Wie heißt Tim Mälzers Restaurant?

Tim Mälzers Bullerei in Hamburg

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Wenn man über bekannte deutsche Köche spricht, fällt unweigerlich der Name Tim Mälzer. Und wenn man über seine gastronomischen Unternehmungen spricht, steht ein Name ganz vorne: die Bullerei. Dieses Restaurant in Hamburg ist weit mehr als nur eine einfache Gaststätte; es ist ein Projekt, das in einer einzigartigen Umgebung beheimatet ist und eine interessante Geschichte sowie eine viel diskutierte Küche bietet.

Wie heißt Tim Mälzers Restaurant?
Bullerei. Die Bullerei ist ein Restaurant in einer denkmalgeschützten Viehmarkthalle des ehemaligen Schlachthofes im Hamburger Schanzenviertel. Es wurde von Fernsehkoch Tim Mälzer und Patrick Rüther am 1. Juli 2009 eröffnet und beinhaltet zusätzlich zum eigentlichen Restaurant das Bistro Deli mit Café.

Die Bullerei hat sich seit ihrer Eröffnung zu einer festen Größe in der Hamburger Gastronomieszene entwickelt und zieht Besucher aus nah und fern an. Ihre Bekanntheit verdankt sie nicht zuletzt ihrem prominenten Mitinhaber, doch auch das ungewöhnliche Ambiente und das kulinarische Angebot tragen maßgeblich zu ihrer Anziehungskraft bei. Begeben wir uns auf eine Erkundungstour durch die Welt von Tim Mälzers Bullerei.

Die Entstehung der Bullerei: Eine Geschichte des Wandels

Die Geschichte der Bullerei ist eng mit dem Gelände verbunden, auf dem sie steht: dem alten Hamburger Schlachthof in der Sternschanze. Bis zur Revitalisierung dieses Areals standen hier drei Hallen, die bis in die 1950er Jahre für den Viehhandel genutzt wurden. Ein Ort mit einer langen, industriellen Vergangenheit, der auf eine neue Bestimmung wartete.

Durch eine umfassende Sanierung und einen Umbau durch die Fleischgroßmarkt Hamburg GmbH wurden aus diesen alten Hallen die sogenannten Schanzenhöfe. Dieses Projekt zielte darauf ab, das historische Gelände neu zu beleben und ihm eine moderne Nutzung zu geben, ohne seinen ursprünglichen Charakter vollständig zu verlieren.

Tim Mälzer erkannte zusammen mit seinem Partner Patrick Rüther das Potenzial dieses Ortes. Mit ihrer Gesellschaft Bullerei GmbH & Co.KG beteiligten sie sich als Mitinvestoren an der Entwicklung der Schanzenhöfe und wurden zugleich die ersten Mieter auf dem Gelände. Es war eine visionäre Entscheidung, Gastronomie in einem ehemaligen Schlachthof anzusiedeln, die viel Aufmerksamkeit erregte.

Am 1. Juli 2009 war es dann so weit: Die Bullerei öffnete ihre Türen. Sie startete als Restaurant mit 130 Plätzen, ergänzt durch ein angeschlossenes Bistro und Café namens Deli, das weitere 50 Plätze bot. Dieser duale Ansatz ermöglichte es, verschiedene Gästegruppen und Anlässe anzusprechen – vom ausgiebigen Abendessen im Restaurant bis zum legeren Kaffee oder Snack im Deli.

Der Erfolg des Projekts Bullerei wurde 2013 offiziell gewürdigt. Tim Mälzer und Patrick Rüther erhielten für ihr Konzept und die erfolgreiche Umsetzung den Gründerpreis der Stadt Hamburg in der Kategorie „Aufsteiger“. Eine Anerkennung, die den Mut und die Innovationskraft hinter der Umnutzung des historischen Geländes unterstrich.

Architektur und Design: Industriegeschichte trifft auf Gastlichkeit

Das Gebäude, in dem die Bullerei untergebracht ist, hat selbst eine bemerkenswerte Geschichte. Es wurde ursprünglich zwischen 1911 und 1913 erbaut und ist als westlicher Gebäudeteil der Viehverkaufshalle Teil des denkmalgeschützten Gebäudeensembles Viehhof Sternschanze. Diese Historie ist im Design der Bullerei allgegenwärtig und prägend.

Für die Umnutzung des Gebäudes zu einem Restaurant waren umfangreiche Eingriffe notwendig. Teile der mittleren Halle wurden entfernt, um einen Innenhof zu schaffen, der Licht und Raum in das Innere bringt und zugleich einen attraktiven Außenbereich bietet. Bei der Sanierung wurde großer Wert darauf gelegt, den industriellen Ursprungszustand des historischen Bauwerks so weit wie möglich zu erhalten.

Das bedeutet, dass viele der rohen, funktionalen Elemente der ehemaligen Schlachthofhallen bewusst sichtbar gelassen und in das Gesamtkonzept integriert wurden. Hohe Decken, unverputzte Wände oder sichtbare Stahlträger erzählen die Geschichte des Ortes und schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Diese rustikalen Elemente wurden durch neue, moderne Komponenten ergänzt, um die Funktionalität und den Komfort eines zeitgemäßen Restaurants zu gewährleisten.

Mit einer Fläche von 1.000 m² innerhalb des insgesamt 11.000 m² großen Areals bietet die Bullerei viel Raum für ihre Gäste. Der Entwurf für die Innenraumgestaltung stammt vom Hamburger Architekten Giorgio Gullotta. Seine Handschrift ist deutlich erkennbar in der gekonnten Verbindung von historischer Bausubstanz und neuem Interieur, die eine Mischung aus urbanem Chic und industriellem Charme schafft.

Das Design der Bullerei ist somit mehr als nur Dekoration; es ist ein integraler Bestandteil des Erlebnisses. Es erzählt die Geschichte des Ortes und bietet eine beeindruckende Kulisse für das kulinarische Angebot. Die Kombination aus rohen, industriellen Elementen und durchdachtem Mobiliar schafft eine Atmosphäre, die sowohl imposant als auch einladend wirkt.

Die Küche der Bullerei: Zwischen Tradition und Moderne

Die Küche ist das Herzstück jedes Restaurants, und die Bullerei bildet da keine Ausnahme. Allerdings gibt es hier eine Besonderheit, die oft für Gesprächsstoff sorgt: Obwohl Tim Mälzer einer der prominentesten Besitzer ist, ist er nach den vorliegenden Informationen nicht aktiv an der täglichen Zubereitung der Speisen im À-la-carte-Geschäft beteiligt.

Die Verantwortung für die kulinarische Linie und die Umsetzung der Gerichte liegt bei den jeweiligen Küchenchefs. Bis September 2019 hatte Martin Schneider diese Position inne. Seitdem führt Simon Sauter das Küchenteam an. Sie sind es, die täglich dafür sorgen, dass die Teller, die die Küche verlassen, den Erwartungen der Gäste entsprechen.

Die Beschreibung der Küche variiert je nach Kritiker. Dies spiegelt möglicherweise eine Entwicklung im Laufe der Jahre oder einfach unterschiedliche Perspektiven wider. Hier ein Vergleich der Einschätzungen zweier bekannter Restaurantführer:

QuelleEinschätzung der KücheBewertung
Gault-Millau (2013)Gutbürgerlich12 von 20 Punkten
FalstaffModern, kreativ83 von 100 Punkten

Der Gault-Millau beschrieb die Küche 2013 als „gutbürgerlich“. Diese Bezeichnung kann je nach Kontext unterschiedlich interpretiert werden, deutet aber oft auf eine Küche hin, die auf traditionellen Rezepten basiert und Wert auf solide Handwerkskunst legt, vielleicht ohne den Fokus auf avantgardistische Experimente. Die vergebenen 12 von 20 Punkten sind eine solide, aber keine herausragende Bewertung in diesem Führer.

Interessanterweise gab der Gault-Millau 2013 auch eine kritische Anmerkung ab: „Es wird Zeit, dass sich Tim Mälzer, der sonst so viele Ideen hat, um seine Gastronomie kümmert; der TV-Ruhm und ein angenehmes Ambiente sind für kein Restaurant eine ständige Erfolgsgarantie.“ Diese Aussage deutet darauf hin, dass die Kritiker damals möglicherweise das Gefühl hatten, dass das Potenzial der Küche hinter dem prominenten Namen und dem beeindruckenden Ambiente zurückblieb.

Der Falstaff hingegen beschreibt die Küche als „modern, kreativ“. Dies suggeriert einen ganz anderen Ansatz – eine Küche, die versucht, traditionelle Grenzen zu überschreiten, neue Techniken einzusetzen und überraschende Geschmackskombinationen zu schaffen. Die Bewertung von 83 von 100 Punkten im Falstaff ist eine sehr gute Bewertung, die auf eine hohe Qualität und Originalität der Speisen hinweist.

Diese unterschiedlichen Beschreibungen und Bewertungen zeigen, dass die kulinarische Identität der Bullerei Gegenstand unterschiedlicher Interpretationen sein kann oder sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Sie macht die Küche zu einem spannenden Aspekt des Restaurants, über den man sich am besten selbst ein Bild macht.

Die Bullerei in den Medien: Im Rampenlicht der Öffentlichkeit

Die Bekanntheit von Tim Mälzer als Fernsehkoch und öffentliche Persönlichkeit hat naturgemäß zur Folge, dass die Bullerei häufig im Fokus der Medien steht. Schon vor der offiziellen Eröffnung im Jahr 2009 berichteten Medien wie die Boulevardzeitung Bild ab 2008 mehrfach über das Projekt und weckten das Interesse der Öffentlichkeit.

Auch nach der Eröffnung blieb das Restaurant ein beliebtes Thema. Die Medien berichteten über besondere Veranstaltungen, die in der Bullerei stattfanden, wie zum Beispiel 2012 Die Welt über ein Konzert mit Rea Garvey und prominenten Gästen. Solche Ereignisse unterstreichen die Bullerei als Treffpunkt, der über das reine Speisen hinausgeht.

Restauranttests und Vergleiche sind ebenfalls ein wiederkehrendes Thema. So veröffentlichte der Stern im selben Jahr (2012) eine Gegenüberstellung der Restaurants von drei bekannten Fernsehköchen, bei der auch die Bullerei unter die Lupe genommen wurde. Solche Vergleiche positionieren das Restaurant im Kontext anderer Gastronomiebetriebe von TV-Persönlichkeiten.

Auch runde Jahrestage werden gerne von der Presse aufgegriffen. Über das fünfjährige Bestehen der Bullerei berichtete beispielsweise die Zeitschrift Bunte im Jahr 2014. Solche Berichte würdigen die Beständigkeit und den Erfolg des Restaurants über einen längeren Zeitraum.

Die ständige Medienpräsenz, die durch die Prominenz ihres Mitinhabers bedingt ist, hält die Bullerei im Gespräch und sorgt dafür, dass sie sowohl in der lokalen Hamburger Presse als auch in überregionalen Medien immer wieder Erwähnung findet. Dies trägt zweifellos zur fortwährenden Popularität des Restaurants bei.

Häufig gestellte Fragen zur Bullerei

Wie heißt Tim Mälzers Restaurant?

Tim Mälzers bekanntestes Restaurant in Hamburg heißt Bullerei.

Wo befindet sich die Bullerei?

Die Bullerei befindet sich in Hamburg auf dem Gelände des alten Schlachthofs in der Sternschanze, genauer gesagt in der Lagerstraße 34b. Das Gebäude ist Teil eines denkmalgeschützten Ensembles.

Wann wurde die Bullerei eröffnet?

Die Bullerei wurde am 1. Juli 2009 eröffnet.

Ist Tim Mälzer selbst in der Küche aktiv?

Nach den vorliegenden Informationen ist Tim Mälzer zwar Mitinhaber der Bullerei, aber nicht aktiv an der Zubereitung der Speisen während des täglichen À-la-carte-Geschäfts beteiligt. Dies übernehmen die jeweiligen Küchenchefs und ihre Teams.

Was für eine Art von Küche bietet die Bullerei?

Die Beschreibung der Küche variiert. Während der Gault-Millau sie 2013 als „gutbürgerlich“ bezeichnete, beschreibt der Falstaff die Küche als „modern, kreativ“. Am besten macht man sich selbst ein Bild.

Ist das Gebäude der Bullerei historisch?

Ja, das Gebäude stammt aus den Jahren 1911-1913 und ist als Teil des ehemaligen Viehhofs Sternschanze denkmalgeschützt. Bei der Sanierung wurde der industrielle Charakter weitgehend erhalten.

Wer hat die Bullerei gegründet oder war beteiligt?

Die Bullerei wurde von Tim Mälzer und Patrick Rüther mit ihrer gemeinsamen Gesellschaft Bullerei GmbH & Co.KG als Mitinvestoren und erste Mieter auf dem revitalisierten Schlachthofgelände gegründet.

Fazit

Die Bullerei ist weit mehr als nur ein Restaurant; sie ist ein Gesamtkonzept, das durch die einzigartige Location im historischen Hamburger Schlachthof, das beeindruckende Industriedesign und die Präsenz von Tim Mälzer geprägt ist. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2009 hat sie sich als wichtiger Bestandteil der Hamburger Gastronomielandschaft etabliert.

Die Geschichte des Wandels vom Viehhandel zum gastronomischen Hotspot ist faszinierend, ebenso wie das Design, das Altes und Neues auf spannende Weise verbindet. Die Küche, deren Stil von Kritikern unterschiedlich eingeordnet wird, bleibt ein zentrales Element des Erlebnisses. Gepaart mit der regelmäßigen medialen Aufmerksamkeit bietet die Bullerei ein rundes Bild eines modernen Restaurants, das seine Wurzeln nicht vergisst.

Ob man die Küche als gutbürgerlich oder modern-kreativ empfindet, das Ambiente des ehemaligen Schlachthofgeländes in Hamburg ist unbestreitbar einzigartig und macht einen Besuch der Bullerei zu einem besonderen Erlebnis.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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