Wie heißt das berühmte Schnitzelhaus in Wien?

Wien: Das berühmteste Schnitzel & Preise

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Wien, eine Stadt reich an Geschichte, Kultur und natürlich Kulinarik. Wenn man an Wien denkt, denkt man unweigerlich auch an eine ganz besondere Spezialität: das Wiener Schnitzel. Dieses panierte Stück Fleisch ist weit mehr als nur ein Gericht; es ist ein Stück österreichische Identität. Doch wo isst man das beste, das berühmteste Schnitzel der Stadt? Und was muss man dafür bezahlen? Diese Fragen beschäftigen Einheimische ebenso wie Besucher aus aller Welt.

Wie viel kostet ein echtes Wiener Schnitzel in Wien?
Im österreichweiten Schnitt kommt das Schnitzel laut OGM auf 12,46 Euro. Relativ günstig ist es mit durchschnittlich 12,10 Euro in der Bundeshauptstadt Wien.

Die Suche nach dem authentischen Geschmack führt viele Gourmets und Neugierige an bestimmte Adressen, die sich über Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte, einen Namen gemacht haben. Ein solcher Name, der untrennbar mit dem Wiener Schnitzel verbunden ist, ist Figlmüller.

Das Herzstück: Figlmüller in der Wollzeile

Wenn ein Restaurant von sich behaupten kann, ein Stammhaus zu besitzen, zeugt das von tiefen Wurzeln und einer langen Tradition. Die Wurzeln des Figlmüller reichen tief in die Wiener Geschichte, konkret in die Wollzeile. An dieser Adresse, genauer gesagt in der Wollzeile 5, 1010 Wien, befindet sich das, was viele als das weltberühmteste Figlmüller Restaurant kennen.

Dieser Ort ist ein wahrer Treffpunkt. Hier geben sich Prominente, neugierige Touristen und treue Einheimische förmlich die Klinke in die Hand. Ihre Herkunft mag unterschiedlich sein, doch der Grund ihres Besuchs eint sie alle: Sie kommen, um in einer ausgesprochen gemütlichen Atmosphäre das berühmteste Schnitzel der Welt zu genießen. Begleitet wird dieses kulinarische Erlebnis oft von einem Glas des hauseigenen Weins, was die traditionelle Erfahrung abrundet.

Genau diese Vision – ein Ort der Begegnung, wo Menschen zusammenkommen, um gutes Essen und Wein in angenehmer Gesellschaft zu genießen – entsprach dem Wunsch des Großvaters, des Gründers dieses legendären Hauses. Es ist ein Konzept, das bis heute Bestand hat und den besonderen Charme des Figlmüller ausmacht.

Für alle, die dieses Erlebnis selbst suchen: Das Figlmüller in der Wollzeile ist täglich von 11:00 bis 22:30 Uhr geöffnet. Die Küche verwöhnt ihre Gäste durchgehend von 11:00 bis 21:30 Uhr.

Was kostet das berühmteste Schnitzel der Welt – und andere in Österreich?

Nachdem wir den Ort des berühmtesten Schnitzels identifiziert haben, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Preis. Was muss man für ein echtes Wiener Schnitzel, sei es im Figlmüller oder anderswo in Österreich, budgetieren?

Die Kosten für Österreichs Nationalgericht Nummer eins können, wenig überraschend, stark variieren. Dies hängt nicht nur vom Restaurant oder der Stadt ab, sondern sogar vom jeweiligen Bundesland und Bezirk. Eine aufschlussreiche Erhebung des Meinungsforschungsinstituts OGM liefert hierzu interessante Zahlen.

Laut dieser Erhebung, die im Mai und Juni 2022 durchgeführt wurde, musste man für ein Wiener Schnitzel inklusive Beilage durchschnittlich zwischen 8,85 Euro im Bezirk Jennersdorf (Burgenland) und stolzen 16,65 Euro im Bezirk Dornbirn (Vorarlberg) bezahlen. Das ist eine Preisspanne von fast 8 Euro für dasselbe Gericht – eine bemerkenswerte Differenz.

Regionale Unterschiede und ihre Gründe

Dieses deutliche West-Ost-Gefälle bei den Schnitzelpreisen hat laut OGM vor allem einen Grund: die stärkere Bedeutung des Tourismus im Westen Österreichs. Touristisch geprägte Regionen haben tendenziell ein höheres allgemeines Preisniveau, was sich direkt auf die Kosten in der Gastronomie auswirkt – und somit auch auf den Preis für das Wiener Schnitzel. Dieses höhere Preisniveau betrifft nicht nur Touristen, sondern hebt die Preise auch für Einheimische an.

Interessanterweise relativiert das höhere Preisniveau im Westen auch die dort oft höheren Einkommen. Der OGM-Erhebung zufolge war das durchschnittliche Nettojahreseinkommen im Bezirk Dornbirn mit 25.700 Euro zwar um 14 Prozent höher als in Jennersdorf mit 22.600 Euro. Doch gemessen am regionalen Preisniveau könnten sich die Bewohner von Jennersdorf, trotz niedrigeren Einkommens, tatsächlich mehr Schnitzel leisten als die Dornbirner. Dies verdeutlicht, wie stark die lokalen Lebenshaltungskosten die reale Kaufkraft beeinflussen.

Details zur OGM-Erhebung

Die OGM-Erhebung basierte auf repräsentativen Zufallsstichproben von Gastronomiebetrieben in allen Bezirken Österreichs. Wichtig zu wissen ist, dass Kantinen von der Erhebung ausgeschlossen wurden, um ein realistisches Bild der Restaurantpreise zu erhalten. Insgesamt wurden 20.000 Gastronomiepreise erfasst, darunter spezifisch 1.300 Schnitzelpreise. Ein direkter Vergleich der Preise mit dem Vorjahr (2021) wurde im Rahmen dieser spezifischen OGM-Studie nicht gemacht.

Wie heißt das berühmte Schnitzelhaus in Wien?
Die Heimat des Schnitzels: Denn dort findet man das weltberühmte Figlmüller Restaurant, in dem sich Prominente, Touristen und Einheimische die Klinke in die Hand geben. Woher sie kommen, mag die Menschen unterscheiden.

Der Einfluss der Inflation

Es ist jedoch wichtig, den Faktor Inflation zu berücksichtigen. Laut Statistik Austria stieg der Preis für panierte Schnitzel im Juni 2022 im Vergleich zum Juni 2021 um fast 11 Prozent. Dies bedeutet, dass die in der OGM-Erhebung vom Mai/Juni 2022 genannten Preise bereits von dieser allgemeinen Teuerung beeinflusst waren und seitdem möglicherweise weiter gestiegen sind. Die Preisentwicklung ist dynamisch, aber die Tendenz der regionalen Unterschiede bleibt bestehen.

Preisübersicht (Stand OGM Erhebung Mai/Juni 2022)

Um die Preisunterschiede besser zu veranschaulichen, hier eine kleine Übersicht basierend auf den OGM-Daten:

Region / Bezirk (Beispiele)Durchschnittlicher Schnitzelpreis (mit Beilage, ca.)
Region mit niedrigstem Durchschnitt (z.B. Jennersdorf, Burgenland)8,85 Euro
Region mit höchstem Durchschnitt (z.B. Dornbirn, Vorarlberg)16,65 Euro
Landesweiter Durchschnitt (basierend auf OGM 2022)Zwischen 8,85 € und 16,65 €

Bitte beachten Sie, dass dies Durchschnittswerte aus einer spezifischen Erhebung (Mai/Juni 2022) sind und die aktuellen Preise im Einzelfall abweichen können, insbesondere aufgrund der anhaltenden Inflation.

Fazit

Wer in Wien das berühmteste Schnitzel der Welt sucht, wird unweigerlich zum Figlmüller in der Wollzeile geführt. Hier erwartet einen nicht nur ein legendäres Gericht in gemütlicher Atmosphäre, sondern auch ein Stück Wiener Tradition. Die Kosten für ein Schnitzel in Österreich variieren jedoch stark, beeinflusst durch Faktoren wie Tourismus und regionale Wirtschaftskraft. Während man in einigen Regionen bereits für unter 10 Euro fündig werden kann (Stand 2022), muss man in touristischen Hochburgen oder im Westen des Landes mit deutlich höheren Preisen rechnen. Die Inflation hat die Preise seit der Erhebung 2022 zudem weiter beeinflusst. Unabhängig vom Preis bleibt das Wiener Schnitzel ein unverzichtbares Erlebnis auf jeder kulinarischen Reise durch Österreich.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Ist Figlmüller das einzige berühmte Schnitzelrestaurant in Wien?
Das Figlmüller in der Wollzeile ist zweifellos das *weltberühmteste* Schnitzelhaus Wiens und wird oft als Heimat des "berühmtesten Schnitzels der Welt" bezeichnet. Es zieht eine sehr vielfältige Menge an Gästen an, von Prominenten bis zu Einheimischen. Es gibt natürlich viele weitere ausgezeichnete Restaurants in Wien, die Wiener Schnitzel anbieten, aber Figlmüller hat einen einzigartigen, historischen Ruf und Bekanntheitsgrad.

Was genau macht das Schnitzel bei Figlmüller so besonders?
Laut der Beschreibung ist es das "berühmteste Schnitzel der Welt". Die Erfahrung dort wird durch die "gemütliche Atmosphäre" und die Möglichkeit, den hauseigenen Wein zu genießen, abgerundet. Der historische Hintergrund des Restaurants, gegründet vom Großvater, trägt ebenfalls zum besonderen Flair bei. Die genaue Zubereitung, die es so berühmt macht, ist Teil ihres Geheimnisses, aber die Reputation spricht für sich.

Sind die in der OGM-Erhebung genannten Schnitzelpreise noch aktuell?
Die OGM-Erhebung stammt aus Mai-Juni 2022. Die Statistik Austria meldete im Juni 2022 eine Preissteigerung für panierte Schnitzel von fast 11% im Vergleich zum Vorjahr. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Durchschnittspreise seitdem weiter gestiegen sind, auch wenn die Tendenz der regionalen Unterschiede (West teurer als Ost) bestehen dürfte. Die genannten Preise sind ein guter Richtwert für die Situation im Jahr 2022.

Warum gibt es so große Preisunterschiede für Schnitzel in Österreich?
Ein Hauptgrund laut der OGM-Erhebung ist die unterschiedliche Bedeutung des Tourismus in den Regionen. In touristisch stärker frequentierten Gebieten, insbesondere im Westen Österreichs, ist das allgemeine Preisniveau höher, was sich auch auf die Gastronomie und damit auf den Schnitzelpreis auswirkt. Auch regionale Unterschiede bei Lohnkosten und Mieten spielen eine Rolle.

Sind Beilagen wie Kartoffelsalat oder Pommes im genannten Schnitzelpreis enthalten?
Ja, die Preise aus der OGM-Erhebung, die die Spanne von 8,85 Euro bis 16,65 Euro angibt, beziehen sich auf ein Wiener Schnitzel *mit Beilage*. Die genaue Art der Beilage kann je nach Restaurant variieren (oft Kartoffelsalat, Petersilkartoffeln oder Pommes), aber der angegebene Preisrahmen beinhaltet die Hauptspeise samt einer typischen Begleitung.

Wo genau finde ich das berühmte Figlmüller in Wien?
Das weltberühmte Stammhaus des Figlmüller befindet sich in der Wollzeile 5, im 1010 Wien. Es liegt sehr zentral im ersten Bezirk.

Kann ich im Figlmüller immer spontan einen Tisch bekommen?
Aufgrund seiner großen Bekanntheit und Beliebtheit, sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen, ist das Figlmüller in der Wollzeile oft sehr gut besucht. Besonders zu Stoßzeiten oder am Abend ist eine Reservierung dringend empfohlen, um Wartezeiten zu vermeiden oder sicher einen Platz zu bekommen.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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