In den Weiten von TikTok entspann sich kürzlich eine hitzige Debatte, die viele Amerikaner in Erstaunen versetzte und die Frage aufwarf: Was genau essen die Briten da eigentlich? Im Fokus stand das britisch-chinesische Essen, insbesondere das, was man als "Chinese Takeaway" kennt. Mit Millionen von Aufrufen unter dem Hashtag #britishchinesefood zeigten britische Nutzer Gerichte, die für amerikanische Augen (und Gaumen) kaum Ähnlichkeit mit dem hatten, was sie als chinesische Küche – einschließlich ihrer eigenen amerikanisch-chinesischen Varianten – kannten. Die Verwirrung war groß, die Reaktionen reichten von Neugier bis hin zu entsetztem Unglauben. Doch was steckt hinter diesen vermeintlich "schockierenden" Unterschieden? Es ist die Geschichte einer Küche, die tief in Anpassungsfähigkeit, Geschichte und der genialen Fähigkeit von Einwanderern verwurzelt ist, Traditionen neu zu interpretieren.

Was genau ist britisch-chinesisches Essen?
Um zu verstehen, warum britisch-chinesisches Essen so einzigartig ist, müssen wir seine Ursprünge betrachten. Es ist nicht einfach nur eine regionale Variante der riesigen chinesischen Küche, sondern vielmehr eine Einwandererküche, die sich über Jahrzehnte hinweg an den lokalen Geschmack und die verfügbaren Zutaten angepasst hat. Ähnlich wie amerikanisch-chinesisches Essen ist es das Produkt eines kulturellen Austauschs, beeinflusst von beiden Seiten – der chinesischen Tradition und den britischen Vorlieben. Es ist eine Küche, die aus der Notwendigkeit heraus geboren wurde, sich in einem neuen Land zurechtzufinden und gleichzeitig die eigene kulinarische Identität zu wahren, indem man sie mit den lokalen Gegebenheiten verschmelzen lässt.
Eine reiche Geschichte der Anpassung
Die Geschichte des chinesischen Essens in Großbritannien ist untrennbar mit der Kolonialzeit verbunden, insbesondere mit Hongkong. Durch die Handelsrouten heuerten europäische Reedereien viele Seeleute aus Südchina an, die so nach Großbritannien kamen und sich dort niederließen. Oft waren es arme Einwanderer, die ein besseres Leben suchten. Um sich selbst und die wachsende chinesische Gemeinschaft sowie die durchreisenden Seeleute zu ernähren, eröffneten sie einfache Nudelshops. Diese Entwicklung nahm zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg an Fahrt auf.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts, begünstigt durch Änderungen im Einwanderungsgesetz, das Arbeitskräfte für die Nachkriegszeit benötigte, erlebte Großbritannien einen regelrechten "Restaurant-Boom". Zwischen 1957 und 1964 verdoppelte sich die Zahl der Gastronomiebetriebe, und viele davon richteten sich explizit an ein nicht-chinesisches Publikum. London erhielt in den 1960er Jahren mit der Gerrard Street ein neues Chinatown (nachdem das alte in Limehouse lag). Schon damals, in den 1950ern, passten sich chinesische Restaurants an die neue Kundschaft an und servierten neben chinesischen Gerichten auch britische Klassiker wie "buttered bread, pies and chips". Diese frühen Anpassungen zeigen, wie flexibel die Köche agierten, um ihre Kundschaft zufriedenzustellen und ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Komfortessen für den britischen Gaumen
Das, was viele Amerikaner auf TikTok überraschte – Gerichte, die fast ausschließlich aus Frittiertem bestehen und oft Pommes (Chips) sowie Currysauce beinhalten – ist ein direktes Ergebnis dieser Anpassung. Diese Zutaten sind traditionell nicht Teil der chinesischen Küche, aber sie wurden integriert, um den britischen Geschmack zu treffen. Jeremy Pang, Gründer einer Kochschule, beschreibt britisch-chinesisches Essen als Ergebnis eines kulturellen Austauschs, bei dem sich beide Kulturen gegenseitig beeinflussen. Es ist ein Geben und Nehmen, bei dem neue, einzigartige Gerichte entstehen, die weder rein britisch noch rein chinesisch sind, sondern eine köstliche Fusion.
Für viele in Großbritannien geborene Chinesen, die sowohl mit traditionellem chinesischem Essen als auch mit den angepassten Gerichten aufwuchsen, gibt es einfach einen Platz für beides. Anna Chan, die sich selbst als "British Chinese takeaway kid" bezeichnet, sieht die Takeaway-Mahlzeit als Inbegriff des britisch-chinesischen Essens. Es sei Essen, das anpassungsfähig und agil sei, um den lokalen Geschmack und die Trends des Viertels zu treffen. Sie schwärmt von wellenförmigen Pommes (crinkle cut chips) und der Currysauce ihres Vaters – eine Sauce, die sie über ihre Eiernudeln mit Sojasprossen, Riesengarnelen und Zwiebeln gießt. Interessanterweise war das Essen, das Chan zu Hause aß, oft traditioneller, kantonesisch oder Hakka. Diese Unterscheidung zwischen dem Essen zu Hause und dem Essen im Restaurant oder Imbiss ist ein wichtiger Aspekt der britisch-chinesischen Erfahrung.
Auch John Li, der in dem chinesischen Restaurant seiner Eltern arbeitete, erlebte diese Dualität. Zu Hause gab es um 17:30 Uhr ein Familienessen mit kantonesischer und Hakka-Hausmannskost – sehr "wholesome cooking". Doch er bewunderte die Fusionsgerichte, die seine Eltern für die Kunden kochten. Er sagt: "Es gibt einen Grund, warum dieses [britisch-chinesische] Essen immer noch eines der beliebtesten in Großbritannien ist. Das Geschmacksprofil ist genau das, was die Leute in Komfortessen suchen." Diese Gerichte sind oft reichhaltig, geschmacksintensiv und genau das Richtige nach einem langen Tag oder am Wochenende.
Klassiker und Gemeinschaft: Mehr als nur Essen
Neben den berühmten Pommes und der Currysauce gehören Gerichte wie Chicken Balls (frittierte Hühnerbällchen), Sweet and Sour Chicken (Hähnchen süß-sauer), Shredded Chilli Beef (scharfes Rindfleischstreifen) und Singapore Fried Noodles zu den Klassikern des britisch-chinesischen Takeaways. Obwohl die Namen manchmal ähnlich klingen, hat jeder Imbiss seine eigenen Rezepte, die den Geschmack der lokalen Nachbarschaft widerspiegeln. Diese kleinen Variationen machen jeden lokalen "Chinese" einzigartig.
Chinesische Imbisse waren und sind oft besondere Orte für lokale Gemeinschaften in Großbritannien. Sie dienten als Treffpunkt und viele Briten, unabhängig von ihrem Hintergrund, verbinden sehr positive und nostalgische Erinnerungen mit ihrem lokalen "Chinese" und dem Essen dort. Angela Hui beschreibt in ihrem Buch "Takeaway", wie der ländliche Imbiss, in dem sie aufwuchs, ein Zentrum für die Einheimischen war. Diese Läden waren oft mehr als nur Orte zum Essen; sie waren soziale Knotenpunkte.
Diese Nostalgie birgt jedoch auch die Gefahr, die Küche zu "museumifizieren", wie die Autorin Jenny Lau erklärt. Wenn man die Entwicklung und Anpassung der Gerichte nicht vollständig würdigt, kann das Essen als statisch wahrgenommen werden, wie ein Artefakt der britischen Kultur, anstatt als lebendige, sich entwickelnde Küche. Dies kann auch das Verständnis davon einschränken, was es bedeutet, Chinese in Großbritannien zu sein, und die Identität allein auf das Takeaway-Essen reduzieren. Eine Geschichte, in der ein Kind Maria Lo fragte, ob sie jeden Tag Bang Bang Chicken esse, obwohl sie das Gericht nicht einmal kannte, illustriert dies. Es zeigt, wie einseitig das Bild von "chinesisch sein" durch das Takeaway-Essen geprägt sein kann.
Die heutige Vielfalt und Weiterentwicklung
Die Vielfalt dessen, was britisch-chinesisches Essen ist und sein kann, wächst rasant. Früher dominierte die kantonesische Küche (bis zu 99%, so Jason Li, ein Ex-Restaurantmanager). Vor etwa zehn Jahren gab es einen Aufschwung der Sichuan-Küche, und heute gibt es viele verschiedene regionale Küchen, die auch neuere chinesische Migranten wie Studenten ansprechen. Supper Clubs und spezialisierte Restaurants bieten Einblicke in weniger bekannte Regionen Chinas und darüber hinaus.

Zudem entwickeln neue britisch-chinesische Köche ihren eigenen Stil, indem sie ihre Identität und andere Einflüsse einbeziehen. John Li, obwohl Hakka und Kantonesisch geprägt, lässt sich stark von Sichuan-Aromen inspirieren (sein neues Restaurant Sichuan Fry spezialisiert sich auf frittierte Hähnchen-Burger). Er sagt, sie lassen sich von dem Essen inspirieren, das sie lieben, genau wie es die chinesischen Takeaways früher taten. Auch Maria Lo integriert in ihrem Supper Club Dumpling Den in Hastings ihr kantonesisches Erbe mit ihrer britischen Umgebung und verwendet lokale Zutaten. Sie sieht ihre Arbeit als Teil des britisch-chinesischen Essens von heute und möchte ihre Gerichte an Orte bringen, wo sich die Leute wohlfühlen, wie eine Weinbar, um sie für Neues zu öffnen. Diese neue Generation von Köchen zeigt, dass britisch-chinesisches Essen alles andere als statisch ist; es ist dynamisch und ständig im Wandel.
Anpassungsfähigkeit als Kern der Kultur
Die Anpassung der chinesischen Küche an den jeweiligen Ort, an dem sich chinesische Gemeinschaften niederlassen, scheint eine alte Tradition zu sein, ein kreativer roter Faden durch die Esskultur. Wie Jeremy Pang sagt: "Anpassungsfähigkeit ist der Kern unserer chinesischen Kultur." Er ist begeistert von der heutigen Vielfalt, von Michelin-Stern-Restaurants bis hin zu versteckten Spezialitätenläden für handgezogene Nudeln, die einen direkt in eine Hongkonger Garküche versetzen können. Diese Vielfalt zeigt, wie weit sich die Küche entwickelt hat und wie viele Facetten sie heute hat.
Britisch-Chinesisches Essen vs. andere Varianten (vereinfacht)
| Aspekt | Britisch-Chinesisches Takeaway (klassisch) | Traditionelle Chinesische Küche (Beispiel Kanton) | Amerikanisch-Chinesisches Essen (Beispiel) |
|---|---|---|---|
| Beilagen-Klassiker | Pommes (Chips), Currysauce, Reis, Nudeln | Reis, Nudeln, gedünstetes Gemüse | Reis, gebratene Nudeln, Glückskekse (oft) |
| Fokus | Oft frittiert, süß-saure/salzige Saucen, Komfortessen, schnelle Zubereitung | Breite Palette an Zubereitungsarten (Dämpfen, Braten, Schmoren), regionale Vielfalt, Ausgewogenheit der Aromen | Süße/würzige Saucen, oft frittiert (z.B. General Tso's Chicken), große Portionen |
| Anpassung an lokalen Geschmack | Sehr stark (Integration britischer Elemente) | Weniger (authentizitätsorientiert, Fokus auf traditionelle Zubereitung) | Stark (Integration amerikanischer Elemente und Vorlieben) |
| Gemeinschaft/Nostalgie (im Westen) | Starkes Element des lokalen Imbisses und der Kindheitserinnerung, sozialer Treffpunkt | Weniger im Kontext des "Takeaway"-Erlebnisses, eher Familienessen oder spezialisierte Restaurants | Ebenfalls starkes Element des lokalen Imbisses und der Kindheitserinnerung |
| Typische Saucen | Currysauce, Süß-Sauer-Sauce, Pflaumensauce, Hoi Sin Sauce | Sojasauce (verschiedene Arten), Austernsauce, Ingwer-Lauch-Öl, fermentierte Bohnenpasten | General Tso's Sauce, Sesam-Sauce, Orangen-Sauce, Sojasauce |
Hinweis: Dies ist eine stark vereinfachte Gegenüberstellung. Sowohl die traditionelle chinesische Küche als auch die modernen Varianten im Westen sind sehr vielfältig und regional unterschiedlich.
Häufig gestellte Fragen zu britisch-chinesischem Essen
Warum gibt es Pommes und Currysauce?
Die Integration von Pommes (Chips) und Currysauce ist ein klassisches Beispiel für die Anpassung an den lokalen britischen Geschmack und die verfügbaren Zutaten. Chinesische Einwanderer stellten fest, dass diese Elemente bei den Briten populär waren und integrierten sie in ihre Menüs, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Es ist ein Beweis für die Pragmatik und Anpassungsfähigkeit der frühen Gastronomen.
Ist britisch-chinesisches Essen "echtes" chinesisches Essen?
Diese Frage führt oft zu Debatten. Es ist eine Form der chinesischen Küche, aber eine, die sich außerhalb Chinas entwickelt und stark an lokale Gegebenheiten und Geschmäcker angepasst hat. Viele sehen es als eine eigene regionale Variante der chinesischen Küche an, vergleichbar mit amerikanisch-chinesischem Essen oder anderen Formen der Einwandererküche. Es ist authentisch für die Erfahrung und Geschichte der Chinesen in Großbritannien und hat seinen eigenen kulturellen Wert.
Warum hat es die Amerikaner auf TikTok schockiert?
Amerikaner sind oft mit ihrer eigenen Version der chinesischen Küche vertraut, die sich ebenfalls von der traditionellen chinesischen Küche unterscheidet. Die spezifischen Elemente des britischen Takeaways, wie die Kombination aus frittierten Gerichten, Pommes und Currysauce, waren für viele Amerikaner unerwartet und untypisch im Vergleich zu dem, was sie kennen, was zu Verwirrung und Debatte führte.
Spielt die Familie eine wichtige Rolle?
Ja, das wird im Artikel stark betont. Viele chinesische Restaurants und Takeaways in Großbritannien sind Familienbetriebe. Die Gerichte, auch die angepassten, sind oft mit Familienrezepten und Erinnerungen verbunden. Die Arbeit im Restaurant war für viele britisch-chinesische Kinder ein zentraler Teil ihres Aufwachsens und stärkte den Familienzusammenhalt. Es ist eine Küche, die oft von Generation zu Generation weitergegeben wird, auch wenn Rezepte im Laufe der Zeit angepasst werden.
Wie unterscheidet sich die moderne britisch-chinesische Szene?
Die moderne Szene ist viel vielfältiger als früher. Neben den klassischen Takeaways gibt es heute spezialisierte Restaurants, die regionale Küchen aus ganz China (und darüber hinaus) anbieten, sowie neue Köche, die traditionelle Elemente mit modernen Techniken und lokalen Zutaten kombinieren. Es ist eine aufregende Zeit für britisch-chinesische Gastronomie, die ständig neue Wege beschreitet.
Rezept: Jeremy Pangs Peking-Mandarin-Schweinefleisch
Dieses Rezept zeigt, wie frittiertes Fleisch nicht nur knusprig sein muss, sondern durch geschickte Zubereitung verschiedene Texturen annehmen kann. Die sparsame Verwendung von Speisestärke erzeugt eine leicht knusprige Kante, während das Fleisch gleichzeitig viel von der klebrig-süß-sauren Sauce aufsaugt.
Zutaten für 2 Personen:
Für das marinierte Schweinefleisch:
- 2 Schweinekoteletts oder Schweinenackensteaks
- 1 EL Shaoxing-Reiswein (ersatzweise trockener Sherry)
- 1 TL Sesamöl
- ½ TL Salz
- ½ TL Chinesisches Fünf-Gewürze-Pulver
- ¼ TL Zucker
- 4 EL Speisestärke (Maisstärke)
Für die Sauce:
- 100 ml Hühnerbrühe
- 100 ml frischer Orangensaft
- 1 EL Reisessig
- 1 EL Pflaumensauce (kann schwierig zu finden sein, ersatzweise Ketchup mit etwas Zucker und Essig)
- 1 EL helle Sojasauce
- ½ EL Orangenmarmelade
- 1 TL dunkle Sojasauce
Zum Fertigstellen des Gerichts:
- ½ daumengroßes Stück Ingwer, geschält und grob gehackt
- 2 Knoblauchzehen, grob gehackt
- 1 Frühlingszwiebel, in 2 cm lange Stücke geschnitten
- 3 Sternanis
- 1 kleine Zimtstange
- Pflanzenöl zum Frittieren
- Handvoll Korianderblätter zum Garnieren
Zubereitung:
- Mit der Rückseite eines Messers oder einer Hacke die Schweinekoteletts oder Steaks vorsichtig klopfen, um das Fleisch zart zu machen. Anschließend in 3–4 cm große Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die restlichen Marinadenzutaten in das Schweinefleisch einmassieren. Die Speisestärke erst ganz am Ende hinzufügen und gut vermengen.
- Die Zutaten für die Sauce in einer kleinen Schüssel vermischen.
- In einem Wok die Zutaten im "Wok Clock"-Prinzip (Mise en Place) anordnen: Das marinierte Schweinefleisch bei 12 Uhr platzieren, gefolgt von Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebel, dann Sternanis und Zimtstange, und zuletzt die Schüssel mit der Sauce. Dieses Prinzip hilft, den Kochprozess zu beschleunigen, da alle Zutaten griffbereit sind.
- Den Wok maximal zur Hälfte mit Pflanzenöl füllen und auf 180 °C erhitzen. Die Temperatur des Öls testen, indem die Spitze eines Holzspießes oder Holzstäbchens ins Öl gehalten wird. Wenn das Holz nach etwa einer Sekunde zu sprudeln beginnt, hat das Öl die richtige Temperatur erreicht. Vorsichtig die Hälfte des Schweinefleisches hinzufügen und 4 bis 5 Minuten frittieren, bis es goldbraun ist. Das Fleisch auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen. Den Vorgang mit dem restlichen Schweinefleisch wiederholen. Falls Sie den Wok zum Frittieren verwendet haben, das heiße Öl sehr vorsichtig in eine hitzebeständige Schüssel gießen, abkühlen lassen und den Wok kurz mit Küchenpapier auswischen.
- Den Wok zurück auf den Herd stellen und ½ EL Pflanzenöl erhitzen, bis es raucht. Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebel in den Wok geben und 30–60 Sekunden braten, bevor Sternanis und Zimtstange hinzugefügt werden. Die Sauce in den Wok geben und kräftig aufkochen lassen. Sobald sie stark sprudelt, die frittierten Schweinefleischstücke in die Sauce geben und weitere 1–2 Minuten kräftig kochen lassen, bis die Sauce eindickt und das Fleisch umhüllt.
- Mit Koriander garnieren und sofort servieren, idealerweise mit Reis.
Eine sich entwickelnde kulinarische Identität
Was die Social-Media-Debatten oft übersehen, sind die Menschen hinter dem Essen. All diese Gerichte, die von vielen geliebt werden, wurden und werden von Menschen kreiert – und oft geht es dabei um die Familie. Die Erfahrung, in einem Familienrestaurant aufzuwachsen und mit den Eltern und Geschwistern zusammenzuarbeiten, ist für viele britisch-chinesische Menschen eine prägende Erinnerung. Britisch-chinesisches Essen ist somit mehr als nur eine kuriose Variante; es ist ein Spiegelbild von Migration, Anpassung, Gemeinschaft und der ständigen Weiterentwicklung einer reichen kulinarischen Kultur. Es ist eine Küche mit Herz und Geschichte, die es verdient, in ihrer ganzen Vielfalt und Dynamik verstanden und geschätzt zu werden.
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