Wann ist Kopenhagen am günstigsten?

Kopenhagen: Versteckte Juwelen entdecken

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Kopenhagen ist eine Stadt voller Charme, Geschichte und modernem Flair. Viele Besucher zieht es sofort zu den berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Nyhavn oder der Kleinen Meerjungfrau. Doch die dänische Hauptstadt hat weit mehr zu bieten, besonders wenn man bereit ist, die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Ein echter Einheimischer hat uns seine persönlichen Geheimtipps verraten – Orte, an denen man das authentische Kopenhagen erlebt, auf Locals trifft und unvergessliche Momente fernab des Massentourismus findet.

Wie viel kostet ein Restaurantbesuch in Kopenhagen?
Die Preise in Cafés und Restaurants in Kopenhagen sind etwa 50 bis 80 Prozent höher als in Deutschland. In einem normalen Restaurant zahlst du für ein Hauptgericht oft umgerechnet etwa 15 bis 30 Euro. Etwas günstiger ist es an Streetfood-Ständen und auf Essens-Märkten. Außerdem sind vor allem Getränke recht teuer.22. Nov. 2024

Diese Tipps reichen von kulinarischen Hotspots über einzigartige Parks bis hin zu kulturellen Entdeckungen, die oft übersehen werden. Bereiten Sie sich darauf vor, eine andere Seite Kopenhagens kennenzulernen, eine, die voller Hygge, Kreativität und überraschender Ecken steckt.

Hygge am Wasser: Entspannung und Genuss

Das Viertel Refshaleøen, ein ehemaliges Industriegebiet am Hafen, mausert sich zu einem echten Hotspot für Kreative und Genießer. Hier, direkt am Wasser gelegen, findet sich ein Ort, der all das verkörpert, was Kopenhagen abseits des Trubels ausmacht: La Banchina.

La Banchina ist weit mehr als nur ein Café oder Restaurant. Es ist ein Treffpunkt, eine Weinstube und im Winter sogar eine Sauna mit direktem Zugang zum Hafenwasser. Das Konzept ist geprägt von Nachhaltigkeit und einem starken Fokus auf das Farm-to-Table-Prinzip. Das bedeutet, die Zutaten kommen direkt vom Erzeuger auf den Teller – frisch, saisonal und bewusst ausgewählt. Besonders zum Frühstück ist es hier herrlich, auch wenn man nicht reservieren kann. Man kommt einfach vorbei, sucht sich einen Platz und genießt die entspannte Atmosphäre.

Im Sommer verwandelt sich La Banchina in eine kleine Oase. Es gibt einen Badebereich, der das ganze Jahr über nutzbar ist. An warmen Tagen springen Einheimische hier ins kühle Nass, sonnen sich auf den Holzdecks oder genießen einfach nur die maritime Stimmung bei einem Getränk. Im Winter bietet die holzbefeuerte Sauna die perfekte Möglichkeit, sich aufzuwärmen, bevor man sich – ganz nach dänischer Tradition – im kalten Wasser abkühlt. Dieser Kontrast ist belebend und gehört für viele Kopenhagener zum Wintererlebnis dazu.

La Banchina ist noch immer ein Ort, an dem man überwiegend auf Einheimische trifft. Es strahlt eine authentische Gelassenheit aus und ist der ideale Ort, um eine Pause vom Sightseeing einzulegen, die Seele baumeln zu lassen und das echte Kopenhagener Lebensgefühl zu spüren. Ob für einen Kaffee, ein Glas Wein oder eine Mahlzeit – ein Besuch hier lohnt sich definitiv.

Bunte Parks und urbane Kunst

Kopenhagen ist bekannt für seine grünen Oasen und seine lebendige Kunstszene. Einige der spannendsten Projekte finden sich jedoch abseits der bekannten Touristenpfade, oft in Vierteln, die sich im Wandel befinden.

Ein herausragendes Beispiel ist der Superkilen Urban Park im Nordwesten von Nørrebro. Dieses Viertel war einst für soziale Herausforderungen bekannt, hat sich aber zu einem multikulturellen und kreativen Hotspot entwickelt. Der Superkilen Park erstreckt sich über 1,5 Kilometer und ist eine faszinierende Mischung aus Freizeitfläche, Kunstinstallation und sozialem Projekt. Hier wurden Elemente aus aller Welt gesammelt und zu einem einzigartigen urbanen Raum zusammengefügt: von marokkanischen Brunnen über chinesische Palmen bis hin zu russischen Leuchtschildern. Der Park ist in drei Zonen unterteilt – den Roten Platz (mit Cafés und Sportanlagen), den Schwarzen Markt (mit einem Brunnen und Sitzgelegenheiten) und die Grüne Zone (mit Spielplätzen und Picknickbereichen).

Der Superkilen Park ist nicht nur ein Ort zum Entspannen und Spielen, sondern auch ein Traumziel für Fotografen. Die bunten Farben und die ungewöhnlichen Objekte bieten endlose Möglichkeiten für spannende Motive. Besonders nach Einbruch der Dunkelheit entfaltet der Park seinen besonderen Reiz, wenn viele der Installationen beleuchtet sind. Es ist ein Ort, der die Vielfalt Kopenhagens widerspiegelt und zeigt, wie Stadtentwicklung anders gedacht werden kann. Für viele ist er ein absoluter Insider-Tipp.

Nicht weit vom Superkilen entfernt, ebenfalls in Nørrebro, liegt der Banana Park. Wer Street-Art liebt und vielleicht sogar gerne klettert, ist hier genau richtig. Der Park beherbergt beeindruckende Wandgemälde und bietet gleichzeitig einen Outdoor-Kletterpark sowie einen Basketballplatz. Die Kombination aus urbaner Kunst und aktiver Freizeitgestaltung macht ihn zu einem tollen Ziel, besonders wenn man den Besuch mit dem Superkilen Park verbindet.

Ein weiteres spannendes Kunstprojekt, das in Kopenhagen und Umgebung zu finden ist, sind die Großen Holzriesen des Künstlers Thomas Dambo. Diese beeindruckenden Skulpturen sind aus recycelten Materialien, oft Holzabfällen, gefertigt und in der Natur oder im urbanen Raum versteckt. Einer dieser Riesen, Green George, sitzt in der Stadt und wurde aus Holzabfällen der Müllabfuhr von Christiania gebaut. Er ist ein schönes Beispiel dafür, wie Kunst und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Die Suche nach diesen Riesen kann zu einer kleinen Schatzsuche werden, die einen an Orte führt, die man sonst vielleicht nicht entdecken würde.

Kulinarische Entdeckungen: Mehr als nur Hot Dogs

Die dänische Küche hat viel mehr zu bieten als nur die berühmten Pølser. Ein absolutes Muss bei jedem Kopenhagen-Besuch ist das Smørrebrød – offene Roggenbrote, reichhaltig belegt mit den unterschiedlichsten Zutaten, von Hering über Lachs bis hin zu vegetarischen oder veganen Varianten. Die Suche nach dem besten Smørrebrød kann zur kulinarischen Entdeckungsreise werden.

Eine verlässliche Quelle für exzellentes Smørrebrød ist der Michelin Guide, der oft auch weniger offensichtliche, aber qualitativ hochwertige Adressen listet. Unser Tipp, der auch vom Michelin Guide empfohlen wird, ist das Restaurant Aamanns. Hier wird das traditionelle Smørrebrød auf höchstem Niveau zelebriert. Neben den klassischen dänischen Gerichten bietet Aamanns auch lokales Bio-Bier und hausgemachten Schnaps an, die perfekt zu den belegten Broten passen. Die Qualität der Zutaten und die kreativen Kompositionen machen Aamanns zu einer Top-Adresse.

Alternativen für großartiges Smørrebrød finden sich auch auf dem Streetfood Markt Reffen, ebenfalls in Refshaleøen gelegen, oder bei Hallernes Smørrebrød in der Torvehallerne Markthalle 1. Reffen bietet eine entspannte Atmosphäre am Wasser und eine riesige Auswahl an internationalem Streetfood, inklusive Smørrebrød-Variationen. Die Torvehallerne ist eine moderne Markthalle im Zentrum, wo man bei Hallernes Smørrebrød klassische und neu interpretierte Versionen probieren kann. Es lohnt sich, verschiedene Orte auszuprobieren, um seinen persönlichen Favoriten zu finden. Ein guter Tipp ist, verschiedene Gerichte zu bestellen und sie am Tisch zu teilen, um möglichst viel probieren zu können.

Wie viel kostet ein Smørrebrød?
Preis pro StückPreis pro StückRoastbraten mit Eiercreme und Essiggurke A,C,G5,00 €Frikadelle mit Senfgurkentatar und Kräutermayonnaise A,C,G4,50 €Blauschimmelkäse mit Apfelspalte und Honig A,G4,50 €Schweinebraten mit Preiselbeerfrischkäse und Röstzwiebeln A,G4,50 €

Für Liebhaber der asiatischen Küche gibt es ebenfalls einen Geheimtipp: Slurp Ramen Joint. Dieses kleine Restaurant ist bekannt für seine exzellenten japanischen Ramensuppen, die zu den besten in Europa zählen sollen. Die Auswahl ist zwar begrenzt, aber die Qualität spricht für sich. Oft muss man hier Schlange stehen, aber die Wartezeit lohnt sich definitiv. Besonders die Shoyu und Shio Ramen sind ein echtes Highlight.

Architektonische Highlights und besondere Perspektiven

Kopenhagen ist eine Stadt der Brücken und Kanäle, und einige bieten ganz besondere Anblicke und Fotomotive, die man leicht übersehen kann.

Die Circle Bridge (Cirkelbroen) über den Christianshavn Kanal ist so ein Ort. Diese Fußgängerbrücke, entworfen vom Künstler Olafur Eliasson, verbindet Applebys Plads mit Christiansbro. Ihre ungewöhnliche Form, bestehend aus fünf runden Plattformen mit Masten, erinnert an Segelschiffe. Obwohl sie zentral gelegen ist, wird sie von vielen Touristen überquert, ohne dass sie ihre fotogene Qualität richtig wahrnehmen. Besonders am Abend, wenn das Licht weicher wird und sich im Wasser spiegelt, bietet die Brücke fantastische Motive. Es lohnt sich, hier innezuhalten und die Perspektive auf den Kanal und die umliegenden Gebäude zu genießen. Sie ist ein schöner, aber oft unscheinbarer Geheimtipp mitten in der Stadt.

Wer sich für moderne Architektur interessiert, sollte das Viertel Islands Brygge besuchen. Hier entstanden in den letzten Jahren viele neue, innovative Gebäude entlang des Hafenbeckens. Die klaren Linien, großen Glasflächen und oft ungewöhnlichen Formen bieten spannende Anblicke. Besonders am Morgen, wenn die Sonne die Fassaden beleuchtet und sich die Gebäude im Wasser spiegeln, entstehen hier beeindruckende Fotomotive. Ein Spaziergang entlang des Wassers in Islands Brygge ist eine schöne Ergänzung zum Besuch der historischen Viertel.

Ein bekannter Ort, der bei Nacht eine ganz andere, magische Atmosphäre entfaltet, ist der Tivoli. Obwohl der Tivoli Vergnügungspark zu den Hauptattraktionen Kopenhagens zählt, ist der Tipp, ihn speziell nach Einbruch der Dunkelheit zu besuchen, ein besonderer. Die unzähligen Lichter, die den Park erhellen, schaffen eine märchenhafte Stimmung, die sich hervorragend für stimmungsvolle Fotos eignet. Im Sommer wird es spät dunkel (oft erst gegen 22:00/22:30 Uhr im Juli/August), daher muss man dies bei der Planung berücksichtigen. Der Park schließt je nach Wochentag um 23:00 oder 0:00 Uhr. Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten Fahrgeschäfte etwa 45 Minuten vor Schließung den Betrieb einstellen.

Praktische Hinweise für Ihre Reise

Planen Sie Ihre Reise nach Kopenhagen, gibt es einige praktische Aspekte zu beachten, die Ihnen helfen, das Beste aus Ihrem Aufenthalt herauszuholen, besonders wenn Sie die hier genannten Geheimtipps erkunden möchten.

Wie viele Tage sollte man für Kopenhagen einplanen?

Die benötigte Zeit hängt davon ab, was Sie sehen möchten. Für einen ersten Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind zwei volle Tage ein Minimum. Kopenhagen ist zwar nicht riesig und vieles ist zu Fuß erreichbar, aber man sollte immer Puffer für das unvorhersehbare Wetter einplanen. Wenn Sie jedoch die hier vorgestellten Geheimtipps erkunden und tiefer in die Stadt eintauchen möchten, sollten Sie mindestens 3 bis 4 Tage bleiben. Wenn Sie auch das Umland oder die nahegelegene schwedische Stadt Malmö besuchen möchten, sind 5 bis 7 Tage ideal.

Unterkunft: Ein Geheimtipp für Budget-Reisende

Die Lage des Generator Hostels in der Innenstadt ist unschlagbar und macht es zu einem guten Ausgangspunkt für Erkundungen. Auch die Preise sind attraktiv, besonders für eine zentrale Unterkunft in Kopenhagen. Wer keine Lust auf Schlafsäle hat, kann hier auch Doppel- oder Dreibettzimmer buchen, die sogar über ein eigenes Bad verfügen. Es ist eine gute Option, die eine zentrale Lage mit einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis verbindet.

Kopenhagen ist eine Fahrradstadt

Eine der besten Arten, sich in Kopenhagen fortzubewegen und die Stadt wie ein Einheimischer zu erleben, ist mit dem Fahrrad. Kopenhagen ist eine der fahrradfreundlichsten Städte der Welt mit einer exzellenten Infrastruktur, inklusive breiter Fahrradwege, die oft als 'Fahrrad-Highways' bezeichnet werden. Fast überall in der Stadt können Fahrräder gemietet werden, sei es über Sharing-Systeme oder in klassischen Fahrradverleihen. Das Fahrradfahren ist nicht nur praktisch, sondern ermöglicht es auch, die Atmosphäre der Viertel hautnah zu erleben und flexibel zwischen den verschiedenen Geheimtipps zu wechseln.

Kulinarische Vielfalt im Vergleich: Smørrebrød Hotspots

Hier ist ein kleiner Überblick über die erwähnten Orte für Smørrebrød:

OrtArtBesonderheit
Restaurant AamannsRestaurantHochwertig, kreativ, vom Michelin Guide empfohlen, lokales Bier/Schnaps
ReffenStreet Food MarktEntspannte Atmosphäre, große Auswahl, direkt am Wasser
Hallernes Smørrebrød (Torvehallerne)MarktstandZentral gelegen, große Auswahl in moderner Markthalle

Häufig gestellte Fragen

Um Ihre Reiseplanung zu erleichtern, beantworten wir hier noch zwei häufig gestellte Fragen:

Sollte man in Kopenhagener Restaurants Trinkgeld geben?

In Kopenhagen ist Trinkgeld geben keine feste Tradition und wird nicht erwartet. Der Service ist in der Regel bereits in der Rechnung enthalten, sowohl in Restaurants als auch in Hotels und Taxis. Die Löhne für Servicekräfte sind höher als in vielen anderen Ländern, sodass sie nicht auf Trinkgelder angewiesen sind. Wenn Sie jedoch außergewöhnlich guten Service erhalten haben und Ihre Wertschätzung zeigen möchten, ist Trinkgeld willkommen, aber rein optional. Wenn Sie Trinkgeld geben möchten, sind 10 Prozent der Rechnung ausreichend, aber auch das ist keine Pflicht.

Wie viele Tage sollte man für Kopenhagen einplanen?

Wie bereits erwähnt, hängt dies von Ihren Interessen ab. Für die klassischen Sehenswürdigkeiten reichen 2 Tage. Um die hier genannten Geheimtipps zu entdecken und die Stadt entspannter zu erleben, sollten Sie 3 bis 4 Tage einplanen. Wenn Sie auch Ausflüge ins Umland oder nach Malmö unternehmen möchten, sind 5 bis 7 Tage ideal.

Wir hoffen, diese Einblicke in die weniger bekannten Ecken Kopenhagens haben Ihnen gefallen und inspirieren Sie, die Stadt auf eine neue Art zu entdecken. Kopenhagen hat so viele Facetten, und oft sind es gerade die Orte abseits der Touristenströme, die den wahren Charakter und die Hygge der Stadt widerspiegeln.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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