Welche britischen Restaurants gibt es in London?

Englisches Essen: Mehr als nur Fish and Chips

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Die kulinarische Landschaft Englands mag für manche überraschend sein, doch sie birgt wahre Schätze und ikonische Gerichte, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt sind. Wenn man an typisch englisches Essen denkt, kommt einem unweigerlich ein ganz bestimmtes Gericht in den Sinn, ein Gericht, das nicht nur sättigt, sondern auch ein Stück britischer Kultur verkörpert. Es ist ein einfaches, aber perfekt abgestimmtes Ensemble aus wenigen Komponenten, das seit Generationen Menschen begeistert, sei es als schneller Imbiss auf die Hand oder als sorgfältig zubereitete Mahlzeit in einem Restaurant.

Wie sagt man Restaurant auf Englisch?
Hier sind ein paar Tipps, die Ihnen dabei helfen sollen, die Aussprache von „Restaurant“ zu perfektionieren: Sprechen Sie es aus: Zerlegen Sie das Wort „Restaurant“ in seine einzelnen Laute „rest“ + „ront“ . Sprechen Sie diese Laute laut aus und betonen Sie sie zunächst.

Das wohl prominenteste und international bekannteste Beispiel für typisches englisches Essen ist zweifellos Fish and Chips. Dieses Gericht hat sich zu einem wahren Wahrzeichen entwickelt und steht synonym für die britische Inselküche, auch wenn es ursprünglich wohl nicht rein englischen Ursprungs ist, sondern Einflüsse aus verschiedenen Kulturen vereint. Doch die Engländer haben es zu ihrem gemacht, perfektioniert und in alle Welt getragen.

Fish and Chips: Der Inbegriff des englischen Fast Foods (und mehr)

Was genau verbirgt sich hinter diesem einfachen Namen? Im Kern besteht Fish and Chips aus zwei Hauptkomponenten: Fisch und Pommes Frites, hierzulande oft einfach als Pommes bezeichnet. Der Fisch ist dabei das Herzstück. Er wird traditionell in einem speziellen Backteig gewendet und anschließend frittiert, bis er goldbraun und herrlich knusprig ist. Das Innere des Fisches bleibt dabei zart und saftig, was einen wunderbaren Kontrast zur äußeren Hülle bildet. Die Pommes Frites, die Chips, sind meist dicker geschnitten als die dünnen Varianten, die man aus anderen Ländern kennt, und ebenfalls frittiert, bis sie außen leicht kross und innen weich sind.

Fish and Chips ist ein klassiker des Fast Foods. Man findet es in unzähligen Imbissbuden, den sogenannten 'Chip Shops', wo es oft in Papier eingewickelt verkauft wird und unterwegs gegessen werden kann. Diese Art des Genusses gehört fest zur englischen Esskultur, besonders an der Küste oder nach einem Pub-Besuch. Doch die Popularität und die Qualität des Gerichts haben dazu geführt, dass Fish and Chips längst nicht mehr nur reines Fast Food ist. Es wird heute auch in so einigen feinen Restaurants angeboten, wo Wert auf qualitativ hochwertige Zutaten, sorgfältige Zubereitung und eine ansprechende Präsentation gelegt wird. Hier kann Fish and Chips zu einem echten Gourmet-Erlebnis werden, das die einfachen Wurzeln des Gerichts ehrt, aber auf ein höheres Niveau hebt. Der Übergang vom schnellen Imbiss zum Restaurantgericht zeigt die Vielseitigkeit und anhaltende Anziehungskraft dieses Klassikers.

Die Hauptzutat: Der Fisch und seine Vielfalt

Für ein perfektes Fish and Chips ist die Wahl des Fisches entscheidend. Es gibt nicht nur eine einzige Fischart, die verwendet wird, obwohl einige definitiv beliebter sind als andere. Die Art des Fisches beeinflusst Geschmack, Textur und wie gut er sich zum Frittieren eignet. Der Fisch sollte fest genug sein, um beim Frittieren nicht auseinanderzufallen, aber zart genug, um im Inneren saftig zu bleiben.

Was ist typisches englisches Essen?
WAS IST TYPISCH ENGLISCHES ESSEN?Fish and Chips.Full English Breakfast.Sunday Roast.Toad in the Hole.Scotch Eggs.Shepherd's Pie.Beef Wellington.Scones.

Beliebte Fischsorten für Fish and Chips

Unter den dafür genutzten Fischsorten ist der Kabeljau am populärsten. Kabeljau, auch bekannt als Cod, zeichnet sich durch sein festes, weißes Fleisch aus, das nach dem Frittieren wunderbar blättrig wird. Sein milder Geschmack harmoniert hervorragend mit dem Backteig und den Beilagen. Es ist die Sorte, die die meisten Menschen mit Fish and Chips assoziieren und die in den meisten Chip Shops und Restaurants zu finden ist. Die Beliebtheit von Kabeljau ist auf seine Verfügbarkeit, seinen Geschmack und seine Textur zurückzuführen, die ihn ideal für die Zubereitung in Backteig macht.

Neben dem Kabeljau gibt es jedoch weitere mögliche Beispiele für Fischsorten, die für Fish and Chips verwendet werden können. Dazu gehören:

  • Schellfisch (Haddock): Oft als zweite Hauptoption neben Kabeljau angesehen. Schellfisch hat ein etwas süßlicheres und feineres Fleisch als Kabeljau.
  • Seelachs (Pollock): Eine wirtschaftlichere Alternative, die ebenfalls weißes Fleisch liefert, wenn auch manchmal nicht ganz so fest wie Kabeljau oder Schellfisch.
  • Merlan (Whiting): Ein kleinerer Fisch mit zartem, weißem Fleisch.
  • Scholle (Plaice): Ein Plattfisch mit sehr zartem Fleisch, der sorgfältiger zubereitet werden muss, um nicht trocken zu werden.

Die Wahl der Fischsorte kann regional variieren oder vom Angebot und den Vorlieben des jeweiligen Restaurants oder Imbisses abhängen. Jede Sorte bringt ihre eigenen Nuancen in das Gericht ein, doch das Grundprinzip des frittierten Fisches in knusprigem Teig bleibt gleich. Die Kunst liegt darin, den Fisch perfekt zu garen, sodass er innen saftig und außen knusprig ist – unabhängig von der gewählten Art.

Mehr als nur Pommes: Die typischen Beilagen

Obwohl der Name es nahelegt, bestehen Fish and Chips nicht nur aus Fisch und Pommes Frites. Die Beilagen spielen eine wichtige Rolle und runden das Gericht ab. Sie bieten geschmackliche und texturale Kontraste und können das Erlebnis erheblich bereichern. Die Auswahl der Beilagen kann ebenfalls regional variieren, aber es gibt einige Klassiker, die man häufig antrifft.

Eine Auswahl klassischer Beilagen

Dazu werden häufig verschiedene Beilagen serviert. Die häufigsten sind:

  • Erbsen: Oft als 'Mushy Peas' serviert, eine Art Erbsenpüree. Diese cremige, leicht süßliche Beilage bildet einen schönen Kontrast zum frittierten und salzigen Hauptgericht. Manchmal werden auch einfach gekochte Erbsen serviert.
  • Eingelegte Zwiebeln (Pickled Onions): Kleine Silberzwiebeln, die in Essig eingelegt sind. Sie bieten eine scharfe, säuerliche Note, die helfen kann, die Schwere des frittierten Essens auszugleichen.
  • Essiggurken (Pickled Gherkins): Ähnlich wie die eingelegten Zwiebeln bieten Essiggurken eine säuerliche und knackige Komponente.
  • Baked Beans: Weiße Bohnen in Tomatensauce. Diese süßlich-herzhafte Beilage ist in Großbritannien sehr beliebt und wird oft nicht nur zum Frühstück, sondern auch zu anderen Mahlzeiten serviert, einschließlich Fish and Chips.
  • Gravy: Eine Bratensauce, die oft auf Basis von Fleischsäften oder Brühe hergestellt wird. Sie ist eine reichhaltige und würzige Ergänzung, besonders beliebt, um die Pommes darin zu tunken. Obwohl traditionell nicht immer zu Fish and Chips gereicht, ist sie in einigen Regionen, besonders im Norden Englands, eine beliebte Option.

Diese Beilagen ermöglichen es, das Gericht individuell anzupassen und bieten eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen und Texturen, die das einfache Duo aus Fisch und Pommes ergänzen. Sie sind ein integraler Bestandteil des Fish and Chips Erlebnisses und tragen dazu bei, warum das Gericht so beliebt ist.

Was ist typisches englisches Essen?
WAS IST TYPISCH ENGLISCHES ESSEN?Fish and Chips.Full English Breakfast.Sunday Roast.Toad in the Hole.Scotch Eggs.Shepherd's Pie.Beef Wellington.Scones.

Vom Imbiss zum Gourmet-Erlebnis

Die Entwicklung von Fish and Chips vom einfachen Imbissgericht zum Angebot in gehobenen Restaurants zeigt, wie ein traditionelles Gericht neu interpretiert und aufgewertet werden kann. In feineren Etablissements wird oft besonderer Wert auf die Herkunft und Qualität des Fisches gelegt, auf die Art des Backteigs (manchmal mit Bier oder Sekt für zusätzliche Luftigkeit) und auf hausgemachte Beilagen und Saucen. Anstelle von einfachen Pommes könnten handgeschnittene Chips aus speziellen Kartoffelsorten serviert werden. Diese Gourmet-Versionen ehren den Geist des Originals, fügen aber eine Ebene von Raffinesse und Qualität hinzu, die ein ganz neues Esserlebnis schafft. Es beweist, dass auch ein Gericht mit bescheidenen Wurzeln das Potenzial hat, in der Welt der gehobenen Gastronomie zu glänzen.

Ein kleiner Exkurs: Das Wort „Restaurant“ auf Englisch

Apropos Restaurants: Wenn Sie in England sind und nach einem Ort suchen, um typisch englisches Essen wie Fish and Chips zu genießen, ist es hilfreich zu wissen, wie man das Wort „Restaurant“ auf Englisch ausspricht. Das Wort wird wie im Deutschen geschrieben, aber die Aussprache unterscheidet sich. Die gebräuchlichste Aussprache im britischen Englisch klingt etwa wie „RES-tront“.

Britische Restaurants finden

Britische Restaurants, die traditionelle Gerichte wie Fish and Chips und andere Spezialitäten anbieten, gibt es natürlich im ganzen Land. Eine Stadt, die eine besonders große Auswahl an kulinarischen Erlebnissen bietet, ist London. In der britischen Hauptstadt finden sich zahlreiche Restaurants, von traditionellen Pubs, die Pub-Klassiker servieren, bis hin zu spezialisierten Fish and Chips Shops und gehobenen Restaurants, die moderne Interpretationen britischer Gerichte anbieten. Egal, ob Sie ein authentisches, einfaches Fish and Chips suchen oder eine verfeinerte Version probieren möchten, in London und anderen britischen Städten werden Sie fündig.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Fish and Chips weit mehr ist als nur ein schnelles Essen. Es ist ein kulturelles Phänomen, ein Gericht, das Generationen verbindet und eine köstliche Einführung in die englische Küche bietet. Mit seiner Vielfalt an Fischsorten und Beilagen bietet es ein einfaches, aber unglaublich befriedigendes Geschmackserlebnis, das sowohl im Stehen an der Ecke als auch am gedeckten Tisch genossen werden kann. Es ist ein Beweis dafür, dass die besten Gerichte oft die sind, die auf qualitativ hochwertigen Zutaten und einer liebevollen Zubereitung basieren, und das ist bei diesem englischen klassiker definitiv der Fall.

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Bruno Auerei Leimen

Ich heiße Bruno Auerei Leimen und wurde 1979 in Heidelberg geboren. Seit über zwanzig Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Entdeckung der kulinarischen Vielfalt Deutschlands. Nach meinem Studium der Literatur und des Journalismus an der Universität München habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, meine Liebe zum Schreiben mit meiner Neugier für authentische regionale Küche zu verbinden. Heute arbeite ich als Gastronomiekritiker, habe drei Bücher über kulinarische Reisen veröffentlicht und schreibe regelmäßig für renommierte Magazine. Besonders schlägt mein Herz für traditionelle Gerichte und handwerklich gebrautes Bier.

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