Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg ist mehr als nur ein regionaler Verkehrsknotenpunkt; er ist auch ein bedeutendes Zentrum für Luft- und Raumfahrtforschung und -technologie. Gelegen im Stadtteil Waggum, zeichnet er sich durch seine überschaubare Größe, kurze Wege und eine persönliche Atmosphäre aus, die das Reisen angenehm gestalten kann. Für viele Reisende, die von hier abfliegen, beginnt der Urlaub oder die Geschäftsreise bereits mit einem entspannten Check-in-Prozess.

Die Anreise zum Flughafen ist dank seiner strategischen Lage gut gelöst. Der Flughafen liegt direkt an der Autobahn A2 und verfügt über eine eigene Anschlussstelle, was die Anfahrt mit dem Auto unkompliziert macht. Für diejenigen, die öffentliche Verkehrsmittel bevorzugen, besteht eine Verbindung zur Innenstadt Braunschweigs sowie zum Hauptbahnhof. Diese Anbindung wird durch die Buslinien 413 und 436 gewährleistet, die regelmäßig verkehren und eine bequeme Alternative zum Auto darstellen. Direkt vor dem Terminalgebäude finden Reisende zudem einen Taxistand.
Für Autofahrer, die ihren Wagen während der Reise am Flughafen parken möchten, steht ein Parkhaus zur Verfügung. Dieses neu errichtete Parkhaus mit 650 Stellplätzen wurde am 2. August 2018 gegenüber dem Flughafen eröffnet. Es bietet somit ausreichend Parkmöglichkeiten für Reisende. Informationen zu den aktuellen Parkgebühren liegen in der vorliegenden Quelle nicht vor. Neben diesem herkömmlichen Parkhaus gibt es am Flughafen auch ein sogenanntes Forschungsparkhaus, das speziell für die Erforschung des autonomen Parkens genutzt wird – ein weiteres Beispiel für den Fokus des Flughafens auf Technologie und Innovation.
Die Abläufe am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg sind darauf ausgelegt, den Reisenden Zeit zu sparen. Vom Check-in bis zum Flugzeug sind die Wege oft nur wenige Meter kurz. Die Check-in-Schalter öffnen in der Regel etwa zwei Stunden vor dem geplanten Abflug. Das Personal vor Ort steht Reisenden bei Fragen und Anliegen unterstützend zur Seite. Es ist jedoch zu beachten, dass der Einstieg in die Maschinen häufig über Treppen erfolgt.
Auch die Ankunft gestaltet sich in Braunschweig schnell und unkompliziert. Nach der Landung können Reisende entweder fußläufig zum Ankunftsgebäude gehen, um ihr Gepäck entgegenzunehmen, oder dieses bereits beim Aussteigen am Flugzeug in Empfang nehmen. Bei Flügen innerhalb der EU sind Zoll- oder Passkontrollen nicht mehr notwendig, was den Prozess erheblich beschleunigt. Bei Flügen außerhalb des Schengen-Raums sind je nach Ziel der Reisepass oder Personalausweis erforderlich, und gegebenenfalls können weitere Einreiseformalitäten nötig sein. Der Flughafen bemüht sich in Abstimmung mit den Behörden um möglichst reibungslose Abläufe auch in solchen Fällen.

Die Start- und Landebahnen sind ein zentraler Bestandteil der Flughafenanlage. Die asphaltierte Hauptbahn verfügt über eine Länge von 2300 Meter und eine Breite von 45 Metern. Im nördlichen Bereich der Anlage befindet sich zusätzlich ein Segelflugstreifen von 950 Metern Länge und 150 Metern Breite. Die Landebahn 26 ist mit einem CAT I-Instrumentenlandesystem ausgestattet, das Präzisionsanflüge ermöglicht.
Die jüngere Geschichte des Flughafens ist stark vom Ausbau der Start- und Landebahn geprägt. Ein wesentlicher Grund für die Verlängerung war die Stationierung und der Einsatz eines neuen, größeren Forschungsflugzeugs, eines Airbus A320, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Auch die Volkswagen AG unterstützte den Ausbau, da ihre Flugzeuge von Volkswagen Airservice aufgrund der ursprünglichen Bahnlänge gelegentlich auf den weiter entfernten Flughafen Hannover ausweichen mussten. Die Ausbaupläne stießen jedoch auf Widerstand von Anwohnern umliegender Stadtteile wie Bienrode, Dibbesdorf, Waggum, Bevenrode und Hondelage sowie von Naturschutzverbänden wie dem BUND und dem NABU, die Lärmbelästigungen und Umweltbeeinträchtigungen befürchteten.
Das Planfeststellungsverfahren, das diese Bedenken berücksichtigen sollte, wurde dennoch am 15. Januar 2007 mit dem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen. Gegen diesen Beschluss reichten Gegner des Ausbaus Klage beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg ein, um eine aufschiebende Wirkung zu erzielen und den Baubeginn zu verhindern, bis über die Klagen entschieden war. Das Gericht bat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, vorerst nicht mit den Arbeiten zu beginnen.
Im Mai 2009 machte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg schließlich den Weg für den Ausbau frei. Die Start- und Landebahn konnte auf 2300 Meter verlängert werden. Die geplanten Investitionen für den Ausbau beliefen sich auf rund 39 Millionen Euro, wovon 40 Prozent von der EU übernommen werden sollten. Für die Verlängerung der Landebahn, die Starts und Landungen mittelgroßer Flugzeuge bei allen Abfluggewichten ermöglichen sollte, mussten Bäume in einem EU-Vogelschutzgebiet gefällt werden. Im Januar 2010 begannen die Baumfällungen, von denen 33 Hektar Fläche betroffen waren, zusätzlich waren weitere 28 Hektar Hochwald zur Rodung vorgesehen. Die Rodungsarbeiten erfolgten trotz anhaltenden friedlichen Widerstands durch Protestmärsche. Die lokalen Waldverluste, darunter teilweise 200-jährige Eichen und Buchen, sollen durch Ersatzaufforstungen auf rund 160 Hektar rund um Braunschweig ausgeglichen werden.

Am 27. Juli 2010 wurde ein erster Schritt des Projekts abgeschlossen, bei dem das Flughafengelände und das Vorfeld vergrößert sowie Rollwege und die Start-Landebahn verbreitert wurden. Hierfür musste der Flughafenbetrieb vom 2. bis 27. Juli 2010 komplett eingestellt werden. Beim weiteren Ausbau kam es zu Verzögerungen aufgrund des Verdachts von Verstößen gegen Auflagen des Planfeststellungsbeschlusses. Dennoch konnten die restlichen Arbeiten bis zum Sommer 2011 abgeschlossen werden. Die verlängerte Start-/Landebahn wurde am 29. August 2011 übergeben, die offizielle Freigabe für den Flugverkehr erfolgte am 18. Oktober 2012. Anfänglich wurde die verlängerte Bahn nur sehr selten genutzt.
Ein besonderes Merkmal des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ist seine Rolle als Forschungsflughafen. Hier sind zahlreiche Organisationen und Unternehmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Verkehrstechnik ansässig. Das DLR testet hier beispielsweise den Einsatz des Galileo-Navigationssystems in der Luftfahrt. Zudem forscht ein Netzwerk aus universitären und privatwirtschaftlichen Akteuren am bürgernahen Flugzeug. Dieses Netzwerk umfasst rund 40 kleine und mittelständische Unternehmen, darunter Weltmarktführer wie die Aerodata AG im Bereich der Flight-Inspection-Systeme und die Simtec simulation technology GmbH für realistische Simulationen komplexer Bewegungsvorgänge. Auch Volkswagen Airservice ist hier ansässig. Eine weitere wichtige Institution am Flughafen ist die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), die als nationale Untersuchungsstelle für zivile Luftfahrtstörungen in Deutschland zuständig ist.
Der gezielte Ausbau des sogenannten Avionik-Clusters sieht auch die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete für Firmen aus diesen Branchen vor. Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg realisiert mit Unterstützung der Forschungsflughafen Braunschweig GmbH ein zentrales Besucher- und Dienstleistungszentrum am Lilienthalplatz, das Dienstleistern, Ingenieurbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen aus der Mobilitätsforschung einen Standort im Zentralbereich des Forschungs- und Technologiestandorts bietet.
Mitte 2024 wurde mit dem Bau eines neuen Abfertigungsterminals begonnen, dessen Fertigstellung für 2025 geplant ist. Dies unterstreicht die kontinuierliche Entwicklung des Flughafens, der sowohl für den Reiseverkehr als auch als wichtiger Standort für Forschung und Entwicklung in der Luftfahrt- und Mobilitätsbranche von Bedeutung ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Hier finden Sie Antworten auf einige häufige Fragen zum Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, basierend auf den verfügbaren Informationen:
- Welche Buslinien fahren zum Flughafen Braunschweig?
Die Buslinien 413 und 436 verbinden den Flughafen mit der Innenstadt Braunschweigs und dem Hauptbahnhof. - Wie lang ist die Start- und Landebahn am Flughafen?
Die asphaltierte Hauptbahn ist 2300 Meter lang und 45 Meter breit. Es gibt zusätzlich einen Segelflugstreifen. - Gibt es ein Parkhaus am Flughafen Braunschweig?
Ja, gegenüber dem Terminalgebäude wurde am 2. August 2018 ein Parkhaus mit 650 Stellplätzen eröffnet. Informationen zu Parkgebühren liegen in der vorliegenden Quelle nicht vor. - Wann öffnen die Check-in-Schalter am Flughafen?
Die Check-in-Schalter öffnen in der Regel etwa zwei Stunden vor dem jeweiligen Abflug. - Wie viel Gepäck darf ich mitnehmen?
Im Regelfall sind 20 kg aufzugebendes Gepäck und 6 kg Handgepäck im Flugpreis inbegriffen. Abweichende Bestimmungen sind in der jeweiligen Reiseausschreibung zu finden. - Gibt es am Flughafen Braunschweig Zoll- oder Passkontrollen?
Bei Flügen innerhalb der EU sind keine Zoll- oder Passkontrollen mehr notwendig. Bei Flügen außerhalb des Schengen-Raums sind je nach Ziel Reisepass oder Personalausweis erforderlich und möglicherweise weitere Einreiseformalitäten. - Welche Forschungseinrichtungen sind am Flughafen ansässig?
Das DLR und die BFU (Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung) sind am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg ansässig, ebenso wie ein Netzwerk von rund 40 kleinen und mittelständischen Unternehmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt und Verkehrstechnik.
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