine Bauerndorf Möser grundlegend veränderte.
Im selben Jahr, 1916, wurde auch der bis heute bestehende Bahnhof eingeweiht. Es war bei dieser Gelegenheit, dass das Haveldorf bei Plaue offiziell den Namen Kirchmöser erhielt. Die Umbenennung, die nach vorheriger Genehmigung im königlichen Erlass vom 22. März erfolgte und am 11. April 1916 wirksam wurde, hatte einen pragmatischen Grund: Sie sollte Verwechslungen mit dem Ort Möser in Sachsen-Anhalt vermeiden, der ebenfalls an der wichtigen Bahnstrecke Berlin–Magdeburg liegt.
Die Pulverproduktion wurde 1918 eingestellt, nachdem der Krieg endete. Die auf der Halbinsel Wusterau gelagerten Sprengstoffvorräte der preußischen Pulverfabriken wurden vernichtet, was das Ende dieser ersten industriellen Nutzungsphase markierte.
Die Ära der Reichsbahn und das Eisenbahnwerk
Die riesigen Industrieanlagen standen jedoch nicht lange leer. Bereits ab Oktober 1919 wurden das Gelände und die Gebäude der ehemaligen Pulverfabrik von den Deutschen Werken genutzt, um dort Güterwagen und Lokomotiven aufzuarbeiten. Am 23. Februar 1920 wurde die ehemalige Pulverfabrik dann offiziell der Reichseisenbahnverwaltung übertragen. Sie firmierte zunächst als Reichsbahnwerk Plaue und erhielt ab Mai 1921 die Bezeichnung Eisenbahnwerk Brandenburg-West.

Die Reichsbahn übernahm nicht nur das weitläufige Gelände und die darauf befindlichen Gebäude, sondern auch den Großteil der 500 Beschäftigten der einstigen Pulverfabrik, sodass die Arbeit zügig wieder aufgenommen werden konnte. Gleichzeitig begann auf dem Gelände der Bau eines neuen, hochmodernen Werkes speziell für die Instandhaltung von Lokomotiven. Dieses Werk nahm 1924 den Betrieb auf und galt damals als europaweit modernste Einrichtung seiner Art. Neben dem Lokomotivenwerk entstanden weitere wichtige Betriebsteile auf dem Gelände, darunter ein Instandhaltungswerk, eine Weichenwerkstatt, eine Chemische Versuchsanstalt und verschiedene andere Werkstätten. Die Reichsbahn nutzte auch das ehemalige Feuerwerkslaboratorium und richtete dort ihre zentrale Schulungseinrichtung ein.
Die Entwicklung des Ortes spiegelte sich auch in der Infrastruktur wider. Am 1. November 1924 wurde das neue Rathaus in der Nähe des Bahnhofs eingeweiht, ein Zeichen für das Wachstum und die steigende Bedeutung Kirchmösers als eigenständige Einheit.
Ab 1926 trug die Anlage offiziell die Bezeichnung Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Brandenburg-West. Zu dieser Zeit waren hier bis zu 2.500 Mitarbeiter beschäftigt. Lokomotiven und Waggons wurden hier nach den damals modernsten Methoden gewartet und instand gesetzt, teilweise sogar am Fließband. Kirchmöser entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Eisenbahninstandhaltung und wurde ein selbstständiger Amtsbezirk.
Die Reichsbahn investierte in dieser Zeit auch stark in die Wohnsituation der Mitarbeiter. In den 1920er Jahren wurden viele Wohnungen in einem für die damalige Zeit und den Eisenbahnstil typischen Baustil errichtet. So entstanden die Wohnsiedlungen Kirchmöser-West und Kirchmöser-Ost, die bis heute das Bild des Ortsteils prägen.
Wandel im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit/DDR
Trotz der gewaltigen Industrieanlagen entwickelte sich Kirchmöser in den 1930er Jahren auch zu einem Naherholungsort, begünstigt durch seine Lage an den Seen. Doch der Zweite Weltkrieg brachte erneut massive Veränderungen mit sich.
Im Jahr 1942 kam es zu wesentlichen Umstrukturierungen im RAW. Das Lokomotivenwerk wurde komplett demontiert und auf 276 Waggons verladen, um in die Ukraine transportiert zu werden. Dort wurde es jedoch nie wieder aufgebaut. Die verbliebenen Anlagen wurden von der Brandenburger Eisenwerke GmbH übernommen. In dieser Zeit wurden Kriegsgefangene und Fremdarbeiter eingesetzt, um Panzerteile und sogar Panzer zu produzieren, was die Nutzung des Standortes für Kriegszwecke verdeutlicht.
Nach Kriegsende wurden die Fertigungsanlagen des Panzerwerkes sofort von der sowjetischen Besatzungsmacht demontiert und in die UdSSR verbracht. Auf dem Gelände richtete die sowjetische Besatzungsmacht nun ein eigenes Panzerreparaturwerk ein.
Parallel dazu nahm die Reichsbahn in den Resten des ehemaligen Werkes ihre Arbeit wieder auf. Bereits seit 1946 erreichte die Produktion im RAW Brandenburg-West wieder ein normales Niveau. In der Halle des ehemaligen Panzerwerkes der Sowjetarmee wurde später das Walzwerk Willy Becker eingerichtet, das 1954 Teil des Stahl- und Walzwerks Brandenburg wurde.
Auch administrativ gab es Veränderungen. Im Jahr 1949 wurde Kirchmöser, das bisher zum Landkreis Jerichow II in Sachsen-Anhalt gehört hatte, in den Landkreis Westhavelland und damit in das Land Brandenburg umgegliedert. Seit dem 25. Juli 1952 ist Kirchmöser ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel, was seine Eingliederung in die Stadt markierte.
Die industrielle Tradition wurde fortgesetzt und ausgebaut. Im Jahr 1952 begann das Weichenwerk Kirchmöser mit der Herstellung von Weichen, die weltweit exportiert wurden. Ein weiteres Beispiel für die Umnutzung bestehender Gebäude ist die Umwandlung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Pulverfabrik zu einer Klinik im Jahr 1957. Die Augenklinik und die Orthopädie der Städtischen Klinik Brandenburg an der Havel waren bis 2003 hier ansässig.
Zwischen 1965 und 1990 trug das RAW den Namen Werk für Gleisbaumechanik Brandenburg-Kirchmöser. Während dieser Zeit wurden sämtliche Gleisbaumaschinen und Krane der Reichsbahn hier gewartet, was die spezialisierte Rolle des Werkes innerhalb des Eisenbahnnetzes der DDR unterstreicht.
Neustart und Revitalisierung nach 1990
Die politische Wende von 1989/90 brachte erneut tiefgreifende Veränderungen für den Industriestandort Kirchmöser. Recht schnell nach der Wende löste die Rote Armee das Panzerreparaturwerk auf. Die Deutsche Bahn, die Nachfolgerin der Reichsbahn, organisierte viele Bereiche neu und privatisierte in den folgenden Jahren Teile des Werkes. Das Werk für Gleisbaumechanik wurde von Spezialtechnik Dresden übernommen, das Weichenwerk ging an das Unternehmen Butzbach. Das Walzwerk wurde 1992 abgewickelt.
Die großen Werkshallen, die einst Lokomotiven, Panzer und Walzwerksprodukte beherbergten, wurden teilweise neu genutzt. In der Halle des ehemaligen Lok- bzw. Panzerwerks sind heute beispielsweise eine Feuerverzinkerei und eine Leitplankenproduktion angesiedelt, was den fortgesetzten industriellen Charakter des Geländes zeigt, wenn auch mit neuen Schwerpunkten.
Um den massiven wirtschaftlichen Niedergang nach 1990 aufzuhalten und den Standort wiederzubeleben, übernahm die Stadt Brandenburg an der Havel zum 1. Januar 2003 einen großen Teil des Geländes, insgesamt rund 400 Hektar. Das erklärte Ziel war die Revitalisierung des Industriestandortes. Zusätzlich wurden in den Jahren 2003/2004 rund 10 Hektar ehemaliger NVA-Fläche von der Stadt übernommen.

Seitdem laufen umfangreiche Maßnahmen zur Sanierung und Neuentwicklung des Areals. Nicht mehr nutzbare Bauten werden abgerissen, und neue Verkehrswege entstehen, um das Gelände besser zu erschließen. Eine der größten Herausforderungen ist die Beseitigung von Altlasten aus der langen und wechselvollen Industriegeschichte. Rund 285.000 Tonnen belastetes Erdreich müssen beseitigt werden, eine Mammutaufgabe, die den Umfang der Umweltbelastung verdeutlicht.
Gleichzeitig werden die noch in großer Anzahl vorhandenen brauchbaren Bauten renoviert und neuen Nutzungen zugeführt, um die historische Bausubstanz zu erhalten und dem Standort neues Leben einzuhauchen. Die hervorragende Anbindung an die wichtige Eisenbahnstrecke Magdeburg–Berlin macht den Standort auch heute noch besonders attraktiv für Unternehmen, insbesondere für Produzenten von Eisenbahnmaterial. Einrichtungen der Deutschen Bahn, das Weichenwerk und die Gleisbaumechanik bilden weiterhin Kristallisationskerne für diesen Wirtschaftszweig.
Im Jahr 2006 wurde ein neues Zweigwerk zwischen Kirchmöser und Plaue eingeweiht, ein weiteres Zeichen für die fortlaufende Entwicklung und Investition in den Standort.
Eingemeindungen und administrative Zugehörigkeit
Die administrative Geschichte Kirchmösers ist ebenfalls von Wandel geprägt. Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Gränert mit der Landgemeinde Kirchmöser vereinigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine wichtige administrative Umgliederung. Kirchmöser wurde am 1. Juli 1950 aus dem Kreis Genthin im Land Sachsen-Anhalt in den Landkreis Westhavelland im Land Brandenburg umgegliedert. Die endgültige Eingliederung in die Stadt Brandenburg an der Havel erfolgte am 25. Juli 1952.
Wandel in der Gastronomie: Ein Beispiel aus St. Charles
Während wir die tiefgreifenden historischen Veränderungen eines Ortes wie Kirchmöser betrachtet haben, lohnt sich auch ein Blick auf Transformationen in anderen Bereichen, beispielsweise in der Gastronomie. Manchmal werden Gebäude mit einer langen und ehrwürdigen Geschichte in einzigartige kulinarische Orte verwandelt.
Ein faszinierendes Beispiel für eine solche Umwandlung, auch wenn es nicht in Kirchmöser liegt, sondern in St. Charles, ist ein Restaurant, das früher eine Kirche war. Dieses Restaurant bietet ein atemberaubendes kulinarisches Erlebnis in einer klassischen, 160 Jahre alten Kirche, die in ein phänomenales Restaurant umgewandelt wurde. Hier wird authentisches italienisches Essen serviert.
Das Restaurant namens Nuova Italia in St. Charles bietet sowohl Speisemöglichkeiten vor Ort (Dine-in) als auch Abholung (Carry out) und Catering an. Der Inhaber, Antonio Lettieri, bringt sein umfangreiches Wissen und seine Expertise in den Bereichen Kulinarik, Wein und Restaurantbetrieb ein, um das Erlebnis im Nuova Italia außergewöhnlich zu gestalten. Mit 30 Jahren Erfahrung in der Restaurantbranche ist er begeistert, wahre authentische italienische Haute Cuisine anzubieten. Egal, ob man den Speisesaal oder den Barbereich erkunden möchte, ein Geschäftstreffen abhält oder eine Feier in einem der privaten Räume des Restaurants plant, Antonio Lettieri ist bestrebt, sicherzustellen, dass das Erlebnis unvergesslich wird.
Dieses Beispiel aus St. Charles zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie historische Gebäude neue Bestimmungen finden und einzigartige Orte für Genuss und Zusammenkunft schaffen können, ähnlich wie Industriegebiete wie Kirchmöser sich über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg immer wieder neu erfinden.
Schlüsseldaten in der Geschichte von Kirchmöser
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1387 | Erste bekannte Erwähnung als Dorf Möser |
| 1914 | Entscheidung zum Bau der Pulverfabrik |
| 1916 | Fertigstellung Wasserturm, Einweihung Bahnhof, Umbenennung in Kirchmöser |
| 1920 | Übergabe des Geländes an die Reichsbahn |
| 1924 | Eröffnung des modernen Lokomotivenwerks, Einweihung Rathaus |
| 1926 | Benennung als Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Brandenburg-West |
| 1942 | Demontage Lokwerk, Beginn Panzerproduktion |
| 1950 | Umgliederung nach Brandenburg (Landkreis Westhavelland) |
| 1952 | Eingemeindung in die Stadt Brandenburg an der Havel, Beginn Weichenproduktion |
| 2003 | Stadt Brandenburg übernimmt Großteil des Geländes zur Revitalisierung |
Fragen und Antworten
Q: Wie hieß Kirchmöser früher?
A: Kirchmöser hieß früher Möser.
Q: Warum wurde der Name geändert?
A: Der Name wurde 1916 in Kirchmöser geändert, um Verwechslungen mit dem Ort Möser in Sachsen-Anhalt zu vermeiden, der ebenfalls an der Bahnstrecke Berlin–Magdeburg liegt.
Q: Welche Hauptindustrien gab es in Kirchmöser?
A: Zuerst gab es eine Pulverfabrik. Später wurde das Gelände ein wichtiges Werk der Reichsbahn für die Instandhaltung von Lokomotiven, Waggons und Gleisbaumaschinen sowie ein Weichenwerk. Es gab auch Phasen der Rüstungsproduktion und ein Walzwerk.
Q: Was geschah mit dem Industriestandort nach 1990?
A: Nach 1990 wurden viele Betriebe privatisiert oder geschlossen, wie das Walzwerk. Die Stadt Brandenburg an der Havel hat einen großen Teil des Geländes übernommen und arbeitet an dessen Revitalisierung und der Ansiedlung neuer Unternehmen, insbesondere im Bereich Bahntechnik.
Q: Gibt es in Kirchmöser ein Restaurant, das früher eine Kirche war?
A: Der vorliegende Text enthält keine Informationen über Restaurants in Kirchmöser. Er beschreibt jedoch ein Restaurant namens Nuova Italia in St. Charles, das sich in einer ehemaligen, 160 Jahre alten Kirche befindet und authentisches italienisches Essen serviert. Dieses Beispiel wird im Text als Illustration für die Umwandlung von Gebäuden für gastronomische Zwecke genannt, ist aber nicht in Kirchmöser beheimatet.
Fazit
Die Geschichte von Kirchmöser ist eine Geschichte des ständigen Wandels – vom bescheidenen Bauerndorf zum wichtigen Industriezentrum, geprägt von Krieg, Wiederaufbau und wirtschaftlichen Umbrüchen. Die heutige Revitalisierung des Standortes zeigt den Willen, die industrielle Tradition in neuer Form fortzusetzen. Gleichzeitig bietet die Welt der Gastronomie eigene Beispiele für bemerkenswerte Transformationen, wie das Restaurant in der ehemaligen Kirche in St. Charles zeigt. Beide Bereiche – Orte mit Geschichte und die Kunst der Gastronomie – zeigen, wie sich Räume und Nutzungen im Laufe der Zeit entwickeln und neu erfinden können, was stets faszinierende Einblicke in Vergangenheit und Gegenwart ermöglicht.
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