Wo wird Drei Teller für Lafer aufgezeichnet?

Johanns: Johann Lafers neues Restaurant

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Johann Lafer, ein Name, der in der deutschen Gastronomie-Szene seit Jahrzehnten einen exzellenten Klang hat, hat sich neu erfunden. Nach einer beeindruckenden Karriere, die ihn an die Spitze der Sterneküche führte, schlägt der bekannte Koch nun ein neues, spannendes Kapitel auf. Im Herzen der historischen Stromburg, einem Ort, der untrennbar mit seinem Namen verbunden ist, hat er ein neues Restaurant eröffnet: das „Johanns“. Dieser Schritt ist mehr als nur die Eröffnung eines weiteren Lokals; er markiert eine bewusste und wohlüberlegte Neuausrichtung, einen Weg zurück zu den Wurzeln, aber auf höchstem Niveau.

Welches Restaurant hat Johann Lafer?
Spitzenkoch Johann Lafer stellt sich neu auf: Im ehemaligen Bistro der Stromburg hat er jetzt das Restaurant „Johanns“ eröffnet. Dort wird die Kunst der einfachen Küche auf gewohnt hohem Lafer-Niveau von unprätentiösem, aber exzellentem Service geboten.25. März 2019

Das neue "Johanns": Einfache Küche auf Lafer-Niveau

Das „Johanns“ befindet sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Bistros auf der Stromburg. Doch das Wort "Bistro" wird dem neuen Konzept nur bedingt gerecht. Hier wird die Kunst der einfachen Küche zelebriert, ein Ansatz, der auf den ersten Blick vielleicht überrascht, wenn man Lafers Vergangenheit in der Sternegastronomie kennt. Aber genau das ist die Intention: eine Küche, die sich auf das Wesentliche konzentriert, ohne dabei an Qualität oder Raffinesse zu verlieren. Das Credo lautet: Das Produkt ist der Star. Diese Philosophie durchzieht das gesamte Angebot des Restaurants und prägt jedes Gericht, das die Küche verlässt.

Stellen Sie sich vor: saisonales Gemüse aus der Region, sorgfältig ausgewähltes Fleisch oder Fisch von vertrauenswürdigen Lieferanten, Kräuter, die nach Sommer schmecken. Im „Johanns“ werden diese erstklassigen Zutaten mit handwerklichem Können und tiefem Verständnis für Aromen zubereitet. Die wechselnde Tageskarte sorgt dafür, dass jeder Besuch eine neue Entdeckung sein kann. Sie finden hier Gerichte, die auf den Punkt gebracht sind, klar im Geschmack und doch mit der Raffinesse, die man von einem Koch wie Lafer erwartet. Es ist eine Küche, die nicht durch Überladung beeindrucken will, sondern durch die reine Qualität und die perfekte Zubereitung der einzelnen Komponenten.

Die kulinarische Ausrichtung im „Johanns“ ist eine faszinierende Melange. Einerseits ist da die tiefe Verwurzelung in der steirischen Küche, der Heimat von Johann Lafer. Man kann erwarten, dass sich traditionelle österreichische Aromen und Zubereitungsarten in modernen Interpretationen wiederfinden. Andererseits sind da die Einflüsse seiner weltweiten Reisen. Diese globalen Impulse sorgen für spannende Akzente und unerwartete Geschmackskombinationen, die das regionale Angebot bereichern. Es ist diese Verbindung von Heimatgefühl und Weltoffenheit, die das „Johanns“ einzigartig macht.

Die Atmosphäre im Restaurant ist bewusst entspannt und einladend gestaltet. Der Service wird als unprätentiös, aber exzellent beschrieben. Das bedeutet, dass Sie sich wohlfühlen können, ohne auf professionelle und aufmerksame Betreuung verzichten zu müssen. Das Team agiert mit einer natürlichen Freundlichkeit und Kompetenz, die den Fokus auf den Genuss und das Zusammensein lenkt. Es ist ein Ort, an dem man sich entspannen und einfach gutes Essen in angenehmer Gesellschaft genießen kann.

Eine besondere Partnerschaft im „Johanns“ besteht mit dem renommierten Hersteller von Kochgeschirr, Le Creuset. Diese Zusammenarbeit, die auf einer langjährigen freundschaftlichen Beziehung basiert, unterstreicht den Fokus auf hochwertige Werkzeuge in der Küche. Wenn das Produkt der Star ist, dann braucht man auch das passende Equipment, um es perfekt in Szene zu setzen und seine Qualitäten voll zur Geltung zu bringen. Die Verwendung von Le Creuset-Produkten signalisiert den Anspruch an handwerkliche Perfektion auch hinter den Kulissen.

Wo kocht Johann Lafer aktuell?
Johann Lafer kocht bei Hugo Boss. Hugo Boss hat ein neues Gastronomiekonzept entwickelt. Als Teil davon bereitete Starkoch Johann Lafer im Rahmen einer Aktionswoche regionale und saisonale Gerichte für die Mitarbeiter auf dem Campus in Metzingen zu.

Vom Sterne-Zirkus zur neuen Freiheit: Ein bewusster Wandel

Johann Lafers Entscheidung, sich mit 61 Jahren neu aufzustellen, ist kein Impuls, sondern das Ergebnis eines langen Prozesses. Nach über 40 erfolgreichen Jahren im oft hektischen und anspruchsvollen „Sterne-Zirkus“ suchte er nach mehr persönlicher Freiheit und einer anderen Art des Kochens. Die Welt der Spitzengastronomie mit ihren ständigen Anforderungen, dem Druck, Sterne zu halten oder zu gewinnen, und der Erwartung an immer komplexere Kreationen kann zermürbend sein. Lafer hat diesen Weg lange und äußerst erfolgreich beschritten, aber er spürte den Wunsch nach Veränderung.

Er hat die Entwicklungen in der High-End-Gastronomie stets mit großem Respekt verfolgt und bewundert das Talent seiner Kollegen, die täglich auf höchstem Niveau agieren. Gleichzeitig hat er auf seinen zahlreichen kulinarischen Reisen abseits der klassischen Gourmettempel andere, ebenso faszinierende Facetten kennengelernt. Er spricht von der köstlichen, aromareichen Vielfalt des Streetfoods in Asien oder der bodenständigen, aber handwerklich perfekten Alpenküche. Diese Erfahrungen zeigten ihm, dass Genuss nicht zwangsläufig mit Komplexität einhergehen muss.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Neuausrichtung waren die Gäste selbst. Viele Stammgäste der Stromburg, die das frühere Bistro geschätzt hatten, wünschten sich ein ähnlich zugängliches Angebot zurück. Ihnen waren die oft sehr komplexen und teils als überladen empfundenen Gerichte des Sternerestaurants mitunter zu viel des Guten. Mit dem „Johanns“ kommt Lafer diesem Wunsch nach und schafft eine neue kulinarische Heimat, die den hohen Qualitätsanspruch Lafers mit einer erfrischenden Unkompliziertheit verbindet. Es ist eine Rückbesinnung auf das Wesentliche, auf den Kern des Kochens: gute Produkte schmackhaft zuzubereiten und den Gast glücklich zu machen.

Der Unterschied zum früheren „Lafer!Stromburg“ ist dabei signifikant. Über 20 Jahre lang war sein Restaurant auf der Stromburg eine feste Größe in der deutschen Spitzengastronomie, ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern und hohen Punktzahlen im Gault Millau. Es stand für exquisite, oft aufwendige Kreationen, für die Kunst des Fine Dining. Das „Johanns“ hingegen steht für Reduktion, für die Konzentration auf den puren Geschmack der Produkte. Es ist ein Wandel, der Mut erfordert, aber auch Lafers Authentizität und seine Entwicklung als Kochpersönlichkeit zeigt. Er beweist, dass Spitzenqualität auch in einem weniger formellen Rahmen möglich ist.

Mehr als nur ein Restaurant: Lafers vielfältige Projekte

Auch wenn das „Johanns“ aktuell sein gastronomisches Herzstück ist, bleibt Johann Lafer ein viel beschäftigter Mann, dessen kulinarisches Wirken weit über die Stromburg hinausreicht. Er ist weiterhin in verschiedenen Formaten präsent und teilt seine Leidenschaft fürs Kochen mit einem breiten Publikum.

Kulinarische Erlebnisse auf dem Wasser

Ein besonderes Highlight sind die kulinarischen Abendfahrten auf dem Schiff „Königin Silvia“. Hier verwandelt Johann Lafer das Schiff temporär in ein exklusives schwimmendes Restaurant. Diese Events sind keine regulären Restaurantbesuche, sondern besondere Erlebnisse für Feinschmecker, die Genuss und ein einzigartiges Ambiente suchen. Die Gäste genießen ein saisonales Vier-Gang-Gourmet-Menü, persönlich begleitet und kreiert vom Meisterkoch, während sie das romantische Panorama des Neckartals erleben. Abgestimmte Weine, wie sie zu einem Gourmet-Menü gehören, und anspruchsvolle Live-Musik runden diese genussvollen Abende ab. Es ist eine andere Form des Kochens und Präsentierens – als exklusives Event, das für kurze Zeit einen einzigartigen Rahmen schafft und Lafers Fähigkeit zeigt, auch außerhalb seiner Restaurantküche besondere Momente zu kreieren.

Hat Johann Lafer noch ein eigenes Restaurant?
Johann Lafer ist ein bekannter deutscher Koch und Fernsehkoch. Er hat in mehreren Michelin-geführten Restaurants gearbeitet und hat seit den 90er Jahren sein eigenes Restaurant „Lafer! Stromburg“ in Stromberg, Deutschland.

Temporäre Engagements und Kooperationen

Gelegentlich ist Johann Lafer auch für spezielle Projekte und Kooperationen unterwegs. Ein Beispiel dafür war sein kürzliches Engagement auf dem Campus von Hugo Boss in Metzingen. Dort kochte er für die Mitarbeiter des Unternehmens, gab Kochkurse und brachte sein Wissen und seine Philosophie in die Betriebsgastronomie ein. Solche temporären Einsätze zeigen seine Vielseitigkeit und seine Bereitschaft, Kochkunst in unterschiedlichen Kontexten zu präsentieren. Es sind jedoch keine dauerhaften Restaurants, sondern zeitlich begrenzte Veranstaltungen, die es ihm ermöglichen, seine Expertise und seine Leidenschaft an verschiedenen Orten und für unterschiedliche Zielgruppen einzusetzen. Diese Projekte unterstreichen, dass Lafer auch abseits der Sterneküche ein gefragter Experte bleibt.

Präsenz in den Medien: Der Fernsehkoch

Johann Lafer ist aus der deutschen Fernsehlandschaft kaum wegzudenken. Seit vielen Jahren begeistert er das Publikum in verschiedenen Kochshows. Formate wie „Lafer! Lichter! Lecker!“, „Lafer! Grillen!“ und „Lafer!Lecker!Leben!“ machten ihn zu einem der bekanntesten TV-Köche Deutschlands. Auch hier setzt er seine Mission fort, Menschen für gutes, schmackhaftes Essen zu begeistern. Seine neue Show „Drei Teller für Lafer“, die ab Frühsommer 2024 bei Sat.1 laufen soll, unterstreicht seine anhaltende Bedeutung im Medienbereich. In diesem Format gibt er ein kulinarisches Motto vor und lässt Hobbyköche aus drei Generationen ihre Interpretation präsentieren. Er kommentiert, gibt Tipps und entscheidet über den Gewinner. Seine Botschaft dabei ist klar: Nachhaltig gut kochen und schmackhafter Genuss sind zeitlos wichtig. Diese Arbeit im Fernsehen ermöglicht es ihm, Millionen von Menschen zu erreichen und seine Kochphilosophie zu verbreiten – eine ganz andere Form der kulinarischen Interaktion als in einem Restaurant.

Diese verschiedenen Aktivitäten – das Restaurant „Johanns“, die Schiffs-Events, temporäre Engagements und die Fernsehpräsenz – zeigen, wie vielseitig Johann Lafer die Kochkunst heute lebt und vermittelt. Er hat sich nicht zurückgezogen, sondern seine Arbeit neu fokussiert und erweitert seinen Wirkungskreis.

Häufig gestellte Fragen zu Johann Lafer und seinen Restaurants

Rund um die Aktivitäten von Johann Lafer tauchen immer wieder Fragen auf. Hier beantworten wir einige der häufigsten, basierend auf den aktuellen Informationen:

Hat Johann Lafer noch ein eigenes Restaurant?

Ja, Johann Lafer betreibt aktuell das Restaurant „Johanns“ auf der Stromburg in Stromberg. Dies ist sein Hauptort des kulinarischen Wirkens als Gastronom, wo er sein neues Konzept der einfachen Küche auf hohem Niveau umsetzt.

Wo kocht Johann Lafer zurzeit?

Johann Lafer kocht hauptsächlich in seinem Restaurant „Johanns“. Darüber hinaus ist er bei ausgewählten, zeitlich begrenzten Events wie den kulinarischen Fahrten auf der „Königin Silvia“ aktiv. Er beteiligt sich auch an speziellen Projekten, wie kürzlich bei Hugo Boss. Zudem ist er regelmäßig im Fernsehen in seinen Kochshows zu sehen, wo er kocht und Anleitungen gibt.

Was ist das Konzept des Restaurants „Johanns“?

Das Konzept des „Johanns“ konzentriert sich auf die „Kunst der einfachen Küche“ auf Lafers gewohnt hohem Qualitätsniveau. Es werden vorwiegend regionale und saisonale Produkte verwendet, wobei der Geschmack und die Qualität des Produkts selbst im Mittelpunkt stehen („Das Produkt ist der Star“). Die Küche verbindet Einflüsse aus Lafers steirischer Heimat mit globalen Inspirationen.

Welches Restaurant hat Johann Lafer?
Spitzenkoch Johann Lafer stellt sich neu auf: Im ehemaligen Bistro der Stromburg hat er jetzt das Restaurant „Johanns“ eröffnet. Dort wird die Kunst der einfachen Küche auf gewohnt hohem Lafer-Niveau von unprätentiösem, aber exzellentem Service geboten.25. März 2019

Warum hat Johann Lafer die Sternegastronomie verlassen?

Nach über 40 Jahren im anspruchsvollen Sterne-Zirkus suchte Johann Lafer nach mehr persönlicher Freiheit und einer Neuausrichtung seiner Kochphilosophie. Er wollte sich auf eine bodenständigere, produktorientierte Küche konzentrieren und damit auch den Wünschen vieler Gäste nach weniger komplexen, aber dennoch exzellenten Gerichten entsprechen.

Was war sein früheres, bekanntes Restaurant auf der Stromburg?

Sein früheres, über zwei Jahrzehnte erfolgreiches Restaurant auf der Stromburg war „Lafer!Stromburg“. Es war bekannt für seine Spitzengastronomie und wurde über viele Jahre hinweg unter anderem mit einem Michelin-Stern und hohen Gault Millau-Punkten ausgezeichnet.

Ist das „Johanns“ ein Bistro oder ein Restaurant?

Obwohl sich das „Johanns“ in den ehemaligen Bistro-Räumlichkeiten befindet, versteht es sich als Restaurant, das die Kunst der einfachen Küche auf hohem Qualitätsniveau bietet. Es ist eine bewusste Abkehr von der komplexen Sterneküche, aber weit entfernt von einem einfachen Bistro im herkömmlichen Sinne. Es bietet eine entspannte Atmosphäre mit exzellentem Service und Fokus auf Produktqualität.

Arbeitet Johann Lafer noch in der Gastronomie?

Ja, Johann Lafer arbeitet aktiv in der Gastronomie. Sein Hauptprojekt ist das Restaurant „Johanns“, wo er präsent ist und sein kulinarisches Konzept umsetzt. Er ist also keineswegs im Ruhestand, sondern hat seine gastronomischen Aktivitäten neu ausgerichtet.

Fazit: Eine kulinarische Reise geht weiter

Johann Lafer hat mit dem „Johanns“ einen mutigen und konsequenten Schritt getan. Er hat sich von den Zwängen der Sterneküche gelöst, um sich auf das zu konzentrieren, was ihm heute am wichtigsten ist: das Produkt und der pure Genuss. Sein neues Restaurant auf der Stromburg lädt dazu ein, diese neue, alte Form der Kochkunst zu erleben. Es ist ein Ort, der Lafers Entwicklung widerspiegelt und seinen anhaltenden Wunsch zeigt, Menschen mit ehrlicher, exzellenter Küche zu begeistern. Gleichzeitig bleibt er eine prägende Figur in der deutschen Kulinarik-Szene, sei es auf dem Wasser bei exklusiven Events, bei temporären Engagements oder im Fernsehen. Seine kulinarische Reise ist noch lange nicht zu Ende, sie hat nur eine neue, faszinierende Richtung eingeschlagen, die den Fokus auf das Wesentliche legt: auf das gute Essen und die Freude am Genuss.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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