Roland Trettl ist zweifellos eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Fernsehlandschaft, insbesondere durch seine Rolle als charmanter Gastgeber der beliebten Dating-Show «First Dates – Ein Tisch für zwei». Viele kennen ihn als erfahrenen Koch und Gastronomen. Doch abseits seiner Fernsehpräsenz fragen sich viele Fans und Interessierte: Betreibt Roland Trettl aktuell noch eigene Restaurants? Die Antwort darauf mag für manche überraschend sein, denn sein beruflicher Weg hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt.

Obwohl Roland Trettl eine beeindruckende Karriere in der Spitzengastronomie hinter sich hat, konzentriert er sich heute auf andere Bereiche. Seine Bekanntheit verdankt er massgeblich seinen zahlreichen TV-Auftritten, aber auch seine Vergangenheit als Sternekoch ist ein wichtiger Teil seiner Identität. Lassen Sie uns einen Blick zurückwerfen und dann klären, wie seine heutige berufliche Situation aussieht.
Vom Lehrling zum Sternekoch: Die gastronomische Laufbahn
Roland Trettl begann seine Ausbildung zum Koch bereits 1987 in seinem Heimatort Oberbozen in Südtirol. Seine frühen Stationen führten ihn in renommierte Küchen. Er arbeitete unter anderem in Eckart Witzigmanns legendärem Restaurant «Aubergine» in München sowie im ebenfalls hoch angesehenen Restaurant «Tantris». Diese Lehrjahre prägten sein Handwerk und bereiteten ihn auf die anspruchsvolle Welt der Spitzengastronomie vor.
Ein entscheidender Schritt in seiner Karriere war die Position als Küchenchef im Restaurant Ca’s Puers auf Mallorca. Von 1997 bis 2001 stand er dort am Herd. In dieser Zeit feierte er einen grossen Erfolg: Im Jahr 2000 wurde das Ca’s Puers unter seiner Leitung mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Dies war eine offizielle Anerkennung seiner Kochkunst auf internationalem Niveau und katapultierte ihn in die Riege der Spitzenköche.
Nach weiteren internationalen Erfahrungen, unter anderem in Tokio, kehrte Roland Trettl in den deutschsprachigen Raum zurück. Von Mai 2003 bis Ende 2013 war er als Executive Chef im Restaurant Ikarus im Hangar-7 am Flughafen Salzburg tätig. Das Ikarus ist bekannt für sein einzigartiges Konzept, bei dem monatlich wechselnde Gastköche aus aller Welt ihre Menüs präsentieren. Roland Trettl war in dieser Funktion massgeblich für die Umsetzung dieser anspruchsvollen Idee verantwortlich. Auch das Ikarus erhielt unter seiner Führung im Jahr 2004 einen Michelin-Stern. Zehn Jahre lang prägte er das kulinarische Geschehen an diesem besonderen Ort.
Der Abschied vom aktiven Restaurantbetrieb
Ende 2013 traf Roland Trettl die Entscheidung, das Restaurant Ikarus zu verlassen. Dieser Schritt markierte das Ende seiner Ära als fest angestellter Küchenchef in einem Spitzenrestaurant. Seitdem, so die eindeutige Information, führt Roland Trettl kein eigenes Restaurant mehr. Er besitzt derzeit kein Lokal und ist auch nicht als Leiter einer fremden Küche tätig.

Die Gründe für diesen Wandel sind vielschichtig, aber der Fokus verschob sich klar in Richtung Medien und andere unternehmerische Tätigkeiten. Anstatt jeden Tag in der Hitze der Restaurantküche zu stehen, widmete er sich neuen Herausforderungen, die ihm eine breitere Öffentlichkeit bescherten.
Roland Trettl im Fernsehen: Vom Koch zum Moderator und Entertainer
Die Jahre nach 2013 waren geprägt von einer steilen Fernsehkarriere. Roland Trettl wurde zu einem bekannten Gesicht in verschiedenen Formaten:
- The Taste (Sat.1): Er war mehrfach als Gastjuror und von 2016 bis 2018 als fester Juror in der Koch-Castingshow zu sehen. Seinen Ausstieg begründete er unter anderem mit dem Wunsch nach einem „Tapetenwechsel“ und der Konzentration auf neue Projekte.
- Kitchen Impossible (Vox): Als Kontrahent von Tim Mälzer stellte er sich in mehreren Folgen der Herausforderung, Gerichte nur durch Probieren nachzukochen.
- Grill den Profi (Vox): Auch in diesem Kochformat trat er als Profi an.
- Karawane der Köche (Sat.1): Eine gemeinsame Sendung mit Tim Mälzer.
- First Dates – Ein Tisch für zwei (Vox): Seit 2018 ist er das Gesicht und der Gastgeber dieser erfolgreichen Dating-Show. Diese Rolle machte ihn einem Millionenpublikum bekannt und beliebt.
- True Story (Vox): Ein weiteres Format, an dem er beteiligt war.
- Let's Dance (RTL): 2025 stellte er sich der Herausforderung, als Kandidat in der beliebten Tanzshow anzutreten, was seinen Wandel vom reinen Koch zum Entertainer unterstreicht.
Diese umfangreiche Präsenz im Fernsehen zeigt deutlich, wohin sich Roland Trettls beruflicher Schwerpunkt verlagert hat. Seine Expertise als Koch bringt er weiterhin ein, aber nicht mehr im Rahmen eines eigenen Restaurants.
Das «First Dates» Restaurant: Ein TV-Set, kein echtes Lokal
Für viele Zuschauer ist das Restaurant, in dem die Singles bei «First Dates» ihre Blind Dates haben, ein fester Begriff. Oft wird vermutet, dass dies das Restaurant von Roland Trettl sei oder zumindest ein Ort, den man besuchen kann. Doch das stimmt nicht.
Das Restaurant aus der Sendung «First Dates» ist ein eigens für die Produktion aufgebautes Fernsehstudio. Es befindet sich in einer Halle in Köln-Ehrenfeld. Es ist kein öffentlicher Gastronomiebetrieb, bei dem man einfach einen Tisch reservieren und à la carte essen kann. Es dient ausschliesslich als Kulisse für die TV-Show.
Weitere unternehmerische Projekte
Auch wenn der klassische Restaurantbetrieb nicht mehr zu Roland Trettls Alltag gehört, ist er weiterhin unternehmerisch im Food-Bereich aktiv. Seit 2018 ist er beispielsweise Miteigentümer der Spiceworld Gewürzmanufaktur in Salzburg. Dies zeigt, dass seine Leidenschaft für hochwertige Lebensmittel und Zutaten ungebrochen ist und er sein Wissen und seine Bekanntheit in andere Geschäftsbereiche einbringt.

Zudem engagiert er sich in Werbepartnerschaften, wie etwa mit Kloster Kitchen, was seine fortwährende Relevanz in der Food-Branche unterstreicht.
Vergleich: Roland Trettl – Früher (Restaurant) vs. Heute (TV & Mehr)
| Aspekt | Früher (Fokus Restaurant) | Heute (Fokus TV & Projekte) |
|---|---|---|
| Haupttätigkeit | Küchenchef in Spitzenrestaurants | TV-Moderator, Kandidat, Buchautor, Unternehmer |
| Standort | Mallorca, Salzburg (Restaurantküche) | Köln (TV-Studio), Salzburg (Unternehmen), diverse Drehorte |
| Michelin-Sterne | Ja (erkocht im Ca's Puers & Ikarus) | Nein (kein eigenes Restaurant) |
| Öffentliche Wahrnehmung | Bekannt in Gastronomiekreisen & bei Restaurantbesuchern | Sehr hohe Bekanntheit als TV-Star |
| Arbeitsalltag | Täglicher Betrieb eines Restaurants | Dreharbeiten, Buchprojekte, Geschäftstermine |
| Unternehmerische Rolle | Angestellter Executive Chef | Miteigentümer (Spiceworld), Werbepartner |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Um die wichtigsten Punkte noch einmal zusammenzufassen, hier Antworten auf häufig gestellte Fragen:
Hat Roland Trettl aktuell ein eigenes Restaurant?
Nein, Roland Trettl besitzt oder betreibt derzeit kein eigenes Restaurant.
Führt Roland Trettl noch eine Küche?
Nein, er ist nicht mehr als fest angestellter Küchenchef in einem Restaurant tätig.
Kann man das «First Dates» Restaurant besuchen?
Nein, das Restaurant aus der TV-Show ist ein reines Fernsehset und nicht öffentlich zugänglich.
Hat Roland Trettl noch Michelin-Sterne?
Roland Trettl hat in der Vergangenheit Michelin-Sterne erkocht (im Ca’s Puers und im Ikarus). Da er aktuell kein Restaurant leitet, besitzt er derzeit keine aktuellen Michelin-Sterne für ein von ihm geführtes Lokal.

Warum hat Roland Trettl aufgehört, in Restaurants zu arbeiten?
Nach seiner Zeit im Ikarus entschied er sich, sich neuen beruflichen Wegen zu widmen, insbesondere seiner sehr erfolgreichen Karriere im Fernsehen und anderen unternehmerischen Projekten.
Ist Roland Trettl noch in der Gastronomiebranche aktiv?
Ja, er ist weiterhin im Food-Bereich unternehmerisch tätig, zum Beispiel als Miteigentümer der Spiceworld Gewürzmanufaktur, und nutzt seine Expertise in TV-Formaten.
Wo lebt Roland Trettl?
Laut Informationen lebt Roland Trettl in Salzburg.
Fazit: Ein Leben nach dem Sternerestaurant
Die Frage, ob Roland Trettl noch ein Restaurant hat, lässt sich klar mit Nein beantworten. Seine Zeit als aktiver Küchenchef, der Michelin-Sterne erkochte, liegt hinter ihm. Heute ist er ein vielseitiger Entertainer, Moderator, Buchautor und Unternehmer, dessen Bühne die Fernsehstudios sind. Auch wenn Feinschmecker ihn nicht mehr hinter dem Herd eines Sternerestaurants finden, bleibt er der Welt des Genusses auf vielfältige Weise verbunden und begeistert ein Millionenpublikum vor den Bildschirmen. Sein beruflicher Weg zeigt eindrucksvoll, wie man sich neu erfinden und auch ausserhalb der klassischen Laufbahn erfolgreich sein kann.
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