Ist der Wannsee ein Badesee?

Der Wannsee: Mehr als nur ein Badesee

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Der Wannsee, gelegen im südwestlichen Teil der deutschen Hauptstadt, ist weit mehr als nur ein beliebtes Gewässer. Auch wenn die Band Die Ärzte in einem bekannten Lied die Nordsee bevorzugte, zieht dieses Ausflugsziel zwischen Berlin und Potsdam jährlich Tausende von Besuchern an. Der Begriff Wannsee bezieht sich dabei hauptsächlich auf den Großen Wannsee, eine beeindruckende Bucht der Havel.

Wie viel Liter Wasser hat der Wannsee?
Der Große Wannsee ist eine Bucht im südwestlichen Berliner Teil der Unterhavel. Er hat ein Gesamtvolumen von ca. 15,4 Mio m³ bei einer Größe von ca. 280 ha und einer mittleren Wassertiefe von rund.

Die Frage, ob der Wannsee ein Badesee ist, kann klar mit Ja beantwortet werden. Tatsächlich gab die Stadt Berlin bereits im Jahr 1907 die Ostseite des Sees für den öffentlichen Badebetrieb frei und errichtete dort das berühmte Familienbad am Wannsee, besser bekannt als Strandbad Wannsee. Dieses ist das größte Freibad Europas an einem Binnengewässer und zieht seither nicht nur Berliner an. Interessanterweise galt das Baden in der breiten Havelbucht früher als unsittlich, doch mit dem Bau des Strandbades änderte sich dies grundlegend. Ein besonderer Bereich, etwa zehn Prozent der Fläche, ist sogar der Freikörperkultur (FKK) vorbehalten. Egal ob man lieber bekleidet oder nackt am Sandstrand liegt, am Wannsee findet jeder ein Plätzchen zum Wohlfühlen.

Geografie und Lage

Wannsee ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf und bildet dessen äußersten Südwesten. Dieser Ortsteil ist größtenteils von Seen umgeben und daher ein sehr populäres Ausflugsziel für Einheimische und Touristen gleichermaßen.

Die Wannsee-Insel und ihre Teile

Den Hauptbereich des Ortsteils bildet die sogenannte Insel Wannsee. Diese ist heute über fünf Brücken erreichbar: die Wannseebrücke, die Alsenbrücke, die Hubertusbrücke, die Parkbrücke und die Glienicker Brücke. Ein kleiner Teil dieser „Insel“, die Siedlung Klein Glienicke, gehört geografisch und administrativ zu Potsdam.

Zum Ortsteil Wannsee gehören unter anderem die Ortslagen Heckeshorn, Krughorn, Albrechts Teerofen, Kohlhasenbrück und Steinstücken. Auch die bekannte Pfaueninsel und der Hauptort Stolpe mit seinem historischen Zentrum sind Teil von Wannsee. Ebenso zählen die ehemaligen Villenkolonien Alsen und Wannsee zum Ortsteil.

Bemerkenswert ist, dass sich in Wannsee der westlichste Punkt des Bezirks Steglitz-Zehlendorf und somit auch der westlichste Punkt Berlins befindet.

Die umliegenden Gewässer

Der Ortsteil Wannsee ist von einer Vielzahl von Gewässern umschlossen.

Im Norden und Westen wird er von der Havel begrenzt. Der Havelbereich westlich von Wannsee wird maßgeblich vom Jungfernsee geprägt, der sich nach Nordwesten ausdehnt. Hier finden sich auch Haveleck, die Insel Kälberwerder und die Moorlake.

Im Osten liegt der Große Wannsee selbst, mit Bereichen wie Eulenbruch und Heckeshorn.

Im Süden wird Wannsee von einer Seenkette begrenzt, die als Griebnitzkanal bekannt ist. Dieser Kanal verbindet den Großen Wannsee mit dem Griebnitzsee. Teil dieser Seenkette sind der Kleine Wannsee, der Tatarenteich und Tatarengraben (mit Abfluss zum Kleinen Wannsee), der Pohlesee und der Stölpchensee. Der Abschnitt zwischen Pohle- und Stölpchensee sowie von Stölpchensee zum Griebnitzsee wird auch als Prinz-Friedrich-Leopold-Kanal bezeichnet. An den Griebnitzsee schließt im Osten der Teltowkanal an. Der Westteil des Griebnitzsees ist über die Glienicker Lake mit der Havel verbunden, etwa auf Höhe der Glienicker Brücke.

Geschichte des Wannsees

Die Geschichte des heutigen Ortsteils Wannsee reicht bis ins Mittelalter zurück, mit der ältesten Keimzelle der Besiedlung im kleinen Dorf Stolpe, gelegen um den heutigen Wilhelmplatz.

Die Entstehung der Villenkolonien

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckten wohlhabende Bürger die Ufer des Großen Wannsees als attraktiven Wohnort. Ab 1870 entwickelte sich in Wannsee eine Kulturlandschaft, die im Kaiserreich und der Weimarer Republik ihresgleichen suchte. Viele prachtvolle Villen wurden in dieser Zeit erbaut, von denen heute allerdings nur noch wenige erhalten sind.

Die Industrialisierung trieb viele Berliner aus dem Stadtzentrum an den Stadtrand. Die Gegend um Stolpe war zu dieser Zeit noch weitgehend unbesiedelt. Im Jahr 1863 erwarb Wilhelm Conrad, ein Naturfreund, erfolgreicher Bankier und Direktor der Berliner Handels-Gesellschaft, den Gasthof Stimmings Krug. Durch weitere Zukäufe erweiterte er seinen Landbesitz auf 320 Morgen. 1870 ließ Conrad die Gaststätte abreißen und an gleicher Stelle die Villa Alsen errichten. Dies markierte den Beginn der Colonie Alsen.

Wilhelm Conrad strebte ein Gesamtkunstwerk aus Villen an, ähnlich den neuesten Berliner Villenkolonien, aber eingebettet in eine Parklandschaft, umgeben vom Wasser der Havelseen. Gustav Meyer, ein Schüler Peter-Joseph Lennés und Berliner Gartenbaudirektor, wurde mit der Planung beauftragt. Sein Plan sah ein Hippodrom als Zentrum der Kolonie vor, durch das die Königstraße in Längsachse verlief. Conrad fand Käufer für zahlreiche Parzellen, die jeweils mindestens einen preußischen Morgen (entspricht 2553 m²) groß waren. Nur zwei Jahre nach seinem Einzug in die Villa Alsen lebten bereits 64 Siedler in zwölf neuen Villen in der Colonie.

Ab 1874 begann auch die Besiedlung entlang des Ostufers des Großen Wannsees. Prinz Friedrich Karl verkaufte als Grundbesitzer einzelne Parzellen, unter anderem an die Petroleumlampenfabrikanten Ernst Wild und Friedrich Wilhelm Wessel. Die Villen der Villenkolonie Wannsee waren zumeist noch größer als die der gegenüberliegenden Colonie Alsen.

Wer lebt am Wannsee?
WER WOHNT IN ZEHLENDORF, GRUNEWALD UND WANNSEE?Bürger Lars Dietrich.Ursula Karven.Sarah Connor.Tina Ruland.Jörg Thadeusz.Jürgen Tarrach.Matthias Brandt.Andrea Sawatzki.

Entwicklung der Infrastruktur

Um die Ansiedlung in den Kolonien zu fördern, war eine effektive Infrastruktur notwendig. 1874 wurde auf Bestreben von Wilhelm Conrad, trotz starkem Widerstand, eine Bahnverbindung zwischen Berlin und Wannsee durchgesetzt. Diese Bahnlinie fuhr anschließend weiter nach Potsdam. Im Berliner Volksmund erhielt die neue Wannseebahn Spitznamen wie „Wahnsinnsbahn auf Conrädern“ oder „Bankierszug“. Mit ihr verkürzte sich die Reisezeit von der Berliner Innenstadt in die Kolonie auf nur 20 Minuten. 1878/1879 folgte der Bau der Bahnstrecke Berlin–Blankenheim durch den Grunewald über Wannsee nach Westen, die durch den späteren Anschluss über Charlottenburg an die Berliner Stadtbahn auch für den Nahverkehr große Bedeutung erlangte.

Verwaltungsgeschichte

Im Jahr 1898 wurde die Landgemeinde Stolpe, die zum Kreis Teltow gehörte, offiziell in Wannsee umbenannt. Nach der Eingemeindung nach Groß-Berlin im Jahr 1920 gehörte Wannsee zum Bezirk Zehlendorf. Seit der Neubildung der Bezirke im Jahr 2001 ist Wannsee ein Ortsteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf.

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung des Ortsteils Wannsee (bis 1898 als Gemeinde Stolpe geführt) zeigt ein stetiges Wachstum, insbesondere nach der Bahnanbindung und der Entwicklung als Villenkolonie.

JahrEinwohner
1858502
1871626
1880760
18901.263
19002.378
19102.539
19193.980
19304.886
19385.527
19466.963
19507.933
19608.069
19708.302
198710.274
20009.438
20079.069
20109.298
20159.764
202010.126
202110.122
202210.343
202310.237

Baden und Freizeit am Wannsee

Wie bereits erwähnt, ist der Wannsee ein herausragendes Ziel für Badeurlauber und Wassersportler.

Das Strandbad Wannsee

Das Strandbad Wannsee, offiziell Familienbad am Wannsee, liegt im angrenzenden Ortsteil Nikolassee, wird aber gemeinhin mit dem Wannsee assoziiert. Es ist das größte Freibad Europas an einem Binnengewässer und bietet einen weitläufigen Sandstrand, der zum Entspannen und Sonnenbaden einlädt. Ein Teil des Strandes ist für Anhänger der Freikörperkultur reserviert.

Weitere Bademöglichkeiten

Neben dem großen Strandbad gibt es weitere Bademöglichkeiten am Wannsee und in der Umgebung. Dazu zählen kleinere Badestellen an der Havel sowie die große Badewiese am Alten Hof.

Auch für Hunde gibt es spezielle Bereiche. Im großen Auslaufgebiet Wannsee-Düppel können Vierbeiner im Wald toben und sich an einer Uferstelle am Kleinen Wannsee im Wasser erfrischen.

Wassersport

Der Wassersport hat eine sehr große Bedeutung für die Gegend um die Insel Wannsee. Hier sind zahlreiche Vereine ansässig, darunter 21 Segel- und zehn Rudervereine. Seit März 2012 hat die Gesellschaft für internationalen Wassertourismus e. V. hier ihren Sitz, um ausländische Berlin-Touristen für das wassertouristische Angebot zu begeistern.

Weitere Sportarten

Abseits des Wassersports bietet Wannsee ebenfalls vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Der Golfplatz Wannsee wurde bereits 1895 gegründet und ist einer der ältesten in Deutschland. Mit dem FV Wannsee gibt es einen Fußballverein und mit dem TuS Wannsee einen Verein für Seniorensport und Judo. Am ehemaligen Don-Bosco-Heim befindet sich das ReitTherapieZentrum Berlin, ein Reiterhof.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Der Wannsee und seine Umgebung sind reich an historischen Stätten und kulturellen Highlights.

An den Ufern des Großen und Kleinen Wannsees

Am Westufer des Großen Wannsees (Am Großen Wannsee 56–58) liegt das Haus der Wannseekonferenz. In diesem Gebäude wurde 1942 die Deportation und Ermordung der europäischen Juden organisiert und geplant. Heute dient das Haus als wichtige Gedenk- und Bildungsstätte.

Nicht weit entfernt befindet sich die Liebermann-Villa, das ehemalige Sommerhaus des Malers Max Liebermann. Nach einer Sanierung wurde es am 30. April 2006 als Museum eröffnet.

Im weiteren Verlauf der Straße Am Großen Wannsee liegt das Gelände der ehemaligen Reichsluftschutzschule, die 1938/1939 vom Architekten Eduard Jobst Siedler erbaut wurde.

Auf einem Plateau am Seeufer bei Heckeshorn, am Übergang der Colonie Alsen in den Forst Düppel, steht eine restaurierte Zinkkopie des Idstedt-Löwen aus dem Jahr 1874.

Was gibt es am Wannsee?
Am Großen und am Kleinen Wannsee Am Westufer des Großen Wannsees (Am Großen Wannsee 56–58) liegt das Haus der Wannseekonferenz, in dem 1942 die Deportation und Ermordung der europäischen Juden organisiert und geplant wurde. Heute ist das Haus eine Gedenk- und Bildungsstätte.

Im Dorf Stolpe

Im historischen Ortskern des Dorfes Stolpe befindet sich die Kirche am Stölpchensee. Sie wurde 1858/1859 nach Plänen von Friedrich August Stüler, einem Schüler Schinkels, erbaut. Ebenfalls in Stolpe steht das älteste Gebäude Wannsees, das seit 1980 als Galerie Wannsee genutzt wird.

Preußische Schlösser und Gärten

Ein Teil der berühmten Kulturlandschaft UNESCO-Welterbe Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin liegt in Wannsee.

Im Westen des Ortsteils befinden sich das Glienicker Schloss und das Jagdschloss Glienicke, eingebettet im Park Klein-Glienicke.

Auf der Pfaueninsel steht das Schloss Pfaueninsel. Dieses Lustschloss in romantischer Ruinenarchitektur wurde im 18. Jahrhundert von Friedrich Wilhelm II. als Refugium für sich und seine Mätresse, die Gräfin Lichtenau, in Auftrag gegeben. Das Schloss ist umgeben von einem weitläufigen englischen Landschaftspark, der die gesamte Insel bedeckt.

Friedhöfe und Gräber

Am Kleinen Wannsee, auf der Ostuferseite, befindet sich das Grab des Dichters Heinrich von Kleist.

Auf dem Neuen Friedhof Wannsee sind unter anderem die Gräber des Physikers Hermann von Helmholtz, des Mediziners Ferdinand Sauerbruch und des Chemie-Nobelpreisträgers Emil Fischer zu finden. Auch die Villa des Nobelpreisträgers Emil Fischer ist in Wannsee gelegen.

Auf dem Alten Friedhof Wannsee in der Friedenstraße liegen der Architekt Hans Poelzig sowie der Droschkenkutscher Gustav Hartmann begraben. Letzterer wurde als „Eiserner Gustav“ durch seine Protestfahrt nach Paris im Jahr 1928 gegen den Niedergang des Droschkengewerbes berühmt.

Die Glienicker Brücke

Die Glienicker Brücke über die Havel verbindet Berlin und Potsdam im Verlauf der Bundesstraße 1 (Königstraße in Berlin mit der Berliner Straße in Potsdam). Sie ist historisch bedeutsam als Ort des Agentenaustauschs während des Kalten Krieges.

Nikolskoe

In der Nähe der Pfaueninsel liegt Nikolskoe. Dieses Ensemble umfasst die Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe, das namensgebende Blockhaus Nikolskoe (das bis heute ein Ausflugslokal beherbergt) mit Nebengebäude, die ehemalige königliche Freischule und den Friedhof der Pfaueninsel. Der umliegende Wald ist ein eingetragenes Gartendenkmal. Nikolskoe wurde zu Ehren des russischen Prinzen Nikolai (späterer Zar), Ehemann der preußischen Prinzessin Charlotte, Tochter Friedrich Wilhelms III., angelegt und nach ihm benannt („dem Nikolai gehörig“).

Weitere Besonderheiten

Nördlich der Bundesstraße 1 befindet sich der Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg, der zweithöchste Turm Berlins. In Steinstücken gibt es zudem einen Hubschrauberlandeplatz.

Transport und Verkehr

Die Anbindung an den Wannsee ist gut ausgebaut.

Der Schienenverkehr wird über den Bahnhof Berlin-Wannsee abgewickelt, an dem Züge der Berliner S-Bahn, des Regional- und sogar des Fernverkehrs verkehren.

Die verkehrsreichste Straße ist die Königstraße, die als Bundesstraße 1 zur Glienicker Brücke führt und Berlin mit Potsdam verbindet. In der direkten Nachbarschaft, im Ortsteil Berlin-Nikolassee, liegt die Bundesautobahn 115, besser bekannt als AVUS.

Eine malerische Alternative zur Autobahn ist die kurvenreiche Havelchaussee, die entlang des Havelufers verläuft und auf dem Weg zum Ortsteil Wannsee an Wäldern, Sanddünen und dem Grunewaldturm vorbeiführt.

Wie lange dauert es, um den Wannsee zu laufen?
In Richtung Wannsee beginnt heute unser Spaziergang aus Potsdam kommend über die von 1904 bis 1907 errichtete Glienicker Brücke. Der Spaziergang dauert circa zwei Stunden.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) betreiben die Fährlinie F10, die quer über den Wannsee nach Kladow führt. Darüber hinaus gibt es verschiedene lokale Busverbindungen, die Wannsee mit der Berliner Innenstadt und dem brandenburgischen Umland verbinden.

Bildung und Forschung

Im Ortsteil Wannsee gibt es zwei Grundschulen und eine Sonderschule.

Wannsee beherbergt zudem Berlins einzigen Atomreaktor, den Berliner Experimentier-Reaktor. Er befindet sich auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums für Materialien und Energie und wird ausschließlich für Forschungszwecke genutzt.

Im Jagdschloss Glienicke hat das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) seinen Sitz.

Wer lebt am Wannsee?

Der Wannsee und die umliegenden Ortsteile Zehlendorf und Grunewald galten traditionell als Wohnorte für wohlhabende Bürger und auch für Prominente.

Laut einem Artikel aus dem Dezember 2020, der sich mit Wohnorten von Prominenten in Berlin beschäftigt, wird der Wannsee (zusammen mit Zehlendorf und Grunewald) als einstige Hochburg für Prominente beschrieben. Heute wohnen dort eher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die Ruhe suchen und Wert auf Privatsphäre legen. Der Artikel nennt hier beispielhaft Namen wie Bürger Lars Dietrich, Ursula Karven, Sarah Connor, Tina Ruland, Jörg Thadeusz, Jürgen Tarrach, Matthias Brandt und Andrea Sawatzki. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Auffinden von Prominenten aufgrund von Maskenpflicht (im Dezember 2020) und verändertem Aussehen ohne Make-up schwierig sein kann.

Wissenswertes über das Wasser

Der Große Wannsee, als Bucht der Unterhavel, ist ein beachtliches Gewässer. Er hat ein Gesamtvolumen von circa 15,4 Millionen Kubikmetern bei einer Fläche von etwa 280 Hektar. Die mittlere Wassertiefe beträgt rund 2,5 Meter.

Häufig gestellte Fragen zum Wannsee

Kann man im Wannsee baden?

Ja, der Wannsee ist ein beliebter Badesee. Am Ostufer befindet sich das Strandbad Wannsee, das größte Freibad Europas an einem Binnengewässer, das zum Baden und Sonnenbaden einlädt. Es gibt auch weitere kleinere Badestellen.

Wo genau liegt der Wannsee?

Der Wannsee liegt im äußersten Südwesten Berlins und ist ein Ortsteil im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Er grenzt direkt an Potsdam an.

Welche Gewässer gehören zum Wannsee-Gebiet?

Zum Wannsee-Gebiet gehören neben dem Großen Wannsee auch der Kleine Wannsee, der Griebnitzsee, der Stölpchensee, der Pohlesee, Teile der Havel und des Jungfernsees sowie weitere kleinere Seen und Kanäle wie der Griebnitzkanal und der Teltowkanal.

Gibt es historische Sehenswürdigkeiten am Wannsee?

Ja, der Wannsee hat eine reiche Geschichte. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Haus der Wannseekonferenz, die Liebermann-Villa, die Kirche am Stölpchensee, die Galerie Wannsee (ältestes Gebäude) sowie mehrere preußische Schlösser wie das Glienicker Schloss, das Jagdschloss Glienicke und das Schloss Pfaueninsel. Auch die Glienicker Brücke ist historisch bedeutsam.

Wie kommt man zum Wannsee?

Der Wannsee ist gut angebunden. Man erreicht ihn mit der S-Bahn, Regional- und Fernzügen über den Bahnhof Wannsee. Auch mit Bussen, der Fährlinie F10 oder dem Auto über die B1 (Königstraße) oder die malerische Havelchaussee ist er erreichbar.

Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es neben dem Baden?

Der Wannsee bietet vielfältige Freizeitaktivitäten, insbesondere Wassersport wie Segeln und Rudern mit zahlreichen Vereinen. Es gibt auch einen Golfplatz, Fußball- und Seniorensportvereine sowie einen Reiterhof. Man kann auch die Parks und Wälder erkunden oder die historischen Stätten und Museen besuchen.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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